Schmausepost vom 18. April

Schman­kerl der Woche

Kuli­na­ri­sche Star­tups: „Was mit Medien“ war ges­tern — heute lau­tet der Leit­spruch vie­ler Um– und Aus­stei­ger: Ich mach „Was mit Essen“. Egal ob eige­nes Café, Rezepte-App oder selbst­ge­ba­ckene Kuchen im Ver­sand: Die Food-Branche lockt immer mehr Krea­tive an. Anne Hae­ming stellt im Spie­gel drei Grün­de­rin­nen vor — eine Event-Köchin, eine Gärt­ne­rin und eine Tor­ten­bä­cke­rin auf der Suche nach vega­ner But­ter­creme.
Spie­gel

 

Zahl der Woche

20.000 Sche­kel, umge­rech­net rund 4.100 Euro, leis­tet Jaber Hus­sein als Anzah­lung. Dafür gehö­ren ihm auf einen Schlag die gesam­ten Brot-, Nudel-, Cornflakes-, Bier– und Whisky-Vorräte des Staa­tes Israel — Lebens­mit­tel im Wert von 300 Mil­lio­nen US-Dollar. Der Grund: Wäh­rend des Pessach-Festes darf kein Jude auch nur die geringste Spur von Nah­rung aus gesäu­er­tem Teig besit­zen.
Spie­gel

 

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Nach­rich­ten

Frühe Frücht­chen: So früh wie sel­ten hat in eini­gen Regio­nen Deutsch­lands die Erd­beer­sai­son begon­nen. Die Beere, die eigent­lich eine Nuss ist, gehört zu den belieb­tes­ten Früch­ten: 3,4 Kilo ver­zehrt der Durch­schnitts­deut­sche pro Jahr. Die Bun­des­an­stalt für Land­wirt­schaft beant­wor­tet zum Sai­son­start die wich­tigs­ten Fra­gen: Wor­auf sollte man beim Kauf ach­ten? Wie lagert man Erd­bee­ren rich­tig?
Pro­planta (Sai­son­start)BLE (Ver­brau­cher­tipps)

Sagen­haf­ter Schwin­del: Das Neuland-Siegel galt als beson­ders glaub­wür­dig, wenn es um Fleisch aus art­ge­rech­ter Hal­tung ging. Nun hat sich her­aus­ge­stellt: Der wich­tigste Geflü­gel­lie­fe­rant hat dem Ver­ein jah­re­lang kon­ven­tio­nel­les Fleisch ver­kauft. Nun stellt drängt sich eine Frage auf: Wem kann der Ver­brau­cher noch trauen?
ZeitSpie­gel

Film-Futter: Mehr Food-Videos braucht das Web: Nach die­ser Devise star­tet das Ver­lags­haus Gru­ner + Jahr eine „Bewegtbild-Offensive“. 150 neue Video­for­mate sol­len auf den Inter­net­sei­ten von Stern, Bri­gitte und Chef­koch ver­öf­fent­licht wer­den. Zum Auf­takt gibt’s bei­spiels­weise eine vegane Koch­schule mit Nicole Just (vegan-sein).
Mee­dia (Bewegtbild-Offensive)Stern (Videos)Bri­gitte (Videos)Chef­koch (Videos)Bri­gitte (vegane Kochschule)

Für Fei­er­tage: Ostern, das bedeu­tet aus kuli­na­ri­scher Sicht: Eier, üppige Menüs und Scho­ko­la­den­ha­sen. Hier eine Aus­wahl der bes­ten Geschich­ten und Rezepte:

  • 10 Food­blog­ger ver­ra­ten ihre bes­ten Oster­re­zepte (Stern)
  • Inter­view: Hoch­leis­tungs­hen­nen für die Welt (Kurier)
  • Eine Oster­pre­digt zu Hüh­nern und Schwei­nen (Ess­kul­tur)
  • Tipps zum Umgang mit Lamm­fleisch (Kochen mit But­ter)
  • Oster­brote: Folar de carne & Schoko-Babka (Trüf­fel­schwein)

 

Lese­ge­schich­ten

Hin­ter Git­tern: „Spa­ghetti a lo Lujàn“ sind die Spe­zia­li­tät von Küchen­chef Car­los Lujàn Mar­tí­nez. Doch sein Restau­rant, das Cafetín El Moshe, ist kein gewöhn­li­ches Lokal, son­dern befin­det sich in einem perua­ni­schen Hoch­si­cher­heits­ge­fäng­nis. Daniel Alar­cón hat den Knast-Koch für das Effilee-Magazin besucht — und natür­lich auch seine Spa­ghetti pro­biert.
Effi­lee

In Ver­ges­sen­heit: Aus Man­gel an ech­tem Kaf­fee brau­ten die Deut­schen in der Nach­kriegs­zeit ein Getränk aus Zicho­rien und Löwen­zahn — Mucke­fuck. Die­ser „Kaf­fee vom Weges­rand“ müsste eigent­lich ein Trend­ge­tränk sein, fin­det die taz: „regio­nal pro­du­ziert und dazu noch gesund“. Doch die Suche im Bio-Supermarkt ver­läuft ergeb­nis­los.
taz

Aus der Retorte: Ver­gan­ge­nes Jahr hat ein nie­der­län­di­scher For­scher den ers­ten künst­lich her­ge­stell­ten Ham­bur­ger prä­sen­tiert, für den kein Tier ster­ben musste. Eine indus­tri­elle Fer­ti­gung von Fleisch aus der Retorte sei dem­nach mög­lich, schreibt Jan Bern­dorff im Han­dels­blatt. Bleibe die Frage: Wür­den die Men­schen so etwas über­haupt essen?
Han­dels­blatt

Gut und güns­tig: Unsere Lebens­mit­tel sind zu bil­lig. Hört man allent­hal­ben. Was Udo Poll­mer auf den Plan ruft. Er sieht in dem Vor­wurf die „Arro­ganz der Bes­ser­ver­die­nen­den“. Denn gäbe es keine Dis­coun­ter, so der Ernäh­rungs­ex­perte, müsste der Staat Hartz-IV auf­sto­cken. „Eigent­lich ist es doch eine Errun­gen­schaft, wenn auch die weni­ger gut Betuch­ten satt wer­den.„
Deutsch­land­ra­dio Kultur

 

Blog­schau

Drama des guten Geschmacks: Paul Bocuse gilt als bekann­tes­ter Koch der Welt — und sein Restau­rant (oder ist’s eher ein Museum?) ist legen­där. Wolf­gang Fass­ben­der von der NZZ hat dem Eta­blis­se­ment nun einen Besuch abge­stat­tet und glie­dert sei­nen Bericht in fünf Akten, „weil es so viel zu schrei­ben gibt zum berühm­tes­ten aller Köche“.
NZZ — Nach­ge­würzt (Aben­teuer in 5 Akten)

Wan­de­rung zu den Ster­nen: In Tirol wird heuer der Kuli­na­ri­sche Jakobs­weg eröff­net. Dabei über­neh­men vier Ster­ne­kö­che die Paten­schaf­ten für je eine Wan­der­hütte und wei­hen des­sen Wirt in ihre Rezepte ein. Sissi Wolf stellt die Tour bei Food­hun­ter vor.
Food­hun­terKuli­na­ri­scher Jakobsweg

Cock­tails aus dem Gar­ten: Bis vor Kur­zem hat sich Peter von „Aus mei­nem Koch­topf“ stand­haft gewei­gert, das Wort „Smoot­hie“ in den Mund zu neh­men. Doch dann stieß er auf das Buch „Wilde Grüne Smoot­hies“, und nun gibt er sich geläu­tert. Das Werk lie­fert neben 50 Rezep­ten mit 50 Wild­kräu­tern aller­lei Infos und Tipps & Tricks zu wil­den Kräu­tern und deren Wir­kung.
Aus mei­nem Kochtopf

Ent­de­ckung der Lang­sam­keit: 475 Aus­stel­ler haben ihre Pro­dukte bei der ach­ten Slow-Food-Messe in Stutt­gart prä­sen­tiert. Dazu gab’s Koch­shows, Wein­se­mi­nare, einen Geschmack­s­par­cours — und ein Foodblogger-Treffen. Hier eine Aus­wahl von Berichten:

 

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Rezepte der Woche

Roast­beef mit Kräu­ter­kruste: Die Kit­chen Gue­rilla kocht Roast­beef und umhüllt das Rin­drü­cken­stück mit einer wür­zi­gen Kräu­ter­kruste. Dazu gibt’s selbst­ge­machte Apfel-Dill-Remoulade und aller­lei Tipps zum Fleisch­kauf.
Kit­chen Guerilla

Brot mit Spar­gel und Minze (vege­ta­risch): Einen früh­lings­haf­ten „Küchen­qui­ckie“ stellt Daniel bei Gau­men­thrill vor. Dazu mischt er rohen und gebra­te­nen Spar­gel und ser­viert bei­des mit Minze auf einem ange­rös­te­ten Brot. Drei Zuta­ten, fünf Minu­ten Zube­rei­tungs­zeit — mehr braucht’s nicht.
Gau­men­thrill

 

Meist­ge­klickte Links der Vorwoche

1. Spar­gel mal anders — raf­fi­nierte, blitz­schnelle Rezepte (Food­hun­ter)

2. Penny tauft sei­nen Bröt­chen­knast (Super­markt­blog)

3. Wel­ches ist das gesün­deste Lebens­mit­tel? (Wat­son)

 

Nach­schlag

Burger-Bashing: Neue Burger-Läden sprie­ßen aller­orts wie Pfif­fer­linge aus dem Boden. Ihre Bur­ger sind bio, öko und art­ge­recht — kom­men wahl­weise mit Lamm­filet, Serrano-Schinken oder Enten­brust daher. Für die taz ist der Burger-Boom indes „Bull­s­hit, eine Lüge, ein Mythos“. Viel­mehr sei das Phä­no­men „ebenso wie die H-Milch oder der Wackel­pud­ding von Edeka, alles andere als super­sexy, super­crazy oder super­geil“.
taz

Schmausepost vom 11. April

Schman­kerl der Woche

Ostern gibt’s Spar­gel: Der frühe Früh­ling hat den Spar­gel nahezu in ganz Deutsch­land sprie­ßen las­sen, wes­halb die Sai­son bereits im April gestar­tet ist. Par­al­lel dazu mäan­dern zahl­lose Rezepte, Tipps und Tricks durchs Web. Eine Auswahl:

 

Zahl der Woche

10 Pro­zent sei­nes ver­füg­ba­ren Ein­kom­mens gibt der Durch­schnitts­deut­sche für Essen und Trin­ken aus. Damit ran­giert er nur knapp vor Öster­rei­chern und Bri­ten (9,5%), aber deut­lich hin­ter Polen und Grie­chen (ca. 19%).
tt/AFP

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Nach­rich­ten

Nach­wuchs­man­gel bei Köchen: Im Jahr 2006 began­nen in Deutsch­land fast 18.000 junge Men­schen eine Koch­lehre — 2013 waren es nur noch 9.750. Nun befürch­tet der Ver­band der Deut­schen Köche ein Restaurant-Sterben. In der Wirt­schafts­wo­che warnt Prä­si­dent Andreas Becker: „Wenn es keine Fach­kräfte gibt, wird bald über­all das Glei­che gekocht und Essen nur noch auf­ge­wärmt.„
Wirt­schafts­wo­che

Vege­ta­ri­scher Shits­torm: In der ZDF-Sendung „Vege­ta­rier gegen Fleisch­es­ser“ soll­ten Tau­send­sassa Alfons Schuh­beck und der vegane Vor­tur­ner Attila Hild­mann zum Duell antre­ten. Eigent­lich. Doch einen Tag vor der Aus­strah­lung kippte der Sen­der die Show und zeigte statt­des­sen eine Doku. Nun zieht im Web ein Shits­torm über das ZDF, und die Bild titelt: „Vege­ta­rier zer­flei­schen das ZDF.„
SternMee­diaBild

Leer­ge­fischt: Seit ver­gan­ge­ner Woche dürf­ten wir eigent­lich kei­nen Fisch mehr essen. Denn am 6. April war „Fish Depen­dance Day“ — danach ist Deutsch­land sta­tis­tisch betrach­tet voll­stän­dig auf den Import von Fisch ange­wie­sen. Das Bünd­nis Ocean2012, das den Tag ins Leben geru­fen hat, for­dert daher eine nach­hal­ti­gere Fische­rei­po­li­tik — und umwelt­be­wuss­tere Ver­brau­cher.
Tages­spie­gelMün­chen Querbeet

Die 10 Unge­bote: Medi­en­wirk­sam wie stets pran­gert Food­watch die „10 irr­sin­nigs­ten Lebens­mit­tel­ge­setze“ an. Dazu zählt die Orga­ni­sa­tion unter ande­rem, dass die Zucker-Empfehlungen der EU direkt von der Indus­trie kom­men. Oder dass Zusatz­stoffe zwar im Super­markt aus­ge­wie­sen wer­den müs­sen, nicht aber im Restau­rant.
Food­watch

 

Lese­ge­schich­ten

Madame Mett: Deutsch­land ist Wurst­land — zwi­schen Aal­rauch­mett­wurst im Nor­den und Weiß­wurst im Süden gibt es rund 1.500 Sor­ten. Inzwi­schen hat die Wurst jedoch vie­ler­orts ein alt­ba­cke­nes, unge­sun­des, ja sogar gest­ri­ges Image. Dage­gen kämpft Miriam Wag­ner, die „Thü­rin­ger Wurst­kö­ni­gin 2013/14″. Char­lotte Theile hat sie für die SZ beglei­tet und ein herr­li­ches Por­trait ver­fasst.
Süd­deut­sche

Fit­tes Fut­ter: Wel­ches ist das gesün­deste Lebens­mit­tel? Vik­to­ria Weber räumt bei Wat­son ein, dass dies eine „absurde Frage“ sei. Den­noch lie­fern zehn Exper­ten aus ver­schie­de­nen Berei­chen dar­auf inter­es­sante Ant­wor­ten. Mit dabei sind Joghurt, Lin­sen, Kar­tof­feln und Bana­nen.
Wat­son

Zu den Ster­nen: In den Anfags­ta­gen der bemann­ten Raum­fahrt war das Essen im All dröge: Die Nah­rung wurde püriert, ste­ri­li­siert und in gelee­um­hüll­ter Wür­fel­form mit­ge­nom­men, schreibt die Wirt­schafts­wo­che. Inzwi­schen jedoch haben Raum­fah­rer eine beacht­li­che Aus­wahl, bekom­men Bio-Produkte und mit­un­ter sogar ein Menü von Ster­ne­koch Harald Wohl­fahrt ser­viert.
Wirt­schafts­wo­che

Weni­ger ist mehr: Nach dem Ein­kau­fen beginnt das große Weg­wer­fen: Vier Mil­lio­nen Ton­nen Ver­pa­ckungs­müll schlep­pen die Deut­schen pro Jahr aus dem Super­markt nach Hause. Muss das sein? Nein, fin­det ein Geschäft in Wien, das so weit es geht auf Ver­pa­ckun­gen ver­zich­tet.
Zeit

 

Blog­schau

Streit um Mama: … und noch ein neues Food-Magazin: „Mutti kocht am bes­ten“ lag diese Woche erst­mals am Kiosk, und die Mei­nun­gen dar­über sind bei Food­blog­gern geteilt. Wäh­rend Ste­van von Nut­ri­cu­li­nary lobt „Kauf ich wie­der!“, fin­det Suzie Blue von „food the vibe“: „Zu chao­tisch. Zu unstim­mig. Zu wenig Con­tent.“ Und „Frau Mutti“ fragt nach der Lek­türe ihrer Namens­schwes­ter: „Warum? Für wen?„
Nut­ri­cu­li­naryfood the vibeFrau Mutti

Mensch vs. Maschine: Auf der Krea­tiv­messe SXSW stellt IBM einen Com­pu­ter vor, der Gerichte erfin­det. Er wurde mit 50.000 Rezep­ten gefüt­tert und spuckt jetzt je nach Zuta­ten so abson­der­li­che Gerichte wie den viet­na­me­si­schen Apfel-Kebab aus. Jörn Kabisch nimmt dies zum Anlass, sich in sei­ner lesens­wer­ten Kolumne Gedan­ken zu machen über die Kunst des Kochens.
Frei­tag

Roh­kost 2.0: Die „Raw Küche“ will mehr sein als nur ein neuer Name für die klas­si­sche Roh­kost­kü­che. Hier wer­den die Zuta­ten raf­fi­niert, aber ohne Hitze zube­rei­tet, sodass neue Geschmä­cker ent­ste­hen. Wie das geht, zeigt das Buch „Roh. Fisch, Fleisch, Gemüse: Der pure Genuss“, das Karin bei Coo­kio­nista vor­stellt. Sie lobt: „tolle, phan­ta­sie­volle, leckere Rezepte.„
Coo­kio­nista

Zack, die Bohne: Kaum ein Lebens­mit­tel ist öfter von For­schern unter­sucht wor­den als Kaf­fee. Mal gilt er als Gesund­brun­nen, mal als Teu­fels­zeug. Warum das so ist, erklärt Felix von Urge­schmack in sei­ner umfas­sen­den Ana­lyse. Zudem geht er auf das Thema Kaf­fee­sucht ein und zählt ver­schie­dene Kaffee-Alternativen auf.
Urge­schmack

 

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TRY FOODS

 

Rezepte der Woche

Spa­ghetti mit Cranberry-Bolognese: Manch­mal reicht eine Zutat, um einem bekann­ten Gericht eine völ­lig neue Note zu geben. Ein Bei­spiel dafür sind die Spa­ghetti Cranberry-Bolognese von Faba­lista — das Fruch­tige passt hier her­vor­ra­gend zu Fleisch und Toma­ten.
Faba­lista

Radieschen-Kaiserschmarrn & Radies­chen­suppe (vege­ta­risch): Früh­lings­zeit ist Radies­chen­zeit — doch bei den meis­ten lan­den die klei­nen Ret­ti­che nur auf dem Brot­zeit­tel­ler. Dass man damit viel mehr anstel­len kann, zei­gen zwei Bei­spiele: Kers­tin von „my coo­king love affair“ kocht einen herz­haf­ten Kai­ser­schmarrn mit Radies­chen und Pas­cal vom Trüf­fel­schwein ser­viert eine Radies­chen­suppe mit Meer­ret­tich.
My coo­king love affair (Kai­ser­schmarrn)Trüf­fel­schwein (Radies­chen­suppe)

 

Meist­ge­klickte Links der Vorwoche

1. Koch­kurse in Paris: Topf­schau bei Koch­pro­fis (Spie­gel)

2. Mahl­zei­ten von 80 Men­schen aus aller Welt (Huf­fing­ton Post)

3. Kara­mell — ein Muss für viele Süß­spei­sen (Genuss-Blog)

 

Nach­schlag

Im Bröt­chen­knast: Der Dis­coun­ter Penny ver­passt sei­ner Back­sta­tion ein Face­lif­ting samt neuem Namen — „Bäcker­krö­nung“. Dane­ben ver­si­chert ein Schild: „Her­ge­stellt in Deutsch­land / Bes­tes aus der Natur / Ohne Zusatz von Kon­ser­vie­rungs­stof­fen“, doch genauso gut könne man dies durch „Ess­bar, weil ohne Glas­scher­ben“ erset­zen, schreibt Peter in sei­nem bis­si­gen Arti­kel im Super­markt­blog.
Super­markt­blog

Schmausepost vom 4. April 2014

Schman­kerl der Woche

Von Lust und Last: In ihrem neuen Roman greift die US-Schriftstellerin Lio­nel Shri­ver das Schick­sal ihres Bru­ders auf, der an krank­haf­ter Fett­lei­big­keit gestor­ben ist. Zugleich dreht sich das Buch um Men­schen, die beses­sen sind vom Thema Ernäh­rung, und um Essen als Indi­ka­tor für die Klas­sen­pro­ble­ma­tik. In einem lesens­wer­ten Inter­view sagt Shri­ver: „Ich ver­mute, dass wir auf gewisse Weise Sex durch Essen als das ulti­ma­tive Tabu erset­zen.„
Deutsch­land­ra­dio

 

Zahl der Woche

8.000 Euro kos­tet eine deut­sche Ein­bau­kü­che im Schnitt; beim Premium-Anbieter Mus­ter­haus­kü­chen sind es gar 11.700 Euro. Der Chef des Kon­zerns, Hans Strot­hoff, erkennt laut FAZ eine Bereit­schaft bei Deut­schen, mehr Geld für eine Küche hin­zu­blät­tern als frü­her. Denn, so ein Vor­stands­mit­glied: „Eine schöne Küche im Wohn­be­reich ist heute vie­len Men­schen wich­ti­ger als ein Por­sche in der Garage.„
FAZ

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Nach­rich­ten

Kampf dem Weg­werf­wahn­sinn: Welt­weit geht ein Drit­tel aller Nah­rung ver­lo­ren. Die­ser Ver­schwen­dung sagt die Welt­er­näh­rungs­or­ga­ni­sa­tion FAO den Kampf an. Ihr Gene­ral­se­kre­tär da Silva for­dert in der Zeit ein Umden­ken: Lei­der über­wiege oft die Ansicht, dass es bil­li­ger oder ein­fa­cher sei, Lebens­mit­tel weg­zu­schmei­ßen. Dies müsse ein Ende haben.
Zeit

Fest mit Fisch: Am 3. Mail ist Welt­fisch­bröt­chen­tag, und aus die­sem Anlass steigt an der Ost­see­küste Schleswig-Holsteins eine große Sause. Im Vor­feld wurde nun das krea­tivste Fisch­bröt­chen gekürt. Der Sie­ger: die Aal-Rauch-Matjes-Stulle. Was sich dahin­ter ver­birgt, ver­rät Eat Smar­ter — und gibt zudem Tipps für den Fisch-Einkauf sowie einen Sai­son­ka­len­der an die Hand.
Eat Smar­ter

Grüne Welle: Ver­gan­gene Woche hat Deutsch­lands ers­ter Radio­sen­der spe­zi­ell für Vege­ta­rier den Sen­de­be­trieb auf­ge­nom­men. Neben Musik bie­tet Veg­giera­dio Inter­views und Bei­träge rund um das Thema fleisch­lose Ernäh­rung; dazu kom­men Restaurant-, Shop­ping– und Rei­se­tipps.
Veg­giera­dioDie Kuli­na­ris­ten

Lese­stoff für Vega­ner: Men­schen, die auf tie­ri­sche Pro­dukte ver­zich­ten, wer­den als Ziel­gruppe für die Wirt­schaft immer inter­es­san­ter. Nun ver­sucht eine neue Zeit­schrift ihr Glück: Das „Vegan Maga­zin“ soll die „vegane Idee ganz­heit­lich von sei­nen inter­es­san­tes­ten Sei­ten“ prä­sen­tie­ren. Die Zeit­schrift kos­tet 3,50 Euro und soll alle zwei Monate erschei­nen.
DWDL

Sie­ben sticht fünf: Fünf Mal am Tag Obst oder Gemüse — so lau­tet die gän­gige Emp­feh­lung. Doch nun rüt­teln For­scher an die­sem Dogma. Ihnen zufolge seien viel­mehr sie­ben Por­tio­nen rat­sam, um das Risiko für Krebs und Herz­er­kran­kun­gen zu sen­ken. Dosen­früchte und Frucht­säfte jedoch soll­ten auf­grund ihres hohen Zucker­ge­halts nicht mit­ge­zählt wer­den.
Spie­gel

 

Lese­ge­schich­ten

In 80 Essen um die Welt: Die Idee, Men­schen mit ihrem täg­li­chen Essen abzu­lich­ten, ist nicht neu. Doch so umfang– und abwechs­lungs­reich wie Peter Men­zel in „What I Eat: Around The World in 80 Diets“ hat sich bis­lang noch nie­mand das Thema ange­packt. Die Band­breite sei­ner Bil­der reicht vom aus­tra­li­schen Ret­tungs­schwim­mer über die AIDS-kranke Mut­ter in Bots­wana bis zum ent­halt­sa­men Hindu-Priester.
Huf­fing­ton Post

Vega­ner Schlag­ab­tausch: „Vegane Lebens­mit­tel sind auch nicht bes­ser“ titelt Spie­gel Online gewohnt rei­ße­risch und ver­weist auf einen Test der Ver­brau­cher­zen­trale Ham­burg. Diese Schlag­zeile erzürnt Jan, den „Gras­lut­scher“, der den Spiegel-Artikel mit bei­ßen­dem Spott aus­ein­an­der­nimmt. Zurück­hal­ten­der und klü­ger berich­tet die taz über den Test.
Spie­gel OnlineGras­lut­schertaz

Viele Kurse ver­der­ben den Koch: 40 Jahre lang ist Sig­rid Neu­de­cker ohne Koch­kennt­nisse, dafür mit viel Tief­kühl­kost und der Hilfe von Lie­fer­diens­ten durchs Leben gekom­men. Dann zieht sie nach Paris, wo es „mehr Koch­kurse als freie Taxis“ gibt, und beschließt, kochen zu ler­nen. Also besucht die Auto­rin eine ganze Reihe von Kur­sen — jedoch mit zwei­fel­haf­tem Erfolg.
Spie­gel Online

Moderne Müll­män­ner: In Deutsch­land gibt es rund 3.000 Lebens­mit­tel­ret­ter. Sie klap­pern Super­märkte, Bäcke­reien und Gemü­se­händ­ler ab und sam­meln Nah­rung ein, die sonst weg­ge­wor­fen würde. Ilka Kreuz­gän­ger hat für die taz einen Kon­gress der „Anti-Wegwerfer“ in Ham­burg besucht und nach­ge­fragt, warum sich die Men­schen enga­gie­ren.
taz

 

Blog­schau

Gut gegärt: Fer­men­tie­ren klingt auf Anhieb so sexy wie Fein­ripp­un­ter­ho­sen — zu Unrecht, fin­det Oli­ver von Food­hun­ter. Er unter­nimmt eine Reise quer durch die Repu­blik und stößt auf Spit­zen­kö­che, die die alte Gär­me­tho­den neu ent­de­cken. Sein Fazit: Am bes­ten sollte man Gemüse sich selbst über­las­sen.
Food­hun­ter

Gut gebrannt: Aus der Welt der Süß­spei­sen ist Kara­mell nicht weg­zu­den­ken. Doch was genau ver­steckt sich hin­ter dem gebrann­ten Zucker? Und wofür ver­wen­det man Kara­mell? Der Genuss-Blog wid­met sich die­sen Fra­gen und run­det den Rund­um­schlag mit drei Karamell-Rezepten ab.
Genuss-Blog

Gut gegrillt: Dank des herr­li­chen Früh­früh­lings haben viele Gril­len­thu­si­as­ten ihre Gerät­schaf­ten bereits ent­staubt und zum Ein­satz gebracht. Für sie lie­fert Guido von „Kochen mit But­ter“ nun wert­volle Grill-Tipps zum Thema Men­gen und Geschmack. So rät er bei­spiels­weise dazu, Rinde von Apfel– oder Kirsch­bäu­men in die Glut zu legen.
Kochen mit Butter

Gut gerutscht: Thema wäh­len, hin­set­zen und spon­tan in einem Rutsch run­ter­schrei­ben — so geht Katha­rina von Ess­kul­tur bei ihren kuli­na­ri­schen ABC-Sammlungen vor. Im neu­es­ten Text nimmt sie sich den Früh­ling vor und eilt dabei von Affo­gato über Kir­schen und Quit­ten­ge­lee bis zum Zweig.
Ess­kul­tur

 

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Rezepte der Woche

Bali­ne­si­sches Grill­huhn: Das prima Wet­ter bringt Food­freak Petra dazu, den Grill anzu­schmei­ßen und die Barbecue-Bibel von Steve Raich­len aus dem Bücher­schrank zu zie­hen. Darin fin­det sie ein Rezept für Grill­huhn in Tama­r­in­den­ma­ri­nade, das mit einer Apfel-Macadamia-Soße ser­viert wird.
Food­freak

Chicorée-Tarte mit Schafs­käse (vege­ta­risch): Ihren Vari­an­ten mit Kür­bis und Grün­kohl las­sen Susann und Yan­nic von Kraut­kopf nun eine dritte win­ter­li­che Tarte fol­gen: eine Chicorée-Tarte mit Schafs­käse. Das Rezept hier­für haben die bei­den aus Kor­sika mit­ge­bracht.
Kraut­kopf

 

Meist­ge­klickte Links der Vorwoche

1. Her­manns­dor­fer Land­werk­stät­ten: Der Besser-Esser (Süd­deut­sche)

2. Food­blogs machen Lust auf Kochen (n24.de)

3. Ein­fach Lecker Essen: Paul Fritze (Ster­ne­ko­cher)

 

Nach­schlag

Auf Bier-Diät: Wäh­rend der Fas­ten­zeit ver­zich­ten viele Men­schen auf Alko­hol. Bei Chris Schryer ist es umge­kehrt: Der Kana­dier will 40 Tage lang keine feste Nah­rung zu sich neh­men und die Mahl­zei­ten statt­des­sen durch Bier erset­zen. Bis­lang hat er die Hälfte der Zeit geschafft, und sein Kör­per ver­trägt die eigen­wil­lige Diät offen­bar recht gut.
SternToronto Beer Blog

Schmausepost vom 28. März

Schman­kerl der Woche

Wende zum Guten: Einst gehörte ihm die größte Wurst­fa­brik Euro­pas, jetzt macht er in Bio-Fleisch: Karl Lud­wig Schweis­furth grün­dete vor knapp 30 Jah­ren die Herr­manns­dör­fer Land­werk­stät­ten und wurde damals belä­chelt. Heute gilt der frü­here Herta-Chef als Öko-Pionier und schreibt Bücher. Der Titel des neu­es­ten heißt „Der Metz­ger, der kein Fleisch mehr isst…“ und geht auf der Rück­seite wei­ter: „… wenn er nicht genau weiß, wo es her­kommt, und wie das Tier gelebt hat.„
Süd­deut­sche

 

Zahl der Woche

12 Armee­ra­tio­nen aus aller Welt stellt Oli­ver Baroni bei Wat­son vor. So fin­den sich in der „Not­kost“ der Schwei­zer Sol­da­ten unter ande­rem Büchsen-Chili-con-Carne, Streich­wurst und Mili­tär­schoggi, die Deut­sche Armee ser­viert aller­lei Dosen­würste und Cevap­cici, in Est­land gibt’s gefüllte Paprika und Herings­fi­lets, und die Ita­lie­ner bekom­men sogar einen Schluck Alko­hol.
Wat­son

 

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Schmau­s­epost (Media-Daten)

 

Nach­rich­ten

Bas­teln am Bio-Label: Die EU-Kommission will stren­gere Regeln für Bio-Produkte. Hin­ter­grund sind eine Reihe von Skan­da­len sowie der unge­bro­chene Boom der ökolo­gi­schen Lebens­mit­tel. Jost Mau­rin warnt im taz-Kommentar jedoch, dass der vor­ge­legte Ent­wurf sein Ziel ver­feh­len werde. Und auch Ver­brau­cher­schüt­ze­rin Jutta Jak­sche gibt sich im Bioland-Interview skep­tisch.
Süd­deut­scheTages­schau (Bio-FAQ)taz (Kom­men­tar)Bio­land (Interview)

Im Siegel-Dschungel: Ein Buch mit mehr als sie­ben Sie­geln sind für viele Ver­brau­cher die Labels, Logos und Zer­ti­fi­kate auf Lebens­mit­teln. Für Durch­blick soll eine neue App des Nabu sor­gen. Der Kunde muss ledig­lich das Label foto­gra­fie­ren, wor­auf ihm das Pro­gramm ver­rät, was wirk­lich hin­ter dem Sie­gel steckt.
Nabuheise.de

Essen wie gedruckt: Einen 3D-Food-Drucker für zu Hause plant das Star­tup „Natu­ral Machi­nes“ — und hat hierzu nun eine Crowdfunding-Kapagne ins Leben geru­fen. Der „Foo­dini“ ist kaum grö­ßer als eine Mikro­welle und wird mit lee­ren Kap­seln gelie­fert, die der Nut­zer mit fri­schen Lebens­mit­tel auf­füllt.
3druck.comTech­crunch (Englisch)

Rück­kehr zu Gen-Eiern: Laut einer Greenpeace-Umfrage garan­tie­ren Aldi, Lidl und wei­tere Super­märkte nicht län­ger, dass ihre Eier und ihr Geflü­gel­fleisch ohne Gentechnik-Futter her­ge­stellt wer­den. Hin­ter­grund ist die Kehrt­wende des Zen­tral­ver­bands der Geflü­gel­wirt­schaft, der nach 14 Jah­ren Absti­nenz wie­der gen­tech­nisch ver­än­der­tes Soja ver­füt­tern will.
Green­peacetaz

 

Lese­ge­schich­ten

Der Preis des Hähn­chens: Bei Aldi Süd gibt’s 200 Gramm Hähn­chen­brust für schlappe 1,89 Euro. Doch wie sind sol­che Preise mög­lich? Und was kos­tet ein Hähn­chen in der Her­stel­lung? Axel Han­sen hat für die Zeit nach­ge­forscht und kon­sta­tiert: „Die Her­stel­lung eines Hähn­chens ist ein Pro­zess, in dem um Hun­derts­tel Cent gerun­gen wird.„
Zeit

Das Essen des Fein­des: Ein Imbiss in Pitt­burgh wech­selt alle paar Monate nicht nur seine Spei­se­karte, son­dern auch seine Lan­des­kü­che. Doch nicht des­we­gen sorgt die „Con­flict Kit­chen“ für Schlag­zei­len. Viel­mehr ser­viert der Laden nur Gerichte aus Staa­ten, mit denen die USA über Kreuz lie­gen — etwa Syrien, Nord­ko­rea oder Iran.
Stern

Das Geheim­nis der Kar­tof­fel: Nicht weni­ger als „die leckers­ten Brat­kar­tof­feln der Welt“ ver­spricht die neu­este Epi­sode der Focus-Videoserie „Kochen für Ange­ber“. Darin erklärt David Seitz, wor­auf man bei Brat­kar­tof­feln ach­ten sollte — und wie sie nie wie­der mat­schig wer­den.
Focus (Video)

Das Tage­buch der Kuli­na­ri­ker: Was sind Food­blogs? Und wer steckt dahin­ter? N24 wid­met sich der immer grö­ßer wer­den­den Food­blo­go­sphäre und lässt dabei auch die omni­prä­sente Essens­ex­per­tin Hanni Rütz­ler zu Wort kom­men. Sie fin­det: „Blogs sind ein Sym­bol für die neue Macht des Kon­su­men­ten.„
N24

 

Blog­schau

Wider die Tra­di­tion: Käse und Rot­wein gal­ten jahr­zehn­te­lang als ähnlich unzer­trenn­bar wie Aste­rix und Obe­lix. „Warum eigent­lich?“, fragt Mario bei „Bes­ser Essen“ und ergänzt: „Wenn etwas wirk­lich gut zu Käse passt, dass ist es Weiß­wein.“ Zum Beweis gibt er vier Probier-Tipps — etwa Blau­schim­mel mit Mus­ka­tel­ler.
Bes­ser Essen

Umge­styled: Food­sty­list Tino Kal­ning hat sich unlängst mit Spiegel-Online unter­hal­ten, doch von dem Inter­view war Susan vom Augenblicke-Blog gar nicht ange­tan: „Irgend­wie wurde dort sug­ge­riert, dass Food­sty­lis­ten nur dazu da sind, Wer­bees­sen auf TK-Verpackungen hübsch aus­se­hen zu las­sen.“ Kur­zer­hand hat sie Kal­ning kon­tak­tiert und ein wei­te­res Inter­view mit ihm geführt.
Augen­bli­cke

Küchen­ge­sprä­che: Zwei lesens­werte Inter­views mit den Machern zweier lesens­wer­ter Food­blogs gibt es bei Ster­ne­ko­cher. So bemän­geln Michael & Niko­lai von Tartuf­fel, dass Essen in Deutsch­land nicht als Kul­tur­gut aner­kannt werde — im Gegen­satz zu Museen oder Thea­ter. Und Paul von „Ein­fach Lecker Essen“ wun­dert sich, warum die skan­di­na­vi­sche Küche bei uns nicht Fuß fasst.
Ster­ne­ko­cher (Tartuf­fel)Ster­ne­ko­cher (Ein­fach Lecker Essen)

Weil’s nicht wurst ist: Die Rabatt­schlacht der Dis­coun­ter beim Fleisch erzürnt auch Food­blog­ger. Metz­ger Lud­ger Freese erklärt, wie Aldi & Co. Druck aus­üben — auf Land­wirte, Schlacht­höfe und auch auf den Hand­werks­metz­ger. Und Dirk von Würtz-Wein zetert mit mehr als einer Spur Sar­kas­mus über „Wir Deut­schen“, die sich über alles auf­re­gen — nur nicht über den Wahn­sinn der Lebens­mit­tel­in­dus­trie.
Essen kom­men (L. Freese)Würtz-Wein

Wild­wuchs: Zum Start der Bär­lauch­sai­son sprie­ßen aller­orts Tipps, Tricks und Rezepte rund um den wil­den Knob­lauch. Eine Auswahl:

Fair gleich fair? Was steckt hin­ter Fair Trade? Die­ser Frage nähert sich Felix bei „Urge­schmack“. Dabei sor­tiert er zunächst die ver­schie­de­nen Bezeich­nun­gen und erklärt, warum „Fair Trade“ nicht gleich „Fair­trade“ ist. Zudem geht Felix auf Pro­bleme ein, die sei­ner Mei­nung nach bei Fair Trade exis­tie­ren: Qua­li­tät, kost­spie­lige Zer­ti­fi­zie­rung, man­gelnde Trans­pa­renz und eine zwei­fel­hafte Wirk­sam­keit.
Urge­schmack

Unnüt­zes Wis­sen: Erd­nüsse sind eigent­lich keine Nüsse, son­dern Gemüse. Und im 19. Jahr­hun­dert wurde Ketchup als Medi­zin gegen ver­schie­denste Krank­hei­ten ein­ge­setzt. Das sind zwei der 15 skur­ri­len Food-Facts, die der „Gour­met­blog­ger“ Lukas zusam­men­ge­tra­gen hat.
Gour­met­blog­ger

 

Rezepte der Woche

Geschmor­tes Lamm mit Fei­gen: Schmor­ge­richte ver­set­zen uns kuli­na­risch in einen Kuschel-Modus, fin­det Clau­dia von „Din­ner um Acht“. Zudem habe man wäh­rend des Schmo­rens Zeit, wei­tere Gänge zuzu­be­rei­ten oder sich den Gäs­ten zu wid­men. Aus einem tür­ki­schen Koch­buch zieht sie ihr Rezept für geschmor­tes Lamm mit Fei­gen und Zwie­beln.
Din­ner um Acht

Cre­mige Polenta mit Romesco-Soße und Rosen­kohl (vege­ta­risch): So schmeckt sogar Rosen­kohl: Peggy von Mul­ti­ku­li­na­ri­sches ser­viert das Win­ter­ge­müse auf cre­mi­ger Polenta und taucht es in spa­ni­sche Romesco-Soße.
Multikulinarisch.es

 

Meist­ge­klickte Links der Vorwoche

1. Food for thought (Anke Grö­ner)

2. Deut­schen wird Essen aus China unter­ge­ju­belt (Welt)

3. Mythos Fünf-Sekunden-Regel (Süd­deut­sche)

 

Nach­schlag

Mys­te­riöse Maschine: Ein Cola­au­to­mat hat es in Seat­tle zu loka­ler Berühmt­heit gebracht. Er ist immer voll, obgleich nie­mand weiß, wem er gehört und wer ihn befüllt. Das Beson­dere daran: Der Auto­mat ist nicht nur äußerst preis­wert, son­dern ver­fügt auch über eine Mistery-Taste, hin­ter der sich Getränke mit aben­teu­er­li­chen Geschmacks­rich­tun­gen ver­ste­cken.
Spie­gelFacebook-Seite des Automaten

Schmausepost vom 21. März

Schman­kerl der Woche

Kuchen­phi­lo­so­phie: Anke Grö­ner backt Käse­ku­chen und erzählt. Am Anfang ihres aben­teu­er­li­chen Back­be­richts ste­hen die ganz gro­ßen Fra­gen: Nie wie­der Fleisch oder Jetzt erst recht? Beine rasie­ren, ja oder nein? In der Folge erklärt sie, was Teig kne­ten mit den Schön­heits­tipps in Frau­en­zeit­schrif­ten zu tun hat, und dich­tet eine Ode an den Teig­scha­ber: „Fest­ge­schmad­dert in der Schüssel/klebt der Teig, aus Mehl und Schmand.„
Anke Grö­ner

 

Zahl der Woche

52 Hot Dogs lang ist ein Wie­n­er­mo­bil von Oscar Meyer. Seit mehr neun Jahr­zehn­ten ver­kauft die deut­sche Aus­wan­de­rer­fa­mi­lie in den USA Hot Dogs — und zwar aus Autos, die die Form eines rie­si­gen Hot Dogs haben.
Spie­gel

 

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Schmau­s­epost (Media-Daten)

 

Nach­rich­ten

Ver­steckte China-Importe: In deut­schen Super­märk­ten ste­hen immer mehr Lebens­mit­tel aus China — und das werde den Kun­den bewusst ver­schwie­gen, berich­tet die Welt. Dabei fal­len chi­ne­si­sche Lebens­mit­tel bei Kon­trol­len beson­ders oft nega­tiv auf. Eine nette Info­gra­fik zeigt, woher unsere Nah­rung haupt­säch­lich kommt.
Welt (inkl. Gra­fik)Focus

Brot is beau­ti­ful: Nun hat’s auch das gute, alte Brot erwischt: Ab Ende Mai bekommt die Mut­ter aller Grund­nah­rungs­mit­tel ein Lifestyle-Magazin. Die Zeit­schrift „Brot — Genie­ßen mit Laib und Seele“ soll „dem zen­tra­len Lebens­mit­tel der deut­schen Küche ein jour­na­lis­ti­sches Denk­mal errich­ten“, kün­digt Chef­re­dak­teur Thors­ten Höge an.
KressMee­dia

Schwin­del aus dem Lehr­buch: Alaska-Seelachs ohne Lachs und Geflü­gel­würst­chen mit Schwei­nes­peck — all das finde sich in deut­schen Super­märk­ten, kri­ti­siert Food­watch. Ver­ant­wort­lich für die „staat­lich legi­ti­mierte Ver­brau­cher­täu­schung“ sei die Lebensmittelbuch-Kommission, die die FR in einem inter­es­san­ten Bei­trag vor­stellt.
Food­watchStern (Eti­ket­ten­schwin­del)FR (Lebens­mit­tel­buch)

Bil­lig­fleisch dank Gen­soja: Die Rabatt­schlacht der Dis­coun­ter beim Fleisch sorgt wei­ter für Wir­bel. Bau­ern­ver­bände kri­ti­sie­ren, dass Aldi, Lidl & Co. unlängst die „Initia­tive Tier­wohl“ ins Leben geru­fen haben, die eigent­lich den Preis hoch­hal­ten sollte. Und der Spie­gel berich­tet, dass die jüngs­ten Rabatte auf das Tier­fut­ter zurück­zu­füh­ren sei — darin ste­cke näm­lich bil­li­ges Gen­soja.
SWR (Bau­ern­ver­band)Spie­gel (Gensoja)

 

Lese­ge­schich­ten

Im Ver­suchs­la­bor: Im Ver­lags­haus von Gru­ner + Jahr steht eine große Küche mit elf Arbeits­plät­zen, Ofen und Herd. Dort fei­len rund ein Dut­zend  Köche an neuen Krea­tio­nen, pro­bie­ren und ver­wer­fen Gerichte. Ihr Ziel: Sie ent­wi­ckeln Rezepte für die Maga­zine des Ver­lags — von Essen & Trin­ken bis Bri­gitte. Iris Hell­muth hat in die Expe­ri­men­tier­kü­che geblickt.
Ham­bur­ger Abendblatt

3.. 2.. 1.. meins: Die Fünf-Sekunden-Regel ist hin­läng­lich bekannt: Her­un­ter­ge­fal­lene Lebens­mit­tel, die man bin­nen fünf Sekun­den auf­hebt, kön­nen beden­ken­los geges­sen wer­den. Doch wie viel Wahr­heit steckt in die­ser Regel? Bri­ti­sche Stu­den­ten haben das nun über­prüft.
Süd­deut­sche

Koch­löf­fel statt Ket­ten­säge: Peter Tem­pel­hoff hat Wirt­schaft stu­diert, arbei­tete als Holz­fäl­ler und stieg dann zum renom­mier­tes­ten Koch Süd­afri­kas auf. Im Inter­view ver­rät er, wie sich die Spit­zen­gas­tro­no­mie in sei­ner Hei­mat seit Ende der Apart­heid ent­wi­ckelt hat, und was er unter typisch süd­afri­ka­ni­scher Küche ver­steht.
FAZ

Bei den Milch­bo­li­den: „Die moderne Kuh funk­tio­niert nach der Logik der For­mel 1: auf Hoch­leis­tung gezüch­tet, von Tech­nik umge­ben, fein gewar­tet und cle­ver getunt.“ So beginnt eine ebenso lange wie lesens­werte Repor­tage im Spie­gel. Die Auto­ren erklä­ren, wieso der Liter Milch im Dis­coun­ter 50 Cent kos­tet — und wieso sich die Zahl der Milch­vieh­be­triebe in Deutsch­land alle zehn Jahre hal­biert.
Spie­gel

 

Blog­schau

Ver­schim­melte Kunst: Klaus Pich­ler lässt Nah­rung ver­rot­ten, um damit die Ver­schwen­dung von Lebens­mit­teln anzu­pran­gern. In sei­nem Foto­pro­jekt „One Third“ zeigt der Künst­ler Hoch­glanz­bil­der von Essen, auf denen man erst beim zwei­ten Blick die Schim­mel­spu­ren erkennt. Was er damit bezweckt? Sabine von „Schmeckt nach mehr“ hat nach­ge­fragt.
Schmeckt nach mehr

Ei, Ei, Ei, die Erste: Zum Thema Fleisch vs. Vege­ta­ris­mus hat gefühlt jeder zweite Blog­ger ein Pam­phlet ver­fasst. Doch kaum jemand äußert dazu so kluge Gedan­ken und ver­packt sie auch noch so unter­halt­sam wie Isa­bel Bog­dan. Nun wid­met sich die Mit­über­set­ze­rin von „Tiere essen“ unse­rer Milch und unse­ren Eiern, die ihrer Mei­nung nach nicht ohne Quä­le­rei zu haben sind — im Gegen­satz zu Fleisch.
is a blog

Ei, Ei, Ei, die Zweite: Die ein­fachs­ten Dinge sind manch­mal am bes­ten — auch in der Küche. So haben zwei Food­blog­ger diese Woche ihre per­sön­li­che Lie­bes­er­klä­rung für „stink­nor­male Hüh­ner­eier“ abge­ge­ben. Mel von Pim­pi­mella dich­tet dabei eine „Ode ans Ei“ und Claus von „Nur das gute Zeugs“ lie­fert die Anlei­tung für das per­fekt gekochte Ei.
Pim­pi­mellaNur das gute Zeugs

Süße Liste: Das Fach­blog Chclt stellt die 25 bes­ten Scho­ko­la­den des Jah­res vor — basie­rend auf mehr als 300 Ver­kos­tun­gen. Ein­ge­teilt sind die Test­sie­ger in die Kate­go­rien Dunkle Scho­ko­lade, Milch­scho­ko­lade und weiße Scho­ko­lade; neben teu­ren Spit­zen­pro­duk­ten gibt es auch Tipps für „Scho­ko­la­den zu Super­markt­prei­sen“.
Chclt.net (Arti­kel)Chclt.net (Bes­ten­liste)

 

Rezepte der Woche

Per­si­scher Lamm­topf: Im Rah­men des Blo­gevents „Im Koch­topf um die Welt“ reist Doro­thée von Bush­cooks Kit­chen in den Iran und nimmt sich die per­si­sche Küche vor. Zu ihrem Lamm­topf mit Quit­ten und Pflau­men ser­viert sie Polo Tschelo, den per­si­schen Reis mit Kruste.
Bush­cooks Kitchen

Spargel-Mousse (vege­ta­risch): Ein­fach in der Zube­rei­tung, beein­dru­ckend auf dem Tel­ler: Ste­fa­nie von Koch­trotz prä­sen­tiert pas­send zum Start in die Spar­gel­sai­son ein Rezept für Spargel-Mousse. Das Gericht kann vegan oder vege­ta­risch zube­rei­tet wer­den und funk­tio­niert mit wei­ßem oder grü­nem Spar­gel.
Koch­trotz

 

Meist­ge­klickte Links der Vorwoche

1. Medi­ter­rane Lin­sen aus dem Back­ofen (Her­zens­kö­chin)

2. Satte Zwei für weni­ger als Fünf (Aus mei­nem Koch­topf)

3. Nach­schla­ge­werk von Harold McGee: On Food and Coo­king (Valen­ti­nas Koch­buch)

 

Nach­schlag

Mehr Schein denn Wein: Ein Gerät, das aus Was­ser Wein macht, und das für 499 Dol­lar — das klingt zu schön, um war zu sein. Nicht so für zahl­rei­che Jour­na­lis­ten in den USA und Deutsch­land: Sie berich­te­ten flei­ßig über die „Mira­cle Machine“ und gin­gen dabei einer Kam­pa­gne auf den Leim, die für die Hilfs­or­ga­ni­sa­tion „Wine to Water“ wirbt.
Inter­net Magazin