Schmausepost vom 30. Januar

Schman­kerl der Woche

Dishs­torm, der: So könnte es der­einst im Duden ste­hen, und als Geburts­da­tum die­ses neuen Begriffs müsste die ver­gan­gene Woche her­hal­ten. Denn da ließ sich die Firma Ber­tolli zu sau­blö­den unge­schick­ten Kom­men­ta­ren auf den Facebook-Seiten eini­ger Food­blog­ger hin­rei­ßen, wor­auf hun­derte Blog­ger die FB-Seite der Firma zuspamm­ten — mit­tels eine Dishs­torms. Loh­nens­werte Lek­tü­ren dazu:

 

Zahl der Woche

80. Geburts­tag hat das Dosen­bier diese Woche gefei­ert. Unter dem Motto „Glanz­leis­tun­gen der Zivi­li­sa­tion“ erzählt DRa­dio­Wis­sen die Geschichte von der Revo­lu­tion im Geträn­ke­han­del.
DRa­dio­Wis­sen (Audio)

 

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Schmau­s­epost (Media-Daten)

 

Aus den Medien

Ölpreis im Sturz­flug: Die Her­stel­lung von hoch­wer­ti­gem Oli­venöl ist eine Kunst. Und auf­wen­dig. Des­halb ist das End­pro­dukt nicht ganz güns­tig. Wie aber kann es sein, dass Oli­venöl bei deut­schen Dis­coun­tern für eine Hand­voll Euro ver­ramscht wird? Wolf­gang Lech­ner blickt in der Zeit hin­ter das Geheim­nis des bil­li­gen Öls.
Zeit

Der Berufstrin­ker: Keith Rogers besucht jeden Tag zwölf Pubs — außer Sonn­tag. Dort pro­biert er dann jede ein­zelne Ale-Sorte — doch nicht zum Spaß: Der 68-jährige Brite trinkt von Berufs wegen, denn er ist Bier­trin­ker im Auf­trag eines Ver­ban­des. Ingo Mal­cher hat Rogers getrof­fen. Wo? Natür­lich im Pub.
Brand Eins

Ich nehm’s ohne: Pro­dukte defi­nie­ren sich heut­zu­tage weni­ger über das, was drin ist, son­dern häu­fi­ger über das, was nicht drin ist, schreibt Svenja Bergt in ihrer taz-Kolumne. Es gibt Milch ohne Lak­tose, Bröt­chen ohne Glu­ten und alles Mög­li­che ohne Zucker. Pas­send dazu hat nun eine Messe zum Ohne-Trend statt­ge­fun­den: die „Allergy & Free from Show“.
taz

Und was ist mit Tee? Tee ist nach Was­ser das meist­ge­trun­kene Getränk der Welt. Jean­nine Lin­nepe begibt sich im Fein­schme­cker auf die Spu­ren des Tees. Unter ande­rem geht’s um Anbau­ge­biete, bekannte Sor­ten und um die Legen­den, die sich rund um die Ent­ste­hung des Tees ran­ken.
Fein­schme­cker

Ums Fleisch: Georg Schweis­furth (56) ist Grün­der des Öko-Betriebs Herr­manns­dor­fer und sitzt im Greenpeace-Aufsichtsrat. Simon Tress (31) ist Bio-Spitzenkoch. Gemein­sam dis­ku­tie­ren sie in einem lesens­wer­ten Doppel-Interview bei der FAZ über das, was beide am meis­ten umtreibt: Fleisch.
FAZ

Kuli­na­ri­sche Kämp­fer: Wie funk­tio­niert eine erfolg­rei­che Kam­pa­gne zum Thema Essen? Um diese Frage dreht sich ein Inter­view mit Mar­tin Rücker, Pres­se­spre­cher von Food­watch. Als größ­ten Erfolg sei­ner Orga­ni­sa­tion bezeich­net er, „dass viele heute ver­ste­hen: Essen ist ein poli­ti­sches Thema“.
Cam­pai­gning Academy

 

Aus den Blogs

Kleine Knol­len­kunde: Vivi kauft auf dem „Farmer’s Mar­ket“ bei ihr um die Ecke ein, der sich ganz unprä­ten­tiös noch „Tru­de­rin­ger Bau­ern­markt“ nennt. Dort ersteht sie ein Pot­pourri an Win­ter­ge­müse, das sie zuvor sel­ten gese­hen, geschweige denn geges­sen hat — von Schwarz­wur­zel bis Schwar­zer Ret­tich. Zurück zu Hause schrei­tet sie zur Geschmacks­ana­lyse.
Vivis Deli

Die Pekin­gente gehört zu den bekann­tes­ten Gerich­ten der chi­ne­si­schen Küche — und zu den auf­wän­digs­ten. Denn für die Zube­rei­tung ver­bringt man einen ganz Tag in der Küche. Sabine stellt das Gericht bei Food­hun­ter vor und gibt Tipps, wo man in Ber­lin, Mün­chen und Ham­burg hin­ge­hen sollte, um Pekin­gente zu pro­bie­ren.
Food­hun­ter

From Stumpf to Stiel: Mög­lichst das kom­plette Schlacht­tier ver­ar­bei­ten — das ist der Grund­ge­danke der popu­lä­ren „Nose to Tail“-Philosophie. Das vege­ta­ri­sche Pen­dant dazu stellt Anna im Metro-Genussblog vor. Hier­bei geht es darum, mög­lichst alle Teile einer Pflanze zu essen.
Metro-Genussblog

Vor die Linse: In sei­ner klei­nen Waren­kunde stellt Guido von „Kochen mit But­ter“ ver­schie­dene Lin­sen­sor­ten vor — von Roten Lin­sen über Belugalin­sen bis hin zu Par­di­nalin­sen. Dazu gibt’s Tipps zum Ein­kauf und zur Lage­rung.
Kochen mit Butter

Für Gastroma­cher: Jan-Peter vom Nomy­blog besucht ein Tref­fen des „Food Entre­pre­neurs Club“, das sich um die Frage dreht: Wie eröff­net man die­ser Tage ein Restau­rant in Ber­lin (das nicht drei Monate spä­ter wegen Erfolg­lo­sig­keit wie­der schlie­ßen muss).
Nomy­blog

Dschun­gel­prü­fung: „Ein Koch muss nicht alles mögen, aber er muss alles pro­bie­ren.“ Getreu die­sem Motto unter­nimmt Thors­ten von Falk-Kulinarium einen Selbst­ver­such zum Thema Insek­ten. Ange­lei­tet von einem Koch­buch berei­tet er Heu­schre­cken, Mehl­wür­mer und Zopho­bas zu — und pro­biert.
Falk Kuli­na­rium

 

Rezepte der Woche

Schwei­ne­fi­let in Aga­ven­si­rup: Clau­dia von „Din­ner um Acht“ geht auf Ent­de­ckungs­reise durch die „berau­schende Küche Mexi­kos“, bewaff­net mit dem 600-Rezepte-Wälzer „Mexico — The Cook­book“. Von dem Buch ist sie schwer begeis­tert, unter ande­rem wegen Gerich­ten wie Schwei­ne­fi­let in Aga­ven­si­rup.
Din­ner um Acht

Apfel-Mohn-Suppe (vege­ta­risch): „Gar net schlecht“ schme­cke diese Apfel-Mohn-Suppe, schreibt Gott­fried bei hun­der­tacht­ziggrad, was so viel bedeu­tet wie: „Kos­ten und Nut­zen sind in voll­kom­men­der Überein­stim­mung.“ Dazu prä­sen­tiert er eine Hand­voll wei­tere Uni­ver­sal­be­griffe, um ein Gericht prä­zi­ser zu beschrei­ben als jeder Michelin-Guide.
hun­der­tacht­ziggrad

 

Meist­ge­klickte Links der Vorwoche

1. Nah­rungs­mit­telun­ver­träg­lich­kei­ten: Spu­cken für die Dia­gnose (Spie­gel)

2. Pul­led Pork und Beef (Kochen mit But­ter)

3. Das steckt alles in McDonald’s-Fritten (Stern)

 

Nach­schlag

Suppe im Ei: Aus Groß­bri­tan­nien, dem Hort man­cher Geschmack­s­lo­sig­keit, kommt ein neuer kuli­na­ri­scher Geis­tes­blitz, der dem geneig­ten Eng­län­der das Oster­fest, nun ja, ver­sü­ßen soll. Die Rede ist von Schoko-Eiern der Firma Cad­bury, die es heuer auch in den Geschmacks­rich­tun­gen Mar­mite oder Nudel­suppe gibt.
taz

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Schmausepost vom 23. Januar

Schman­kerl der Woche

Party Pota­toe: Es gab eine Zeit, da war Essen uncool, nur was für Stu­ben­ho­cker oder Spie­ßer. Inzwi­schen aber ist unsere Nah­rung und ihre Her­stel­lung des Hips­ters liebs­tes Hobby, oft ein „lustig-hedonistisch insze­nier­tes Event“, wie Jan-Peter in sei­ner klu­gen Ana­lyse für „Das Fil­ter“ schreibt. Dem­nach sind Fast-Food-Lineups die neuen DJ-Lineups, Essen die neue Live­mu­sik, kurzum: Fut­tern das neue Fei­ern.
Das Fil­ter

 

Zahl der Woche

12 Zuta­ten ste­cken laut eige­nen Anga­ben in den Pom­mes fri­tes des Fast-Food-Riesen McDonald’s. Zu Kar­tof­feln und Frit­tieröl gesel­len sich so appe­tit­an­re­gend Dinge wie Tertiär-Butylhydrochinon oder Rind­fleisch­a­roma, berich­tet Denise Wach­ter im Stern.
Stern

 

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Aus den Medien

Aldi-Alternative: Immer mehr Deut­sche haben immer weni­ger Lust auf Lebens­mit­tel aus dem Super­markt. Sie schlie­ßend sich daher Initia­ti­ven wie dem Kar­tof­fel­kom­bi­nat (Mün­chen), Spei­se­gut (Ber­lin) oder Bunte Höfe (Ros­tock) an. Anne Waak spürt in der Welt dem Trend zum „Gemüse von nebenan“ nach.
Welt

Regio­na­les Netz­werk: Ein­kau­fen auf dem Wochen­markt, ohne auf dem Wochen­markt ein­zu­kau­fen — das ist die Masche des neu­es­ten Internet-Startups der Samwer-Brüder. Die Web­seite heißt Bona­tivo und wirbt damit, regio­nale Lebens­mit­tel vom Erzeu­ger an die Haus­tür zu lie­fern.
Green Wiwot3n

Kuli­na­ri­sche Kul­tur­un­ter­schiede: Lebens­mit­tel müs­sen gut schme­cken — auf diese Aus­sage kön­nen sich Ver­brau­cher aus Deutsch­land und den USA eini­gen. Dar­über hin­aus jedoch sind die Vor­stel­lun­gen davon, was gutes Essen aus­macht, dies­seits und jen­seits des Atlan­tiks sehr ver­schie­den, schreibt Alex­an­dra End­res mit Blick auf die TTIP-Verhandlungen.
Zeit

Big is beau­ti­ful. Not. XXL-Supermärkte auf der grü­nen Wiese sterben. Offenbar habe sich die Ein­sicht durch­ge­setzt, „dass es Schö­ne­res gibt, als sams­tags in Indus­trie­ge­bie­ten übergroße Ein­kaufs­wa­gen durch grell beleuch­tete Super­markt­hal­len zu schie­ben“, schreibt Peer Scha­der bei den Kraut­re­por­tern. Zudem besucht er einen Super­markt in Hol­land, der den Wochen­ein­kauf als Frei­zeit­spaß neu erfin­den will.
Kraut­re­por­ter

Dia­gnose leicht gemacht: Der eine ver­trägt keine Lak­tose, der nächste macht einen Bogen um Glu­ten: Nah­rungs­mit­telun­ver­träg­lich­kei­ten erle­ben einen regel­rech­ten Boom — sehr zur Freude der Her­stel­ler. Aber auch Ärzte und Heil­prak­ti­ker ver­die­nen an dem Trend: Wie schnell man eine Intoleranz-Diagnose erhält, zeigt Susanne Schä­fers Selbst­ver­such.
Spie­gel

Essen aus Plas­tik ist in japa­ni­schen Restau­rants all­ge­gen­wär­tig. Denn dort wer­den aller­orts soge­nannte Sam­puru aus­ge­stellt, also detail­ge­treue Nach­bil­dun­gen der Gerichte. Kris­tian Jen­sen blickt im Effilee-Magazin hin­ter die Geschichte des Plas­ti­kes­sens.
Effi­lee

 

Aus den Blogs

Weg vom Mas­sen­kon­sum: Auf einem Hof in Nie­der­ös­ter­reich haben Lisa und Michael 2009 ihr „Expe­ri­ment Selbst­ver­sor­gung“ gestar­tet. Der Plan: Mög­lichst sämt­li­che Bedarfs­gü­ter selbst her­stel­len. Im Inter­view bei Uto­pia ver­rät Lisa, warum sie Toma­ten im Win­ter nicht ver­misst, und was statt­des­sen auf den Tisch kommt.
Uto­pia

Die Pulled-Pork-Welle ist längst von den USA nach Deutsch­land her­über­ge­schwappt. Auch hier­zu­lande expe­ri­men­tie­ren Hob­by­kö­che und Hob­by­gril­ler eif­rig mit der Fleisch­zu­be­rei­tung, die auf nied­rige Tem­pe­ra­tu­ren bei lan­ger Gar­zeit setzt. Guido von „Kochen mit But­ter“ stellt Pul­led Pork vor und erklärt die Hin­ter­gründe.
Kochen mit Butter

Brote aus Sau­er­teig stel­len für Hob­by­bä­cker die Königs­dis­zi­plin da — nicht zuletzt, weil eine Menge Fall­stri­cke lau­ern. Eine kleine Anlei­tung, sel­bige aus­zu­tan­zen, gibt Michaela bei „Grain de Sel“. Ihren Bei­trag „Backen mit Sau­er­teig — My Way“ hat sie über­sicht­lich auf­be­rei­tet und mit einer Menge fei­ner Kniffe ver­se­hen.
Grain de Sel

Kleine Schale, große Wir­kung: Egal ob Grill­abend, Fon­du­e­s­ause oder Mit­bring­buf­fet: Dips und Soßen gehö­ren vor allem auf Par­tys und bei Ver­an­stal­tun­gen zum Essen dazu. Jan-Peter stellt im Nomy­blog die ver­schie­de­nen Vari­an­ten vor — vom Grill­dip bis zur asia­ti­sche Soße.
Nomy­blog

„Kräu­ter und Gewürze der Welt“ heißt die infor­ma­tive Serie von Kathy’s Küchen­kampf, in der sie sich dies­mal einer Pflanze wid­met, die jeder kennt, aber kaum einer in der Küche ver­wen­det: das Gän­se­blüm­chen. Genauer gesagt geht es um die Blüte, die sich her­vor­ra­gend in Sala­ten, zu Fleisch oder auf dem But­ter­brot macht.
Kathys Küchen­kampf (Gän­se­blüm­chen)KK (Über­sicht Kräu­ter & Gewürze)

Mit dem Unter­drü­cker der Pasta beschäf­tigt sich ein span­nen­der Text im Con­tem­pory Food Lab. Gemeint ist damit Benito Mus­so­lini, selbst Anti-Gourmet, der den Ita­lie­nern das Pasta-Essen abge­wöh­nen wollte. Sein Ziel: Das Land sollte seine starke Abhän­gig­keit von impor­tier­ten Wei­zen über­win­den.
Con­tem­pory Food Lab

 

Rezepte der Woche

Cajun-Grillhuhn mit Süß­kar­tof­feln: Eigent­lich wollte Jür­gen von Gold­schwarz bloß eine hei­lende Hüh­ner­suppe kochen, doch dann fiel ihm eine Gewürz­mi­schung in die Hände. Am Ende gab’s ein Cajun-Grillhuhn mit Süß­kar­tof­feln, Karot­ten und Fla­den­brot. Sein Fazit: „Es war herr­lich!„
Gold­schwarz

Spa­ghetti mit Zuc­chini und Man­del­mus (vege­ta­risch): Man­del­mus hat zuletzt einen erstaun­li­chen Boom erlebt und steht heute längst nicht mehr nur bei Vega­nern im Schrank. Karin von Coo­kio­nista stellt nun ein Rezept für Spa­ghetti mit Zuc­chini vor, deren Soße mit Man­del­mus ver­fei­nert wird.
Coo­kio­nista

 

Meist­ge­klickte Links der Vorwoche

1. 7 Tel­ler, die wie deine Kind­heit in der DDR aus­se­hen (52 Tel­ler)

2. 40 Days of Eating (Mit Ver­gnü­gen)

3. Wor­auf knipst ihr eure Food-Fotos (Fein­schme­ckerle)

 

Nach­schlag

Gebra­te­ner Igel gefäl­lig? Oder wie wär’s mit geräu­cher­tem Mur­mel­tier? Rezepte hier­für ste­hen in einem Renaissance-Kochbuch, das Sabine im Messerspitzen-Blog vor­stellt. Abge­se­hen von der­lei Kurio­si­tä­ten fin­det sie darin jedoch auch Inspi­rie­ren­des — etwa den Fakt, dass der Autor sich erst auf sechs Sei­ten Zunge, Herz und Co. des Kalbs vor­nimmt, bevor er zur Kalbs­brust schrei­tet.
Mes­ser­spit­zen

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Schmausepost vom 16. Januar

Schman­kerl der Woche

Kuli­na­ri­sche Ost­al­gie: Das Essen in der DDR war gerne def­tig, sel­ten gesund und noch sel­te­ner optisch anspruchs­voll — aber oft ziem­lich lecker. Das fin­det zumin­dest Alina von „52 Tel­ler“. Sie stellt sie­ben Gerichte aus ihrer Kind­heit mit Bild und Rezept vor — von Sol­janka über Würz­fleisch bis hin zum Schwe­de­neis­be­cher.
52 Tel­ler

 

Zahl der Woche

40 Days of Eating“ heißt eine der unter­halt­sams­ten Gastrokritik-Serien im Netz, die nun in die zweite Runde geht. Bei „Mit Ver­gnü­gen“ berich­ten die „ver­fres­se­nen Zwil­linge“ Maria und Sophia neben­ein­an­der in zwei Spal­ten von ihren kuli­na­ri­schen Expe­di­tio­nen in Ber­lin.
Mit Ver­gnü­gen

 

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Schmau­s­epost (Media-Daten)

 

Aus den Medien

Pfann­ku­chen, Ber­li­ner oder Krap­fen? Das Zeit-Magazin zeigt auf einer Deutsch­land­karte, auf wel­chen Namen das Süß­ge­bäck in wel­cher Region hört.
Zeit-Magazin

Das „Starry Kit­chen“ war ein ille­ga­les Lokal in der Pri­vat­woh­nung von Nguyen Tran und sei­ner Frau. Heute haben die bei­den ein rich­ti­ges Restau­rant in Los Ange­les, das zwei­mal zu den „101 Best Restau­rants“ der L.A. Times gehört hat. Bei Mun­chies erzählt Tran, wie das von­stat­ten ging.
Mun­chies

Aus Liebe zur Nudel: Die Pas­ti­fi­cio Bene­detto Cava­lieri im ita­lie­ni­schen Lecce gilt als eine der bes­ten Pasta-Manufakturen der Welt. Una Wie­ner hat sie für den Stan­dard besucht. Ihr Fazit: „Vor Ort wird offen­bar, wie aus alter­tüm­li­cher Maschi­ne­rie pures Pas­ta­g­lück geformt wird.„
Stan­dard

Mousse man mögen: Was ist das Geheim­nis per­fek­ter Mousse au Cho­co­lat? Diese Frage stellt ein Repor­ter der Deut­schen Welle einem Fran­zo­sen. Doch nicht irgend­ei­nem, son­dern Cyril Gér­ard, Pâtis­sier eines Sterne-Restaurants in Cha­mo­nix. Das zuge­hö­rige Video gibt’s bei der FAZ.
FAZ

Ernäh­rungs­trends durch­lau­fen meist fünf Stu­fen. Erst schreibt ein US-Blog über die XY-Diät, dann ver­kün­det eine Schau­spie­le­rin, sie sei XYia­ner. Als nächs­tes schwirrt XY durch die deut­sche Food­blo­go­sphäre, ehe die Medien hier­zu­lande das Thema ent­de­cken. Ganz am Ende nimmt sich die FAZ den Ernäh­rungs­trend vor — so gesche­hen jetzt bei der Paläo-Diät, deren Anhän­ger wie Stein­zeit­men­schen essen.
FAZ

Der Bocuse d’Or gilt als einer der renom­mier­tes­ten Koch-Wettbewerbe der Welt. Für Deutsch­land geht in die­sem Jahr Chris­tian Krü­ger vom Mann­hei­mer Sterne-Restaurant „Axt“ an den Start. Bei den Restaurant-Ranglisten ver­rät er im Inter­view, wie er sich vor­be­rei­tet, und worin sich der Wett­be­werb von der nor­ma­len Arbeit im Restau­rant unter­schei­det.
Restaurant-Ranglisten

 

Aus den Blogs

Am Thema Kochen für Kin­der haben sich in etwa so viele Men­schen abge­ar­bei­tet wie am Nahost-Konflikt — und waren dabei ebenso erfolg­los. Einen der unter­halt­sams­ten Ein­bli­cke gibt nun Patri­cia als Gast­au­to­rin bei den Herz­da­men­ge­schich­ten. Ihr Fazit: „Ich koche jetzt, was mir schmeckt, und die Kin­der essen das nicht. Das ist uns ein sehr lieb gewor­de­nes Ritual gewor­den.„
Herz­da­men­ge­schich­ten

Fünf bunt gewür­felte Tipps für die krea­tive Küche gibt Guido bei „Kochen mit But­ter“. Unter ande­rem erklärt er, wie man als Vega­ner Soßen andi­cken kann und was beim Düns­ten als fett­arme Alter­na­tive zu Öl und But­ter taugt.
Kochen mit Butter

Tapas à la Adria: Nach der Schlie­ßung des legen­dä­ren „elBulli“ hat Star-Koch Fer­ran Adria mit eini­gen Kol­le­gen das Kon­zept „Bcn 5.0″ ent­wi­ckelt. Dabei han­delt es sich um fünf Restau­rants in Bar­ce­lona, die sich einer anspruchs­vol­len, moder­nen Küche ver­pflich­ten. Julien von „Trois Etoi­les“ hat eines davon — das Tapas-Lokal „Tickets“ — besucht.
Trois Etoi­les

And the win­ner is… Stef­fen Sin­zin­ger hat bei der Ber­li­ner Spei­se­meis­te­rei zur Wahl des Koch­buchs 2014 auf­ge­ru­fen und auf den ers­ten Plät­zen lan­den „drei Groß­ka­li­ber“, wie er schreibt. Näm­lich: „Fran­zö­si­sche Küche“ von Yan­nick Alléno, „Moder­nist Cui­sine at home“ und Ben She­w­rys „Ori­gin“. Das Ergeb­nis ist für Sin­zin­ger „kein gutes Omen für die deut­sche Koch­buch­kul­tur“.
Ber­li­ner Speisemeisterei

Bei Food­blog­gern müs­sen die Spei­sen optisch was her­ma­chen, genauso Tel­ler und Besteck. Doch wie sieht’s eigent­lich mit dem Unter­grund aus, sprich mit Tisch, Brett oder Hocker? Frau Fein­schme­ckerle stellt nun auf ihrem Blog vor, wor­auf sie ihre Fotos knipst.
Fein­schme­ckerle

Sous-vide, zu Deutsch: Vaku­um­ko­chen, erfreut sich seit eini­gen Jah­ren gro­ßer Beliebt­heit — auch bei immer mehr Hobby-Köchen. Dabei wird Fleisch, Fisch oder Gemüse in einen Vaku­um­beu­tel gepackt und bei rela­tiv nied­ri­gen Tem­pe­ra­tu­ren gegart. Oli­ver stellt nun bei den Koch­freun­den eine hilf­rei­che Sous-vide-Landkarte vor, geord­net nach Gar­zeit und Tem­pe­ra­tur.
Koch­freunde

 

Rezepte der Woche

Bier­fleisch mit Sem­mel­knö­deln: „Es war ein­mal ein Hub­schrau­ber­pi­lot, der hieß Gams­jä­ger“ — mit die­sen Wor­ten beginnt Susanne alias Frau Ziii ihre Geschichte vom Gosauer Kua­schas, die sie zu einem Rezept für Bier­fleisch mit Sem­mel­knö­deln inspi­riert. Die Geschichte ist lesens­wert, das Gericht nach­ko­chens­wert.
Ziii kocht

Blumenkohl-Bananen-Curry (vege­ta­risch): Für das Blog-Event „Rezepte für die Figur“ ser­viert Bar­bara auf ihrer Spiel­wiese ein Blumenkohl-Bananen-Curry. Es ist schnell zube­rei­tet und schmeckt herr­lich — übri­gens auch, wenn einem die Figur herz­lich egal ist.
Bar­ba­ras Spielwiese

 

Meist­ge­klickte Links der Vorwoche

1. Ein klei­nes Spülmaschinen-ABC (Lanis Lecker Ecke)

2. Die bes­ten Rezepte 2014 als E-Book (High Foo­da­lity)

3. Rai­ners Reste

 

Nach­schlag

Speck lass nach: Es klingt, als wäre Homer Sim­pson unter die Medi­zi­ner gegan­gen: Die US-Zeitschrift „Mother Jones“ stellt drei Krank­hei­ten vor, bei denen Speck (Bacon) als wirk­sa­mes Heil­mit­tel gilt. Die Auto­rin beruft sich dabei auf wis­sen­schaft­li­che Befunde. Die drei Krank­hei­ten sind: Nasen­blu­ten, eine Form der Flie­gen­ma­den­krank­heit und Krätze.
Mother Jones (Englisch)

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Schmausepost vom 9. Januar

Schman­kerl der Woche

Von Fleisch und Flücht­lin­gen erzählt Tronje Thole van Ellen in sei­ner gra­fisch beein­dru­cken­den Kurz­ge­schichte „Rai­ners Reste“. Der Ham­bur­ger Künst­ler stellt dabei einen Zusam­men­hang her zwi­schen deut­schen Fleisch­kon­zer­nen, die afri­ka­ni­sche Geflü­gel­bau­ern rui­nie­ren, wor­auf diese ihr Heil in der Flucht nach Europa suchen. Wenig Text, aber tolle Illus­tra­tio­nen.
Rai­ners Reste

 

Zahl der Woche

150 Sterne-Restaurants in Deutsch­land, Öster­reich und der Schweiz haben vier­zig Food­blog­ger im ver­gan­ge­nen Jahr besucht — und anschlie­ßend berich­tet. Die Küchen­reise hat sich nun die Mühe gemacht, sämt­li­che Rezen­sio­nen auf­zu­lis­ten. Darin fin­det sich genug kuli­na­ri­scher Lese­stoff bis zum nächs­ten Jah­res­wech­sel.
Küchen­reise - Über­sichtListe Deutsch­landListe Öster­reichListe Schweiz

 

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Aus den Medien

Happy Geschmacks­ver­wir­rung: „Tref­fen sich Toast, Schin­ken und Ana­nas“ — diese Über­schrift ist nicht etwa der Beginn eines Wit­zes, son­dern bezieht sich auf die Kom­bi­na­tion eines kuli­na­ri­schen Klas­si­kers, der sich seit Jahr­zehn­ten gro­ßer Beliebt­heit erfreut. Die Rede ist vom Toast Hawaii, der heuer 60. Geburts­tag fei­ert — und es damit sogar in die FAZ schafft.
FAZ

Tofu, Sei­tan und Tem­peh gehö­ren bei vie­len Vege­ta­ri­ern und Vega­nern zum Inven­tar im Kühl­schrank. Doch wie gesund sind die Flei­schal­ter­na­ti­ven auf Soja– oder Wei­zen­ba­sis? Die­ser Frage nähert sich Ger­linde Gukelberger-Felix bei Spiegel-Online.
Spie­gel

Kuli­na­ri­sche Zeit­reise: Die Neue Zür­cher Zei­tung zau­bert ein beson­de­res Schman­kerl aus ihren Archiv. In einer Bei­lage aus dem Jahr 1935 berich­ten die Auto­ren über die hei­mat­li­che Gas­tro­no­mie. Dabei geht’s nicht nur um regio­nale Spe­zia­li­tä­ten wie Appen­zel­ler­f­la­den oder Zuger Kirsch, son­dern auch um Tra­di­tio­nen bei Tisch.
NZZ

Kleine Kräu­ter­kunde: Fri­sche Kräu­ter gibt’s auch im Win­ter. Doch wel­che Gewächse trot­zen dem Frost und kön­nen im Gar­ten gelas­sen wer­den? Und was wie­derum sollte ins Haus über­sie­deln? Jean­nine Lin­nepe gibt im Fein­schme­cker eine Über­sicht der belieb­tes­ten Küchen­kräu­ter und ver­rät, wie win­ter­re­sis­tent sie sind.
Fein­schme­cker

Das Chlor­huhn hat aus­ge­dient, nun malen die Geg­ner des Frei­han­dels­ab­kom­mens zwi­schen USA und EU ein neues Schre­ckens­sze­na­rio an die Wand: Kon­kur­renz für regio­nale Spe­zia­li­tä­ten wie Schwarz­wäl­der Schin­ken oder Nürn­ber­ger Rost­brat­würste. Aus­gangs­punkt ist eine däm­li­che unge­schickte Äuße­rung von Land­wirt­schafts­mi­nis­ter Schmidt, wonach man „nicht mehr jede Wurst als Spe­zia­li­tät schüt­zen“ könne. Hier eine kleine Presseschau:

  • Inter­view mit BLM Schmidt (Spie­gel)
  • Kommt der Hand­käs bald aus Hous­ton? (FAZ)
  • Die Wurst-Lobby sorgt sich um ihre Spe­zia­li­tä­ten (Zeit)
  • Ana­lyse: Der Würstchen-Streit ist über­flüs­sig (Spie­gel)
  • Gra­fik: Geschützte regio­nale Lebens­mit­tel in Deutsch­land (BMEL)

 

Aus den Blogs

Rück­blick in 8 Fra­gen: Bevor sich die Schmau­s­epost dem neuen Jahr wid­met, gibt’s hier noch einen Rück­blick auf 2014 — und zwar mit Sabine von „Schmeckt nach mehr“. Die Food­blog­ge­rin und Auto­rin hat mit acht Fra­gen zur #food­blog­bi­lanz auf­ge­ru­fen und damit eine Welle von span­nen­den Jah­res­rück­bli­cken aus­ge­löst.
Schmeckt nach mehr (Auf­ruf)Schmeckt nach mehr (alle Beiträge)

Rück­blick in 178 Rezep­ten: Die Zube­rei­tung von 178 Gerich­ten hat Uwe im ver­gan­ge­nen Jahr auf sei­nem Food­blog High Foo­da­lity doku­men­tiert. Nun gibt’s sein per­sön­li­ches Best-of — und das Schönste daran ist: Die 36 Lieb­lings­re­zepte hat er in ein hüb­sches E-Book gepackt, das kos­ten­frei zum Down­load bereit steht.
High Foo­da­lity

2 Bli­cke in die Glas­ku­gel: Was bringt 2015 kuli­na­risch? Mit die­ser Frage beschäf­ti­gen sich gleich zwei lesens­werte Pro­gno­sen. Jan-Peter spürt im Nomy­blog sie­ben Trends in der Gas­tro­no­mie nach — von Craft Beer bis Peru. Der­weil gibt Cath­rin bei Ber­lin Tid­bits ihren jähr­li­chen Vor­aus­blick, was 2015 alles in der kuli­na­ri­schen Luft liegt.
Nomy­blog (Gastro-Trends)Ber­lin Tid­bits (kulin. Trends)

2 Wochen zu spät kommt die­ser Bei­trag. Eigent­lich. Denn auch Peter von „Aus mei­nem Koch­topf“ weiß: Ein Raclette-Grill „liegt nach Weih­nach­ten und Sil­ves­ter wie Blei in den Rega­len“. Den­noch sind seine Tipps zu Raclette-Käse und –Grill inter­es­sant — auch weil der Leser darin erfährt, warum man­che Käse stär­ker rie­chen als andere.
Aus mei­nem Kochtopf

1x1 der Auto­ma­tik­wä­sche: Warum haben Holz­löf­fel in der Spül­ma­schine nichts ver­lo­ren? Und wieso sollte man beschich­tete Pfan­nen bes­ser von Hand abwa­schen? Hen­ri­ette schreibt bei „Lanis Lecker Ecke“ ein kur­zes Spülmaschinen-ABC für Ein­stei­ger — „aus Ärger“, wie sie selbst sagt.
Lanis Lecker Ecke

Das kleine 1x1 der Spei­sen­kar­ten stellt Eve­line beim Küchen­tanz vor. Darin erläu­tert sie sehr unter­halt­sam, wie aus einem Lauch­rost­bra­ten in Pfef­fer­soße über die Jahr­zehnte erst ein „Duett von Ent­re­cote und Lauch an Pfeffer-Jus“ und spä­ter „Rind | Lauch | Pfef­fer“ wurde.
Küchen­tanz

 

Rezepte der Woche

Rot­wein­gu­lasch mit Smo­ked Paprika: In ihrem Gewürze-Adventskalender ist Danja von der Fein­kost­punks auf Smo­ked Paprika gesto­ßen — und ein zuge­hö­ri­ges Gulasch-Rezept. Das Resul­tat über­zeugt sie auf gan­zer Linie, auch wenn Dunja mahnt: Smo­ked Paprika gehört zu jenen Gewür­zen, die man vor­sich­tig ein­set­zen sollte.
Fein­kost­punks

Rote-Bete-Tarte (vege­ta­risch): Im Zwei­kampf mit einer ande­ren Food­blog­ge­rin zum Thema „Back die Bete“ zieht Juliane von „Schö­ner Tag noch!“ jetzt nach. Inspi­riert vom „Geschmacksthe­sau­rus“ ser­viert sie eine Rote-Bete-Tarte mit Meerrettich-Ricotta-Creme und Zie­gen­frisch­käse.
Schö­ner Tag noch! (Rezept)My Coo­king Love Affair (Rauch­salz­brio­che, gebeiz­ter Lachs, Rote-Bete-Hummus)

 

Meist­ge­klickte Links des Best-of-Newsletters

1. Heute gibt es Schicht­sa­lat! (hun­der­tacht­ziggrad)

2. Karte: Hier ist der nächste gute Bäcker (Zeit-Magazin)

3. Serie: Fres­sen und Moral (Süd­deut­sche)

 

Nach­schlag

Auf der Haut: Weil Nate „Igor“ Smith von einer erfolg­rei­chen Kickstarter-Kampagne noch Geld übrig hat, hebt er ein neues Pro­jekt aus der Taufe: In sei­nem Buch „Food Tat­toos“ ver­sam­melt er Essens­tä­to­wie­run­gen. Einen Vor­ge­schmack in Bil­dern gibt’s nun im Vice-Magazin.
Vice-Magazin

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Jeden Frei­tag­nach­mit­tag ver­sorgt Sie die Schmau­s­epost mit Nach­rich­ten rund ums Thema Essen. Den aktu­el­len und frü­here News­let­ter fin­den Sie auch auf der Web­seite Schmausepost.de. Fra­gen, Anre­gun­gen, Kri­tik und Lob rich­ten Sie bitte an info(ät)schmausepost.de.

Schmausepost — Best of 2014

Liebe Schmausepost-Gemeinde,
ver­gan­ge­nes Jahr habe ich unge­fähr eine fan­ta­s­til­li­arde Arti­kel, Bil­der­stre­cken, Blog­bei­träge, Videos und sons­tige Geschich­ten rund ums Thema Essen ver­drückt. Ent­spre­chend groß war die Aus­wahl, doch nun ste­hen sie fest: meine per­sön­li­chen Best of 2014 (wei­tere Tipps gerne in den Kom­men­ta­ren)
.
Euch allen einen guten Rutsch, die nächste Schmau­s­epost gibt’s am Frei­tag, den 9. Januar.


Hin­ter der Rüe­b­lik­a­none: Vier Wochen lang reist Michael Fur­ger durch die Schweiz, um zu erfah­ren, wie unser Essen pro­du­ziert wird. „In die­sem Sys­tem wer­den Rüe­bli wie Arm­brust­bol­zen an Mess­ge­rä­ten vor­bei­ge­schos­sen, Eier mit Mikro­fo­nen auf Risse abge­hört und Rahm­cor­nets von einem Rönt­gen­ge­rät durch­leuch­tet.“
NZZ

 

Kuli­na­ri­scher Auf­schrei: Die Bekeh­rungs­ver­su­che von ernäh­rungs­be­wuss­ten Food­blog­gern gehen Suse der­art auf den Keks, dass sie bei hun­der­tacht­ziggrad° zum Rund­um­schlag ansetzt. Bewuss­tes Essen habe sich für viele zur Ersatz­re­li­gion ent­wi­ckelt, deren größ­ter Feh­ler es sei, „dass sie wie alle Reli­gio­nen die eigene Maxime als allei­nig rich­tige und ret­tende ansieht“.
hun­der­tacht­ziggrad

 

In Zei­ten von Auf­backsem­meln und Dis­coun­ter­brot hat das Zeit-Magazin nach guten Bäcke­reien gefragt — und die Reso­nanz war enorm. Mehr als 15.000 Leser haben sich betei­ligt, und her­aus­ge­kom­men ist eine umfas­sende Deutsch­land­karte mit emp­feh­lens­wer­ten Bäcke­reien und Tipps, was dort am bes­ten schmeckt.
Zeit-Magazin

 

Geschmack­los ist King: Hen­drik alias Wurst­sack blickt hin­ter die Kulis­sen einer Ber­li­ner Burger-King-Filiale und ist hör­bar scho­ckiert. Sei­n Bericht aus dem „Tal der kuli­na­ri­schen Wür­de­lo­sig­keit“ erzählt über „ein Stück kuli­na­ri­sche Men­schen­würde, die hier ver­letzt wird“.
Wurstsack-Blog

 

Wie ent­steht ein Koch­buch? Diese Frage hört Sabine als selbst Auto­rin und Lek­to­rin regel­mä­ßig. Eine Ant­wort gibt sie im Rah­men einer sechs­tei­li­gen Serie, in der sie die wich­tigs­ten Prot­ago­nis­ten vor­stellt, die vor dem Erschei­nen des Werks ihre Fin­ger im Spiel haben. Mit dabei sind unter ande­rem die Redak­teu­rin, der Lek­tor und das Foto­team.
Schmeckt nach mehr

 

Ohne Essen essen: Rob Rhi­ne­hart ist auch 2014 mit sei­nem Nah­rungs­er­satz­pul­ver Soy­lent durch die Medien getin­gelt wie Wolf­gang Bos­bach durch die Talk­show­land­schaft. Das mit Abstand längte und beste Stück über den Ame­ri­ka­ner und sein Traum vom essen­lo­sen Leben hat Liz­zie Wid­di­combe für den „New Yor­ker“ geschrie­ben. Im Effilee-Magazin gibt’s die deut­sche Über­set­zung.
New Yor­ker (eng­lisch)Effi­lee (deutsch)

 

Mein Haus. Mein Auto. Mein Boot. Das waren die Neun­zi­ger. Inzwi­schen gilt: Mein Smart­phone. Meine Espres­so­ma­schine. Mein Küchen­ge­rät. Küchen­ge­rät? Ja, denn ein sol­ches elek­tri­siert Deutsch­land, wie Zacha­rias Zacha­ra­kis in der Zeit schreibt. Doch was macht den Ther­mo­mix so begehrt, dass das 1100 Euro teure Gerät inzwi­schen eine Lie­fer­zeit von vier bis sechs Wochen hat?
Zeit

 

Die beste Essens-Serie stammte 2014 zwei­fels­frei von der Redak­tion der Süd­deut­schen. Sie hat sich im Rah­men ihres Pro­jekts „Die Recher­che“ dem Thema „Fres­sen und Moral“ gewid­met. Her­aus­ge­kom­men sind so viele lesens­werte Arti­kel, Bil­der­se­rien und Info­gra­fi­ken, dass jede Auf­zäh­lung unvoll­stän­dig wäre.
Süd­deut­sche — Fres­sen und Moral

 

Drama des guten Geschmacks: Paul Bocuse gilt als bekann­tes­ter Koch der Welt — und sein Restau­rant (oder ist’s eher ein Museum?) ist legen­där. NZZ-Gastrojournalist Wolf­gang Fass­ben­der hat dem Eta­blis­se­ment einen Besuch abge­stat­tet und glie­dert sei­nen Bericht in fünf Akten, „weil es so viel zu schrei­ben gibt zum berühm­tes­ten aller Köche“.
NZZ-Nachgewürzt (Über­sicht)

 

Hohe Kunst: Die Metz­ge­rei von Renato Gio­va­noli liegt auf 1800 Metern Höhe. Hier pro­du­ziert der Schwei­zer seit 65 Jah­ren Tro­cken­fleisch und Bünd­ner­fleisch, räu­chert und reift Speck — nach ural­ter Hand­werkstra­di­tion, die er vom Vater erlernt hat. Ste­van von Nut­ri­cu­li­nary hat den 80-jährigen Berg­metz­ger besucht.
Nut­ri­cu­li­nary

 

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