Archiv für den Monat: Februar 2013

Schmausepost vom 22. Februar 2013

Schman­kerl der Woche

Geiz isst Gaul: Pferd bei Nestle, Pferd im Döner, Pferd bei Schuh­beck — die Auf­re­gung rund um den Pferdefleisch-Skandal hat ihren Höhe­punkt erreicht. Eine Schmausepost-Prognose: Schon in einer Woche wird kein Gaul mehr danach krä­hen. Bevor’s so weit ist, hier eine Aus­wahl der bes­ten Geschichten:

  • Geiz isst Gaul“: Wolf­rams Sie­becks Lob­lied aufs Pfer­de­fleisch (wo-isst-siebeck.de)
  • Das Ross, ein Schwein“ — ein Kom­men­tar (Zeit)
  • Schutz­pa­tro­nin des Bil­lig­schnit­zels“: Ilse Aigner in Bedräng­nis (Han­dels­blatt)
  • Warum wir Rin­der, aber keine Hunde essen“: Eine US-Psychologin im Inter­view (Süd­deut­sche)
  • Der Ekel vor Pfer­de­fleisch kommt aus Sta­lin­grad“ (Welt)
  • Pferde-Lasagne. Es ist an der Zeit. (Spei­sing)
  • Über­sicht aller betrof­fe­nen Pro­dukte (BMELV)
  • Von Pfer­de­flüs­te­rern und Foh­len­hy­dran­ten: So lacht das Netz (Stern)

Zahl der Woche

2.740.000 Mal pro Monat haben Google-Nutzer im ver­gan­ge­nen Jahr nach „Bio“ gesucht — die mit Abstand häu­figste Anfrage zum Thema Ernäh­rung. Laut der Trend­ana­lyse Food-Report ran­gie­ren dahin­ter „Ernäh­rung“, „Diät“ und „Dia­be­tes“. Einen stei­len Auf­schwung ver­zeich­ne­ten Suchen nach „vega­ner Ernäh­rung“.
Food Moni­tor (Food-Report)Food Moni­tor (Top 10)Food Moni­tor (Trends)

Nach­rich­ten

Abschied von Bio: 3000 Bio-Bauern haben in den ver­gan­ge­nen Jah­ren der ökolo­gi­schen Land­wirt­schaft den Rücken gekehrt und bauen nun wie­der kon­ven­tio­nell an — trotz des anhal­ten­den Bio-Booms. Die häu­figs­ten Gründe waren laut einer neuen Stu­die zu gerin­ges Ein­kom­men, Ver­mark­tungs­pro­bleme und die auf­wen­dige Doku­men­ta­ti­ons­pflicht.
FAZ

Weni­ger Käfig­hal­tung: In Deutsch­land wer­den immer weni­ger Lege­hen­nen in Käfi­gen gehal­ten. Das mel­det das Sta­tis­ti­sche Bun­des­amt. Damit setzt sich der Struk­tur­wan­del nach der Geset­zes­än­de­rung 2009 wei­ter fort. Doch noch immer müs­sen 4,9 Mil­lio­nen Tiere in Käfi­gen dar­ben.
FocusTier­schutz­bund zu Legehennen

Rät­sel­haf­tes Fisch­ster­ben: Mil­lio­nen tote Heringe schwim­men in einer Bucht vor Island im Meer, gestor­ben offen­bar an Sau­er­stoff­man­gel. Die ton­nen­schwe­ren Kada­ver­mas­sen sind gefähr­lich für den bio­lo­gi­schen Kreis­lauf — und ihr Gestank macht den Anwoh­nern so zu schaf­fen, dass nun sogar Kin­der beim Auf­räu­men mit anpa­cken.
Tages­schauSpiegel-Online

Lese­ge­schich­ten

Wett­lauf zu den Ster­nen: Die Sterne von Miche­lin gel­ten immer noch als Rit­ter­schlag für Restau­rants welt­weit. Dabei brö­ckelt gerade im Hei­mat­land des Gour­met­füh­rers sein Anse­hen mas­siv — auch weil die Aus­wahl seit jeher ein Gschmäckle hat. Das Han­del­blatt berich­tet in einem tol­len Dos­sier mit aller­lei Extras über das „zwei­fel­hafte Ren­nen der Ster­ne­kö­che“.
Han­dels­blatt

Saf­tige Ver­schleie­rung: Wie viel Frucht ist im Saft? Und wie viel im Frucht­saft? Die Süd­deut­sche erklärt in einem aus­führ­li­chen Bericht, was wirk­lich in Obstssäf­ten steckt, gibt Tipps für den Ein­kauf und erklärt, worin sich Nek­tar, Saft und Direkt­saft unter­schei­den.
Süd­deut­sche

Ret­ter des Geschmacks: Im Ren­nen um das per­fekte Aus­se­hen hat die Tomate über die Jahre ihren Geschmack ver­lo­ren: Was inzwi­schen in den Super­märk­ten liegt, ist prall, rund — und frei von jeg­li­chem Aroma. Das will ein US-Forscher nun ändern: Er hat mit­tels Test­es­sern her­aus­ge­fun­den, wor­auf es beim Toma­ten­ge­schmack wirk­lich ankommt.
Süd­deut­sche

Besuch beim Brau­meis­ter: Sie ist der Eck­pfei­ler der viet­na­me­si­schen Küche: Ohne Fisch­soße kommt in dem süd­ost­asia­ti­schen Land kein Gericht auf den Tisch. Über die Her­stel­lung des dunk­len Gebräus wacht ein Fisch­so­ßen­meis­ter, der den Fer­men­ta­ti­ons­pro­zess in Holz­bot­ti­chen kon­trol­liert und ent­schei­det, wann die Zeit zum Abfül­len reif ist. Effilee-Autorin Doris Klein hat einen Meis­ter des Fachs besucht.
Effi­lee

Blog­schau

Kleine Far­ben­kunde: Die bes­ten Oran­gen gibt’s im Win­ter, doch am bes­ten schme­cken die Früchte im Som­mer. Was tun? Dirk von Cucina e Pas­sione weiß Rat: das Oran­gena­roma kon­ser­vie­ren — als Oran­gen­si­rup. Im Blog gibt’s eine Anlei­tung dafür; außer­dem erklärt Dirk, woran man beim Ein­kauf eine beson­ders saf­tige Orange erkennt. Und nein, es ist nicht die satte orange Farbe.
Cucina e Passione

Kleine Empö­rungs­kunde: Inmit­ten von Pferde-Lasagne, Mogel-Pangasius und Pestizid-Wein for­dert Susa von hun­der­tacht­ziggrad: „Empört euch! Aber rich­tig!“ Dazu lie­fert der Blog eine Anlei­tung am Bei­spiel der McCur­ry­wurst. Hier wäre „die Rede­wen­dung von der Ver­ge­wal­ti­gung eines deut­schen Essens­klas­si­kers durch das pro­fit­gie­rige und Regen­wald zer­stö­rende Unter­neh­men (…) nicht nur ange­mes­sen, son­dern abso­lut erfor­der­lich gewe­sen“.
hun­der­tacht­ziggrad

Kleine Län­der­kunde: Im Rah­men des Europa-Kochprojektes von Sugar and Spice steht dies­mal Andorra auf dem Spei­se­plan. Neben inter­es­san­ten Fak­ten über den win­zi­gen Pyre­nä­en­staat lie­fert Kirs­ten das Rezept für ein typisch andor­ra­ni­sches Gericht: Kanin­chen mit Toma­ten.
Sugar and Spice (Andorra)Sugar and Spice (Europa-Kochprojekt)

Kleine Ernäh­rungs­kunde: Mela­nie und Sönke vom Vollwert-Blog haben die vital­stoff­rei­che Voll­wert­kost für sich ent­deckt. Was sich dahin­ter ver­birgt? Und wie die Ernäh­rungs­um­stel­lung mit ihrer per­sön­li­chen Lebens­ge­schichte zusam­men­hängt? Das erklä­ren die bei­den in ihrem Blog.
Vollwert-Blog

Buch der Woche

Nicht dumm: „Für Ein­stei­ger sehr zu emp­feh­len“ — so lau­tet das Fazit vom Food­freak nach der Lek­türe von „Backen für Dum­mies“. Das Buch fängt mit grund­le­gen­den Tech­ni­ken, Zuta­ten und der Back­vor­be­rei­tung an, ehe es an die Rezepte geht. Zwar hakt es hier und da mit der Über­set­zung, fin­det der Food­freak, doch vor allem für Anfän­ger seien die vie­len Tipps und die über­sicht­li­che Auf­be­rei­tung sehr hilf­reich.
Food­freak

App der Woche

GU Baby Rezepte: Wer wis­sen will, was er sei­nem Nach­wuchs füt­tert, kommt um selbst­ge­machte Baby­nah­rung nicht herum. Eine Anlei­tung hier­für gibt die App „GU Baby Rezepte“ (iPhone, 3,59 Euro) mit Rezep­ten, die nach Alter und Tages­zeit unter­teilt sind. Nicki von Guten APPe­tit lobt in ihrer Rezen­sion Design, Rezeptaus­wahl und die zahl­rei­chen Tipps. Doch sie fin­det auch Kri­tik­punkte.
Guten APPe­tit (Rezension)

Blog der Woche

Logo_blog_250_x_2201x umrüh­ren bitte aka koch­topf: Seit fast einem Jahr­zehnt kocht, backt und brut­zelt zorra bei „1x umrüh­ren aka koch­topf“ — einem der bekann­tes­ten und belieb­tes­ten deut­schen Food­blogs. Im Inter­view mit der Schmau­s­epost rät die Schwei­ze­rin, die unter einem Pseud­onym bloggt: „So viel wie mög­lich sel­ber machen, dann schätzt man das Essen auch mehr“.
Koch­topf, Schmau­s­epost (mit Interview)

Rezepte der Woche

Cur­ry­wurst: Die erste Cur­ry­wurst wurde in Ber­lin gebra­ten — oder doch in Ham­burg? Und die beste Cur­ry­wurst gibt es in Bochum — oder doch in Ber­lin? Um den deut­schen Imbiss-Mythos ran­ken sich mehr Geschich­ten, als es Wurst­bu­den im Ruhr­pott gibt. Für die Zeit hat Ste­van Paul einige von ihnen unter die Lupe genom­men — und lie­fert oben­drein ein Rezept für Cur­ry­wurst.
Zeit

Lasagne-Alternativen (vege­ta­risch): Was tun, wenn ganz Deutsch­land vor Pferde-Lasagne bib­bert? Umden­ken, for­dert die Gour­met Gue­rilla und stellt zehn vege­ta­ri­sche Lasagne-Alternativen vor — von der ayur­ve­di­schen Zitronen-Reis-Suppe bis zum Kräuter-Camembert vom Grill. Die Fotos sind nicht nur für Vege­ta­rier ein Augen­schmaus.
Gour­met Guerilla

Nach­schlag

Biene mit Wes­pen­taille Die Biene Maja kehrt zurück ins Fern­se­hen: Ab 1. April zeigt der Kika eine Neu­auf­lage der belieb­ten Kin­der­se­rie. Man­che Erwach­sene wer­den sich jedoch ver­wun­dert die Augen rei­ben. Denn: Die Biene Maja hat kräf­tig abge­speckt. In der neuen 3D-Optik wurde ihre Lei­bes­fülle quasi hal­biert.
Stan­dard

Blog der Woche: 1x umrühren aka kochtopf

Seit 2004 bittet der Kochtopf: Ein Mal umrühren, bitte!

Seit 2004 for­dert der Koch­topf seine Leser auf: Ein Mal umrüh­ren, bitte!

Seit fast zehn Jah­ren schreibt sie im Netz übers Essen — auf einem der belieb­tes­ten deut­schen Food­blogs; sie mischt bei Face­book, Twit­ter, Google+ und Pin­te­rest mit, pos­tet Fotos bei Flickr und Videos bei Youtube; von ihr gibt es zahl­lose Blog­por­träts und Inter­views (etwa hier, hier, hier und hier). Kurzum: zorra vom Koch­topf ist so etwas wie der Mario Adorf der deut­schen Food­blo­go­sphäre — ein ech­tes Urge­stein, all­seits beliebt und respektiert.

Nur ein Geheim­nis bleibt auch nach all den Jah­ren unge­lüf­tet: Wer steckt hin­ter dem Pseudonym? Diese Frage lässt die Schwei­ze­rin, die inzwi­schen in Spa­nien lebt, auch im Gespräch mit der Schmau­s­epost unbe­ant­wor­tet. „Anonym blogge ich“, hat sie ein­mal in einem Inter­view gesagt, „weil mir der kon­trol­lierte Umgang mit mei­nen per­sön­li­chen Daten wich­tig ist, vor allem im Inter­net. Nicht alle Welt braucht mei­nen Namen zu wissen.“

Viel lie­ber macht zorra mit Koch-, Back– und Brut­zel­ak­tio­nen auf sich und ihren Blog auf­merk­sam — etwa zum Welt-Brot-Tag, bei der Food-o-grafie, mit ihren kuli­na­ri­schen Advents­ka­len­dern oder beim Speed Coo­king. Es ver­geht prak­tisch kein Monat, in dem zorra nicht zu einem ihrer Blog-Events lädt (aus­führ­li­che Liste).

Außer­dem gibt’s im Koch­topf Rezepte, Rezepte und, ach ja, Rezepte. So hat sich über die Jahre ein beacht­li­cher Fun­dus an Gerich­ten ent­wi­ckelt, die kom­plett auf­zu­zäh­len wohl mehr Zeit ver­schlin­gen würde als die Lek­türe des kom­plet­ten New Yor­ker Telefonbuchs. Im Inter­view fragt die Schmau­s­epost zorra nach ihrem Lieb­lings­re­zept. Und die Ant­wort lau­tet… ach, lest am bes­ten selbst.

INTERVIEW — 5 Fra­gen an… zorra vom Kochtopf

1. Was ist dein per­sön­li­ches Lieb­lings­ge­richt in dei­nem Blog?

zorra: Da muss ich etwas über­le­gen. In den über acht Jah­ren, in denen ich den koch­topf führe, sind einige Rezepte zusam­men­ge­kom­men. Ich koche auch min­des­tens ein­mal in der Woche was Neues, daher keine leichte Frage. Aber da ich mich ent­schei­den muss, nehme ich das Zitro­nen­huhn. Ein wun­der­ba­res Rezept von Mar­cella Hazan, das zeigt, dass man mit weni­gen aber wer­ti­gen Zuta­ten was Köst­li­ches zube­rei­ten kann.

2, Wel­che Rolle spielt Essen in dei­nem Leben?

zorra: Eine ziem­lich wich­tige. Das kommt aber auch durch das Blog, dadurch beschäf­tige ich mich mehr mit dem Thema. Frü­her zum Bei­spiel habe ich weni­ger sai­so­nal gekocht. Seit ich das Blog und einen eige­nen Gar­ten habe, achte ich mehr darauf.

3. Wor­auf soll­ten mehr Men­schen beim Essen achten?

zorra: Maß hal­ten ist wohl das Zau­ber­wort. Da kann man auch mal sün­di­gen und was Unge­sun­des essen. Ansons­ten so viel wie mög­lich sel­ber machen, dann schätzt man das Essen auch mehr. Für mich ist es eben­falls wich­tig, keine Nah­rungs­mit­tel weg­zu­wer­fen. Reste essen schmeckt näm­lich auch gut!

4. Was war die schönste Erfah­rung mit dei­nem Blog?

zorra: Ich freue mich über jedes Feed­back, das ich auf meine Bei­träge und Rezepte erhalte. Das schönste Erleb­nis war, als ich bei einem Koch­kurs von mei­nem Food­blog erzählte und dann sogar jemand mein Blog kannte. Das Schöne am Blog­gen ist, dass man sich mit Gleich­ge­sinn­ten aus­tau­schen kann. Dank dem Blog konnte ich auch schon einige echte und vir­tu­elle Freund­schaf­ten schließen.

5. Wel­che drei Web­sei­ten zum Thema Essen kannst du empfehlen?

zorra:

 Mehr über zorra und ihren Blog erfahrt ihr auf 1x umrüh­ren aka koch­topf.

Schmausepost vom 15. Februar 2013

Schman­kerl der Woche

Buletten-Boom: Wie ver­kauft man ein Pro­dukt, auf das die Welt nicht gewar­tet hat? Die­ser Frage geht Mischa Täub­ner nach und erzählt, wie die Firma Rügen­wal­der Mühle die Ein­füh­rung einer neuen Fer­tig­fri­ka­delle mit einer auf­wän­di­gen Kam­pa­gne beglei­tet. Eine Geschichte über Wer­be­psy­cho­lo­gie, Face­book, Jörg Pilawa und einen Buletten-Boom.
brand eins

Zahl der Woche

50 Euro kos­tet die 30-Gramm-Dose Matcha-Tee aus Japan — und den­noch erfreut sich das leuch­tend grüne Gebräu auch in Deutsch­land immer grö­ße­rer Beliebt­heit. Für die Her­stel­lung wer­den Tee­blät­ter zu einem Pul­ver gemah­len, das mit Was­ser auf­ge­gos­sen und dann schau­mig geschla­gen wird.
Spiegel-Online

Nach­rich­ten

Pferdefleisch-Lasagne: Nun hat der Skan­dal auch Deutsch­land erreicht: Edeka und Real haben Pfer­de­fleisch in Fer­tig­pro­duk­ten ent­deckt, die eigent­lich nur Rind­fleisch ent­hal­ten soll­ten. Die Süd­deut­sche zeich­net den Skan­dal in einer Info­gra­fik nach und kom­men­tiert, das Han­dels­blatt glänzt mit einem Dos­sier, Focus sam­melt Pferdefleisch-Witze, die FAZ erklärt die Hin­ter­gründe der Empö­rung und Spiegel-Online fragt: Wie schmeckt eigent­lich Pfer­de­fleisch?
SZ (Gra­fik)SZ (Kom­men­tar)Han­dels­blatt (Dos­sier)Focus (Witze)FAZ (Empö­rung)Spiegel-Online (Pfer­de­fleisch)

Bio boomt: Mehr als sie­ben Mil­li­ar­den Euro hat der Bio­markt 2012 umge­setzt — so viel wie nie. Und den­noch gibt es Kla­gen am Rande der Bio­f­ach, der welt­größ­ten Bio­messe. Denn hei­mi­sche Bau­ern kön­nen den Bedarf nicht decken; viele von ihnen zögern, auf Bio-Landwirtschaft umzu­stel­len. Dazu sin­ken die Preise für Bio, und das ZDF lässt Fern­seh­koch Nel­son Mül­ler fra­gen: Wie gut ist Billig-Bio?
Süd­deut­sche (Bio-Boom)FR (Bau­ern zögern)Welt (sin­kende Bio­preise)ZDF (Billig-Bio)Test­schme­cker (Kri­tik an Bilig-Bio)Bio­F­ach

Töd­li­ches Kof­fein: In Neu­see­land ist eine 30-jährige Mut­ter gestor­ben, unter ande­rem, weil sie bis zu zehn Liter Cola getrun­ken hat — pro Tag. Nun for­dert ein Rich­ter Warn­hin­weise auf den Fla­schen, doch davon will Coca Cola nichts wis­sen. Spiegel-Online rech­net nach: Die töd­li­che Dosis Kof­fein für einen gesun­den Mann steckt in 119 Tas­sen Kaf­fee oder 112 Litern Cola.
Spiegel-OnlineWeltSpiegel-Online (gefähr­li­che Cola)

Schäd­li­che Stoffe: Fast Food und Light unter Beschuss: Eine Stu­die zeigt, dass der Kon­sum von Bur­gern und Co. das kör­per­ei­gene Abwehr­sys­tem irri­tiert und bei Kin­dern Asthma und All­er­gien begüns­tigt. Schlimm wird’s, wenn man die Pom­mes mit Cola-Light run­ter­spült. Denn eine zweite Unter­su­chung legt nahe, dass süß­stoff­hal­tige Light-Getränke das Risiko auf Dia­be­tes erhö­hen.
Welt (Fast Food)Deutsch­land­funk (Fast Food)Deutsch­land­funk (Kri­tik an Stu­die)Focus (Light-Produkte)

Lese­ge­schich­ten

Leckere Stink­bombe: Die Durian-Frucht ken­nen viele Thailand-Reisende aus dem Urlaub: Sie hat einen ein­zig­ar­ti­gen Geschmack — und vor allem einen unver­gess­li­chen Geruch. Nun haben sich deut­sche Wis­sen­schaft­ler die Stink­frucht vor­ge­nom­men, um ihren pene­tran­ten Gestank zu erfor­schen.
Deutsch­land­funk (Audio)Deutsch­land­funk (Manuskript)

Süßes Ver­lan­gen: Am Ascher­mitt­woch hat die Fas­ten­zeit begon­nen: Viele Chris­ten ver­zich­ten 40 Tage lang auf Alko­hol, Fleisch — und Süßig­kei­ten. Letz­te­res fällt oft schwer, denn die Vor­liebe für Zucker wurde uns in die Wiege gelegt. Der Tages­spie­gel wid­met sich dem süßen Stoff und bilan­ziert: „Zucker ist keine Droge“. Jörg Albrecht von der FAZ besucht im Selbst­ver­such eine luxu­riöse Fas­ten­kli­nik.
Tages­spie­gel (Zucker)FAZ (Fas­ten­kli­nik)

Ferne Hei­mat: Die „hei­mi­schen Früchte“ für Hohes C kom­men aus Mit­tel­ame­rika und das Fleisch für den baye­ri­schen Leber­käse aus Hol­land: Regio­nale Pro­dukte sind im Trend — doch oft kom­men sie gar nicht „von hier“, warnt das Han­del­blatt. Neben einem aus­führ­li­chen Arti­kel gibt es Bil­der­ga­le­rien zu Mogel-Produkten, Siegel-Wirrwarr und den Big Play­ern im Lebens­mit­tel­markt.
Han­dels­blatt

Große Schwei­ne­rei: Seit Jah­res­be­ginn gibt es ein neues EU-Gesetz, das den Tier­schutz für Mast­schweine mini­mal ver­bes­sert. Das Pro­blem: Viele Züch­ter hal­ten sich nicht daran. Das zei­gen Auf­nah­men von Akti­vis­ten, die sich in die Betriebe schlei­chen, um auf Miss­stände in der Mas­sen­tier­hal­tung hin­zu­wei­sen. Spiegel-Online hat sie beglei­tet.
Spiegel-Online

Blog­schau

Menü aus Müll: Mit Lebens­mit­tel­ver­schwen­dung setzt sich die kon­sum­kri­ti­sche Koch­show „Was­te­coo­king“ aus­ein­an­der. Die Macher con­tai­nern, d.h. sie holen sich ihre Zuta­ten aus dem Abfall, und kochen dar­aus köst­li­che Rezepte. Sarah von Vegan Gue­rilla hat sich mit David von „Was­te­coo­king“ unter­hal­ten.
Vegan Gue­rillawastecooking.com

Happy Birth­day: Der Voll­wert­blog fei­ert Geburts­tag: Seit einem Jahr schrei­ben Mela­nie und Sönke über ihre Küchen­ex­pe­ri­mente — und vie­les mehr. Zum Jubi­läum blickt das Duo zurück auf die belieb­tes­ten Arti­kel, ihre Aus­bil­dung zum Gesund­heits­be­ra­ter, den Gemü­se­an­bau im eige­nen Gar­ten und ihre Erfah­run­gen in punkto Food-Fotografie.
Vollwert-Blog

Hef­ti­ges Heft: Die Zeit­schrift sei eine Zumu­tung, urteilt Ste­van von Nut­ri­cu­li­nary über das neue Dummy-Heft „Essen & Trin­ken“. Aber: eine Zumu­tung „der inter­es­san­te­ren Art“. Denn in der Februar-Ausgabe des mono­the­ma­ti­schen Maga­zins geht es um „die dunkle Seite der Kuli­na­rik“. Heißt kon­kret: Kan­ni­ba­lis­mus, japa­ni­sche Komas­äu­fer, Mager­sucht und Vielfraß-Wettkämpfe in den USA.
Nut­ri­cu­li­naryDummy-Magazin

Kuli­na­ri­sches Wis­sen: In einer neuen Aus­gabe von Food Sci­ence gehen die Vege­ta­rian Dia­ries der Frage nach: Warum beschlägt das Küchen­fens­ter im Win­ter schnel­ler als im Som­mer?
Vege­ta­rian Dia­ries (Küchen­fens­ter)Vege­ta­rian Dia­ries (wei­tere Food-Science-Folgen)

Buch der Woche

Für Pief­kes: Von Powidl bis Para­dei­ser, von Erd­äp­fel bis Eier­schwam­merl: Aus Unwis­sen­heit ob der unbe­kann­ten Begriffe machen viele Deut­sche einen Bogen um öster­rei­chi­sche Koch­bü­cher. Zu Unrecht, fin­det Peter Wag­ner, denn jen­seits der Alpen werde sehr gut gekocht. Zum Beweis stellt er meh­rere Koch­bü­cher vor — und ein Rezept für Wie­ner Back­hendl.
Spiegel-Online

App der Woche

Egg Timer: Damit beim täg­li­chen Früh­stücksei keine Lan­ge­weile auf­kommt, gibt es den „Egg Timer“ (gra­tis). Die App bie­tet zahl­lose Eier­re­zepte — von herz­haft bis süß — und ersetzt die Küchen­uhr: Ein­fach Zube­rei­tungs­art, gewünschte Kon­sis­tenz und Größe des Eis ein­ge­ben, und schon ver­rät der Timer, wie lange das Ei kochen oder brut­zeln muss. Jana von Guten APPe­tit fin­det bloß ein Manko: Noch gibt’s die App nur auf Eng­lisch.
Guten APPe­tit (Rezension)

Blog der Woche

Ninas klei­ner Food-Blog: Seit August 2010 kocht, backt und bloggt Nina über alles, was ihr schmeckt — egal ob herz­haft, süß, flei­schig oder vege­ta­risch. Dabei fällt die 31-Jährige immer wie­der mit tol­len Aktio­nen auf — etwa den „Unglei­chen Duet­ten“ oder aktu­ell den Foodblogger-Charts. Im Inter­view mit der Schmau­s­epost sagt Nina: „Ich bin ich weder Gour­met, noch Ster­ne­kö­chin oder Kon­di­to­rin — nur jemand, der sei­nem Hobby ein­fach mit Lei­den­schaft und Herz­blut nach­geht“.
Ninas klei­nes Food-Blog, Schmau­s­epost (mit Interview)

Rezepte der Woche

Geba­ckene Hah­nen­kämme: Schwei­nepfo­ten, Pfer­de­schin­ken, Milz­wurst: Petra von „Der Mut ande­rer“ treibt sich gerne in Metz­ge­reien herum und schreckt dort vor nichts zurück. Nun hat sie sich Hah­nen­kämme vor­ge­nom­men und ser­viert sie paniert und geba­cken in ihrem Blog.
Der Mut Ande­rer (Hah­nen­kämme vor­be­rei­ten)Der Mut ande­rer (Hah­nen­kämme gebacken)

Cheese­cake mit Oreo Coo­kies und Mar­shmal­lows (vege­ta­risch): Den Zucker­freund zum Valen­tins­tag über­ra­schen? Oder vor der Saha­ra­durch­que­rung das Kalo­ri­en­la­ger auf­fül­len? Für bei­des eig­net sich der Cheesecake-Oreo-Marshmallow-Kuchen des Keks­tes­ters. Dazu müsse man jedoch, warnt er, „alles Wis­sen über gutes und gesun­des Essen kurz­zei­tig über Bord wer­fen“.
Keks­tes­ter

Nach­schlag

Schwere Kost Der „Heart Attack Grill“ in Las Vegas wirbt mit XXL-Burgern und dem Slo­gan „Geschmack… für den es sich zu ster­ben lohnt“. Etwas zu wört­lich genom­men hat das nun John Alle­man, Stamm­gast und Wer­be­trä­ger des Restau­rants. Der 52-Jährige brach vor dem Lokal zusam­men und starb — infolge eines Herz­in­farkts.
Süd­deut­scheLas Vegas SunHeart Attack Grill

 

Blog der Woche: Ninas kleiner Food-Blog

Ninas kleiner Food-Blog

Nina kocht, backt und bloggt alles, was ihr schmeckt.

In ihrer Küche bekommt Nina tat­kräf­tige Unter­stüt­zung — vor allem, wenn so kin­der­freund­li­che Gerichte wie Pfannkuchen-Schnecken, ein Salatgurken-Krokodil oder der Zucchini-Dampfer auf dem Spei­se­plan ste­hen. Denn dann schwingt ihre vier­jäh­rige Toch­ter wahl­weise den Koch­löf­fel oder den Foto­ap­pa­rat — nur um das Küche auf­räu­men hin­ter­her drückt sich die Kleine (noch).

Trotz­dem freut sich Nina über die Gesell­schaft — und dass sie ihre Lei­den­schaft fürs Kochen und Backen tei­len kann. Das tut sie seit August 2010 auch in ihrem Blog: Min­des­tens zwei­mal die Woche berich­tet die 31-Jährige auf Ninas klei­nem Food-Blog über ihre Aben­teuer in der Küche. Oder wie sie es aus­rdrückt: Auf mei­nem Blog erwar­tet den Leser eine bunte Mischung aus allem. Ich würde ihn nicht einer Kate­go­rie zuord­nen, denn ich koche, backe und blogge alles, was mir schmeckt und ich inter­es­sant finde: Süßes, Herz­haf­tes, Flei­schi­ges, Vege­ta­ri­sches — Haupt­sa­che, es schmeckt.“

Beson­ders ange­tan hat es Nina das Backen — vor allem neue Cupcakes-Kreationen schiebt sie mit schö­ner Regel­mä­ßig­keit in ihren Ofen. Pas­send dazu gibt es auf ihrem Blog ein Cupcakes-FAQ, und  auch sonst lässt sich Nina immer wie­der neue Aktio­nen ein­fal­len, um ihre Leser zu über­ra­schen. Bei­spiels­weise sam­melte sie unter dem Schlag­wort „Unglei­che Duette“ vier Woche lang Rezepte, bei denen Gegen­sätze den Reiz aus­ma­chen — etwa heiß und kalt, süß und sal­zig oder schwarz und weiß.

Aktu­ell hat Nina ver­gan­gene Woche die Foodblogger-Charts ins Leben geru­fen: Dabei ver­passt sie ihren Lieb­lings­blogs je einen Song, den deren Macher dann kuli­na­risch auf­ar­bei­ten sol­len. Den Start mach­ten bis­her Pim­pi­mella mit „Ice Ice Baby“ und Sweet Trol­ley mit „Der Kaf­fee ist fer­tig“.

 

INTERVIEW: 5 Fra­gen an… Nina von Ninas klei­nem Food-Blog

1. Was ist dein Lieb­lings­ge­richt in dei­nem Blog? 

Nina: Von unse­rer All­tags­kü­che mal abge­se­hen, koche oder backe ich kaum ein Rezept eins zu eins ein zwei­tes Mal — auch wenn es noch so lecker war. Denn es gibt ein­fach zu viele Rezepte und Abwand­lun­gen, die aus­pro­biert wer­den wol­len. Da sind in den zwei­ein­halb Jah­ren, seit ich begon­nen habe zu blog­gen, einige leckere Gerichte zusam­men­ge­kom­men. Daher ist die Frage für mich sehr schwer zu beant­wor­ten. Einen Über­blick mei­ner Lieb­linge geben aber meine Jah­res­rück­bli­cke 2011 und 2012.

2. Wel­che Rolle spielt Essen in dei­nem Leben?

Nina: Die wich­ti­gere Rolle spielt bei mir eigent­lich die Zube­rei­tung, nicht das Essen selbst — wobei es natür­lich schon schme­cken sollte. Zumin­dest zu Hause bedeu­tet kochen — und vor allem backen — für mich Ent­span­nung. Ich könnte stun­den­lang in der Küche ste­hen und Gemüse schnip­peln. Und nach einem stres­si­gen Tag gibt es nichts ent­span­nen­de­res, als zu backen. Wenn wir aus­wärts essen, bedeu­tet das für mich haupt­säch­lich Gesel­lig­keit. Ich sitze wahn­sin­nig gerne mit Freun­den zusam­men um lecker zu essen und zu rat­schen — ohne sich Gedan­ken zu machen, wer hin­ter­her noch den Abwasch machen muss. 

3. Wor­auf soll­ten mehr Men­schen beim Essen achten?

Nina: Auf ein grö­ße­res Bewusst­sein, was geges­sen wird. Man muss nicht gleich die ganze Welt ret­ten wol­len, man kann auch klein anfan­gen: Wer sich etwas mit der Mate­rie beschäf­tigt und sich Gedan­ken dazu macht, wird bei­spiels­weise schnell fest­stel­len, wie ein­fach es ist, viele Fer­tig­pro­dukte durch Eige­nes zu erset­zen. Oder dass man auch ohne fri­sche Hei­del­bee­ren den Win­ter über­le­ben kann. Und wenn man erst ein­mal begon­nen hat, bewuss­ter mit Lebens­mit­teln umzu­ge­hen, folgt meist ohne­hin ein Schritt dem nächsten. 

Mich selbst schließe ich da übri­gens ein, denn auch wenn ich zwi­schen­zeit­lich schon wesent­lich mehr dar­auf achte als frü­her, was in mei­nem Ein­kaufs­wa­gen lan­det (auch das ver­danke ich zu einem gro­ßen Teil dem Blog­gen), bin ich noch weit davon ent­fernt alles rich­tig zu machen.

4. Was war die schönste Erfah­rung mit dei­nem Blog?

Nina: Die schönste Erfah­rung ist, die Leute immer wie­der begeis­tern und zum Nach­ba­cken bezie­hungs­weise Nach­ko­chen ani­mie­ren zu kön­nen. Ich finde es immer wie­der unglaub­lich, welch lie­ben Worte mir meine Leser in Kom­men­ta­ren und E-Mails schrei­ben und sitze regel­mä­ßig mit seli­gem Lächeln im Gesicht vor dem Rech­ner. Dabei bin ich weder Gour­met, noch Ster­ne­kö­chin oder Kon­di­to­rin — nur jemand, der sei­nem Hobby ein­fach mit Lei­den­schaft und Herz­blut nachgeht.

5. Wel­che drei Web­sei­ten zum Thema Essen kannst du empfehlen?

Nina: Es gibt so wahn­sin­nig viele tolle Food­blogs, dass ich mich unmög­lich auf nur drei beschrän­ken könnte. Schon bei mei­ner der­zei­ti­gen Gastbeitrags-Reihe, den Foodblogger-Charts, ist es mir enorm schwer gefal­len, mich zu ent­schei­den, wen ich dazu ein­la­den möchte. Ich belasse es daher bei nur einer Emp­feh­lung: mei­ner Link­liste.

Mehr über Nina und ihren Blog fin­det Ihr bei Ninas klei­nem Food-Blog.

Schmausepost vom 8. Februar 2013

Schman­kerl der Woche

Mys­te­riö­ser Kat­zen­jam­mer: Die Men­schen schie­ßen Rake­ten ins All, klo­nen Schafe und haben erforscht, dass Schim­pan­sen ein­an­der am Hin­ter­teil erken­nen. Doch nach einem Mit­tel gegen das alko­ho­li­sche Post-Intoxikations-Syndrom — kurz: der Kater — suchen Wis­sen­schaft­ler ver­geb­lich. Für das SZ Maga­zin zeich­net Peter Praschl den Kampf gegen die Rausch­fol­gen auf äußerst unter­halt­same Weise nach.
SZ Maga­zin

Zahl der Woche

56 Gramm wiegt eine Kai­ser­sem­mel laut Wiki­pe­dia im Schnitt, schreibt die Küchen­schabe. Ihre herr­schaft­li­chen Bröt­chen indes brin­gen meist 70 Gramm auf die Waage. Von Rück­schlä­gen bei der kai­ser­li­chen Fal­tung und der per­fek­ten Tei­g­re­zep­tur berich­tet die Küchen­schabe nun in ihrem Blog.
Die Küchen­schabe

Nach­rich­ten

Sie­gel­kunde: Seit Januar gibt es ein neues Güte­sie­gel für Fleisch: blau-weiß, mit Ster­nen, dazu der Schrift­zug „Für mehr Tier­schutz“. Doch wofür steht das Label genau? Und wie schnei­det es im Ver­gleich zu ande­ren Sie­geln ab? Die Stif­tung Waren­test hat die Kenn­zeich­nun­gen unter die Lupe genom­men und zeigt Über­sichts­ta­bel­len für Rin­der, Schweine und Hüh­ner.
Stif­tung Waren­test (Bericht)Rinder-TabelleSchweine-TabelleHühner-Tabelle

Süß­kram: Scho­ko­lade bleibt ein deut­scher Export­schla­ger: Von Januar bis Novem­ber 2012 ver­kauf­ten ein­hei­mi­sche Fir­men kakao­hal­tige Lebens­mit­tel im Wert von 2,7 Mil­li­ar­den Euro ins Aus­land — ein deut­li­ches Plus im Ver­gleich zum Vor­jahr. Pas­send dazu geht die Zeit­schrift Essen & Trin­ken der Frage nach: Wie gesund ist Scho­ko­lade?
Focus (Export)Reu­ters (Export)Essen & Trinken

Aus­ge­quen­gelt: Viele Super­märkte haben inzwi­schen süß­wa­ren­freie Kas­sen ein­ge­führt, um Eltern das Geplärre der vom Zucker­rausch hyp­no­ti­sier­ten Kin­der zu erspa­ren. Doch mit­un­ter sind diese Kas­sen tückisch oder ein rei­nes Mar­ke­ting­in­stru­ment, berich­tet Peer Scha­der vom Super­markt­blog. Und vor allem: Süd­wa­ren­freie Kas­sen sind immer noch die Aus­nahme.
Super­markt­blog

Fern­seh­fut­ter: „Essen ver­än­dert die Welt“ heißt eine neue Doku­men­ta­ti­ons­reihe, deren erste Sen­dung am Sams­tag (20.15 Uhr) auf Bayern-Alpha läuft. Sie soll auf­zei­gen, welch gro­ßen Ein­fluss die Nah­rung auf die Ent­wick­lung der Mensch­heit hatte. Den Auf­takt macht die 45-minütige Doku­men­ta­tion „Rei­che Schlem­mer und arme Schlu­cker“.
BR (Sen­de­reihe)BR („Rei­che Schlemmer…“)

Lese­ge­schich­ten

Links­dre­hen­der Wahn­sinn: 2000 neue Joghurts­or­ten sind zwi­schen 2001 und 2008 auf den Markt gekom­men. Bei kaum einem ande­ren Lebens­mit­tel haben Ver­brau­cher im Super­markt eine so große Aus­wahl — und bei kaum einem ande­ren ist die Spann­breite von gesun­der Nah­rung bis zucker­trie­fen­der Kalo­ri­en­bombe so groß. Die SZ erzählt vom „Gro­ßen Geschäft mit Kleinst­le­be­we­sen“ und gibt Tipps für den Joghurt-Kauf.
Süddeutsche.de

Auf Lager: Der Kon­ser­vie­rung von Lebens­mit­teln wid­met die ARD-Sendung „W wie Wis­sen“ eine Reihe von Arti­keln und Videos. Dabei geht es unter ande­rem um die Halt­bar­ma­chung von Fleisch, um Lage­räp­fel, um alt­her­ge­brachte Kon­ser­vie­rungs­me­tho­den und um die eis­kalte Phy­sik des Tief­küh­lens.
W wie Wis­senFleisch­kon­ser­vie­rungLage­räp­felHis­to­rieTief­küh­len

Runde Sache: Eat Smar­ter erklärt, wie man Pizza sel­ber macht, und gibt Tipps, wor­auf Piz­za­bä­cker am hei­mi­schen Herd ach­ten sol­len. Ein Rezept für Piz­za­t­eig stellt auch der Plötz­blog vor­ge­stellt; und die Zeit­schrift Essen & Trin­ken kennt die „8 Tipps für den per­fek­ten Piz­zabo­den“.
Eat Smar­terPlötz­blogEssen & Trinken

Bay­erns Beste: Wie sieht die per­fekte Weiß­wurst aus? Die­ser Frage geht Chris­tian Mayer in sei­ner München-Videokolumne für die Süd­deut­sche nach. Außer­dem erklärt er, worum Weiß­würste nie das Glo­cken­läu­ten hören dür­fen — und was die größte Weiß­wurst­sünde ist.
Süddeutsche.de (Video)

Blog­schau

Kuli­na­ri­sche Klänge: Um Musik und Essen geht’s in der neuen Reihe von Ninas klei­nem Food­blog: den Foodblogger-Charts. Dabei ver­passt sie ihren Lieb­lings­blogs einen Song, das deren Macher in einem Gast­bei­trag kuli­na­risch auf­ar­bei­ten. Den Auf­takt macht der Blog Pim­pi­nella mit „Ice Ice Baby“.
Ninas klei­ner Food­blog (Ankün­di­gung)Ice Ice BabyPim­pi­nella

Bunte Blog­ger­schau: Durch 894 Rezepte von 263 Blog­gern hat sich Uwe von High Foo­da­lity gear­bei­tet — nun ist es da: Sein „Cook­book of Colors“ ent­stammt der Foodblogger-Community und stellt auf 117 Sei­ten die bes­ten 36 Gerichte vor. Das Werk kann kos­ten­los her­un­ter­ge­la­den wer­den; der­zeit sucht Uwe nach einem Spon­sor, der den Druck des Buches finan­ziert.
High Foo­da­lity

Zehn Zehen: Angeb­lich soll Knob­lauch nicht nur Vam­pire ver­scheu­chen, son­dern auch Wühl­mäuse in Blu­men­bee­ten. Das ist einer von zehn Fak­ten, den Eva von Food Vege­ta­risch zum Thema Knob­lauch gesam­melt hat. Dazu gibt’s ein ebenso ein­fa­ches wie lecke­res Rezept: Gerös­te­tes Brot mit Knob­lauch.
Food Vege­ta­risch

Im Fokus: Nach­dem es etwas schlep­pend begon­nen hat, fol­gen nun immer mehr Food­blog­ger dem Auf­ruf vom Koch­topf zur Food-o-grafie. Bedeu­tet: Sie stel­len ihre jewei­lige Foto­aus­rüs­tung vor, mit der sie ihre Gerichte ablich­ten. Mit dabei sind Vege­ta­rian Dia­ries, Schö­ner Tag noch, die Man­go­seele, Chest­nut & Sage, Feed me up und High Foo­da­lity.
Koch­topf (Ankün­di­gung)Vege­ta­rian Dia­riesSchö­ner Tag nochMan­go­seeleChest­nut & SageFeed me upHigh Foo­da­lity

Buch der Woche

Anders Kochen: Wer Magnus Nils­sons „Fävi­ken“ erwirbt, muss gewohnte Rituale des Ein­kau­fens, Kochens, Essens und Genie­ßens über den Hau­fen wer­fen, schreibt der Kuli­na­ri­sche Salon. Denn das Werk sei kein klas­si­sches Koch­buch, son­dern ein Erzähl­buch. Und die Rezepte ver­stün­den sich eher als „Hand­lungs­an­lei­tun­gen, sich erst Ori­en­tie­rung zu ver­schaf­fen, um dann selbst­ver­ant­wort­lich Hand anzu­le­gen.„
Kuli­na­ri­scher Salon

App der Woche

Fisch Ahoi: 339 Nordsee-Filialen gibt es in Deutsch­land, womit die Kette zwar nicht mit Rie­sen à la McDonald’s (ca 1.400) mit­hal­ten kann, aber den­noch zu den grö­ße­ren Anbie­tern gehört. Und so war es nur eine Frage der Zeit, ehe auch die Fisch­freunde eine eigene App anbie­ten — mit Fili­al­fin­der, Rezep­ten und Rabat­t­an­ge­bo­ten. Jana von Guten APPe­tit hat sie getes­tet und lobt: „Allen, die Fisch und Mee­res­früchte lie­ben, kön­nen wir die Nordsee-App  gut emp­feh­len“.
Guten APPe­tit (Rezension)

Blog der Woche

Food Vege­ta­risch: Vege­ta­ri­sches Kochen und Foto­gra­fie sind die bei­den Lei­den­schaf­ten von Eva Grün­de­mann, die dar­über seit knapp einem Jahr auf dem Blog Food Vege­ta­risch schreibt. Im Inter­view mit der Schmau­s­epost warnt sie: „Stell dich nicht zwi­schen eine Frau und ihr Essen — die­ser Spruch trifft sicher­lich auf mich zu.„
Food Vege­ta­risch, Schmau­s­epost (mit Interview)

Rezepte der Woche

Hoch­zeits­suppe: „Eine rich­tige Hoch­zeit­suppe macht viel Arbeit. Aber das macht eine gute Ehe bekannt­lich auch“, schreibt Ste­van Paul für die Zeit und lie­fert das pas­sende Rezept. Ent­schei­dend für die Suppe sei eine kräf­tige Brühe, betont er — einer­seits für den Geschmack und ande­rer­seits als „prag­ma­ti­sche Grund­lage für die fol­gen­den Feie­rei und Völ­le­rei“.
Zeit.de

Dampf­nu­deln mit Vanil­le­soße (vege­ta­risch): Zwei Zeit­schrif­ten, ein Gedanke: Sowohl das SZ Maga­zin als auch die Kol­le­gen vom Zeit Maga­zin beschäf­ti­gen sich mit der Dampf­nu­del und stel­len jeweils ein Rezept vor. Bei der Zeit ver­steckt sich „unter einer leicht sal­zi­gen Kruste ein zart­sü­ßer Teig“, die SZ-Kollegen hin­ge­gen emp­feh­len, Dampf­nu­deln auch mal mit Kraut oder Gur­ken­sa­lat zu essen.
Zeit Maga­zinSZ Maga­zin

Nach­schlag

Um die Wurst Ein Übel kommt sel­ten allein: In Dort­mund McDonald’s sein neu­es­tes Pro­dukt vor­ge­stellt — die McCur­ry­wurst. Sie stammt aus der Fabrik von Bayern-Präsident Uli Hoeneß und wird vom Komi­ker Mario Barth bewor­ben. Für 2,99 Euro gibt es die McCur­ry­wurst in den Geschmacks­rich­tun­gen nor­mal und scharf. Zum Start inter­viewt Spiegel-Online die Ruhrpott-Ikone Nor­bert Dickel.
Ruhr Nach­rich­tenBer­li­ner KurierSpiegel-Online (Inter­view)