Archiv für den Monat: Januar 2013

Schmausepost vom 25. Januar 2013

Schman­kerl der Woche

Frankenstein-Industrie: Hilal Sez­gin taucht für die taz ebenso aus­führ­lich wie lesens­wert in die Abgründe der glo­ba­len Fleisch­pro­duk­tion ein. Als größ­ten Mythos bezeich­net sie dabei die Vor­stel­lung, dass Fleisch­ver­zehr „natür­lich“ sei. Viel­mehr gebe es eine „Frankenstein-Industrie, die sich der eigen­mäch­ti­gen und eigen­nüt­zi­gen Pla­nung und Erschaf­fung von Lebe­we­sen ver­schrie­ben hat“.
taz

Zahl der Woche

34 Euro kos­tet eine 35-Gramm-Portion des „Black Ivory Cof­fee“, eine der teu­ers­ten Kaf­fee­sor­ten welt­weit. Die Boh­nen hier­für wer­den an Ele­fan­ten ver­füt­tert, die sie etwa 24 Stun­den spä­ter nahezu unver­daut wie­der aus­schei­den. Durch Enzyme im Ele­fan­ten­ma­gen wer­den die Kaf­fee­boh­nen ver­edelt; das soll für ein blu­mi­ges Aroma sor­gen.
aid-Infodienst

Nach­rich­ten­häpp­chen

Regio­nal­fens­ter im Test­lauf: Ein neues Logo soll regio­nale Pro­dukte im Super­markt bes­ser kennt­lich machen. Das soge­nannte Regio­nal­fens­ter, das vor­erst in 20 Märk­ten getes­tet wird, zeigt die Her­kunft der Zuta­ten und den Her­stel­lungs­ort an. Eine Umfrage des Bun­des­mi­nis­te­ri­ums für Ernäh­rung hat erge­ben, dass 67 Pro­zent der Ver­brau­cher Wert legen auf die regio­nale Her­kunft von Lebens­mit­teln. Ver­brau­cher­schüt­zer kri­ti­sie­ren jedoch, dass das neue Sie­gel auf Frei­wil­lig­keit beruht.
Bun­des­mi­nis­te­riumFocushaz/dpaTages­spie­gelBio­kü­che (Kritik)

Eier­le­gen­des Fleisch­huhn: Loh­mann Tier­zucht, der welt­größte Lege­hen­nen­züch­ter, hat eine neue Hüh­ner­art gezüch­tet, das „Loh­mann Dual“. Der Clou: Die Rasse legt viele Eier und setzt trotz­dem genug Fleisch an, um nach weni­gen Wochen geschlach­tet zu wer­den. Ende des Jah­res soll das soge­nannte Zwei­nut­zungs­huhn auf den Markt kom­men.
Welt, Bild der Wissenschaft

Strit­tige Spe­ku­la­tion: Für viel Wir­bel hat die Ankün­di­gung der Deut­schen Bank gesorgt, die auch wei­ter mit Wet­ten auf Nah­rungs­mit­tel­preise Geld ver­die­nen will. Wäh­rend Ver­brau­cher­or­ga­ni­sa­tion wie Food­watch har­sche Kri­tik üben, ver­tei­digt Ingo Pies, Pro­fes­sor für Wirt­schafts­ethik an der Uni Halle-Wittenberg, das Vor­ge­hen und spricht von einer Kam­pa­gne.
Spiegel-OnlineFood­watch (Kri­tik)Tages­spie­gel (Pies)

Lebensmittel-Lobbyist: Um das Ver­trauen der Ver­brau­cher in die Lebens­mit­tel­wirt­schaft zurück­zu­ge­win­nen, haben sie­ben der größ­ten Ver­bände den Ver­ein „Die Lebens­mit­tel­wirt­schaft“ gegrün­det. Des­sen Bot­schaf­ter ist der Lob­by­ist Ste­phan Becker-Sonnenschein. Spiegel-Online hat ihn besucht.
Spiegel-Online

Wei­num­satz steigt: Die Deut­schen haben im ver­gan­ge­nen Jahr weni­ger Wein gekauft — aber mehr dafür aus­ge­ge­ben. Der Markt­an­teil der deut­schen Weine bleibt mit 52 Pro­zent kon­stant; der Trend zu mehr Weiß­wein setzt sich fort.
Deut­sches Wein­in­sti­tutGas­tro­in­fo­por­talFocus

Jamie goes Youtube: Jamie Oli­ver ist ein Meis­ter der Küche — und in Sachen Medi­en­prä­senz. Nun hat der bri­ti­sche Star­koch einen eige­nen Youtube-Kanal namens „Food Tube“ ins Leben geru­fen. Kern­stück sind seine Live-Kochshows, bei denen er das Publi­kum mit ein­be­zieht. Bin­nen weni­ger Tage zählt sein Kanal bereits 125.000 Abon­nen­ten.
Food Tube, Wer­ben & Ver­kau­fen, Café Future, Mee­dia

Kochen­der Kicker: Ste­fan Kieß­ling ist Profi-Fußballer bei Bayer Lever­ku­sen und begeis­ter­ter Hobby-Koch. Nun hat der Stür­mer sein ers­tes Koch­buch ver­öf­fent­licht: „Erfolgs­re­zepte — Wie Sie mit Ihren Koch­küns­ten punk­ten“. Erst war das Werk nur für Freunde gedacht, doch nun kommt es laut Bild.de doch in den Han­del.
Köl­ner Stadt-Anzeiger, Bild.de

Lese­schmaus

Umstrit­te­ner Hüh­ner­ba­ron: Die Zeit por­trä­tiert den Chef der größ­ten Geflü­gel­schlach­te­rei in Europa: Peter Wes­jo­hann von der PHW-Gruppe, der unter ande­rem die Marke Wie­sen­hof gehört. Zwar sei der 43-Jährige umge­ben von Skan­da­len, doch zoll­ten ihm sogar Tier­schüt­zer Respekt.
Die Zeit

Kuli­na­ri­sches Shoo­ting: Mela­nie und Sönke vom Vollwert-Blog besu­chen einen „Food Sty­ling & Pho­to­gra­phy Work­shop“ in Müns­ter. Dort ler­nen Foto­gra­fen und Food­blog­ger, wie man Gerichte ins rechte Licht setzt.
Vollwert-Blog

Krab­belnde Deli­ka­tes­sen: Pas­send zum Dschun­gel­camp wid­met sich der Focus dem Thema „Insek­ten als fett­arme und nahr­hafte Pro­te­in­quelle“. Wäh­rend Wür­mer, Maden und Heu­schre­cken vie­ler­orts geges­sen wer­den, ekeln sich die meis­ten Euro­päer davor. Das sei jedoch nicht ange­bo­ren, son­dern aner­zo­gen; bei­spiels­weise galt Mai­kä­fer­suppe Anfang des 20. Jahr­hun­derts in Deutsch­land als Deli­ka­tesse.
Focus

Hei­mi­sches Pul­ver: Haus­ge­macht statt Maggi: Petra vom Blog „Chili und Cia­batta“ macht Gemü­se­brüh­pul­ver selbst und doku­men­tiert die ein­zel­nen Schritte mit schö­nen Bil­dern.
Chili und Ciabatta

Einen im Tee: Jan Spiel­ha­gen, beken­nen­der Kaf­fee­trin­ker, regt sich für Spiegel-Online über die „Glücks-Tee-Mafia“ auf. Tee sei furcht­bar lang­wei­lig — und des­halb müss­ten die Her­stel­ler ihren Sor­ten Namen wie „Slee­py­time Decaf Lemon Jas­mine Green Tea“ geben.
Spiegel-Online

Start­schuss: Noch’n Koch­blog? Wozu soll das gut sein? Das fragt sich Hol­ger — und lie­fert die Ant­wort im ers­ten Ein­trag sei­nes neuen Koch­blogs gleich selbst: „Ich liebe gutes Essen und auch das Kochen, und außer­dem schreibe ich gerne. (…) Was gibt es da bes­se­res, als alles die­ses zu ver­bin­den, und ein Koch­buch oder einen Koch­blog dar­aus zu machen?„
shareliterature.de

Schwere Kost: Extreme Eating Awards heißt ein Wett­be­werb, bei dem eine US-Gesundheitsorganisation Nega­tiv­preise für die kalo­ri­en­reichs­ten Gerichte von Restau­rant­ket­ten ver­leiht. Ganz vorne dies­mal: Die „Bis­tro Shrimp Pasta“ von Cheese­cake Fac­tory mit stol­zen 3120 Kilo­ka­lo­rien — etwa dem ein­ein­halb­fa­chen des täg­li­chen Bedarfs. Spiegel-Online lis­tet noch wei­tere Kalo­ri­en­bom­ben auf.
Spiegel-Online, Welt

Ver­bes­se­rungs­vor­schlag: „Gewöh­nungs­be­dürf­tig“ fin­det der Blog „Küchen­la­tein“ die Aus­wahl in einem schleswig-holsteinischen Koch­buch und stö­bert dar­auf­hin im eige­nen Archiv. Her­aus kommt eine Liste mit rund zwei Dut­zend Rezep­ten aus dem nörd­lichs­ten Bun­des­land — von Flie­der­beer­suppe und Grün­kohl bis Rote Grütze und Kie­ler Franz­bröt­chen.
Küchen­la­tein

Eisi­ges Ver­gnü­gen: Es gibt kein schlech­tes Wet­ter, es gibt nur schlechte Aus­rüs­tung: Die WDR-Servicezeit wid­met sich dem Thema „Gril­len im Win­ter“ und hat hier­für zwei Deut­sche Grill­meis­ter befragt. Die bei­den raten zu geschlos­se­nen Grills und mehr Kohle.
WDR-Servicezeit

Leip­zi­ger Aller­lei: Nicole vom Blog „Vegan sein“ hat zwi­schen Weih­nach­ten und Neu­jahr Leip­zig besucht und sich durch die vega­nen Ange­bote der Stadt gefut­tert. Nach Cur­ry­wurst, Bur­ger und Döner (alles vegan) fin­det sie: „Zeit für eine Lie­bes­er­klä­rung“.
Vegan sein

Fruch­ti­ger Lieb­ling: Maria Holz­mül­ler wid­met sich für süddeutsche.de dem Lieb­lings­obst der Deut­schen — dem Apfel. Sie gibt Tipps für den Ein­kauf, erläu­tert die Vor­teile von Bio-Äpfeln und hat eine über­ra­schende Ant­wort auf die Frage: Lie­ber einen Bio-Apfel aus Neu­see­land oder den gela­ger­ten Apfel aus Deutsch­land?
süddeutsche.de

Was Blog­ger lesen

„Öster­reich vege­ta­risch“: Ein Stan­dard­werk, das man nur zu gerne jeden Tag in die Hand nimmt — mit die­sen Wor­ten lobt der Kuli­na­ri­sche Salon das Koch­buch „Öster­reich vege­ta­risch“ von Katha­rina Sei­ser und Mein­rad Neun­kirch­ner. Den Rezep­ten der länd­li­chen, öster­rei­chi­schen Küche — von Eier­schwam­merl­gu­lasch bis Powidl­ta­scherl — merke man das Herz­blut der Auto­ren an. Ebenso, „dass ein fein­füh­li­ger Koch Hand ange­legt hat“.
Kuli­na­ri­scher Salon

„Kuchen­wun­der“: Das Koch­buch „Kuchen­wun­der“ hat sich Anna­hita Ary­far von Valentinas-Kochbuch vor­ge­nom­men. Optisch über­zeugt sie das Werk nicht, wohl aber die ver­hei­ßen­den Kuchen­na­men wie Buch­wei­zentarte mit Erbsen-Pistazien-Creme oder Scho­ko­ku­chen mit wei­ßen Rüb­chen. Sechs Rezepte hat sie nach­ge­ba­cken und bilan­ziert: geschmack­lich durch­weg posi­tiv, wenn auch nicht über­wäl­ti­gend.
Valentinas-Kochbuch

„Slow Food Maga­zin“: In einem Gast­bei­trag im Foodfreak-Blog beschäf­tigt sich der Daten­hams­ter mit der aktu­el­len Aus­gabe des Slow Food Maga­zins — und ist ent­täuscht. Sein Fazit: „Die­ses Maga­zin ist vie­les, aber fast nichts, was ich von einem Slow Food Maga­zin erwarte.„
Food­freak, Slow Food Magazin

Food-App der Woche

Schwe­den­schmaus: Kött­bullar hei­ßen die belieb­ten schwe­di­schen Fleisch­bäll­chen — und Kött­bullar heißt auch eine neue App mit schwe­di­schen Rezep­ten (iPhone/iPad, 0,89€). Nicki von www.guten-app-etit.de hat sie getes­tet und ist sicher: Die tol­len Rezepte und die spür­bare Liebe zum Pro­dukt wer­den auch Neu­linge schnell von der schwe­di­schen Küche über­zeu­gen.
www.guten-app-etit.de

Blog der Woche

Plötz­blog: Der Plötz­blog ist eine der belieb­tes­ten Brot­back­sei­ten im Web — mit fast 500 Rezep­ten, Video­an­lei­tun­gen, Back­kur­sen und vie­lem mehr. Die Schmau­s­epost hat sich den Plötz­blog ein­mal genauer ange­se­hen und sich mit des­sen Macher Lutz Geiß­ler unter­hal­ten. Schöns­ter Satz im Inter­view: „Essen ist für mich inzwi­schen nicht mehr nur Nah­rungs­auf­nahme, son­dern ein Gegen­pol zur all­ge­mei­nen gesell­schaft­li­chen Beschleu­ni­gung.„
Plötz­blog, Schmau­s­epost (mit Interview)

Rezepte der Woche

Über­ba­ckene Schwei­ne­me­dail­lons auf Gemüse: Zum Geburts­tag lässt sich die Küchen­schabe von ihrer Mama bekochen. Auf den Tisch kommt „ein Klas­si­ker der Fami­lie“, des­sen Rezept sie nun in ihrem Blog teilt.
Küchen­schabe

Crème Bru­lée mit Gra­nat­ap­fel und Man­del­k­ro­kant (vege­ta­risch): Erst­mals im Koch­le­ben nimmt sich „New Kitch on the Blog“ einen Gra­nat­ap­fel vor und muss erken­nen: „Er rui­niert weiße Flä­chen.“ Den­noch kommt am Ende eine schmack­hafte Nach­speise her­aus. Ihr Fazit: „Zum Rein­set­zen.„
New Kitch on the Blog

Nach­schlag

Schlank zwit­schern Twit­tern macht dünn: So lau­tet — ver­ein­facht gesagt — das Ergeb­nis einer Stu­die der US-Forscherin Gabri­elle Turner-McGrievy. Ver­schick­ten ihre Pro­ban­den beson­ders viele Kurz­nach­rich­ten, pur­zel­ten auch die Pfunde schnel­ler.
süddeutsche.de

Blog der Woche: Plötzblog

Der Bäckerlehrling Plötz (Strichmännchen rechts oben) ist Namensgeber des Brotblogs "Plötzblog".

Bäcker­lehr­ling Plötz (oben rechts) ist Namens­ge­ber des Plötzblog.

Es ist noch keine fünf Jahre her, dass der Geo­lo­gie­stu­dent Lutz Geiß­ler an sei­ner Diplom­ar­beit saß und in den Pau­sen Brot aus dem Super­markt in sich hin­ein­stopfte. „Das bil­ligste Misch­brot, das zu haben ist“, erin­nert er sich heute, mit „pap­pi­ger Kruste“ und „krü­me­li­ger, muf­fi­ger Krume“.

Heute betreibt der 29-Jährige mit dem Plötz­blog eine der belieb­tes­ten Brot­back­sei­ten im Inter­net — mit fast 500 Rezep­ten, mehr als 4.500 Kom­men­ta­ren und circa 20.000 Besu­chern im Monat. Außer­dem ver­treibt er Back­zu­be­hör, hat eine Reihe von Video­an­lei­tun­gen erstellt und gibt eigene Back­kurse. Brot aus dem Super­markt? Das käme ihm heute wohl nicht mehr zwi­schen die Zähne. Doch woher der Sinneswandel?

Das selbst­ge­ba­ckene Bröt­chen eines Bekann­ten ist es, das Lutz‘ Neu­gier weckt. „Und den Ehr­geiz, es selbst ein­mal zu pro­bie­ren.“ Seine Erfah­run­gen doku­men­tiert er in sei­nem Blog; als die Brot­back­the­men immer mehr domi­nie­ren, lagert er den Plötz­blog 2010 als eigen­stän­di­gen Blog aus. Mit der Zeit ent­wi­ckelt Lutz eine eigene Brot­back­phi­lo­so­phie — „mit Schwer­punkt auf gutem Geschmack, Geruch und natür­li­chen Zutaten“.

Heute sei das Brot­ba­cken ein „unheim­lich zer­streu­en­des, ent­span­nen­des, krea­ti­ves und vor allem lecke­res Hobby“, schreibt Lutz auf sei­ner Seite und fügt hinzu: „Der Blog soll für mich und für andere ein Archiv mei­ner Back­ver­su­che sein. Wich­tig ist mir, nicht nur die Erfolge, son­dern auch die Feh­ler und Unfälle zu doku­men­tie­ren. Ich bin ein Laie.“

Ein Laie mit einem Ziel: „Über allem aber steht mein Wunsch, so vie­len Men­schen wie mög­lich ein­mal mit gutem Brot den Mund wäss­rig zu machen.“

INTERVIEW — 5 Fra­gen an… Lutz vom Plötzblog

1. Was ist dein Lieb­lings­ge­richt in dei­nem Blog?

Das kann ich nicht sagen. Ich habe kein ulti­ma­ti­ves Lieb­lings­brot, son­dern eine ganze Reihe von Favo­ri­ten. Meine Brot­lieb­linge im Jahr 2012 habe ich hier im Plötz­blog veröffentlicht.

2. Wel­che Rolle spielt Essen in dei­nem Leben?

Eine immer wich­ti­gere. Essen ist für mich inzwi­schen nicht mehr nur Nah­rungs­auf­nahme, son­dern ein Gegen­pol zur all­ge­mei­nen gesell­schaft­li­chen Beschleu­ni­gung. Zeit spielt in der Küche fast immer eine ent­schei­dende Rolle, erst recht beim Brot­ba­cken. Gutes Brot lässt sich nicht in einer Stunde backen. Es braucht vom Mischen ers­ter Zuta­ten bis zum Backen häu­fig mehr als einen Tag, bis das Brot aus dem Ofen geholt wer­den kann. Diese Zeit glau­ben wir heute nicht mehr zu haben. Inso­fern ver­stehe ich das Brot­ba­cken wie das Essen gene­rell auch als eine Art politisch-gesellschaftliches Zei­chen für die Lang­sam­keit (auch wenn das jetzt viel­leicht sehr hoch­ge­sto­chen klingt).

3. Wor­auf soll­ten mehr Men­schen beim Essen achten?

Sie soll­ten sich mehr Zeit neh­men zum Essen selbst, aber auch bei der Nah­rungs­mit­tel­wahl. Hört auf eure Intui­tion. Warum muss es die Brühe aus der Tüte sein, wenn sie mit gering­fü­gig mehr Auf­wand, aber umso schmack­haf­ter selbst gekocht wer­den kann? Warum beim Groß­bä­cker oder im Super­markt Brot mit Emul­ga­to­ren, künst­li­chen Enzy­men und ande­ren geschmackstö­ten­den Mit­tel­chen kau­fen, wenn es der kleine Hand­werks­be­trieb mit Zeit und ohne Zusätze viel bes­ser kann?  Die Frage qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­ger Pro­dukte ist häu­fig keine Frage des Gel­des, son­dern der Zeit, die jeder für den bewuss­ten Umgang mit Lebens­mit­teln auf­brin­gen möchte. Lie­ber weni­ger, aber dafür gut und bewusst essen. Wir soll­ten auf­pas­sen, unse­ren Geschmacks­sinn nicht der indus­tri­el­len Ein­heits­ware zu opfern.

4. Was war die schönste Erfah­rung mit dei­nem Blog?

Im letz­ten Jahr habe ich über einen befreun­de­ten Bäcker erfah­ren, dass mein Blog auch von Mit­glie­dern der Deut­schen Bäcker­aka­de­mie in Wein­heim besucht und als Inspi­ra­ti­ons­quelle genutzt wird. Das hat mich mehr als über­rascht und gefreut. Die schöns­ten Reak­tio­nen errei­chen mich aber über E-Mails und Kom­men­tare — und zwar dann, wenn meine Leser eines mei­ner Rezepte erfolg­reich nach­ge­ba­cken haben. Das macht mich wirk­lich zufrieden.

5. Wel­che drei Food­blogs kannst du empfehlen?

Ich könnte viel mehr emp­feh­len, aber im Bereich Brot lese ich der­zeit beson­ders die fol­gen­den drei Blogs gern:

  • http://berndsbakery.blogspot.ca/ — Bernd bäckt aus­schließ­lich mit Zuta­ten in Bio-Qualität und mit wil­den Hefen bzw. eige­nem Sau­er­teig. Sein natur­be­wusste Brot­back­phi­lo­so­phie gefällt mir sehr.
  • http://brotdoc.com/ — Björn über­zeugt mich mit sei­nen all­tags­taug­li­chen und sehr ver­läss­li­chen Rezepten.
  • http://www.thefreshloaf.com/blog/txfarmer — Txfar­mer ist wohl der Hob­by­bä­cker mit den spek­ta­ku­lärs­ten Back­wa­ren und dem meis­ten Wis­sen, wie Tei­gei­gen­schaf­ten gezielt beein­flusst wer­den kön­nen. Ich staune immer wie­der über die fan­tas­ti­schen Krumen…

Mehr über Lutz und seine Brote fin­det ihr im Plötz­blog.

Schmausepost vom 18. Januar 2013

Schman­kerl der Woche

Kum­mer­kas­ten: Etwa zwölf Beschwer­den pro Tag — das ist die Bilanz des Inter­net­por­tals Lebensmittelklarheit.de, das im Juli 2011 ins Netz gegan­gen ist. Am häu­figs­ten klag­ten die Ver­brau­cher über irre­füh­rende Ver­pa­ckun­gen und Anga­ben über Zusatz­stoffe. In etwa ein Drit­tel der bis­lang 6.600 Fälle rea­gier­ten die Her­stel­ler auf die Beschwerde. Den­noch kri­ti­sie­ren Ver­tre­ter der Lebens­mit­tel­in­dus­trie, dass Fir­men und Pro­dukte auf der Web­seite an den Pran­ger gestellt wür­den.
Lebensmittelklarheit.de, Ver­brau­cher­zen­trale, SZ, Spiegel-Online, BR (mit Audio)

Zahl der Woche

38.000.000 neue Mast­plätze für Geflü­gel sind in den ver­gan­ge­nen drei Jah­ren in Deutsch­land bean­tragt wor­den. Außer­dem 2,5 Mil­lio­nen neue Schwei­ne­mast­plätze. Wäh­rend bei immer mehr Ver­brau­chern das Unbe­ha­gen über die Mas­sen­tier­hal­tung zunimmt, wer­den die Fleisch­fa­bri­ken in Deutsch­land immer grö­ßer.
Spie­gelSüd­deut­sche

Nach­rich­ten­häpp­chen

Neues Sie­gel: Ein neues Label soll Ver­brau­chern anzei­gen, ob bei Hüh­ner– und Schwei­ne­fleisch auf eine art­ge­rechte Hal­tung geach­tet wurde. Das blaue Sie­gel mit gel­ben Ster­nen und dem Schrift­zug „Für mehr Tier­schutz“ wurde in Zusam­men­ar­beit mit dem Deut­schen Tier­schutz­bund ent­wi­ckelt. Doch viele Bio­bau­ern üben hef­tige Kri­tik.
Tier­schutz­bundSüd­deut­schewiwotazdpaDetektor.fm (Audio)Pro­planta (Kritik)

Preise stei­gen: Lebens­mit­tel sind im ver­gan­ge­nen Jahr deut­lich teu­rer gewor­den. Die Preise für Nah­rungs­mit­tel klet­ter­ten um fast fünf Pro­zent — der stärkste Anstieg seit 2008. Vor allem für Gemüse und Obst musste man tie­fer in die Tasche grei­fen. Und auch für 2013 kün­digt die Bran­che im Vor­feld der Grü­nen Woche höhere Lebens­mit­tel­preise an.
Focus, FAZ, Welt (Aus­blick)

Zucker macht dick: Wie unge­sund ist Zucker? Das gilt wei­ter als äußerst umstrit­ten. Auch des­halb hat die WHO eine Stu­die in Auf­trag gege­ben, deren Ergeb­nisse nun vor­lie­gen. Fazit: Zucker macht dick — aber nicht dra­ma­tisch. Pas­send dazu warnt aus­ge­rech­net Coca-Cola vor dem Kon­sum von zu viel Zucker.
Süd­deut­sche (WHO-Studie), Han­dels­blatt (Coca-Cola)

Tei­len statt weg­wer­fen: Der SWR berich­tet über die Inter­net­platt­form „Food­sha­ring“, wo Nut­zer ihre über­schüs­si­gen Lebens­mit­tel ver­schen­ken kön­nen.
Food­sha­ringSWR (Video), Tages­spie­gel

Fast-Food-Tricks: Eine unge­müt­li­che Umge­bung führt dazu, dass Kun­den schnel­ler und somit mehr essen. Das zeigt eine aktu­elle Stu­die aus den USA. Diese Tat­sa­che machen sich viele Fast-Food-Läden zunutze, wo mit grel­lem Licht, lau­ter Musik und hek­ti­schem Trei­ben eine eher unbe­hag­li­che Atmo­sphäre geschaf­fen wird.
Fit for Fun

Gepanschte Ham­bur­ger: Ver­brau­cher­schüt­zer haben Pfer­de­fleisch in den Ham­bur­gern meh­re­rer bri­ti­scher Super­markt­ket­ten gefun­den. Betrof­fen sind unter ande­rem Aldi und Lidl. Beim Wett­be­wer­ber Tesco ent­hielt ein Bur­ger stolze 29 Pro­zent Pfer­de­fleisch. Für taz-Autor Ralf Sot­scheck kein Zufall: Mit sei­ner Ein­kaufs­po­li­tik for­dere Tesco sol­che Moge­leien bei den Zulie­fe­rern gera­dezu her­aus.
Spie­gelFocustaz (Kom­men­tar)

Regio­nale Unter­schiede: Lebens­mit­tel aus der Region lie­gen im Trend. Der Haken: Da es keine ein­heit­li­che, gesetz­li­che Rege­lung gibt, wird der Begriff oft groß­zü­gig aus­ge­legt. Die „Zeit“ berich­tet von Schwarz­wäl­der Schin­ken aus Däne­mark und Kaf­fee, der in Nord­deutsch­land mit dem Motto „Aus der Region für die Region“ bewor­ben wird. Wohl auch des­halb for­dern Ver­bände Min­dest­stan­dards für Regio­na­li­tät.
Zeit, Pro­planta (Forderungen)

Lese­schmaus

Tro­cken Brot: „Armes (Brot-)Deutschland“ titelt das Kochtopf-Blog in sei­nem Bericht über den Bröt­chen­test in der WDR-Sendung „Der Vor­kos­ter“. Der Grund: Bei den 40 Tes­tern schnei­det das Wei­zen­bröt­chen der Bäcke­rei­kette Kamps am bes­ten ab; der Bio-Bäcker lan­det hin­ter dem Auf­back­bröt­chen nur auf Platz drei. Zum Test bit­tet auch die NDR-Sendung „Markt“. Sie will wis­sen: Wie schmeckt das 13-Cent-Brötchen von Aldi?
Kochtopf-BlogNDR-Beitrag „Der Vor­kos­ter“ (Video)NDR-Beitrag „Der Markt“ (Video)

„Kraut“-Expertin: Mimi She­ra­ton ist die Auto­rin des 1965 erschie­ne­nen „Ger­man Cook­book“ — bis heute das Stan­dard­werk für deut­sche Küche in den USA. FAZ-Reporterin Ursula Hein­zel­mann hat die Mit­tacht­zi­ge­rin in New York besucht.
FAZ

Alles in But­ter: Gut die Hälfte der welt­wei­ten But­ter­pro­duk­tion wird in Indien her­ge­stellt. Das ist einer von zehn Fak­ten, den Eva Grün­de­mann von „Food Vege­ta­risch“ zum Thema But­ter gesam­melt hat. Dazu lie­fert sie ein Rezept für Ghee — und das alles gibt’s wie immer zwei­spra­chig, auf Eng­lisch und Deutsch.
Food Vege­ta­risch

Nicht schlecht: Bei Aus­gra­bun­gen in Ägyp­ten ist man angeb­lich auf Honig als Grab­bei­gabe gesto­ßen, der auch nach tau­sen­den Jah­ren nicht ver­dor­ben war. Auf der ande­ren Seite schim­meln Hack­fleisch oder Erd­bee­ren oft schon kurz nach dem Ein­kauf. Warum? Die­ser Frage geht die NDR-Sendung „Plietsch“ nach — und gibt Tipps zur rich­ti­gen Lage­rung von Lebens­mit­teln.
NDR

Happy Birth­day: Der Food­blog der Küchen­chao­tin fei­ert Geburts­tag und blickt zurück auf 107 Bei­träge mit 90 Rezep­ten. Die Rang­liste ihrer meist­ge­koch­ten Rezepte führt das Rote-Linsen-Bolognese an.
Küchen­chao­tinRote-Linsen-Bolognese

Haus­ge­mach­tes Einer­lei: Lin­sen­sa­lat statt Drei­er­lei vom Hochland-Rind mit Erb­sen­py­ra­mide auf Rot­wein­spie­gel. Und natur­ge­treue Fotos ohne Food­sty­list. Dafür steht „Home Made“, das Koch­buch der hol­län­di­schen Restau­rant­be­sit­ze­rin Yvette van Boven, das die „Zeit“ fast schon über­schwäng­lich lobt.
Zeit

Ori­en­ta­li­sche Schatz­su­che: Nicht ganz so begeis­tert gibt sich Katja Bött­ger von „Valen­ti­nas Koch­buch“ von Nouha Taouks Buch „Liba­ne­si­sche Küchen­schätze“. Beim ers­ten Blät­tern will der Funke nicht so recht über­sprin­gen, doch dann fin­det sie doch noch ein paar Juwe­len. Von zweien stellt sie die Rezepte vor: Toma­ten­sa­lat mit getrock­ne­ter Minze und Dat­tel­rol­len.
Valen­ti­nas Koch­buch (Rezen­sion), Toma­ten­sa­lat, Dat­tel­rol­len

Tech­nik­tipps: Wel­che Kamera brau­chen Food­blog­ger, um ihre Krea­tio­nen zu foto­gra­fie­ren? Die­ser Frage will die Aktion „Food-o-grafie“ nachgehen, die der Kochtopf-Blog ins Leben geru­fen hat. Dabei sol­len mög­lichst viele Blog­ger ihre Aus­rüs­tung vor­stel­len und Tipps geben. In den Kom­men­ta­ren ver­wei­sen bereits meh­rere Blog­ger auf ihre Ein­träge, dar­un­ter der Koch­frosch, Food Vege­ta­risch und der Plötz­blog.
Kochtopf-Blog (Ankün­di­gung), Koch­frosch, Plötz­blog, Food Vege­ta­rischKochtopf-Blog (Kom­men­tare)

Gesun­der Süden: Hel­mut Gohlke von der Deut­schen Herz­stif­tung singt im Süddeutsche-Interview ein Lob­lied auf die Mittelmeer-Küche. Nicht ein ein­zel­nes Lebens­mit­tel, son­dern „das ganze Paket“ wirke sich posi­tiv auf das Herz-Kreislauf-System aus. Daran anschlie­ßend gibt es Tipps für den Ein­kauf von Oli­venöl.
Süd­deut­sche (Inter­view), Süd­deut­sche (Olivenöl)

Fet­tes Ver­gnü­gen: Mayon­naise sei nun ein­mal „arsch­geil“, urteilt die „Küchen­chao­tin“ — und lie­fert daher eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie man Mayon­naise „blitz­schnell“ selbst her­stellt.
Küchen­chao­tin

Gespal­tene Per­sön­lich­keit: Michael Olma ist viel­be­schäf­tig­ter Rechts­an­walt und zugleich Grün­der des Slow Food Con­vi­vium Ingol­stadt, das sich für einen ver­ant­wor­tungs­vol­len Umgang mit Essen stark­macht. In ihrer Reihe „Mul­ti­ple Me — Men­schen mit Dop­pel­le­ben“ stel­len Ana-Marija Biland­zija und Tat­jana Bren­ner den 43-Jährigen vor, der auf „extra­pri­m­agood“ bloggt.
Mul­ti­ple Me (Video), extraprimagood.de

Rezepte der Woche

Kar­tof­fel­suppe mit Speck: Sein 500. Rezept fei­ert der Zeit-Blog „Rezep­tor“ mit tra­di­tio­nel­ler, deut­scher Küche: Es gibt Kar­tof­fel­suppe mit Speck und Crou­tons.
Rezep­tor

Kür­bis­la­sa­gne (vege­ta­risch): Den Foren-Kochtag zum Thema Lasa­gne nimmt der „Kleine Kurio­si­tä­ten­la­den“ zum Anlass, eine Kür­bis­la­sa­gne mit Kür­bi­spü­ree zu kochen — und lie­fert die Rezepte zu bei­dem.
Klei­ner Kurio­si­tä­ten­la­den, (Wei­tere Lasa­gnen am Foren-Kochtag)

Nach­schlag

Puf­fer­zone Kar­tof­fel­puf­fer ist nicht gleich Kar­tof­fel­puf­fer: Das glaubt zumin­dest die Firma McCain und führt unter­schied­li­che Kar­tof­fel­puf­fer für Ost– und West­deutsch­land ein. Angeb­lich bevor­zuge der West­deut­sche seine Puf­fer knusp­rig und mit gro­ben Ras­peln, wäh­rend der Ost­deut­sche sie lie­ber weich und feintei­gig esse.
Pres­se­mit­tei­lung

Schmausepost vom 11. Januar 2013

Schman­kerl der Woche

Kochen mit Hirn: Einen spe­zi­el­len Weg zur Bekämp­fung von Lebens­mit­tel­ver­schwen­dung begeht Tho­mas Vil­gis. Der Phy­sik­pro­fes­sor kocht am liebs­ten mit Essens­res­ten. Im Inter­view mit der FAZ schwärmt Vil­gis von frit­tier­ten Kohl­ra­bistie­len, Knochenmark-Pralinen und geba­cke­nem Hirn.
FAZ

In Zah­len

4 Glä­ser Soft­drinks pro Tag sol­len die Wahr­schein­lich­keit, an einer Depres­sion zu erkran­ken, um 30 Pro­zent erhö­hen. Exzes­sive Kaf­fee­trin­ker hin­ge­gen schei­nen sel­te­ner an der Krank­heit zu lei­den.
Net­dok­tor

Nach­rich­ten­häpp­chen

Fleisch­li­che Gelüste: 1.094 Tiere ver­zehrt der Durch­schnitts­deut­sche in sei­nem Leben; pro Jahr und Per­son sind das rund 60 Kilo Fleisch. Diese und wei­tere Zah­len nennt der Fleischat­las 2013, den BUND und Heinrich-Böll-Stiftung vor­ge­stellt haben. Die Auto­ren war­nen ein­dring­lich vor den glo­ba­len Fol­gen des Fleisch­kon­sums. Der Focus ver­knüpft sei­nen Bericht mit Tipps für eine nach­hal­tige Ernäh­rung.
Fleischat­las 2013, Welt, Süd­deut­sche, Spie­gel (mit Gra­fi­ken)Tages­schau, Focus (Tipps)

Wert­vol­ler Abfall: Welt­weit lan­det rund die Hälfte aller Lebens­mit­tel im Müll — genug, um rund drei Mil­li­ar­den Men­schen zu ernäh­ren. In Deutsch­land wirft der Durch­schnitts­bür­ger jedes Jahr Nah­rung im Wert von 235 Euro in die Tonne.
Süd­deut­sche, Focus

Dicke Ein­zel­gän­ger: Zwei neue Stu­dien wid­men sich dem Thema Über­ge­wicht. Dem­nach kämp­fen in Deutsch­land mehr Män­ner als Frauen mit über­schüs­si­gen Pfun­den. Und weit­aus über­ra­schen­der: Ein­zel­kin­der lei­den deut­lich häu­fi­ger an Über­ge­wicht und Fett­lei­big­keit.
Ärzte­blatt (Männer/Frauen)aid info­dienst (Einzelkinder)

Belas­te­ter Belag: Jedes sechste Mett­wurst­bröt­chen ist laut einer Stu­die mit anti­bio­ti­ka­re­sis­ten­ten Kei­men belas­tet. Die Auf­trag­ge­ber der Unter­su­chung, die Grü­nen, machen dafür den mas­sen­haf­ten Ein­satz von Anti­bio­tika in der Tier­hal­tung ver­ant­wort­lich. „Spie­gel Online“ gibt Tipps, woran man ver­dor­be­nes Fleisch erkennt.
Frank­fur­ter Rund­schauFocus, Spie­gel Online (Tipps)

Fan­gen spie­len: Online­spiele für Kin­der wer­den oft als ver­kappte Wer­bung für unge­sunde Lebens­mit­tel ein­ge­setzt, warnt die Ver­brau­cher­zen­trale Ham­burg. Zudem wür­den die per­sön­li­chen Daten der Kin­der erfasst. Das größte „Kin­der­fän­ger­po­ten­zial“ haben dem­nach das Über­ra­schungsei, der Pom­bär und der Leib­niz Zoo.
Ver­brau­cher­zen­trale, Food Moni­tor

Freies Fut­tern: Der erste Umsonst­la­den für Lebens­mit­tel steht seit die­ser Woche in Ber­lin — mit Kühl­schrank.
Face­bookBou­le­vard Baden

Lese­schmaus

Tolle Knolle: Über die deut­sche Spar­sam­keit in Sachen Finan­zen und Essen echauf­fiert sich BBC-Korrespondent Ste­phan Evans, dem bei einer Din­ner­party in Ber­lin „nur“ Kar­tof­feln vor­ge­setzt wur­den. Für die FAZ for­mu­liert Ursula Hein­zel­mann eine „natio­nale Ant­wort“ — inklu­sive Kar­tof­fel­re­zep­ten.
BBC, FAZ

Glas­ku­ge­leien: Die Redak­tion von „Essen & Trin­ken“ blickt auf die „Food Trends 2013″. Dem­nach sind unter ande­rem Raucha­roma im Essen und das mexi­ka­ni­sche Getränk Mez­cal stark im Kom­men.
Essen & Trinken

„Das ess ich nicht!“: „Beef“-Chefredakteur Jan Spiel­ha­gen schreibt für „Spie­gel Online“ über den Indi­vi­dua­li­sie­rungs­ehr­geiz vie­ler Eltern, der Kin­der in Mäkel-Monster ver­wan­delt. Dazu gibt es Tipps, wie man Kin­dern Gemüse schmack­haft macht. Die „Apo­the­ken Umschau“ gibt gene­rell Rat­schläge fürs Kochen mit Kin­dern.
Spie­gel Online (Mäkel-Monster)Spie­gel Online (Gemüse), Apo­the­ken Umschau

Tie­ri­sche Fein­kost: Heu­schre­cken und Mehl­wür­mer als nach­hal­tige Alter­na­tiv zu Schweine– und Rind­fleisch: Dar­auf setzt ein fran­zö­si­scher Unter­neh­mer. Um seine Marke bekannt zu machen, ver­kauft er im Inter­net Insekten-Pralinen.
Mit­tel­deut­sche Zeitung

Bio-Convenience: Tief­kühl­piz­zen und Tüten­sup­pen fin­det man inzwi­schen auch im Bio-Supermarkt — vom eins­ti­gen „Müsli-Schick“ ist nicht mehr viel geblie­ben. Das ver­schreckt die Öko-Pioniere. Sven Käs­t­ner berich­tet für den Deutsch­land­funk über eine Bran­che in der Zwick­mühle.
Deutsch­land­funk (Bei­trag als mp3)Deutsch­land­funk (Artikel)

Früh­stück: Cor­ne­lia Poletto ver­rät in der Koch­schule von „Eat Smar­ter“ ihr Geheim­nis für das per­fekte Rührei.
Eat Smar­ter (Video)

Brot-Lieblinge: Vom Ret­tungs­brot bis zum Weiß­brot mit Camembert-Füllung: Das Plötz­blog blickt zurück und stellt seine Lieb­lings­brot­liste 2012 vor — mit Rezep­ten.
Plötz­blog

Rezepte der Woche

Ofen­gu­lasch mit Kür­bis und Pflaume: Ein win­ter­li­ches Gulasch mit Zimt und Pflau­men gibt es beim Food­blog „Ein­fach guad“. Die Zube­rei­tung ist denk­bar sim­pel, das Fleisch sollte jedoch zwei bis drei Stun­den im Ofen schmo­ren.
Ein­fach guad

Pizza-Kartoffeln (vege­ta­risch): Auf der Suche nach einem Snack für Zwi­schen­durch? Der Food­blog „Brot und Rosen“ emp­fiehlt Pizza-Kartoffeln und lie­fert das pas­sende Rezept dazu.
Brot und Rosen

Nach­schlag

Gabel-Diät Intel­li­gen­tes Besteck, das beim Abneh­men hilft — das ver­spricht die fran­zö­si­sche Firma Slow­con­trol. Sie hat eine Gabel mit Sen­so­ren ent­wi­ckelt, die Hapi­fork. Diese warnt den Esser per Vibra­ti­ons­alarm, sobald er zu has­tig schlingt.
Tages­spie­gel, Video zu Hapifork