Schmausepost vom 26. Juni

Schman­kerl der Woche

Pudding-Debatte: „Die Soja­milch, die heute im Super­markt steht, ist in etwa so künst­lich wie Cola“, schreibt Köchin Sarah Wie­ner bei Enorm. Titel ihres Gast­bei­trags: „Vegan ist auch keine Lösung“. Der durch­aus lesens­werte Text löst erwar­tungs­ge­mäß eine rege Dis­kus­sion aus. Unter ande­rem kri­ti­siert Julia Akra-Laurien in ihrer Wider­rede, dass Wie­ner sämt­li­che Vega­ner zu „Pudding-Veganern“ ver­kläre.
Enorm (Wie­ner)Enorm (Akra-Laurien)

 

Zahl der Woche

20.000.000 Ein­kaufs­wa­gen rol­len durch Deutsch­land. Sie kos­ten gerade mal einen Euro — für den Kun­den. Die Super­märkte hin­ge­gen legen pro Gefährt bis zu 250 Euro auf den Tisch. Dabei gilt ähnlich wie beim Auto: je mehr Extras, desto teu­rer.
Tages­spie­gel

 

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Schmau­s­epost (Media-Daten)

 

Aus den Medien

Bulli 2.0: „Heute ist doch man­cher Food­blog wich­ti­ger als ein paar Michelin-Sterne“, fin­det Fer­ran Adrià. Der Erfin­der der Mole­ku­lar­kü­che, der 2011 sein legen­dä­res „El Bulli“ geschlos­sen hat, erzählt dem SZ-Magazin von sei­nem neuen Pro­jekt, dem El-Bulli-Lab, und sei­nem ehr­gei­zi­gen Ziel einer Bul­li­pe­dia — eine Art Wiki­pe­dia des Essens.
SZ-Magazin

Cro­nut 2.0: Man kreuze zwei beliebte Snacks, ersinne eine grif­fi­gen Namen und voilà, fer­tig ist der Food­trend. Nach die­sem Kon­zept bewer­ben zwei New Yor­ker Gas­tro­no­men den Bruf­fin — eine Mischung aus Brio­che und Muf­fin, die’s wahl­weise herz­haft oder süß gibt.
Welt

Eis­kaf­fee 2.0: Jetzt müsst’s nur noch rich­tig Som­mer wer­den — denn das Sommer-Getränk steht laut Stern und Süd­deut­scher Zei­tung schon bereit: Der „Cold Brew“ will mehr sein als kal­ter Kaf­fee. Hier wird das Boh­nen­ge­bräu näm­lich Trop­fen für Trop­fen extra­hiert — stun­den­lang.
SternSüd­deut­sche

Wider der Tonne: Ein Drit­tel aller welt­weit pro­du­zier­ten Lebens­mit­tel lan­det im Müll. Was jeder ein­zelne gegen diese Ver­schwen­dung tun kann, zeigt ein beein­dru­cken­des Multimedia-Feature von Arte unter dem Titel „Was­te­coo­king“.
Arte

Die Mischung macht’s: Was braucht die per­fekte Toma­ten­soße? Die­ser Frage gehen zwei Küchen­pro­fis in der Süd­deut­schen Zei­tung nach. Die Ant­wort ist eher unspek­ta­ku­lär: Toma­ten, Knob­lauch, Zwie­beln, Würze, Zeit und das gewisse Etwas — und den­noch ist man nach der Lek­türe schlauer als vor­her.
Süd­deut­sche

Schlicht und gut: Elf Monate Vor­bu­chungs­zeit und sehr viel Glück braucht es, um einen Tisch im „Cel­ler de Can Roca“ zu ergat­tern — Spit­zen­rei­ter bei „The World’s 50 Best Restau­rants“. Welt-Autor Clark Par­kin hat dort gespeist und sein Fazit lau­tet: „Im bes­ten Restau­rant der Welt isst man Ein­fa­ches“ — und nicht immer Foto­ge­nes.
Welt

 

Aus den Blogs

Hipster-Fauxpas: Immer mehr (möchtegern-)hippe Restau­rants set­zen allein auf Face­book und ver­zich­ten auf eine eigene Web­seite. Fizzz-Autor Alex­an­der Thü­rer hält das für zu kurz gedacht. Denn: „Das allei­nige Schau­fens­ter sollte die Social-Media-Präsenz nicht sein, zumal es nicht Ihr eige­nes Umfeld ist, in dem Sie sich dort bewe­gen.„
Fizzz

Für Nach­wuchs­bä­cker: Fünf Bücher zum Backen mit Kin­dern stellt Kath­rin bei der Glücks­bä­cke­rei vor. Dar­über hin­aus gibt es dort eine eigene Kate­go­rie mit Back­re­zep­ten für Kin­der. Wich­tig sei dabei vor allem, dass das Ergeb­nis den Kin­dern schmeckt und optisch gefällt, und dass sie bei der Zube­rei­tung mög­lichst viel selbst machen kön­nen.
Glücks­bä­cke­rei (Bücher)Glücks­bä­cke­rei (Rezepte)

Agus Her­ma­wan hat 1998 den ers­ten Michelin-Stern für ein indo­ne­si­sches Restau­rant welt­weit erhal­ten — in den Nie­der­lan­den. Inzwi­schen betreibt er in sei­ner Wahl­hei­mat drei „Blauw“-Restaurants. In zweien von ihnen hat ihn Bar­bara von „Ein Topf Hei­mat“ besucht und mit Her­ma­wan über die Beson­der­hei­ten der indo­ne­si­schen Küche geplau­dert.
Ein Topf Heimat

Knob­lauch und Zwie­bel „die heim­li­chen Hel­den der Küche“, fin­det zumin­dest ein neues Koch­buch, das sich allein die­sen bei­den Knol­len wid­met. Das Werk bie­tet aller­lei Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen und Rezepte — „von ehr­lich und sim­pel bis raf­fi­niert“, schreibt Kor­ne­lia in ihrer Rezen­sion bei Miz­zis Küchen­block.
Miz­zis Küchenblock

Kuli­na­ri­sche Reise: „Eine foto­gra­fi­sche Stu­die dar­über, warum das Essen das High­light jedes Japan-Urlaubs ist“, lie­fert Nathaly bei „Pom­mes de Gar­cons“. In ihrem „Tokyo Food Diary“ sind aller­lei Gebäck, japa­ni­sches Street Food, Dim Sum, Sushi und vie­les mehr ver­tre­ten.
Pomme de Garcons

Star­tup mit Omas: Das Münch­ner Star­tup Kuchen­tratsch lädt Senio­rin­nen zum Backen ein und ver­kauft deren Oma-Kuchen an Cafés und Cate­rer. Ihr Ziel: Alters­ar­mut sowie Alters­ein­sam­keit bekämp­fen — und oben­drein eine Firma auf­zie­hen, die schwarze Zah­len schreibt. Bet­tina von „Herr Specht“ hat die bei­den Grün­de­rin­nen besucht.
Respekt Herr Specht

 

Rezepte der Woche

Pho: Das Natio­nal­ge­richt Viet­nams ist in sei­ner Hei­mat all­ge­gen­wär­tig: Die Pho-Suppe, die Viet­na­me­sen in der Regel zum Früh­stück essen, gibt’s dort an jeder zwei­ten Stra­ßen­ecke. „Da Deifi“ stellt nun ein Pho-Rezept vor — mit Rind­fleisch und Reis­nu­deln.
Da Deifi kocht

Capo­nata (vege­ta­risch): Capo­nata ist ein süß-saures Gericht aus Sizi­lien. Dabei wer­den Auber­gi­nen, Toma­ten und wei­te­res Gemüse ange­bra­ten, ehe Zucker und Essig hin­zu­kom­men. Anne von „Wol­ken­fees Küchen­werk­statt“ lie­fert ein Rezept für Capo­nata und ser­viert es mit einer Tomaten-Ziegenkäse-Tarte.
Wol­ken­fees Küchenwerkstatt

 

Meist­ge­klickte Links der Vorwoche

1. Über das kuli­na­ri­sche Unbe­ha­gen (Das Fil­ter)

2. Ölwech­sel gefäl­lig (Küchen­tanz)

3. Was machen die da? Oli­ver Tri­fic, Gas­tro­nom (Was machen die da?)

 

Nach­schlag

Der frit­tierte Mars-Riegel fei­ert heuer 20. Geburts­tag. Genauer gesagt wurde der berüch­tigte Imbiss 1995 erst­mals im „Daily Record“ erwähnt — als „Schott­lands ver­rück­tes­ter Takeaway-Snack“. Doch wie ver­brei­tet ist der „Deep Fried Mars Bar“ wirk­lich? Mun­chies hat sich auf Spu­ren­su­che in Schott­land bege­ben.
Mun­chies

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Schmausepost vom 19. Juni

Schman­kerl der Woche

„Nun ist Schluss“ titelt die Lokal­zei­tung über das Ende einer Dorf­metz­ge­rei — und druckt dane­ben eine Aldi-Anzeige. Hen­drik Haase erzählt die bewe­gende Geschichte von Man­fred Jan­kau­tzki, der mit 16 Jah­ren als Flei­scher anfing und nun sei­nen Laden schließt, weil nie­mand den Betrieb über­neh­men will — nach mehr als sechs Jahr­zehn­ten. „Mit ihnen stirbt das Wis­sen, die Kul­tur und die Mensch­lich­keit. Wir essen des­halb nicht weni­ger Wurst und Fleisch. Nur bil­li­ger. Schlech­ter.„
Wurst­sack

 

Zahl der Woche

313 Kilo Lebens­mit­tel lan­den allein in Deutsch­land im Müll — pro Sekunde! Das ist das Ergeb­nis einer neuen WWF-Studie, und beson­ders bedenk­lich daran ist: Trotz jah­re­lan­ger War­nun­gen ist keine Trend­wende erkenn­bar. Größ­tes Pro­blem ist der Ver­brau­cher.
Spie­gelWWF (pdf)

(Hin­weis: Ver­gan­gene Woche war an die­ser Stelle irr­tüm­lich die Rede von „Coke Zero“. Tat­säch­lich ging es in dem zuge­hö­ri­gen FAZ-Artikel jedoch um „Coke Life“. Sorry für den Fehler!)

 

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Aus den Medien

Kuli­na­ri­sches Unbe­ha­gen: Vanessa Obe­rin schreibt bei „Das Fil­ter“ über den neuen Hype ums Essen — und die Kri­tik daran. Außer­dem geht’s um Street Food, hippe Kno­chen­brühe, Paläo-Jünger sowie Essen als Sex– und Party-Ersatz. Das Beson­dere an dem Text aber ist: Er ver­bin­det all dies so lesens­wert und klug, dass man aus dem Kopf­ni­cken nicht raus­kommt.
Das Fil­ter

Schwere Sterne: Noch nie gab’s in Deutsch­land so viele Sterne-Restaurants. Der Haken: Der Auf­wand ist immens, der Ertrag dage­gen mau. Spie­gel TV schaut unter dem Motto „Die Last der Sterne“ bei Drei-Sterne-Koch Kevin Fehling über die Schul­ter — und zeigt als Alter­na­tive das Kon­zept zweier Münch­ner Jung-Köche auf.
Spie­gel TV (Video)

Grüne Cock­tails: Green Smoot­hies sind enorm gesund, aber mit­un­ter ziem­lich fad. Die Süd­deut­sche hat nun fünf Bar­kee­per gebe­ten, die Grün­linge etwas auf­zu­pep­pen — mit Alko­hol.
Süd­deut­sche

Bier ist der neue Pro­secco, glaubt die NZZ, und stellt edle Gebräue vor, die es mit Cham­pa­gner und Co. auf­neh­men kön­nen. Dafür kos­tet ein Fläsch­chen der Gourmet-Biere auch mal 20 bis 30 Fran­ken.
NZZ

Der Liebe wegen zog es die Nie­der­län­de­rin Mar­got Janse in jun­gen Jah­ren nach Süd­afrika. Dort ent­wi­ckelte sie sich zu einer der bes­ten Köchin­nen der Welt. Der Fein­schme­cker erzählt die außer­ge­wöhn­li­che Geschichte der Che­fin des „Le Quar­tier Fran­cais“, das als bes­tes Restau­rant Afri­kas gilt.
Fein­schme­cker

Beim Vegangs­ter: Die wun­der­bare Kat­rin Bau­ern­feind besucht für ihre Sen­dung „Bau­ern­feind assis­tiert“ den Vegan-Vorturner Attila Hild­mann — und ent­wi­ckelt mit ihm Rezepte. Das ganze ist, nun ja, durch­aus amü­sant und unter­halt­sam.
ZDF (Video)

 

Aus den Blogs

Wie geschmiert: Eve­line vom Küchen­tanz bit­tet zum Ölwech­sel, „weil mir der wahl­lose Ein­satz von Oli­venöl für bei­nahe alle Gerichte völ­lig über­zo­gen erschien“. Ihre kleine Ölkunde ist nach Ver­wen­dungs­zwe­cken unter­teilt — von Ölen zum Bra­ten bis zu Ölen zum Wür­zen.
Küchen­tanz

Wie kochen die Deut­schen? Die­ser Frage spürt Peter bei „Aus mei­nem Koch­topf“ nach. Er för­dert aller­lei inter­es­sante Sta­tis­ti­ken zutage — u.a. geht’s darum, wel­che Geräte in deut­schen Küchen ste­hen, und wie viel Zeit Otto-Normal-Deutscher mit Kochen ver­bringt.
Aus mei­nem Kochtopf

Miese Masche: Das Greenpeace-Magazin per­si­fliert die umstrit­tene Wer­be­kam­pa­gne von Lidl und fragt in gefälsch­ten Anzei­gen: „Wir kaschiert man eigent­lich miese Qua­li­tät?“ Dazu gibt’s Kri­tik an der Reklame des Dis­coun­ters: „Sie atta­ckiert näm­lich nicht nur kon­kur­rie­rende Super­markt­ket­ten, son­dern auch hand­werk­lich arbei­tende Lebens­mit­tel­pro­du­zen­ten.„
Greenpeace-Magazin

Im Zeh­ner­pack: Von pur bis Püree, von Salat bis Sorbet: Christof zählt bei „Ein­fach bewusst“ zehn „ein­fa­che und köst­li­che Arten“ auf, wie man Erd­bee­ren essen kann.
Ein­fach bewusst

Früh übt sich: Viele Eltern scheu­chen das (Klein-)Kind aus der Küche, sobald es ans Kochen geht — doch warum eigent­lich? Schließ­lich haben die Klei­nen einen Hei­den­spaß beim Kochen und kön­nen durch­aus mit anpa­cken. Ber­na­dette von „Ver­kocht“ gibt dazu ein paar hilf­rei­che Regeln und Tipps an die Hand.
Ver­kocht

Aus dem Leben: Die ziem­lich groß­ar­tige Reihe „Was machen die da?“ dreht sich in der neu­es­ten Folge um den Gas­tro­nom Oli­ver Tri­fic. Er ist gelern­ter Koch, war lange Zeit Food­sty­list und hat nun mit sei­ner Frau ein Restau­rant in Ham­burg auf­ge­macht.
Was machen die da?

 

Rezepte der Woche

Spätzle-Spargel-Salat mit Schin­ken: Bevor’s vor­bei ist mit der Sai­son ser­viert Lena von Coco­nut & Vanilla noch ein Rezept für einen Spätzle-Spargel-Salat mit knusp­ri­gem Par­ma­schin­ken.
Coco­nut & Vanilla

Panierte Kohl­rabi mit Berg­käse (vege­ta­risch): Johan­nes von „Stutt­gart Coo­king“ brut­zelt Kohl­ra­bi­schei­ben in einer Panade aus Sem­mel­brö­seln und Berg­käse. Dazu gibt’s Kar­tof­fel­pü­ree und Basi­li­ku­möl — bei­des selbst­ge­macht, ver­steht sich.
Stutt­gart Cooking

 

Meist­ge­klickte Links der Vorwoche

1. Essen gucken! Food­porn auf korea­nisch (Schmeckt mir)

2. Welt-Sandwich-Infografik (Page)

3. FAQ rund ums Backen (Glücks­bä­cke­rei)

 

Nach­schlag

Von Montessori-Möhren: Spiegel-Kolumnist Jan Fleisch­hauer ist scho­ckiert, als er für einige Spi­nat­blät­ter auf dem Farmer’s Mar­ket fünf Dol­lar zahlt — „ich wollte schließ­lich Spi­nat und nicht Mari­huana kau­fen“. Doch Essen sei nun mal das neue Status-Symbol, schreibt er. „Zu wis­sen, was es mit die­sen mexi­ka­ni­schen Super­sa­men auf sich hat, die sie neu­er­dings in den Smoot­hies in New York und Mün­chen ver­ar­bei­ten, das ver­rät den wah­ren Con­nais­seur.„
Spie­gel

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Schmausepost vom 12. Juni

Schman­kerl der Woche

Digi­tale Ess­hi­bi­tio­nis­ten: Mil­lio­nen Süd­ko­rea­ner schauen ande­ren Men­schen beim Essen zu — via Youtube. Mukbang heißt der Trend, und die Stars der Szene sind so erfolg­reich, dass sie von ihrem Vorkauer-Dasein leben kön­nen. Die meis­ten Berichte tun all dies als asia­ti­sche Spin­ne­rei ab — Sabine Schlimm hin­ge­gen macht sich ernst­hafte Gedan­ken und zieht Par­al­le­len zum hie­si­gen Foodporn-Kult.
Schmeckt nach mehr

 

Zahl der Woche

0 also „Zero“ heißt die neue Coca-Cola. Wobei die Null durch­aus irre­füh­rend ist, schließ­lich ste­cken auch in die­ser Brause stolze 34 Gramm Zucker pro Halb­li­ter (im Ver­gleich zu 54 Gramm in der nor­ma­len Coke).
Anm. Sel­ten habe ich in der Schmau­s­epost so einen Quatsch geschrie­ben. Sorry dafür — und Danke Dirk für den Hin­weis (siehe Kom­men­tare)
Die FAZ sieht in Coke Zero Life ein „Sinn­bild der fast schon ver­zwei­fel­ten Suche nach gesun­der Süße“.
FAZ

 

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Aus den Medien

Auf einen Blick: Die ganze Welt in einer ein­zi­gen Gra­fik erklä­ren: Das ist das Ziel des „Pop Chart Lab“, das sich immer wie­der auch kuli­na­ri­sche The­men vor­nimmt. Die Zeit­schrift Page stellt nun eine Reihe von Gra­fi­ken vor — dar­un­ter die Welt der Sand­wi­ches, die Welt des Kaf­fes und die Welt des Biers.
Page

Radi­kale Pre­di­ger: Die einen ver­teu­feln Wei­zen, die nächs­ten essen nur Roh­kost, und wie­der andere schwö­ren auf die Steinzeit-Diät: „Die Angst, sich unge­sund zu ernäh­ren, treibt immer mehr Men­schen in den Ernäh­rungs­ex­tre­mis­mus“, berich­tet das ARD-Magazin „W wie Wis­sen“. Dafür ver­ant­wort­lich seien nicht zuletzt selbst­er­nannte Exper­ten im Inter­net.
W wie Wis­sen (Video & Text)

Eis­zeit: Tau­sende Stu­den­ten aus aller Welt zieht es jedes Jahr ins ita­lie­ni­sche Bolo­gna. Doch sie inter­es­sie­ren sich nicht etwa für Geschichte, Phy­sik oder Jura — son­dern für Eis. Denn in Bolo­gna ist der Haupt­sitz der Gelato-University. Dort suchen die Stu­den­ten nach dem Geheim­nis von per­fek­tem Eis.
Spie­gel

Künst­ler als Küche: „Artist’s Reci­pes“ heißt ein Koch­buch der etwas ande­ren Art: Ein Bas­ler Künst­ler­duo hat mehr als 80 Künst­ler gebe­ten, ihnen ihr Lieb­lings­re­zept zu ver­ra­ten — wobei die Gestal­tung aus­ge­fal­len sein durfte. Die Tages­wo­che stellt das Buch vor und tes­tet eines der Künstler-Rezepte auf seine All­tags­taug­lich­keit.
Tages­wo­che

Her­ren­ge­deck: Im Bas­ken­land erfreuen sich Koch­clubs für Män­ner gro­ßer Beliebt­heit. Dort sind nur zwei The­men tabu: Poli­tik und Frauen. Cor­ne­lia Derichs­wei­ler berich­tet in der NZZ über die letzte Bas­tion der Männ­lich­keit.
NZZ

Schweins­köpfe im Koch­ma­ga­zin, Schlach­ten als Event und TV-Köche, die Tie­ren vor der Kamera die Haut abzie­hen: Was unter dem Deck­man­tel des „ehr­li­chen Fleisch­kon­sums“ pas­siere, sei in Wahr­heit purer Feti­schis­mus, ärgert sich Karin Jan­ker in der Süd­deut­schen. Das glei­che Thema gibt’s — ungleich unkri­ti­scher — in der Wiwo, die über die „Neue Flei­sches­lust“ berich­tet.
Süd­deut­scheWirt­schafts­wo­che

 

Aus den Blogs

That’s Reis: Guido stellt bei „Kochen mit But­ter“ ver­schie­dene Reis­sor­ten und deren Ver­wen­dung vor — von Bas­mati bis Jas­min, von Sushi-Reis bis Milch­reis und von Schwar­zem Reis bis Rotem Reis.
Kochen mit Butter

Backen macht glück­lich, ist sich Kath­rin von der Glücks­bä­cke­rei sicher — „aber manch­mal kenn es auch rat­los machen“. Um Abhilfe zu schaf­fen, hat sie ein FAQ rund ums Backen ein­ge­rich­tet. Dort wer­den u.a. Fra­gen beant­wor­tet wie: Warum geht mein Hefe­teig nicht auf? Oder: Wie friere ich Kuchen am bes­ten ein?
Glücks­bä­cke­rei

Reine Topf­sa­che: In ihrer Reihe „Die guten Dinge der Küche“ wid­met sich Franzi vom Koch­zau­ber dies­mal dem Koch­topf. „Schließ­lich gibt es kaum etwas Grund­le­gen­de­res für das Gelin­gen oder eben Miss­lin­gen einer Koch­ak­tion.“ Im Blog gibt Franzi Tipps für den Kauf eines Topfs und für des­sen Pflege.
Koch­zau­ber (Koch­topf)Koch­zau­ber (Serie)

1200 Besu­cher an zwei Tagen, Büh­nen­shows von neun Spit­zen­kö­chen aus sie­ben Län­dern: Die Gourmet-Messe Chef Alps hat sich heuer um die „Erfolgs­re­zepte der Haute Cui­sine“ gedreht. Lesens­werte Berichte zu der Ver­an­stal­tung gibt’s bei Das Filet, Anonyme Köche und Restaurant-Ranglisten.
Das FiletAnonyme KöcheRestaurant-Ranglisten

Hei­ßer Tipp: (Guss-)Eisenpfannen soll­ten vor dem Gebrauch ein­ge­brannt wer­den. Doch warum? Und wie macht man’s rich­tig? Ant­wort auf diese Fra­gen gibt Tho­mas in sei­nem infor­ma­ti­ven Bei­trag bei Omoxx.
Omoxx

Geist statt Gerät: Spit­zen­koch Aiden Byrne kri­ti­siert bei Mun­chies die Beses­sen­heit von Berufs­kol­le­gen und Hobby-Köche von immer neuen Küchen­tech­no­lo­gien. Er selbst hält all die tol­len Gerät­schaf­ten für Zeit– und Geld­ver­schwen­dung. Denn: „Sie machen dich auch nicht zu einem bes­se­ren Koch.„
Mun­chies

 

Rezepte der Woche

Guin­ness Pie: Einen „fabel­haf­ten Fleisch­ku­chen“ ser­viert Pas­cal beim Tru­ef­fel­schwein. Sei­nen Blätterteig-Pie füllt er mit Rinds­ra­gout, das zuvor in Bier der iri­schen Marke Guin­ness geschmort wird. Das ver­leihe dem Fleisch ein beson­de­res Aroma.
Tru­ef­fel­schwein

Marillen-Gnocchi mit Brö­selk­ruste (vege­ta­risch): Als „gstan­de­ner öster­rei­chi­scher Mehlspeis-Esser“ ist Susi von Prost­mahl­zeit les­bar ange­tan von einem Rezept für Marillen-Gnocchi. Bedeckt wird das ganze mit einer fei­nen Kruste aus But­ter­brö­seln, Hasel­nüs­sen und Mohn.
Prost­mahl­zeit

 

Meist­ge­klickte Links der Vorwoche

1. 6 Mine­ral­was­ser im Test (Süd­deut­sche)

2. Beef! und Vegan-Magazin — der Ver­gleich (Spie­gel)

3. Warum wir alle mehr Unkraut ess­sen soll­ten (Welt)

 

Nach­schlag

Schlank durch Scho­ko­lade: Zwei Arte-Autoren erfin­den die Schokoladen-Diät und füh­ren eine absurde beglei­tende wis­sen­schaft­li­che Stu­die durch. Die Reso­nanz dar­auf ist erstaun­lich und erschre­ckend: Zahl­rei­che Medien fal­len auf den Schoko-Schummel rein. Der­weil übt Jür­gen von Sci­ence­b­logs Kri­tik am Vor­ge­hen des Autoren-Duos.
Arte (Schoko-Diät)Sci­ence­b­logs (Kritik)

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Schmausepost vom 5. Juni

Schman­kerl der Woche

Ü-30, berufs­tä­tig, weib­lich - so sieht der typi­sche Food­blog­ger aus. Das ist zumin­dest das Ergeb­nis einer Umfrage der Agen­tur Ger­hard, an der 42 der belieb­tes­ten 100 Food­blogs in Deutsch­land teil­ge­nom­men haben. Dem­nach bloggt ein Groß­teil seit mehr als vier Jah­ren, rund die Hälfte kommt auf zwei bis drei Ein­träge pro Woche, und 60 Pro­zent ver­die­nen mit dem Blog­gen kaum Geld.
Agen­tur Gerhard

 

Zahl der Woche

6 Mine­ral­was­ser hat die Süd­deut­sche tes­ten las­sen, von bil­lig bis teuer — und zwar von einem Som­me­lier. Sein Ergeb­nis: Was­ser ist nicht gleich Was­ser.
Süd­deut­sche

 

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Aus den Medien

„Tiere töten“ lau­tet der Titel eines beein­dru­cken­den 360°-Dossiers der Süd­deut­schen Zei­tung, das das Schlach­ten von allen Sei­ten beleuch­tet. Hier eine Aus­wahl der bes­ten Geschichten:

Mit ohne: Immer mehr Pro­dukte im Super­markt defi­nie­ren sich nicht über ihren Inhalt, son­dern über ihren Nicht-Inhalt. Lebens­mit­tel ohne Lak­tose, Glu­ten oder Fruk­tose fin­den rei­ßen­den Absatz. Warum? Und wer pro­fi­tiert davon? Das Enorm-Magazin begibt sich auf Spu­ren­su­che.
Enorm

Essen statt jäten: Allein in Europa gibt es mehr als 1500 ess­bare Kräu­ter­ar­ten. Viele davon sind vit­amin­rei­cher als das Gemüse aus dem Super­markt — und schme­cken auch bes­ser. Von daher appel­liert ein Auto­ren­duo in der Welt: Esst mehr Unkraut! (plus vier Rezepte)
Welt

Dop­pelt bele­sen: Am Flug­ha­fen kauft Spiegel-Autor Has­nain Kazim (gezwun­ge­ner­ma­ßen) eine Aus­gabe von „Beef!“ und ein „Vegan Maga­zin“. Bei der Lek­türe stellt er fest, dass beide Zeit­schrif­ten mehr gemein haben, als sie den­ken.
Spiegel-Online

Im Land der Stange: In Deutsch­land wird auf 25.000 Hektar Spar­gel ange­baut. Wo? Das zeigt eine Gra­fik des Zeit-Magazins.
Zeit-Magazin

Straßen(um)frage: Ein siche­res Indiz dafür, dass ein Trend end­gül­tig im Main­stream schwimmt, ist der Punkt, an dem Spiegel-Online dazu ein Video-Quiz fabri­ziert. Ein sel­bi­ges gibt es nun zum Thema Street Food — wobei das ganze unter­halt­sa­mer ist, als man sich selbst ein­ge­ste­hen mag.
Spiegel-Online

Roher Ren­ner: Der Roo’bar gehört zu den erfolg­reichs­ten Ener­gie­rie­geln Euro­pas. Das Beson­dere daran: Die Rohkost-Riegel sol­len vegan und ohne Zucker­zu­satz sein; die Geschmacks­rich­tun­gen rei­chen von Chili-Lakritze bis Maulbeer-Vanille. Nun wol­len die Macher des Roo’bars — drei junge Bul­ga­ren — auch deut­sche Super­märkte erobern.
FAZ

 

Aus den Blogs

Das welt­beste Restau­rant ist in Spa­nien: Das El Cel­ler de Can Roca hat bei der berühmt-berüchtigten Kür der „World’s 50 Best Restau­rants“ den Spit­zen­platz geholt. Noch lau­ter als in den Vor­jah­ren fiel heuer die Kri­tik an der Ver­an­stal­tung aus. Auch Julien von „Trois Etoi­les“ will fortan nicht mehr als Juror fun­gie­ren.
Stern­e­fres­ser (Bericht)Trois Etoi­les (Kri­tik)The World’s Best 50

Sechs Schritte braucht’s bis zum Grü­nen Smoot­hie — fin­det zumin­dest Franzi von Koch­zau­ber. Sie hat eine Info­gra­fik zusam­men­ge­stellt, die den Weg zum „ulti­ma­ti­ven Grü­nen Smoot­hie“ auf­zeigt.
Koch­zau­ber

Automaten-Apfel: Als Alter­na­tive zum Hof­la­den haben viele Land­wirte Lebensmittel-Automaten auf­ge­stellt. Hier kön­nen sich die Kun­den rund um die Uhr mit fri­schen Lebens­mit­teln vom Direkt­ver­mark­ter ein­de­cken. Die Web­seite „Abhof-Automat“ zeigt die Stand­orte sol­cher Auto­ma­ten auf einer Deutsch­land­karte.
Abhof-Automat

Faire Sache: Was ist Fair Trade? Woran erkennt man fair gehan­delte Pro­dukte? Und wo gibt es sie zu kau­fen? Diese Fra­gen beant­wor­tet Uto­pia. Dazu erfährt man in einer Bil­der­ga­le­rie, wel­che Pro­dukte man in jedem Fall als Fair-Trade-Variante kau­fen sollte.
Uto­pia

Street Food als Wirt­schafts­fak­tor: West­li­che Metro­po­len erle­ben gerade einen Renais­sance des Lebens­mit­tel­hand­werks, schreibt Phil­ipp bei Spei­se­räume. Diese „New Food Eco­nomy“ sei wich­tig für die Ökono­mie einer Stadt. Als Beleg führt er acht Gründe an.
Spei­se­räume

 

Rezepte der Woche

Rinds­rou­la­den: „Eine Gabel davon, und du fühlst dich wie zu Hause.“ Claus von „Nur das gute Zeugs“ macht Rin­der­rou­la­den. „Immer wie­der, immer wie­der. Immer wie frü­her.“ Mit viel dunk­ler Soße und Salz­kar­tof­feln.
Nur das gute Zeugs

Holunderblüten-Cheesecake (vege­ta­risch): Die, nun ja, etwas def­ti­gere Vari­ante der Hol­ler­schorle gibt’s bei Susann und Yan­nic von Kraut­kopf: einen Holunderblüten-Cheesecake mit reich­lich Holun­der­blü­ten­si­rup sowie Frischkäse-Joghurt-Mischung.
Kraut­kopf

 

Meist­ge­klickte Links der Vorvorwoche

1. 10 Lebens­mit­tel, die wir falsch essen (Kurier)

2. Tue Buße und trink einen Smoot­hie (FAZ)

3. So (un)gesund ist Deutsch­land (Yazio)

 

Nach­schlag

Ja zefix! Harry G. schimpft. Auf bai­risch. Und auf Youtube. Und das ziem­lich erfolg­reich. In einem sei­ner jüngs­ten Videos nimmt sich Harry all die Hips­ter­kö­che und Bur­ger­lä­den, die Steak-Restaurants und die Vegan-Imbisse vor. Auf Bai­risch. Aufs Derbste.
Mun­chies

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Jeden Frei­tag­nach­mit­tag ver­sorgt Sie die Schmau­s­epost mit Nach­rich­ten rund ums Thema Essen. Den aktu­el­len und frü­here News­let­ter fin­den Sie auch auf der Web­seite Schmausepost.de. Fra­gen, Anre­gun­gen, Kri­tik und Lob rich­ten Sie bitte an info(ät)schmausepost.de.

 

Schmausepost vom 22. Mai

Liebe Schmausepost-Leser,
am kom­men­den Frei­tag legt die Schmau­s­epost eine spät­pfingst­li­che Pause ein. Den nächs­ten News­let­ter gibt’s dann wie­der am 5. Juni.

 

Schman­kerl der Woche

140 Brat­würste, 5.365 Toma­ten und 541 Scho­ko­la­den­ta­feln: All das — und noch viel mehr — ver­drü­cken die Deut­schen in gerade mal 20 Sekun­den. Was sonst noch alles in unsere Mägen kommt, zeigt eine unter­halt­same Echtzeit-Grafik bei Yazio.
Yazio

 

Zahl der Woche

10 Lebens­mit­tel, die wir falsch essen, glaubt der Kurier zu ken­nen. Unter ande­rem geht’s um Spar­gel­was­ser, Knob­lauch schnei­den und Gemü­se­gril­len.
Kurier

 

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Schmau­s­epost (Media-Daten)

 

Aus den Medien

Wider den Weg­werf­wahn: Alle Nase lang kla­gen Poli­ti­ker und Akti­vis­ten über die gigan­ti­sche Lebens­mit­tel­ver­schwen­dung. Und was pas­siert? Nichts. Anders der Brite Dan Clu­deray: Seine Firma Appro­ved Foods macht Mil­lio­nen mit dem, was Super­märkte weg­wer­fen. Online ver­kauft er Lebens­mit­tel, deren Min­dest­halt­bar­keits­da­tum abge­lau­fen ist.
Welt

Geschmacks­ver­ir­rung: Mela­nie Mühl zieht in der FAZ über Gesund­heits– und Food­blog­ger her, die mit ihren pseu­do­re­li­giö­sem Getue den Ernäh­rungs­irr­sinn befeu­ern. Mit dabei sind die übli­chen Ver­däch­ti­gen wie Ella Macph­er­son und Gwyneth Paltrow dabei sowie alles von Paläo über Detox bis zu Super­foods.
FAZ

McK­rise: 75 Jahre nach der Grün­dung geht’s McDonald’s schlecht wie nie. Warum?

„Ich wollt ich wär kein Huhn“: So lau­tet der Titel einer Foodwatch-Studie, die ekla­tante Miss­stände in der Lege­hen­nen­hal­tung anpran­gert. Dem­nach garan­tie­ren auch Boden-, Frei­land– oder Bio­eier nicht für eine art­ge­rechte Hal­tung. Und für die Hälfte aller ver­zehr­ter Eier gebe es gar keine Kenn­zeich­nungs­pflicht, weil sie in Pro­duk­ten wie Nudeln oder Süß­wa­ren ver­ar­bei­tet wer­den.
Food­watchSüd­deut­sche (Bericht)Süd­deut­sche (Ein­kaufs­tipps)taz (Kom­men­tar)

Koch­nach­hilfe im lnter­net: Diese Idee steckt hin­ter der Social Kit­chen, einer neuen Inter­net­sen­dung aus Ita­lien. Hier berei­tet ein Koch tra­di­tio­nelle und moderne ita­lie­ni­sche Gerichte zu; die Inter­net­nut­zer kön­nen via Livestream mit­ko­chen und per Live-Chat Fra­gen stel­len.
FAZ

Tier­freier Trend: Kaum ein Seg­ment in der Lebens­mit­tel­bran­che erlebt der­zeit so einen Boom wie vegane Pro­dukte. Statt erho­be­nem Zei­ge­fin­ger set­zen die Her­stel­ler inzwi­schen auf Life­style und errei­chen damit immer mehr Kun­den. Phil­ipp Krohn erklärt in der FAZ, wie der Markt mit den tier­freien Pro­duk­ten funk­tio­niert.
FAZ

 

Aus den Blogs

Fie­ser Fraß: Das Wort „Sonn­tags­bra­ten“ ist eine Remi­nis­zenz an jene Zeit, als Fleisch die kost­bare Aus­nahme auf dem Ess­tisch war. Heute hin­ge­gen ver­ram­schen die Dis­coun­ter Bil­lig­fleisch in allen Varia­tio­nen. Des­sen Preis liegt oft­mals unter dem von Tier­fut­ter, wie das Maga­zin Bio­rama nun aus­ge­rech­net hat.
Bio­rama

Feine Früchte: Zum Start der Erd­beer­sai­son gibt Doc­Food Tipps zur Ernte und Lage­rung der roten Bee­ren. Die frei­lich streng genom­men gar keine Bee­ren sind, wie die Süd­deut­sche in ihren Wis­sens­häpp­chen über Erd­bee­ren ver­rät. Zuletzt sei auch noch auf ein Video ver­wie­sen: Ina von „A tavola prego“ zeigt darin, wie man Panna Cotta mit Erd­bee­ren zube­rei­tet.
Doc­food (Tipps)Süd­deut­sche (Wis­sens­häpp­chen)A tavola prego (Video)

Insider-Imbiss: Den bes­ten Gemü­se­kebab Ber­lins gibt’s nach land­läu­fi­ger Mei­nung bei Mustafa’s — wäre da nicht die kilo­me­ter­lange Schlange vor dem Laden. Aus die­sem Grund hat sich Ada Blitz­krieg für Mun­chies auf die Suche nach Alter­na­ti­ven gemacht — unprä­ten­tiös, kos­ten­güns­tig, schmack­haft und garan­tiert schlan­gen­frei.
Mun­chies

Kraut-Kritik: „Von der Schwie­rig­keit, legal gutes Gemüse zu fin­den“, haben die Kraut­re­por­ter unlängst berich­tet — ein Arti­kel, der auch in der Schmau­s­epost auf­tauchte. Wobei die Geschichte weni­ger das Elend der Gemü­se­zucht auf­zeige, son­dern eher das­je­nige des Jour­na­lis­mus, ärgert sich „Herr Acker­bau“. Dazu taucht in sei­nem Text ein gar herr­li­ches Sym­bol­bild für die Saat­gut­lobby auf.
Acker­bau in Pankow

Stangen-Slalom: Franzi vom Koch­zau­ber ver­rät in bes­ter Buzzfeed-Manier „10 Dinge, die du über Spar­gel noch nicht wuss­test“. Beim ech­ten Buz­zfeed stel­len der­weil 17 Food­blog­ger ihre liebs­ten Spargel-Rezepte vor. Und in der Süd­deut­schen geht’s ungleich kri­ti­scher um „Deutsch­land im Spar­gel­wahn“.
Koch­zau­ber (10 Dinge)Buz­zfeed (Rezepte)Süd­deut­sche (Spargel-Wahn)

 

Rezepte der Woche

Phil­adel­phia Cheese Steak: Auf der Suche nach einem pas­sen­den Rezept zum Rot­wein stößt Katha­rina von „Huck­le­berry Fling“ auf einen Fast-Food-Klassiker: das Philly Cheese Steak. Bei ihr kom­men die Rind­fleisch­strei­fen mit Pro­vo­lone und Paprika ins Hotdog-Brötchen.
Huck­le­berry Fling

Süßkartoffel-Pancakes (vege­ta­risch): Für Chef Han­sen sind Süß­kar­tof­feln ein Hipster-Gemüse, um das er einen gro­ßen Bogen macht. Eigent­lich. Doch dann hat sein Lieb­lings­ge­mü­se­händ­ler die Knolle plötz­lich im Ange­bot, und so ist er quasi gezwun­gen, ein paar Tage über ein pas­sen­des Rezept zu sin­nie­ren. Das Ergeb­nis: Süßkartoffel-Pancakes mit Johan­nis­beer­si­rup.
Chef Han­sen

 

Meist­ge­klickte Links der Vorwoche

1. Sechs Knet­ma­schi­nen im Pra­xis­rest (Plötz­blog)

2. Wolle scharf? Döner haus­ge­macht (Ger­man Abend­brot)

3. Slow Food: Ita­lie­ni­sche Alter­na­tive auf has­ti­ges Essen (FAZ)

 

Nach­schlag

Das Auge isst mit? Das war ges­tern. Bei der US-Burger-Kette Chili’s heißt es viel­mehr: Das Smart­phone isst mit. Denn dort wer­den Bur­ger und Frit­ten gezielt so arran­giert, dass sie bei Ins­ta­gram beson­ders viel her­ma­chen. Schließ­lich sei Essen das zweit­be­lieb­teste Foto­mo­tiv über­haupt nach uns selbst, sagt der Chef der Mut­ter­ge­sell­schaft.
Süd­deut­sche

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