Archiv für den Monat: Mai 2013

Blog der Woche: bushcooks kitchen

Bushcook

Food­blog eines Münch­ner Kindls: bush­cooks kitchen.

 Über mich? Na ja, ich koche halt sehr gerne.

Mit die­sem Satz beginnt Doro­thée die Rubrik Über mich auf bush­cooks kit­chen. Wo andere Food­blog­ger oft sei­ten­lang über ihre Lebens­ge­schichte, ihre Fami­li­en­si­tua­tion, ihre Küche, ihre kuli­na­ri­schen Vor­lie­ben, ihre gusta­to­ri­schen Abnei­gun­gen, ihre Aus­zeich­nun­gen und die Farbe ihrer Wohn­zim­mer­gar­di­nen schwa­dro­nie­ren, beschränkt sich die Münch­ne­rin auf einen knap­pen Absatz. In gewis­ser Weise ist das auch typisch für ihren Food­blog. Denn bei bush­cooks kit­chen steht nicht die Per­son, son­dern es ste­hen die Rezepte im Vor­der­punkt. Danach fol­gen die Rezepte, gefolgt von den Rezep­ten – gerne auch als kom­plette Menüs oder im Zuge von Kochbuch-Rezensionen.

Pas­send dazu hat Doro­thée vor zwei Jah­ren ihren Blog auch nicht mit gro­ßen Ankün­di­gun­gen oder einem lang­at­mi­gen Will­kom­mens­gruß eröff­net — son­dern ist direkt mit einem exqui­si­ten ara­bi­schen Menü durch­ge­star­tet, unter ande­rem aus Jakobs­mu­schel auf Bul­gur­sa­lat, Kanin­chen in Kar­da­mom­soße und Man­da­ri­nen­sor­bet. „Mein Blog ist für mich auch ein Nach­schla­ge­werk“, sagt Doro­thée im Inter­view mit der Schmau­s­epost. „Des­halb gibt es bei mir eine bunte Mischung rund um das Thema Kochen und Essen.“ Wobei ihr eines wich­tig ist: „Ich lege gro­ßen Wert auf Qua­li­tät, dies gilt für die Lebens­mit­tel und das hand­werk­li­che Arbei­ten in der Küche.“

Gele­gent­lich lässt Doro­thée dann aber doch mal einen Blick über den Koch­topf­rand zu — so etwa in einem Gespräch mit Valen­ti­nas Koch­buch. Da berich­tet die „begeis­terte Hob­by­kö­chin“ (Doro­thée über sich selbst) von nicht weni­ger als 2000 Koch­bü­chern, die stolze 32 Meter Regal­länge fül­len. Ein beson­dere Vor­liebe hat sie dabei für die regio­nale Küche, und hier hat es ihr vor allem ihr Hei­mat­land Bay­ern ange­tan. So sagt sie in dem Interview:

Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich jetzt unbe­liebt mache. Ich habe wirk­lich sehr viele unter­schied­li­che Bücher aus Deutsch­land, aus den Bun­des­län­dern, sogar von ein­zel­nen Städ­ten. Die Viel­falt der Baye­ri­schen Küche beein­druckt mich am meis­ten. In die­ser Aus­prä­gung kann ich das bei ande­ren Bun­des­län­dern nicht so feststellen.

Ent­spre­chend fin­det der Frei­staat auch bei einem Schman­kerl auf bush­cooks kit­chen beson­dere Berück­sich­ti­gung — näm­lich bei Doro­thées Genuss­re­gio­nen. Hier­für hat die Münch­ne­rin auf Google-Maps Emp­feh­lun­gen für ver­schie­dene Gegen­den ver­öf­fent­licht: Fran­ken, Mün­chen oder das All­gäu, aber auch Baden-Württemberg, die Pfalz oder Österreich.

Inter­view — 5 Fra­gen an… Doro­thée von bush­cooks kitchen:

1. Was ist dein per­sön­li­ches Lieb­lings­ge­richt in dei­nem Blog?

Doro­thée: Mein Lieb­lings­ge­richt ist ein Lieb­lings­menü. Das habe ich vor zwei Jah­ren für meine Freun­din gekocht und damit mei­nen Blog gestar­tet. Ich liebe die ara­bi­sche Küche sehr, und es hat mir damals sehr große Freude gemacht ein gan­zes Menü mit die­sen wun­der­ba­ren Aro­men zu zau­bern. Die Rezepte sind immer noch aktu­ell und nach­koch­wür­dig. Anhand der Fotos sieht man die Ent­wick­lung mei­nes Blogs und das freut mich.

2. Wel­che Rolle spielt Essen in dei­nem Leben?

Doro­thée: Essen spielt eine sehr große Rolle in mei­nem Leben. Essen ist die Lebens­grund­lage und die kann jeder selbst gestal­ten. Für mich bedeu­tet es, neben der gesun­den Ernäh­rung, auch Spaß, Krea­ti­vi­tät, Selb­stän­dig­keit und Geselligkeit.

3. Wor­auf soll­ten mehr Men­schen beim Essen achten?

Doro­thée: Auf das Essen. Jetzt könnte ich die gan­zen Schlag­wör­ter auf­zäh­len: bio, regio­nal, sai­so­nal, mehr Gemüse – weni­ger Fleisch, selbst­ge­kocht, keine indus­tri­el­len Lebens­mit­tel, fair gehandelt… Ich beob­achte schon län­ger das Kauf­ver­hal­ten von jun­gen Men­schen im Super­markt zur Mit­tags­zeit. Das erschreckt mich. Da ste­hen lange Schlan­gen an der Kasse und jeder hat ein Plas­tik­ge­tränk und ein Plas­tik­ge­richt in der Hand. Und das machen sie jeden Tag. So lang­wei­lige Dinge wie Pla­nung, Vor­rats­hal­tung, Kochen, Hin­set­zen, gemein­sam Essen zu fes­ten Zei­ten, ken­nen sie ver­mut­lich nicht. Das ist sehr schade, denn es gäbe Halt und för­dert mei­ner Mei­nung nach auch das Miteinander.

4. Was war die schönste Erfah­rung mit dei­nem Blog?

Doro­thée: Vor kur­zem hatte mein Blog den zwei­ten Jah­res­tag. Zu die­sem Anlass konnte ich einen tol­len Blog-Event durch­füh­ren. Zuerst war ich total über­rascht, dass sich so viele Freunde und nette Kon­takte mit gestif­te­ten Prei­sen betei­ligt haben, und dann hat mich die Viel­zahl der oft sehr per­sön­li­chen und lie­be­vol­len Teilnahme-Beiträge total umgehauen.

5. Wel­che drei Web­sei­ten zum Thema Essen kannst du empfehlen?

Doro­thée: Drei Food­blogs zu emp­feh­len, ist unmög­lich für mich. Des­halb möchte ich auf die tolle Samm­lung der deutsch­spra­chi­gen Food­blogs bei Köst­lich und Kon­sor­ten hinweisen. Viele inter­es­sante Infor­ma­tio­nen finde ich regel­mä­ßig bei Slow Food.

Mehr über Doro­thée und ihr Food­blog steht auf bushcooks-kitchen.blogspot.de.

Schmausepost vom 10. Mai

Schman­kerl der Woche

Unhalt­ba­rer Unsinn: Der Name ist ebenso lang wie ein­schüch­ternd — Min­dest­halt­bar­keits­da­tum. Ist es abge­lau­fen, wan­dern Lebens­mit­tel oft in den Müll. Doch wie lange sind Salat, Fleisch, Joghurt und Co. wirk­lich ess­bar? Eine Schwei­zer Zei­tung hat den Test gemacht — und Erstaun­li­ches fest­ge­stellt. Zum Bericht gibt’s Videos und eine prima Info­gra­fik.
20 Minu­ten

Zahl der Woche

24 Län­der hat der Foto­graf Peter Men­zel für sein Buch „Hungry Pla­net“ besucht und Durch­schnitts­fa­mi­lien gefragt, was bei ihnen in einer Woche auf den Tisch kommt — und wie viel sie dafür bezah­len. Eine Bil­der­ga­le­rie beim Guar­dian gibt einen Über­blick —  von Sudan bis Deutsch­land.
Guar­dian

Nach­rich­ten

Zwangs­im­port: Die gute Nach­richt: Bio-Lebensmittel boo­men — im Schnitt gibt jeder Deut­sche 73 Euro pro Jahr dafür aus. Die schlechte Nach­richt: Deut­sche Bau­ern pro­fi­tie­ren davon nur bedingt. So wird ein Groß­teil vie­ler Bio-Produkte impor­tiert, obwohl der Anbau hier­zu­lande mög­lich wäre.
Spiegel-OnlineTages­schau

Streit gesät: Der Streit um die Neu­re­ge­lung der Saat­gut­ver­ord­nung durch die EU geht in eine neue Runde. Nach­dem der zustän­dige Kom­mis­sar einen Ent­wurf vor­ge­legt hat, fürch­ten Bio­land­wirte und Hob­by­gärt­ner, dass sie gegen­über Kon­zer­nen wie Mons­anto benach­tei­ligt wer­den.
tazSüd­deut­scheNaturkost.de (Kri­tik)Kar­tof­fel­kom­bi­nat (Kri­tik)Save Our Seeds (Petition)

McLeh­rer: Wer­bung in Schu­len ist ver­bo­ten. Eigent­lich. Doch etli­che Kon­zerne umge­hen die Rege­lung, indem sie Unter­richts­ma­te­rial zur Ver­fü­gung stel­len oder Sport­ver­an­stal­tun­gen unter­stüt­zen. Das pran­gert die Orga­ni­sa­tion Food­watch an, die der­zeit über die dreis­teste Wer­be­ma­sche für Kin­der­pro­dukte abstim­men lässt.
Spiegel-Online (Schul­wer­bung)Food­watch (Gol­de­ner Windbeutel)

Hung­rige Händ­ler: „Spe­ku­lan­ten des Todes“: So wer­den oft­mals Fonds gebrand­markt, die mit Agrar­roh­stof­fen spe­ku­lie­ren. Doch laut einer neuen Stu­die kön­nen sie nicht für Hun­ger­kri­sen ver­ant­wort­lich gemacht wer­den, so die Auto­ren in einem Gast­bei­trag in der SZ. Der­weil übt die Hilfs­or­ga­ni­sa­tion Oxfam wei­ter Kri­tik.
Süd­deut­scheWelt (Oxfam)

Lese­ge­schich­ten

Krabbeltier-Kost: Knusp­rige Gril­len zu Gän­se­le­ber oder gerös­te­tes Wür­mer­mehl an Kabel­jau: Ein fran­zö­si­scher Ster­ne­koch hat jah­re­lang Rezepte kre­iert und nach Lie­fe­ran­ten gesucht. Nun kom­men die Insek­ten­me­nüs auf die Karte sei­nes Restau­rants — obwohl er damit den Ver­lust des Michelin-Sterns ris­kiert.
Spiegel-Online

Spargel-Spitze: Gerade wenn man denkt, nun wirk­lich alles über Spar­gel gese­hen und gele­sen zu haben, stellt die NZZ den mit dem Abstand bes­ten Rund­um­schlag zu dem Thema ins Netz. In Text, Fil­men und Kar­ten gibt es aller­lei Wis­sens­wer­tes rund um das Gemüse — inklu­sive einer Video-Kochanleitung.
Neue Zür­cher Zeitung

Brot-Blogger: Es gibt Wein­con­nais­seure, Käse­gour­mets und Gewürz­fe­ti­schis­ten. Aber Brot? Lutz Geiß­ler hat vor fünf Jah­ren sein ers­tes Brot geba­cken und war sofort ange­fixt. Sein Plötz­blog war „Blog der Woche“ in der Schmau­s­epost; nun wid­met sich der Tages­spie­gel dem Blog­ger in einem unter­halt­sa­men Por­trät.
Tages­spie­gelPlötz­blogSchmau­s­epost (Plötzblog)

Lebensmittel-Lügen: Von Schummel-Smoothies über Gummi-Camembert bis zu Aro­men und Farb­stof­fen: Autor Jörg Zipprick nimmt sich im Inter­view die Tricks der Kon­zerne vor. Sein Appell: Gehen Sie zu Bäcker, Metz­ger und Co. Ohne kuli­na­ri­sche Hand­wer­ker bliebe uns nur noch das Industrie-Essen.
TLZ.de

Blog­schau

Alles düs­ter: Die Food­figh­ters sind eine Gruppe von Koch­pro­fis, die gegen Essens­ver­schwen­dung und für einen nach­hal­ti­gen Umgang mit Res­sour­cen kämp­fen. Einer von ihnen ist Michael Schie­fer­stein. Im Inter­view zeich­net er ein düs­te­res Bild von der heu­ti­gen Lebens­mit­tel­pro­duk­tion — und gibt Tipps, was jeder Ein­zelne tun kann.
nach­hal­tigle­ben (Teil 1)nach­hal­tigle­ben (Teil 2)

Alles ver­ges­sen: Pfer­de­fleisch in der Lasa­gne — war da was? Vier Monate nach dem Skan­dal hat der Super­markt­blog bei den Lebens­mit­tel­ket­ten nach­ge­fragt, was seit­dem pas­siert ist. Zudem wirft der Bericht einen Blick auf die Ver­brau­cher: Hat sich ihr Ein­kaufs­ver­hal­ten ver­än­dert?
Super­markt­blog

Alles anders: Das Noma in Kopen­ha­gen hat unlängst den Titel als „Bes­tes Restau­rant der Welt“ ver­lo­ren — aber nicht sei­nen legen­dä­ren Ruf. Peter von „Aus mei­nem Koch­topf“ lie­fert ein Por­trät des etwas ande­ren Lokals und stellt zudem das Buch von Noma-Chefkoch René Red­zepi vor.
Aus mei­nem Kochtopf

Alles erklärt: Um Gril­len, Kochen und Fleisch geht es im Youtube-Kanal „Dis­tur­bed Coo­king“ von Sven Rim­mel­spa­cher. Nun ist ein Video des Karls­ru­hers für den Web­vi­deo­preis nomi­niert wor­den. Darin zeigt er, wie man ein 1,2 Kilo schwe­res Port­er­house Steak würzt, grillt und gart.
Web­vi­deo­preisDis­tur­bed Cooking

Buch der Woche

Ret­te­rin des Geschmacks: „Zukunfts­menü“ heißt das neue Buch von Sarah Wie­ner. Darin nimmt sich die Star-Köchin keine Rezepte vor, son­dern plä­diert für einen neuen Umgang mit unse­rer Nah­rung. Mela­nie und Sönke vom Vollwert-Blog haben sich das Werk ange­se­hen und eine lesens­werte Kri­tik ver­fasst.
Vollwert-Blog

App der Woche

Spar­gel: Der schlichte Name „Spar­gel“ dürfe nicht dar­über hin­weg­täu­schen, dass dahin­ter eine der bes­se­ren Apps zum Thema Spar­gel ste­cke, urteilt Nicki in ihrer Rezen­sion für Guten APPe­tit. Die kos­ten­lose iPhone– App bie­tet nicht nur eine kleine Samm­lung von Rezep­ten, son­dern auch viel Wis­sens­wer­tes rund um das Gemüse.
Guten APPe­tit

Blog der Woche

Der Mut ande­rer: Von Hirn bis Hoden, von Schwei­ne­füße bis Schafs­ma­gen: Petra von „Der Mut ande­rer“ schreckt vor kaum einem Gericht zurück — und doku­men­tiert die kuli­na­ri­schen Aben­teuer in ihrem Food­blog. Woher ihre Vor­liebe für Inne­reien kommt, und was es mit dem Namen der Web­seite auf sich hat — das ver­rät Petra im Inter­view mit der Schmau­s­epost.
Schmau­s­epost (Por­trät & Inter­view)Der Mut anderer

Rezepte der Woche

Lasa­gne mit Lachs und Spar­gel: Auch wenn wir in den letz­ten Wochen gefühlt mehr Spar­gel­re­zepte gele­sen haben als Uli Hoeneß in sei­nem Leben Würste ver­drückt hat — an die­ser Krea­tion des Schwei­zer Blogs Trüf­fel­schwein kom­men wir nicht vor­bei: Spar­gel­la­sa­gne mit Lachs — ein opti­scher und gusta­to­ri­scher Hoch­ge­nuss.
Trüf­fel­schwein

Kai­ser­schmarrn (vege­ta­risch): Über die Her­kunft des Begriffs Kai­ser­schmarrn ran­ken sich zahl­lose Legen­den — mal ist die figur­be­wusste Sissi der Namens­ge­ber, mal ein miss­glück­ter Pala­tschin­ken. Drei popu­läre Anek­do­ten hat Toni von „Because You Are Hungry“ aus­ge­gra­ben, und lie­fert zudem ein Rezept für den öster­rei­chi­schen Klas­si­ker.
Because You Are Hungry

Nach­schlag

Fruch­ti­ges Rät­sel­ra­ten Tama­rillo oder Tama­r­inde? Und wie sieht noch ein­mal eine Guave aus? Beim Video-Quiz des Süd­deut­schen geht es um exo­ti­sche Früchte. Hier kön­nen Nut­zer ihr Obst­wis­sen unter Beweis stel­len.
Süd­deut­sche

Blog der Woche: Der Mut anderer

Mut anderer

Auf der Suche nach dem Mut ande­rer: Petra Hammerstein.

Gebeiz­tes Kalb­shirn, geba­ckene Lamm­ho­den, Pfer­de­rou­la­den, Kut­tel­suppe, Hüh­ner­krä­gen und Puten­her­zen. Nein, das ist nicht etwa der Spei­se­plan der Möch­te­gern­stars, die dem­nächst wie­der ins Dschun­gel­camp ein­zie­hen. Viel­mehr ist die­ses illus­tre Tier­en­sem­ble eine kleine Aus­wahl jener Gerichte, die Petra Ham­mer­stein in den ver­gan­ge­nen Wochen und Mona­ten geges­sen und auf ihrem Food­blog vor­ge­stellt hat.

Umso mehr mag es auf den ers­ten Blick über­ra­schen, dass die Münch­ne­rin ihre Web­seite auf den Namen „Der Mut ande­rer getauft hat — schließ­lich wür­den die meis­ten Men­schen eher der­ar­tige Menüs mutig nen­nen. Doch der Name des Blogs bezieht sich nicht auf die Gerichte, son­dern rührt von ihren Kind­heits­er­fah­run­gen, wie Petra schreibt.

So habe es bei ihr daheim regel­mä­ßig Sül­zen, Haxen, Schlacht­plat­ten, Käl­ber­füße, Schwei­ne­oh­ren und Pfo­ten mit Sau­er­kraut, Gemüse und Salat gege­ben. „Spa­ghetti mit Toma­ten­soße waren mir fremd“, schreibt Petra. „Ekli­ges exis­tierte bei uns nicht, mein Vater aß gerne rohe Kalbs­le­ber mit Salz und Pfef­fer, ich auch (bis heute) und es war das nor­malste auf der Welt.“ Nicht so für die ande­ren Kin­der in der Schule: „Meine Ess­ge­wohn­hei­ten mach­ten mich zum Aus­sen­sei­ter, mein Hang zu exzen­ti­scher Klei­dung tat das Übrige“, erin­nert sie sich. „Aber ich habe wei­ter mein Essen geges­sen und ange­zo­gen was ich toll fand.“ Dies habe jedoch viel Mut gekos­tet — und so schlug ein Freund den Namen „Der Mut ande­rer“ vor, als Petra vor knapp drei Jah­ren ihren Food­blog mit fol­gen­dem Will­kom­mens­gruß eröffnete:

Will­kom­men zu mei­nen Ess– und Trink­ge­wohn­hei­ten.
Wo auch immer ich bin, gilt mein Inter­esse die­sen. Ich fahre für fri­sche Kalbs­le­ber, Fleisch und Wurst quer durch die Stadt zu mei­nen Lieb­lings­metz­gern, zu baye­ri­schen Seen um Ren­ken oder gar deren Leber zu bekom­men und für Wach­teln, Tau­ben, Hüh­ner und Gemüse zu ver­schie­de­nen Wochen­märk­ten.
Hier­bei wün­sche ich mir Begleitung.

Und genau das hat Petra über ihren Blog gefun­den, wie sie schreibt: „Andere, Sterne– und Hob­by­kö­che, denen es vor nichts graut und die unbe­irrt kochen und essen.“ Kurzum: Gleich­ge­sinnte, mit denen sie sich aus­tau­schen kann. 

Inhalt­lich wird auf „Der Mut ande­rer“ sel­ten geba­cken, sagt Petra im Inter­view mit der Schmau­s­epost. „Es gibt kaum Koh­len­hy­drate, dafür alles vom Tier, meist mit Gemüse.“ Neben fast ver­ges­se­nen Gerich­ten wie geba­cke­nem Kuh­eu­ter fin­det man auf dem Blog aber auch inter­na­tio­nale Küche — von schot­ti­schen Hag­gis über Borschtsch bis zu chi­ne­si­schem Schwei­ne­bauch. Und wenn Petra mal nicht in der Küche steht, dann ist sie in ihrem Fami­li­en­be­trieb anzu­tref­fen — dem Anti­qua­riat Hans Ham­mer­stein in der Tür­ken­straße in Mün­chen.

INTERVIEW — 5 Fra­gen an… Petra von Der Mut anderer:

1. Was ist dein per­sön­li­ches Lieb­lings­ge­richt in dei­nem Blog?

Petra: Ich mag immer den letz­ten Bei­trag am liebs­ten, dann geht es wie­der weiter. Das Blog­gen kommt mir inso­fern auch ent­ge­gen, weil ich ungerne oft das Glei­che esse. Aber ich schlage häu­fig etwas auf mei­ner Seite nach und lese in alten Ein­trä­gen, z.B. auf der Suche nach der rich­ti­gen Pökel­salz­mi­schung.

2. Wel­che Rolle spielt Essen in dei­nem Leben?

Petra: Seit der Kind­heit eine sehr wich­tige, ich habe schon immer mit mei­ner Mut­ter gekocht und bin mit mei­nem Vater schon als Kind oft ins Restau­rant gegan­gen, was ich geliebt habe. Da war alles dabei, vom Ster­ne­lo­kal bis zum Ste­haus­schank, wo es übri­gens meis­tens gute Fleisch­pflan­zerl gibt, wenn der Wirt selbst kocht. Ich kaufe unwahr­schein­lich gerne Lebens­mit­tel ein und esse fast nur Selbstgekochtes. Auch weil ich neu­gie­rig bin, alles gerne pro­biere und für meine Vor­lie­ben auch gele­gent­lich nur für mich alleine kochen muss. Auswärts esse ich noch immer gerne, so rich­ten sich meine Rei­sen schon immer danach, was das Land für eine Küche bie­tet, und was ich bevor­zuge: also nach China, nicht nach Thai­land, nach Frank­reich, Eng­land und Ita­lien, nicht Rich­tung Bal­kan etc.

3. Worauf soll­ten mehr Men­schen beim Essen achten?

Petra: Dass es ihnen schmeckt, was ich am wich­tigs­ten finde. Ich will nie­man­dem mora­lisch kom­men, Gesund­heits­apos­tel bin ich sowieso keiner. Auch kann ich ver­ste­hen, wenn einen Kochen und Essen nicht so interessieren. Ich stehe bei 30 Grad im Schat­ten in der Küche und mache Blut­wurst, andere lie­gen am See.

4. Was war die schönste Erfah­rung mit dei­nem Blog?

Petra: Ich freue mich immer, wenn der Blog andere ermu­tigt, Unbe­kann­tes aus­zu­pro­bie­ren und in der Küche expe­ri­men­tiert wird. Und natür­lich über jeden Kommentar. Da ich ja sehr öffent­lich auch im Anti­qua­riat erreich­bar bin, bekam ich ein­mal einen Anruf von einer Lese­rin. Sie war sich unsi­cher, ob Eier wirk­lich frit­tiert wer­den kön­nen, wie bei mir gezeigt. Das heiße Fett und das Eiweiß waren ihr nicht geheuer, was ich ver­ste­hen kann. Die Angst konnte ich ihr beim Gespräch nehmen.

5. Wel­che drei Web­sei­ten zum Thema Essen kannst du empfehlen?

Petra: Jen­ni­fer liebt wie ich Inne­reien und ver­wer­tet alles. Auch in ihren Koch­bü­chern „Odd Bits“, „Bones“ und „Fat“. Zum glei­chen Thema lese ich auch gerne auf der Web­seite Nose to Tail at Home. Meine Freun­din Katia in Paris bloggt täg­lich wie ich, bis auf Inne­reien haben wir die glei­chen Vorlieben. Und ich wün­sche mir ihren Markt um die Ecke, wo sie viel fri­schen Fisch und Scha­len­tiere einkauft.

Auf BBC Food fin­den sich Rezepte von Hes­ton Blu­men­thal, Nigel Sla­ter, Gior­gio Loca­telli etc. und natür­lich Rezepte zur eng­li­schen und iri­schen Küche. Und bei Miss Bou­lette mag ich sogar die Süßig­kei­ten, und wir tei­len, neben allen ande­ren, die große Liebe zum Kim­chi. Weil es mich an Hong Kong erin­nert, lese ich schon lange die Web­seite Hong­kong Food­blog.

Mehr über Petra und ihren Food­blog steht auf der Web­seite www.dermutanderer.de.

Schmausepost vom 3. Mai

Schman­kerl der Woche

Stern­deu­ter: Bes­tes Restau­rant der Welt — mit die­sem Titel darf sich fortan das El Cel­ler de Can Roca in Girona schmü­cken. Im neuen Ran­king des „Restau­rant Maga­zine“ lösen die Spa­nier das Noma in Kopen­ha­gen ab. Auch ein deut­sches Restau­rant schafft es in die Top Ten. Kri­tik an der Aus­wahl kommt von Chris­tian Sei­ler bei „Das Maga­zin“.
World’s Best 50ZeitDas Maga­zin (Kri­tik)Das Maga­zin (Vor­schau)Guar­dian (Video)Guar­dian (Top 10 in Bil­dern)El Cel­ler de Can Roca

Zahl der Woche

1.139 Braue­reien gibt es in Deutsch­land, und sie haben ver­gan­ge­nes Jahr mehr als 5000 ver­schie­dene Biere gebraut. Im Ver­gleich zu 2008 ist die Zahl der Brau­e­r­ein gestie­gen, dabei kau­fen die Deut­schen immer weni­ger Bier: Otto-Normal-Trinker kommt aktu­ell auf 105 Liter pro Jahr; 2008 waren es noch 111 Liter.
Bio­kü­cheBMELVBio­kü­che (Regeln zur Bierauswahl)

Nach­rich­ten

Über­flie­ger: Von Asien in die Welt: Unglaub­li­che 101 Mil­li­ar­den Packun­gen Instant-Nudeln sind im ver­gan­ge­nen Jahr rund um den Glo­bus über die Laden­the­ken gegan­gen — im Schnitt sind das 16 pro Erden­bür­ger. Damit ist der schnelle Snack das belieb­teste Fer­tig­ge­richt der Welt.
Spie­gel Online

Unter­ge­mischt: Von Joghurt über Gum­mi­bär­chen bis Nudeln: In erstaun­lich vie­len Nah­rungs­mit­teln ste­cken Algen oder Bestand­teile dar­aus, mel­det die Apo­the­ken Umschau. Die Fol­gen für die Gesund­heit seien indes noch nicht hin­läng­lich erforscht.
Apo­the­ken Umschau

Über­töl­pelt: Seit 2007 haben sich etli­che große Kon­zerne ver­pflich­tet, keine Wer­bung für unaus­ge­wo­gene Pro­dukte an Kin­der zu rich­ten. Doch die­ses frei­wil­lige Abkom­men sei „reine Wer­be­sa­che“, kri­ti­siert Food­watch — und ver­weist auf die Abstim­mung zum Gol­de­nen Wind­beu­tel. Nun for­dert die Orga­ni­sa­tion neue Gesetze.
WeltFood­watch (Gol­de­ner Windbeutel)

Unter­sagt: Im Kampf gegen das Bie­nen­ster­ben scheint die EU end­lich auf­zu­wa­chen: Mehr­heit­lich haben sich die Mit­glieds­staa­ten für ein Ver­bot von umstrit­te­nen Pes­ti­zi­den aus­ge­spro­chen. Die Che­mi­ka­lien sol­len die Ner­ven­zel­len der Tiere lahm­le­gen und ihnen den Ori­en­tie­rungs­sinn rau­ben.
Süd­deut­scheDeut­sche WelleFocus

Lese­ge­schich­ten

Zah­len­spiele: In Russ­land erhält man für fünf Dol­lar zwei Big Macs — in Aus­tra­lien nur einen. Für das glei­che Geld gibt’s in Frank­reich fünf Pfund Bana­nen — und in Äthio­pien sogar 25 Pfund. Wie viel Essen man welt­weit für fünf Dol­lar bekommt — das zeigt ein Video von Buz­zfeed.
Youtube (Buz­zfeed)

Rosa Lieb­ling: Lachs ist gesund, lecker und beliebt — aber jeder Bis­sen befeu­ert die Über­fi­schung der Welt­meere und hat eine ver­hee­rende Ökobi­lanz. Oder doch nicht? Die Süd­deut­sche ver­rät, zu wel­chem Lachs man grei­fen sollte, wie man fri­schen Lachs erkennt, und was sich hin­ter Bio-Lachs ver­birgt.
Süd­deut­sche

Für die Tonne: „Iss doch mal Müll!“ — So über­schreibt das Jugend­ma­ga­zin Flu­ter einen Bei­trag über das Phä­no­men Food­sha­ring. Der 18-jährige Autor Robert hat sich dafür mit Men­schen unter­hal­ten, die Essen ver­schen­ken und geschenkt bekom­men.
Flu­ter

Grüne Alter­na­tive: „Vega­ner auf dem Mis­sio­nie­rungs­trip emp­finde ich als anstren­gend und nerv­tö­tend“, sagt Attila Hild­mann, selbst Vega­ner und einer der bekann­tes­ten deut­sche Köche für pflanz­li­che Küche In Inter­view ver­rät er zudem, was jeder Vega­ner im Küchen­schrank haben sollte.
Köl­ner Stadt-Anzeiger (Interview)

Blog­schau

Auf Rei­sen: Kirs­ten setzt auf Sugar & Spice ihr Euro­pa­koch­pro­jekt fort und wid­met sich Bosnien-Herzegowina. Die Mit­tel­meer­kü­che des Lan­des ist stark von den Nach­barn­staa­ten geprägt, wobei sie sich für einen Klas­si­ker ent­schei­det: Cevap­cici mit Djuvec-Reis und Ajvar.
Sugar & Spice (Bos­nien)Sugar & Spice (Europakochprojekt)

Beim Metz­ger: Die rich­tige Mar­mo­rie­rung, der rich­tige Cut, die rich­tige Farbe: In Teil eins der Serie „Das per­fekte Steak“ wid­met sich das soziale Essens­netz­werk Meal­stream dem Fleisch­kauf. Neben prak­ti­schen Tipps gibt es eine Über­sicht der ver­schie­de­nen Stü­cke.
Meal­stream

Im Ori­ent: Die Gewürz­mi­schung Zaa­tar ist spä­tes­tens seit den Buch­er­fol­gen des israe­li­schen Kochs Yotam Otto­lenghi auch in deut­schen Küche ange­kom­men. Clau­dia von Fool for Food mischt ihr eige­nes Zaa­tar zusam­men und backt damit Fla­den­brote, soge­nannte Mana­kish.
Fool for Food (Zaa­tar)Fool for Food (Fladenbrote)

Unter Auf­sicht: New York hat eine, Van­cou­ver hat eine und Lon­don auch: Die Rede ist von einer Ernäh­rungs­stra­te­gie. Sie gehört in den USA zu den Stan­dard­in­stru­men­ten der Kom­mu­nal­ent­wick­lung, schreibt Phil­ipp von Spei­se­räume. Zudem erklärt er, was genau sich hin­ter einer Ernäh­rungs­stra­te­gie ver­birgt.
Spei­se­räume

Buch der Woche

Coole Sache: Mit stei­gen­den Tem­pe­ra­tu­ren steigt bei den meis­ten Men­schen auch die Lust auf Eis. Dabei wird die kühle Süßig­kei­ten immer häu­fi­ger in der hei­mi­schen Küche kre­iert — erschwing­li­chen Eis­ma­schi­nen sei Dank. Katha­rina von Valen­ti­nas Koch­buch stellt drei Bücher vor, die Tipps und Rezepte für Hobby-Eismacher lie­fern.
Valen­ti­nas Kochbuch

App der Woche

Grill-Chef & Sommer-Rezepte: Pas­send zum Früh­ling haben die Apps „Sommer-Rezepte“ (iPhone, 0,89€) und „Grill-Chef“ (iPhone, 0,89€) nen­nens­werte Updates erhal­ten. Nicki von Guten APPe­tit ver­rät, was neu ist, und lobt in ihrer Rezen­sion „die tolle Aus­wahl an Grill­re­zep­ten“.
Guten APPe­tit

Blog der Woche

The Coo­kiez: 46 Jahre Lebens­er­fah­rung ste­hen hin­ter dem Food­blog „The Coo­kiez“. Das Beson­dere: Auf der Web­seite schrei­ben drei Teen­ager aus dem Vor­al­pen­land über ihre Aben­teuer in der Küche — Felix (15), Simon (15) und Céd­ric (16). Letz­te­rer for­dert im Inter­view mit der Schmau­s­epost: „Beim Essen soll­ten die Men­schen mehr auf Qua­li­tät und mehr auf den Genuss ach­ten“.
Schmau­s­epost (Por­trait & Inter­view)The Coo­kiez

Rezepte der Woche

Roast­beef Sand­wich mit Chipotle Rub: Einen US-Klassiker nimmt sich Grill-Enthusiast Alex auf Gau­men­knall vor: ein Roast­beef Sand­wich mit Chipotle Rub und Balsamico-Schalotten. Das Fleisch wird hier­bei mit einer spe­zi­el­len Würz­mi­schung ein­ge­rie­ben und danach vier bis fünf Stun­den im Smo­ker gegart.
Gau­men­knall

Baba­nen­boot vom Grill (vege­ta­risch): Einen Des­sert­tipp für die Grill­sai­son lie­fert der Food­blog „Vom Essen beses­sen“: ein gefüll­tes Bana­nen­boot mit Mar­shmal­lows, Scho­ko­lade oder Jalapeño-Chilis. Pas­send dazu gibt’s auf der Web­seite eine Video­an­lei­tung, wie man Bana­nen in Rekord­zeit schält.
Vom Essen beses­sen (Bana­nen­boot)Vom Essen beses­sen (Bana­nen schälen)

Nach­schlag

Stin­kende Stan­gen In Food­blogs und Zeit­schrif­ten tum­meln sich der­zeit mehr Spar­gel­re­zepte als Ita­lie­ner auf dem Okto­ber­fest. Doch eine Frage umschif­fen die Auto­ren stets galant: Warum riecht bei eini­gen Men­schen der Urin nach dem Spar­gel­ge­nuss so unan­ge­nehm? Die Süd­deut­sche klärt auf.
Süd­deut­sche

Blog der Woche: The Cookiez

Eines der gelungensten Foodblog-Designs weit und breit: The Cookiez.

Eines der gelun­gens­ten Foodblog-Designs weit und breit: The Cookiez.

Immer­hin: „Die Mäd­chen fin­den es cool.“ Das hat der 16-jährige Céd­ric in einem Zei­tungs­in­ter­view ver­ra­ten. Seine männ­li­chen Kum­pels hin­ge­gen seien eher „ein biss­chen skep­tisch“ gewe­sen, als sie von Céd­rics Hobby erfah­ren haben. Gemein­sam mit zwei wei­te­ren Teen­agern aus dem Vor­al­pen­land stellt er sich regel­mä­ßig zum Kochen und Backen in die elter­li­che Küche — und bloggt dar­über auf www.thecookiez.com.

Wir kochen gerne und oft und wol­len euch Küche ein wenig abseits vom Main­stream prä­sen­tie­ren, etwas aus­ge­fal­len, oft aus­län­disch und krea­tiv und trotz­dem ein­fach und vor allem lecker“, schreibt das Trio auf sei­ner Web­seite, deren schnör­kel­lo­ses Design ebenso beein­druckt wie die Fotos und Texte. Die Rezepte sind bei The Coo­kiez wahl­weise nach Gang, Schwie­rig­keit, Jah­res­zeit, Regio­nen & Län­der oder Zeit­auf­wand abruf­bar. Dazu gibt es hin und wie­der Aktio­nen wie das Sand­wich der Woche. Und natür­lich las­sen sich die Gerichte für Fleisch­fres­ser und für Pflan­zen­fres­ser fil­tern, und auch bei Twit­ter, Face­book und Pin­te­rest sind die drei Nach­wuchs­kö­che aktiv.

Wir sind keine nor­ma­len Foodblog-Autoren“, sagen Céd­ric (16), Felix (15) und Simon (15) im Inter­view mit dem Gerets­rie­der Mer­kur. „Wir suchen nach beson­de­ren Gerich­ten, die nicht gleich jeder kennt. Dann ver­bes­sern wir sie und ver­su­chen so, die klei­nen Gefah­ren beim Kochen für unsere Leser zu umschiffen.“

INTERVIEW — 5 Fra­gen an… Céd­ric von The Cookiez

1. Was ist euer per­sön­li­ches Lieb­lings­ge­richt in eurem Blog?

Céd­ric: Eigent­lich mögen wir alle Gerichte — sonst hät­ten wir sie ja nicht nach­ge­kocht. Aber beson­ders gefal­len uns die­je­ni­gen, bei denen die Foto­gra­fien gut gewor­den sind, wie zum Bei­spiel die Pof­fert­jes, das Chevremousse-Feigen-Sandwich oder die Ori­gi­nal Donuts

2. Wel­che Rolle spielt Essen in eurem Leben?

Céd­ric: Wir ernäh­ren uns drei­mal am Tag damit, also kann man schon sagen, dass es wich­tig ist.

3. Wor­auf soll­ten mehr Men­schen beim Essen achten?

Céd­ric: Vor allem auf die Qua­li­tät und auch den Genuss. Zum Bei­spiel hat man viel mehr von sei­nem Essen, wenn man es mit Liebe gekocht ist, und man weiß, dass es auch von guter Qua­li­tät ist. Gerade beim Fleisch macht das ja auch geschmack­lich etwas aus.

4. Was war die schönste Erfah­rung mit eurem Blog?

Céd­ric: Jede Art von Feed­back ist für uns schön — beson­ders, wenn es posi­tiv ist. Aber auch über ver­schie­dene Blog-Awards und einen Zei­tungs­ar­ti­kel über unsere Web­seite haben wir uns sehr gefreut.

5. Wel­che drei Web­sei­ten zum Thema Essen könnt ihr empfehlen?

Céd­ric: Die Web­seite von Food­watch infor­miert über die Schwei­ne­reien der Lebens­mit­tel­her­stel­lung. Das ist wich­tig, weil wir uns aktiv beim Ein­kau­fen und durch Aktio­nen gegen die kom­mer­zi­el­len Inter­es­sen der gro­ßen Kon­zerne durch­set­zen soll­ten, die uns mit ihrer Geld­gier scha­den. Wir lesen auch wei­tere Food­blogs, die es aber alle schon zu Popu­la­ri­tät gebracht haben: Doch die wirk­lich inter­es­san­ten Blogs sind die unbe­kann­ten Food­blogs, nach denen auch wir suchen, die wir aber im Moment nicht wirk­lich finden.

Mehr über Céd­ric, Simon, Felix und ihren Food­blog steht auf www.thecookiez.com.