Archiv für den Monat: November 2013

Schmausepost vom 29. November

(Hinweis: Am Niko­laus­tag legt die Schmau­s­epost eine Stie­fel­füll­pause und Plätz­chen­back­aus­zeit ein. Am dar­auf­fol­gen­den Frei­tag (12.12) sind wir dann wie­der in gewohn­ter Fri­sche zurück.)

Schman­kerl der Woche

Hül­len­lo­ses Geschäft: Drei Ber­li­ne­rin­nen sagen dem Ver­pa­ckungs­müll im Super­markt den Kampf an: Sie wol­len kom­men­des Jahr „Ori­gi­nal Unver­packt“ eröff­nen — einen Lebens­mit­tel­la­den, der fast kom­plett auf Ein­zel­ver­pa­ckun­gen ver­zich­tet. Kun­den sol­len dort Glä­ser, Tup­per­do­sen und Tüten selbst mit­brin­gen und so viel abfül­len, wie sie brau­chen. Jetzt und Qiez berich­ten über die Idee der drei Ber­li­ne­rin­nen; der Super­markt­blog blickt über die Lan­des­grenze, wie andern­orts Ver­pa­ckungs­müll ein­ge­spart wird.
Jetzt (Ori­gi­nal Unver­packt)Qiez (Ori­gi­nal Unver­packt)Super­markt­blog

 

Zahl der Woche

20 Pro­zent der land­wirt­schaft­li­chen Flä­che in Öster­reich wer­den zum Bio-Anbau genutzt — das ist euro­pa­weit spitze. Doch was ist diese Zahl wert, wenn das Land sogar das Poten­zial hätte, Bio-Weltmeister zu wer­den?, fragt Andreas Schind­ler in sei­nem lan­gen, lesens­wer­ten Bei­trag bei FM4.
FM4

 

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Weih­nachts­ge­schenk gefäl­lig? Ab sofort gibt es signierte Exem­plare von Patrik Stäblers kuli­na­ri­schem Rei­se­be­richt „Spei­sende soll man nicht auf­hal­ten“ — und das ver­sand­kos­ten­frei in ganz Deutsch­land. Zudem geht der Autor Anfang Dezem­ber auf Lese­reise nach Kemp­ten, Ravens­burg, Sig­ma­rin­gen und Stutt­gart. 
(Hin­weis: Patrik Stäbler ist Her­aus­ge­ber der Schmau­s­epost)

Spei­sende soll man nicht auf­hal­ten: signierte Bücher & Lese­reise

 

Nach­rich­ten

Süße Streit­hähne: Die Stif­tung Waren­test nimmt sich Nuss­scho­ko­la­den vor und bewer­tet die von Rit­ter Sport mit einem kra­chen­den „Man­gel­haft“. Das will der schwä­bi­sche Kon­zern nicht auf sich sit­zen las­sen und erwirkt vor Gericht eine einst­wei­lige Ver­fü­gung. Einen ande­ren Weg schlägt Rapun­zel ein, des­sen Scho­ko­lade im Test eben­falls schlecht weg­kommt: Der Bio-Konzern hat sich öffent­lich ent­schul­digt.
Spiegel-Online (Rit­ter Sport)FAZ (Ver­fü­gung)Die Bio­kü­che (Rapunzel)

Fette Kehrt­wende: Cho­le­ste­rin galt jahr­zehn­te­lang als Teu­fels­zeug schlecht­hin — „das Nord­ko­rea unter den kör­per­ei­ge­nen Mole­kü­len“, wie Wer­ner Bar­tens in der SZ schreibt. Doch nun emp­fiehlt eine Gruppe US-Ärzte, die Blut­fette nicht mehr so dras­tisch wie bis­her zu sen­ken.
Süd­deut­sche

Sal­zi­ges Mes­ser: Nicht nur das Essen, son­dern auch das Besteck hat einen Ein­fluss auf unser Geschmacks­emp­fin­den. Das legt zumin­dest eine Stu­die nahe, die For­scher an der Uni Oxford nun vor­ge­stellt haben. Dem­nach schme­cken Pro­dukte mit einem Tee­löf­fel süßer als mit einem Ess­löf­fel; ein Mes­ser hin­ge­gen macht sal­zig.
aid

Mäch­ti­ger Kon­zern: Gen­tech­nisch ver­än­derte Pflan­zen sind ein Knack­punkt bei den Ver­hand­lun­gen über die Frei­han­dels­zone zwi­schen der EU und den USA. Eine ent­schei­dende Rolle in Ame­rika kommt dabei Mons­anto zu, wes­halb sich die Tages­schau den Saatgut-Konzern genauer ansieht. Der­weil klagt eine Öko-Aktivistin, dass sie auf­grund ihres Enga­ge­ments gegen eine Monsanto-Anlage tät­lich ange­grif­fen wurde.
Tages­schau (Mons­anto)taz (Öko-Aktivistin)

 

Lese­ge­schich­ten

Kochen nach Bil­dern: Der Fran­zose Guil­laume Long hat ein Comic-Kochbuch geschrie­ben. Im Inter­view mit der FAZ spricht der Autor über Schweins­haxe, Bild­spra­che und die Wie­der­ent­de­ckung ver­ges­se­ner Gewürze. Dazu gibt zur Anschau­ung das Rezept „Mit vier Zeich­nun­gen zum Zuc­chi­ni­sa­lat“.
FAZ

Ver­wirr­spiel mit Zusatz­zahl: Tüte auf, ein­mal umrüh­ren, fer­tig! Zeit­spa­rende Fer­ti­ges­sen klin­gen ver­lo­ckend. Doch was steckt in den Indus­trie­pro­duk­ten? Holz­späne fürs Him­beer­a­roma, Bak­te­rien, die ursprüng­lich aus Fäka­lien stam­men, und das Blut der Schild­laus, um den Frucht­gummi rot zu fär­ben, zählt Simone Scheuf­ler auf. Im Focus gibt sie eine Über­sicht zu Farb­stof­fen, Kon­ser­vie­rungs­mit­teln und Co.
Focus

Pansch oder Punsch? Weih­nachts­zeit ist Glüh­wein­zeit — doch woran erkennt man einen guten Glüh­wein? Experte Her­bert Wit­kow­ski mahnt im Inter­view vor künst­li­chen Aro­men und ver­rät, warum aus­ge­rech­net oft Weine im Glüh­wein ste­cken, „die gerade noch so dem Lebens­mit­tel­recht ent­spre­chen“.
Life­line

Alles oder nichts: Sie dür­fen min­des­tens 190 Tage im Jahr auf die Weide, kauen Gras statt Soja und Wachs­tums­hor­mo­nen, und sie haben einen Namen — Sido oder Har­le­kin bei­spiels­weise: die Rin­der von Georg Wes­ten­rie­der, der gemein­sam mit ande­ren Land­wir­ten aus dem baye­ri­schen Ober­land die Initia­tive Bay­ernOX gegrün­det hat. Die­ses Sie­gel setzt auf hohe Fleisch­qua­li­tät; zudem muss das gesamte Rind ver­wer­tet wer­den.
NZZ

 

Blog­schau

Regio­nal oder Bio? Regio­nal ist das neue Bio. Heißt es. Nicht so für Sabine von „Schmeckt nach mehr“. Denn sie gibt zu beden­ken, dass bei­spiels­weise auch das Schnit­zel aus dem Groß­schlacht­hof in der Nähe als „regio­nal“ durch­geht. Für Sabine steht fest: „Wenn ich aber die Wahl zwi­schen Bio auf der einen und Regio­nal auf der ande­ren Seite habe, greife ich häu­fi­ger zu Bio“.
Schmeckt nach mehr

Billig-Burger im Test: Einen guten Bur­ger selbst her­zu­stel­len, ist nicht schwer. Doch geht das auch mit Zuta­ten aus dem Dis­coun­ter? Mar­tin von „Feuer, Glut und Herz­blut“ wagt den Selbst­ver­such und berei­tet bin­nen einer Stunde einen Aldi-Burger zum Preis von 0,85 Euro zu.
Feuer, Glut und Herzblut

„Ish bin ein Bear­lee­ner“: Jamie Oli­ver tourt durch Deutsch­land, um sein neues Buch zu bewer­ben. Mag­da­lena Ulrich berich­tet für Coo­kio­nista über die Prä­sen­ta­tion in Ber­lin (mit Renate Künast?!). Und Caro­line Bock ver­rät in den Gour­met­wel­ten, wel­ches deut­sche Regio­nal­ge­richt es Jamie Oli­ver beson­ders ange­tan hat.
Coo­kio­nistaGour­met­wel­ten

Auf die Plätz­chen, fer­tig, los! Mit dem Dezem­ber beginnt die Plätz­chen­sai­son, und für alle Hobby-Bäcker hat Guido von „Kochen ohne But­ter“ acht Tipps parat. Zum Bei­spiel geht es um das rich­tige Back­fett, das Vor­hei­zen des Back­ofens und die bes­ten Auf­be­wah­rungs­mög­lich­kei­ten.
Kochen mit Butter

 

Rezepte der Woche

Fasa­nen­suppe & Gän­se­keule: Allen, die sich in Gedan­ken bereits mit dem Weih­nachts­es­sen beschäf­ti­gen, lie­fern Wolf­gang von „kaquus Haus­manns­kost“ und Ulrike von „Genial Lecker“ zwei fei­er­tags­taug­li­che Rezepte: Hier eine Fasa­nen­es­senz mit (blauen) Kar­tof­fel­chips und dort die Gän­se­keule auf Oran­gen­blau­kraut.
kaquus Haus­manns­kostGenial Lecker

Toma­ti­ger Gnocchi-Kürbis-Auflauf mit Büf­fel­moz­za­rella (vege­ta­risch): „Auf jeden Fall einen rich­ti­gen Moz­za­rella aus Büf­fel­milch neh­men“, mahnt Jür­gen von „Frau Lotta“ im Rezept für sei­nen Gnocchi-Kürbis-Auflauf, „und nicht diese geschmacks­neu­tra­len Gum­miku­geln aus Kuh­milch“. Bei der Toma­ten­soße setzt er auf Basi­li­kum — und Curry.
Frau Lotta

 

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Meist­ge­klickte Links der Vorwoche

1. Fünf Tricks für die Küche (Kochen mit But­ter)

2. Kuli­na­ri­sches Schwe­den (Das Maga­zin)

3. Birnen-Mascarpone-Gratin (Ein­fach Essen)

 

Nach­schlag

Pri­ckelnde Erkennt­nis: Es ist einer der ältes­ten Par­ty­tricks: Stößt man von oben auf eine Bier­fla­sche, so schießt wenige Sekun­den spä­ter der Schaum empor. Doch warum? Das haben spa­ni­sche und fran­zö­si­sche For­scher nun unter­sucht. Ihre Erklä­rung: Durch den Stoß ent­ste­hen im Bier Druck­wel­len, wodurch sich Bla­sen bil­den, die wie­derum die Koh­len­säure nach oben mit­rei­ßen.
ORF

Schmausepost vom 22. November

Schman­kerl der Woche

Selbst ist das Lokal: Das „Prai­rie Whale“ in Mas­sa­chu­setts ist ein beson­de­res Restau­rant: Dort bringt Besit­zer Mark Firth nur das auf den Tisch, was von sei­ner eige­nen Farm stammt — Läm­mer, Hüh­ner, Schweine, Obst und Gemüse. Sein Farm-to-table-Prinzip lockt auch Food-Journalisten wie Michael Pol­lan und Ruth Reichl an, die regel­mä­ßig im „Prai­rie Whale“ ver­keh­ren. Im Inter­view erklärt Firth, dass er Super­märkte im Grunde nur noch wegen eines Pro­dukts auf­su­che: Klo­pa­pier.
Zeit (Bil­der­ga­le­rie)Freunde von Freun­den (Inter­view in Eng­lisch)Face­book (Prai­rie Whale)

 

Zahl der Woche

5 Tricks für die Küche ver­rät Guido von „Kochen mit But­ter“ — dar­un­ter, wie man Toma­ten rich­tig schnei­det und den Saft aus einer Zitrone bekommt, ohne sie auf­zu­schnei­den. Bereits in der Vor­wo­che hat Guido fünf prak­ti­sche Küchen­tipps ser­viert.
Kochen mit But­ter (5 Tricks)Kochen mit But­ter (5 Tipps)

 

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Lese­schmaus im Süd­wes­ten: Auf der Suche nach lan­des­ty­pi­schen, regio­na­len Gerich­ten ist Patrik Stäbler durch Deutsch­land gereist — per Anhal­ter. Über seine kuli­na­ri­schen und kul­tu­rel­len Erleb­nisse hat der Jour­na­list ein Buch geschrie­ben: „Spei­sende soll man nicht auf­hal­ten“. Nun geht Stäbler im Dezem­ber auf Lese­reise und besucht Kemp­ten, Ravens­burg, Sig­ma­rin­gen, Stutt­gart und Gar­ching. (Dis­clai­mer: Patrik Stäbler ist Her­aus­ge­ber der Schmau­s­epost)
Spei­sende soll man nicht auf­hal­ten (Lese­reise)Spei­sende soll man nicht auf­hal­ten (Buch)

 

Nach­rich­ten

Mon­tags kein Fleisch für Sol­da­ten: In Deutsch­land reicht ein Arti­kel in der BILD, um die Hys­te­rie zu ent­fa­chen (und den Grü­nen die Wahl zu ver­sauen) — in Nor­we­gen sind es aus­ge­rech­net Kon­ser­va­tive und Rechts­po­pu­lis­ten, die den Veg­gie Day ohne viel Gewese in der Armee ein­füh­ren. Ein­mal die Woche ver­zich­ten die Sol­da­ten dort künf­tig auf Fleisch — „aus Respekt für die Umwelt“.
Spiegel-Onlineheise.de

Ster­ne­re­gen auch in der Schweiz: Nach der deut­schen Aus­gabe in der Vor­wo­che folgt nun der Michelin-Guide 2014 für die Schweiz. Auch bei den Eid­ge­nos­sen hagelt es zusätz­li­che Sterne, unter ande­rem für einen neuen Zwei-Sterner in Vitz­nau. In der höchs­ten Kate­go­rie blei­ben die bei­den Drei-Sterne-Restaurants „Schau­en­stein“ und „l’Hôtel de Ville“ unter sich.
Gour­met GlobeStern­e­fres­serHig­hend FoodNZZSchmau­s­epost (Miche­lin Deutschland)

Debatte um Agrar-Zockerei: Neue Runde im Streit um Nah­rungs­mit­tel­spe­ku­la­tion: Die Ver­brau­cher­or­ga­ni­sa­tion Food­watch legt eine Stu­die vor, wonach das Zocken mit Agrar­pro­duk­ten „wahr­schein­lich“ Ein­fluss auf die Preise hat und somit den Hun­ger in der Welt ver­schärft. Genau das bestrei­ten andere renom­mierte For­scher.
Mana­ger Maga­zinFood­watchheute

War­nung vor Plas­tik­kü­gel­chen: Win­zige Plas­tik­teil­chen ver­bes­sern den Schutz von Son­nen­cremes oder die Rei­ni­gungs­kraft von Dusch­gels — doch nun schla­gen For­scher Alarm: Sie hegen den Ver­dacht, dass sich die Plas­tik­kü­gel­chen über die Umwelt in Lebens­mit­tel wie Honig oder Trink­was­ser gelan­gen.
Spiegel-OnlineNDR (Video)

 

Lese­ge­schich­ten

Gutes aus der Wabe: Honig gilt als gesunde Alter­na­tive zum Zucker, ver­gam­melt nicht und hat ein „Natur pur“-Image — einer­seits. Ande­rer­seits soll­ten Kin­der unter einem Jahr kei­nen Honig essen, und immer mehr For­scher hal­ten seine angeb­li­chen Wir­kun­gen für über­trie­ben. In ihrer Einkaufsratgeber-Serie erklärt die Süd­deut­sche, warum Honig den­noch zu emp­feh­len ist.
Süd­deut­sche

Kampf dem Küken­tod: „Brü­der, zur Sonne, zum Koch­topf“ über­schreibt die taz einen Bericht über die hun­dert­tau­send­fa­che Tötung von männ­li­chen Küken — mit Gas oder durch Schred­dern. Nun weh­ren sich einige Bio­h­öfe gegen diese Bar­ba­rei, und im Kom­men­tar gibt sich Man­fred Krie­ner zuver­sicht­lich, dass die Zei­chen auf Ver­än­de­rung ste­hen.
taz (Brü­der…)taz (Kom­men­tar)

Dickes Zusatz­ge­schäft: Zusatz­stoffe geben der Limo­nade eine leuch­tende Farbe, machen den Ham­bur­ger form­sta­bil und las­sen ein belie­bi­ges Nah­rungs­mit­tel „nach Bra­si­lien schme­cken“. Nun haben sich die Her­stel­ler auf der Leit­messe Food Ingre­dients in Frank­furt getrof­fen und über neue Trends dis­ku­tiert. Beson­ders gefragt sind dem­nach Zusatz­stoffe, die die unge­lieb­ten E-Nummern auf der Ver­pa­ckung ver­schwin­den las­sen.
faz

Alles nach (Schlacht-) Plan: 85 Pro­zent der Deut­schen essen täg­lich Fleisch; auf 39 Kilo pro Jahr bringt es Otto-Normal-Bürger allein vom Schwein. Um die­sen Hun­ger zu stil­len, und oben­drein ton­nen­weise in die ganze Welt zu expor­tie­ren, hat die Fleisch­in­dus­trie eine unglaub­li­che Effi­zi­enz ent­wi­ckelt. Der Spie­gel wirft einen Blick hin­ter den „Schlacht-Plan“ mit einem lesens­wer­ten Text (Lese­zeit ca. 10 Minute) und meh­re­ren Info­gra­fi­ken.
Spie­gel

 

Blog­schau

Unbän­di­ger Lese­hun­ger: 220 Rezen­sio­nen auf diver­sen Food­blogs — das ist die beein­dru­ckende Bilanz der zwei­ten The­men­wo­che „Jeden Tag ein Buch“. Die Palette reicht von „A Game of Thro­nes — Das offi­zi­elle Koch­buch“ bis zu Jür­gen Dol­la­ses „Geschmacks­schule“. Nun kün­digt Astrid von „Arthurs Toch­ter kocht“ an, dass die The­men­wo­che künf­tig eine eigene Platt­form bekom­men soll.
Arthurs Toch­ter kocht: Zusam­men­fas­sung 2. WocheListe aller BücherFace­book (Jeden Tag ein Buch)

Fiese Fleisch­bäll­chen: „Ist der Besuch eines Ikea-Markts nicht eine bib­li­sche Strafe dafür, dass man gesün­digt, einen Sohn gezeugt hat und die­sem heute, am Sams­tag­vor­mit­tag, ein neues Bett kau­fen muss?“ Allein die­ser Satz lohnt die Lek­türe von Chris­tian Sei­lers Bericht über seine Lei­den im Ikea-Markt — inklu­sive des obli­ga­to­ri­schen Restau­rant­be­suchs. Und ja, natür­lich geht es auch um Kött­bullar.
Das Maga­zin

(K)eine Zeit­frage: Warum nicht selbst kochen? Warum Fast Food? Warum Con­ve­ni­ence Food? Die häu­figste Ant­wort auf diese Fra­gen lau­tet: „Ich habe keine Zeit.“ Doch das sei nur eine bil­lige Aus­rede, fin­det Hen­drik Haase vom Wurst­blog, der warnt, dass das Kochen all­mäh­lich aus unse­rem All­tag ver­schwin­det. „Wir wer­den abhän­gig von denen, die für uns Kochen. Von TV-Köchen, Fast-Food-Ketten und Nah­rungs­mit­tel­kon­zer­nen“.
Wurst­sack

Kuli­na­ri­sche Pro­phe­zei­ung: Jan-Peter vom nomy­blog blickt in die Glas­ku­gel und stellt zehn Gastronomie-Trends vor, die sei­ner Mei­nung nach 2014 wichtig(er) wer­den.   Die Palette reicht dabei von der „Vega­nen Welle“ über die „Bra­zi­lu­tion“ bis bis hin zur „Pro-Bier-Bereitschaft“.
nomy­blog

 

Rezepte der Woche

Och­sen­schwanz­ra­gout 2.0: Einer der zwei Gründe, warum aus ihr keine Vege­ta­rie­rin werde, ist laut Ste­pha­nie vom „Klei­nen Kurio­si­tä­ten­la­den“ ihr Och­sen­schwanz­ra­gout mit Pasta. Nun lie­fert sie ein wei­ter­ent­wi­ckel­tes 2.0-Rezept, das unter ande­rem auf einen guten Schuss Port­wein setzt.
Klei­ner Kuriositätenladen

Birnen-Mascarpone-Gratin (vege­ta­risch): Elf Zei­len — mehr braucht Ursula von „Ein­fach Essen“ nicht für ihr Rezept für Birnen-Mascarpone-Gratin. Her­aus kommt den­noch ein optisch wie geschmack­lich her­aus­ra­gen­der Nach­tisch, und als Schman­kerl gibt’s oben­drein noch einen Infohap­pen — dies­mal über die Sor­ten­viel­falt bei Bir­nen.
Ein­fach Essen

 

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Meist­ge­klickte Links der Vorwoche

1. Pfeffer-Entrecôte mit Pilz­rahm­sauce und Kar­tof­fel­we­dges (Deichrun­ners Küche)

2. Gault Mil­lau ver­spot­tet Mäl­zer und Hens­s­ler (Mee­dia)

3. Pasta mit Kürbis-Ragout (High Foo­da­lity)

 

Nach­schlag

Nicht die Bohne Über Kochen in der Geschirr­spül­ma­schine hat sogar das SZ-Magazin bereits berich­tet. Nun folgt die nächste Stufe: Kochen mit der Kaf­fee­ma­schine. Angeb­lich inspi­riert vom üblen Kan­ti­nen­es­sen der US-Soldaten in Afgha­nis­tan ver­öf­fent­licht Jody Ander­son Rezepte, die man in der Kaf­fee­ma­schine zube­rei­ten kann — etwa Lachs in Soja­soße mit Cous­cous und Gemüse.
Kraft­fut­ter­mi­sch­werkFace­book (Coo­king With Your Cof­fee Maker)SZ-Magazin (Geschirr­spül­ma­schine)

Schmausepost vom 15. November

Schman­kerl der Woche

Hel­den, Schnit­zel & Mario Barth: Eine Woche nach dem Michelin-Sternenregen hat nun auch der Gault Mil­lau Spit­zen­kö­che in Deutsch­land aus­ge­zeich­net. Als „Koch des Jah­res“ wurde der Ber­li­ner Daniel Achil­les geehrt („Rein­stoff“). Ins­ge­samt lobt der Gour­met­füh­rer das kuli­na­ri­sche Niveau in Deutsch­land, kri­ti­siert aber die geringe Wert­schät­zung. Zitat: „Deut­sche Poli­ti­ker […] sehen nach wie vor ein Wie­ner Schnit­zel im Bor­chardt als den Höhe­punkt lukul­li­scher Freu­den“. Kri­tik hagelt es für Tim Mäl­zer und Stef­fen Häns­s­ler, den „Mario Barth der TV-Köche“.
Süd­deut­scheZeitTages­spie­gel (Achilles-Porträt)Mee­dia (Kri­tik an TV-Köchen)

 

Zahl der Woche

63 Gramm Gold hat ein Mann in Dubai erhal­ten, der beim Wett­be­werb „Dein Gewicht ist Gold“ den ers­ten Platz belegt hat. Der 27-jährige Archi­tekt hatte 26 Kilo abge­speckt und dafür das Edel­me­tall im Wert von rund 2000 Euro erhal­ten. Ins­ge­samt wur­den knapp 17 Kilo Gold an 2650 Men­schen ver­teilt, die sich an der Aktion zum Kampf gegen Über­ge­wicht betei­ligt hat­ten.
Spiegel-Online

 

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Nach­rich­ten

Bit­tere Bilanz: Mehr als eine halbe Mil­lio­nen Betriebe haben Lebens­mit­te­l­ex­per­ten 2012 in Deutsch­land kon­trol­liert — und bei jedem Vier­ten Hygie­ne­män­gel ent­deckt. Am höchs­ten war die Bean­stan­dungs­quote mit rund 30 Pro­zent in der Gas­tro­no­mie. Nun for­dert Food­watch, sämt­li­che Ergeb­nisse zu ver­öf­fent­li­chen.
Spiegel-Onlineder­wes­tenfood­watch

Mas­sen­haft Medi­zin: Der Griff zu Anti­bio­tika ist in der deut­schen Tier­mast wei­ter an der Tages­ord­nung. Laut Bun­des­ver­brau­cher­mi­nis­te­rium sei der Ein­satz zwar leicht zurück­ge­gan­gen, doch noch immer gehöre Deutsch­land im euro­päi­schen Ver­gleich zu den Spit­zen­rei­tern.
Spiegel-OnlineTages­schau (Video)

Mil­chige Mogel­pa­ckung: Ist der Früch­te­quark Mons­ter­ba­cke „so wich­tig wie das täg­li­che Glas Milch“, wie Her­stel­ler Ehr­mann auf der Packung behaup­tet? Nein, fin­det ein Gut­ach­ten am Euro­päi­schen Gerichts­hof, das sich auf eine Klage der deut­schen Wett­be­werbs­zen­trale bezieht. Andere zwei­fel­hafte Milchs­lo­gans wer­den laut Stern jedoch blei­ben.
Stern (mit Bil­der­ga­le­rie)Welt 

Sinn­freie Sen­dung: Auf „The Voice“ folgt „The Taste“ — bei Sat.1 ver­kos­tet eine Jury um TV-Koch Tim Mäl­zer die Krea­tio­nen von Kan­di­da­ten und stellt Teams zusam­men, die anschlie­ßend gegen­ein­an­der anko­chen. Die erste Aus­gabe die­ser Mix­tur aus Koch– und Cas­ting­show holte am Mitt­woch ordent­li­che Quo­ten — aber durch­wach­sene Kri­ti­ken.
Sat.1 („The Taste“)Gas­tro­no­mie­guideMee­dia (Kri­tik)DWDL.de (Lob)Quotenmeter.de

 

Lese­ge­schich­ten

Lust statt Tyran­nei: Nach einem Jahr­zehnt Gesund­heits­hype gehe es künf­tig mehr um Sinn­lich­keit und Lust beim Essen, pro­phe­zeit Hanni Rütz­ler im Inter­view mit der Bri­gitte. Die medial omni­prä­sente Ernäh­rungs­ex­per­tin (futu­re­food­stu­dio) zetert zudem über Super­märkte mit 50 Brot– und 100 Käse­sor­ten. Das sei „nicht das Para­dies auf Erden, son­dern eher eine sinn­lose Tyran­nei“.
Bri­gittefutu­re­food­stu­dio

Unter der Lupe: Dank Nano­tech­no­lo­gie wird unser Essen gesün­der, schmack­haf­ter und beque­mer — behaup­tet die Lebens­mit­tel­in­dus­trie. Den­noch machen die win­zi­gen Teil­chen den meis­ten Deut­schen Angst. Georg Etscheit erklärt in der Zeit, wo Nano­tech­no­lo­gie bereits zum Ein­satz kommt, etwa als Rie­sel­hilfe im Salz.
Zeit

Kaf­fee „all inclu­sive“: Ein Ber­li­ner Star­tup sam­melt via Crowd­fun­ding Geld, um die erste Kaf­fee­ma­schine zu bauen, die zugleich rös­tet, mahlt und brüht. Heißt: von der grü­nen Bohne bis zum schwar­zen Kaf­fee mit einem Knopf­druck. Die Macher ver­spre­chen nicht nur ein inten­si­ve­res Geschmacks­er­leb­nis, son­dern auch ein fai­re­res Geschäft für Kaf­fee­bau­ern.
t3n.de

Neue Wege in Fern­ost: Sai­so­na­les Essen gilt in China als Zei­chen von Armut; wer es sich leis­ten kann, der speist lie­ber fran­zö­si­sches Gemüse und spa­ni­sches Schwein. Doch nun setzt eine Reihe von Spit­zen­kö­chen in Pri­vat­in­itia­tive auf Regio­na­li­tät, Qua­li­tät und Bio­land­bau — und will damit eine Küchen-Kulturrevulotion in China los­tre­ten.
der Stan­dard

 

Blog­schau

Döner, und das war’s? Seit mehr als 50 Jah­ren arbei­ten und leben türkisch-stämmige Men­schen in Deutsch­land. Doch kuli­na­risch gese­hen hat die tür­ki­sche Küche hier­zu­lande nie das Imbiss­ni­veau von Döner & Co. über­schrit­ten — im Gegen­satz zur ita­lie­ni­schen, grie­chi­schen etc. Jan-Peter vom nomy­blog macht sich Gedan­ken über die Gründe und wagt einen Aus­blick.
nomy­blog

Nach den Ster­nen grei­fen: Astrid von „Arthurs Toch­ter kocht“ trifft Ster­ne­koch Johan­nes King und ent­lockt ihm ein lesens­wer­tes Inter­view. Darin geht es um seine Kind­heit in einer Groß­fa­mi­lie, den Schwarz­wald als Hei­mat, die Bedeu­tung von gutem Essen und um Kat­zen­fut­ter.
Arthurs Toch­ter kocht

Ganz oder gar nicht: „Food Crash — Wir wer­den uns ökolo­gisch ernäh­ren oder gar nicht mehr“ von Felix Prinz zu Löwen­stein ist ein Buch, das nicht gerade mit einem mys­te­riö­sen Titel glänzt. Dafür biete es einen sehr inter­es­san­ten Ein­blick für alle, die sich kri­tisch mit der der­zei­ti­gen Land­wirt­schaft aus­ein­an­der­set­zen wol­len, schreibt Hel­mut bei „2 Grüne Toma­ten“.
2 Grüne Tomaten

Warum lm die Ferne schwei­fen? Einen Listen-Marathon zum Thema regio­nale Lebens­mit­tel absol­viert Chris­tof bei „Ein­fach bewusst“. Zunächst zählt er sie­ben Gründe auf, warum man regio­nale Pro­dukte kau­fen sollte. Wenige Tage spä­ter folgt ein zwei­ter Bei­trag mit „Acht acht­sa­men Wegen, an regio­nale Lebens­mit­tel zu kom­men“.
Ein­fach bewusst (7 Gründe)Ein­fach bewusst (8 Wege)

 

Rezepte der Woche

Pfeffer-Entrecôte mit Pilz­rahm­soße: Eine Auto­panne zwingt Eva von Deichrun­ners Küche zum Umkeh­ren — und zum Impro­vi­sie­ren in der Küche. Aus ihrem Vor­rat zau­bert sie Pfeffer-Entrecôte mit Pilz­rahm­soße und Kar­tof­fel­we­dges aus dem Ofen. Evas Fazit: Die­ses Gericht „war so etwas von köst­lich, dass es ganz weit nach oben in der Liste ‚das muss es unbe­dingt wie­der mal geben‘ wan­dert“.
Deichrun­ners Küche

Pasta mit Kürbis-Ragout (vege­ta­risch): Zum nahen­den Ende der Kürbis-Zeit stellt Uwe von High Foo­da­lity „ein sehr pures“ Kürbis-Ragout vor. Es wird mit Pasta ser­viert und kann wahl­weise auch vegan zube­rei­tet wer­den.
High Foo­da­lity

 

Meist­ge­klickte Links der Vorwoche

1. Buch­re­zen­sion: Lebensmittel-Lügen — Wie die Food-Branche trickst und tarnt (Food vege­ta­risch)

2. Unser täg­lich Erdöl — Tipps für den Ein­kauf von Kau­gummi (Süd­deut­sche)

3. Top­fen­knö­del mit Scho­ko­la­den­fül­lung und Apfel-Ofen-Kompott (my coo­king love affair)

 

Nach­schlag

Wider Wer­bung Adbus­ting heißt ein neues Phä­no­men, über das das Blog Kraft­fut­ter­mi­sch­werk berich­tet. Dabei neh­men sich Akti­vis­ten die XXL-Werbeplakate von Fast-Food-Riesen wie McDonald’s oder Bur­ger King vor und pin­seln dar­auf Rezepte — zum Bei­spiel für eine Reis­pfanne oder Spa­ghetti Bolo­gnese.
Kraft­fut­ter­mi­sch­werk

Schmausepost vom 8. November

Schman­kerl der Woche

All­jähr­li­che Stern­stunde: „Das ist ein Olym­pia­sieg, Cham­pi­ons Lea­gue, Welt­meis­ter und das ent­schei­dende Tor geschos­sen haben zusam­men.“ Mit die­sen ortho­gra­fisch wack­li­gen Wor­ten soll Chris­tian Jür­gens auf die Nach­richt rea­giert haben, dass sein „Über­fahrt“ am Tegern­see im neuen Michelin-Führer zu den nun­mehr elf deut­schen Drei-Sterne-Restaurants gehört. Dar­über hin­aus gibt es drei neue Zwei-Sterne-Köche und 39 neue Lokale mit ein­fa­cher Wer­tung. Inmit­ten diver­ser Lobes­hym­nen konnte die Schmau­s­epost lei­der (noch) kei­nen aktu­el­len Text ent­de­cken, der sich mit der Sinn­haf­tig­keit des Sterne-Brimboriums beschäftigt.

 

Zahl der Woche

37 Euro kos­tet im Luxus-Hotel „Emi­ra­tes Palace“ in Abu Dhabi ein Kamel-Burger auf Blatt­gold­brot mit Zwie­bel­mar­me­lade und geräu­cher­tem Halloumi-Käse. Die Wüs­ten­schiffe sind der neu­este Trend in den Golf­staa­ten — ob als Kamel-Carpaccio oder als Scho­ko­lade mit Kamel­milch.
Spiegel-Online (Kamel­fleisch)Vis­tano (Kamelmilch)

 

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Schmau­s­epost (Media-Daten)

 

Nach­rich­ten

Fett­steuer auch in Deutsch­land? Mexiko, Däne­mark und Ungarn haben sie ein­ge­führt — nun könnte auch in Deutsch­land eine Son­der­steuer auf beson­ders fett­rei­che und zucker­rei­che Lebens­mit­tel kom­men. Angeb­lich dis­ku­tie­ren Gesund­heits­po­li­ti­ker bei den Koali­ti­ons­ver­hand­lun­gen mög­li­che Modelle.
Han­dels­blattSüd­deut­sche

Neue Lebens­mit­tel­skan­dale: Nach einer ver­däch­tig lan­gen Ruhe­phase sind ver­gan­gene Woche gleich zwei neue Lebens­mit­tel­skan­dale ans Licht gekom­men. Zum einen ruft Deutsch­lands größte Mol­ke­rei Rei­be­käse aus zig Super­märk­ten zurück, der mit Lis­te­rien ver­seucht sein könnte. Zum ande­ren geht es mal wie­der um Gam­mel­fleisch, das ton­nen­weise zu Wurst ver­ar­bei­tet wurde.
Spiegel-Online (Rei­be­käse)FR (Gam­mel­fleisch)Focus (Chro­no­lo­gie der Lebens­mit­tel­skan­dale)Süd­deut­sche (Über­all der glei­che Käse)

EU warnt vor teu­rem Fleisch: Pas­send zu obi­ger Mel­dung — Ach­tung, Iro­nie! — warnt die EU vor einer ver­bind­li­chen Her­kunfts­kenn­zeich­nung bei Fleisch. Denn diese, so lau­tet das alt­be­kannte Argu­ment, würde die Preise trei­ben. Genau das jedoch bezwei­felt im SZ-Kommentar Sil­via Liebrich, die darin ein „Horror-Szenario ohne Grund­la­gen“ sieht.
Welt (EU warnt)Süd­deut­sche (Kommentar)

Stei­gen­der Welt­hun­ger: Der Kli­ma­wan­del könnte Nah­rungs­mit­tel knapp wer­den las­sen. Das geht laut New York Times aus dem Bericht des Inter­na­tio­na­len Kli­ma­rats her­vor, der im März ver­öf­fent­licht wird. Dem­nach droht die glo­bale Agrar­pro­duk­tion pro Jahr­zehnt um zwei Pro­zent zu schrump­fen, wäh­rend die Mensch­heit im glei­chen Zeit­raum bis 2050 um 14 Pro­zent wächst.
Süd­deut­scheNew York Times

 

Lese­ge­schich­ten

„Gault Mil­lau ist eine Krank­heit!“ Zehn Jahre lang hat Roland Trettl im Salz­bur­ger Red-Bull-Restaurant Ika­rus Spit­zen­kö­che aus aller Welt zu Gast gehabt und ihre Menüs nach­ge­kocht. Nun hört der Süd­ti­ro­ler auf und erläu­tert im Standard-Interview nicht nur die Gründe dafür, son­dern macht sich auch Gedan­ken über den Stel­len­wert der öster­rei­chi­schen Küche.
Stan­dard

Che­mie zum Kauen: Da mögen die Minz­blät­ter noch so grün von der Ver­pa­ckung leuch­ten — im End­ef­fekt steckt in fast jedem Kau­gummi ein Gemisch che­mi­scher Zuta­ten, zumeist auf Erdöl-Basis. Den­noch kann das Kauen die Gesund­heit för­dern, schreibt die Süd­deut­sche in ihrer Einkaufstipps-Serie. Außer­dem geht es um die Frage: Ver­klebt ver­schluck­ter Kau­gummi wirk­lich den Magen?
Süd­deut­sche

Krank­haft gesund: Orthor­exia ner­vosa bezeich­net den Zwang, sich gesund ernäh­ren zu müs­sen. Doch gibt es diese Ess­stö­rung wirk­lich oder han­delt es sich nur um eine medi­zi­ni­sche Mode­er­schei­nung? Der BR geht die­sem Phä­no­men nach und stellt fest: „Nach heu­ti­gem Wis­sen­stand nei­gen rund 1 bis 1,6 Pro­zent der Bevöl­ke­rung zur Orthor­exia“.
BR

Trend ohne Tiere: Ist Vega­nis­mus inzwi­schen Main­stream? Der Ver­dacht liegt nahe, wenn sich sogar das Mana­ger Maga­zin dem Thema annimmt und über „Die neue Lust am Ver­zicht“ berich­tet. Mit dabei sind übli­che Ver­däch­tige wie Björn Mosch­in­ski, Attila Hild­mann und Jan Bre­dack — und doch ist der Arti­kel unter­halt­sam und lohnt die Lek­türe.
Mana­ger Magazin

Meer als Acker: 18 der 21 welt­größ­ten Städte lie­gen am Ozean — und viel­leicht fin­det sich genau dort eine Lösung für deren stei­gen­den Nah­rungs­mit­tel­be­darf. Bri­ti­sche Stu­den­ten haben nun ein Sys­tem namens „Sea­leaf“. Dabei han­delt es sich um schwim­mende Gewächs­häu­ser, die an der Küste ins Was­ser gelas­sen wer­den und Regen­was­ser auf­fan­gen sowie die Son­nen­en­er­gie nut­zen.
Wiwo Green

 

Blog­schau

Lukul­li­sche Lobes­hymne: „Ein Glücks­fall für die deut­sche Koch-, Blog-, und Ver­lags­land­schaft“ sei Adriane Bil­les neues Buch „Kuli­na­ri­sche Moment­auf­nah­men — Food­blogs und ihre bes­ten Rezepte“, schreibt ein sicht­lich ange­ta­ner Lutz vom Plötz­blog in sei­ner Rezen­sion. In dem Werk, das zwölf bekannte Food­blog­ger und ihre Gerichte vor­stellt, erkennt er „ein Käst­chen vol­ler Lust, Begeis­te­rung und Liebe für das Ess­bare“.
Plötz­blog (Rezen­sion)Kuli­na­ri­sche Moment­auf­nah­men (Buch)

Retour­kut­sche: Wie in der Schmau­s­epost berich­tet, hält NZZ-Journalist Wolf­gang Fass­ben­der wenig von Food­blog­gern, „die ihre Pri­vat­ko­cher­fah­run­gen in gedruckte Form gie­ßen“. Nun folgt die Replik von Robert von lamia­cu­cina. Er wider­spricht Fass­ben­der und legt ihm als Beweis eine Reihe von Foodblogger-Büchern ans Herz.
lamia­cu­cinaNZZ (Fass­ben­der)

Feine Film­chen: „Ich kann Koch­sen­dun­gen im TV nicht aus­ste­hen.“ Mit die­sen Wor­ten beginnt Jan-Peter Wulf im nomy­blog sein Lob­lied auf „Mun­chies“, das etwas andere kuli­na­ri­schen Video­for­mat des Vice-Magazins. Denn trotz schlech­ter Ton­qua­li­tät und schwa­cher Beleuch­tung gin­gen die vier­tel­stün­di­gen Clips „dort­hin, wo Essen wirk­lich pas­siert“.
nomy­blog

„Lebensmittel-Lügen - Wie die Food-Branche trickst und tarnt“ heißt ein Rat­ge­ber der Ver­brau­cher­zen­trale, der im Sep­tem­ber erschie­nen ist. Eva von Food Vege­ta­risch erlebt bei der Lek­türe eine Reihe von Aha-Momenten und spart in ihrer Rezen­sion nicht mir Lob für das Buch.
Food Vege­ta­risch

 

Rezepte der Woche

Pome­losa­lat mit Räu­cher­sai­b­ling: Zwar ist die Zube­rei­tungs­zeit etwas geschönt — die ange­ge­be­nen 30 Minu­ten habe sie allein mit dem Schä­len der Pomelo zuge­bracht, schreibt Susi von Prost­mahl­zeit. Dafür könne sich das Rezepte für den Pome­losa­lat mit Räu­cher­sai­b­ling aus dem Koch­buch „Citrus“ durch­aus sehen las­sen.
Prost­mahl­zeit

Top­fen­knö­del mit Scho­ko­la­den­fül­lung und Apfel-Ofen-Kompott (vege­ta­risch): Ideal für kalte Herbst­abende und zum Ver­wer­ten rest­li­cher Äpfel. Kers­tin von „my coo­king love affair“, ver­passt ihren Top­fen­knö­deln einen Nou­gat­kern und ser­viert sie mit einem Apfel­kom­pott aus dem Back­ofen.
my coo­king love affair

 

Meist­ge­klickte Links der Vorwoche

1. Info­gra­fik — So viele Tiere ver­brau­chen wir (Zeit)

2. Yam nua makua: Thai­län­di­scher Rind­fleisch­sa­lat (Ger­man Abend­brot)

3. Und Pom­mes sind Gemüse (Koch­zei­len)

 

Nach­schlag

Bacon­gate Ein Ent­hül­lungs­coup son­der­glei­chen ist der renom­mier­ten Tages­zei­tung Augs­bur­ger All­ge­mei­nen gelun­gen: Auf ihrer Web­seite berich­tet sie von zwei Män­nern, die in einem Neu-Ulmer Super­markt Schin­ken essen — ohne ihn zu kau­fen! Wel­che dra­ko­ni­sche Strafe dem Die­bes­duo nun droht, steht in dem durch­weg span­nen­den und lesens­wer­ten Arti­kel.
Augs­bur­ger Allgemeine

Schmausepost vom 1. November

Schman­kerl der Woche

Eife­rer oder Vor­den­ker? 16 Arti­kel sowie mehr als 2.500 Kom­men­tare (Stand Frei­tag­mit­tag): Die The­men­wo­che „Vega­nes Leben“ bei Zeit Online hat für reich­lich Gesprächs­stoff gesorgt — und einige lesens­werte Bei­träge her­vor­ge­bracht. Eine Auswahl:

 

Zahl der Woche

3 Schil­ling kos­tet die Lunch­box an Bord des Handley-Page-Fluges von Lon­don nach Paris am 11. Okto­ber 1919 — das erste Flug­zeu­ges­sen der Welt. Wie es danach wei­ter­ging mit den Menüs über den Wol­ken hat der Tages­an­zei­ger rekon­stru­iert. Pas­send dazu ver­rät die Welt, wel­che Flug­zeu­ges­sen beson­ders beliebt sind.
Tages­an­zei­ger (His­to­rie)Welt (Umfrage)

 

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Nach­rich­ten

Bode übt Kri­tik: Der omni­prä­sente Foodwatch-Chef Thilo Bode nimmt sich wie­der mal die Lebens­mit­tel­in­dus­trie vor: Im Inter­view pran­gert er undurch­sich­tige Sie­gel an, teilt gegen die schei­dende Minis­te­rin Ilse Aigner aus und stellt For­de­run­gen an eine neue Bun­des­re­gie­rung.
Süd­west Presse

Stu­die stützt Ampel: Ilse Aigner hält bekannt­lich wenig von einer Lebensmittel-Ampel. Doch nun zeigt eine Stu­die aus den USA: Eine sol­che Kenn­zeich­nung auf Ver­pa­ckun­gen kann Men­schen dazu ermun­tern, gesün­der ein­zu­kau­fen.
Wiwo Green

Süßes Ver­ges­sen: Zucker macht dumm — das wäre die Bild-typische Schlag­zeile zu jener Stu­die, die For­scher der Ber­li­ner Cha­rité nun vor­ge­stellt haben. Dem­nach hän­gen die Gedächt­nis­leis­tun­gen im hohen Alter stark vom Zucker­ge­halt im Blut ab. Wer viel Süßes isst, der ist ver­gess­li­cher.
Süd­deut­sche

Burger-Krieg: 40 Jahre lang kam bei McDonald’s nur Heinz-Ketchup in die Tüte — jetzt nicht mehr. Der Grund: Der Heinz-Konzern wird seit kur­zem von Ber­nardo Hees gelei­tet, dem frü­he­ren Chef des McErz­ri­va­len Bur­ger King. Der­weil fei­ert ein McDonalds-Urgestein Geburts­tag: Ronald McDo­nald wird 50, und die taz wid­met ihm die „Ansicht eines Clowns“.
Welt (Heinz)taz (Ronald McDonald)

 

Lese­ge­schich­ten

Wider der Natur: Brot und Milch. Das sind natür­li­che Lebens­mit­tel. Rein. Unver­fälscht. Denkt man. Doch tat­säch­lich ver­kom­men diese Grund­pro­dukte immer mehr zu Indus­trie­pro­duk­ten, kri­ti­siert Tanja Busse im Green­peace Maga­zin — „durch Zusatz­stoffe auf­ge­peppt, mit High­tech halt­bar gemacht“.
Green­peace Magazin

Grau­si­ger Tod: 56 Mil­lio­nen Schweine wer­den pro Jahr in Deutsch­land geschlach­tet — man­che davon bei vol­lem Bewusst­sein. Das behaup­tet der ZDF-Beitrag „Bil­li­ges Fleisch, leben­dig geschlach­tet“, der auf einer Anfrage der Grü­nen an die Bun­des­re­gie­rung basiert.
heute

Süß­stoff mit Schmäh: Sie sind eine öster­rei­chi­sche Legende, doch die meis­ten Mozart­ku­geln stam­men aus Deutsch­land, näm­lich aus Bad Rei­chen­hall. Von dort will die Kom­po­nis­ten­ku­gel nun neue Märkte in ara­bi­schen Län­dern erobern — mit einer Vari­ante ohne Alko­hol.
Süd­deut­sche

Hirn­ris­sige Legende: Spä­tes­tens seit „Indiana Jones“ wis­sen wir: Im fer­nen Osten isst man Affen­hirn (auf Eis). In China, so hat es die Legende, wird gar dem leben­di­gen Affen das Hirn aus­ge­löf­felt. Woher kommt die­ser Mythos? Kai Stritt­mat­ter begibt sich für das SZ Maga­zin auf Spu­ren­su­che.
SZ Maga­zin

 

Blog­schau

Schlamm­schlacht, die Erste: Am letz­ten Oktober-Wochenende strö­men Tau­sende zum Boke­ler See vor den Toren Ham­burgs, um dem tra­di­tio­nel­len Abfi­schen bei­zu­woh­nen. Dabei wird erst das Was­ser des Sees abge­las­sen, ehe die Fischer rund zwei Ton­nen Fisch an Land hie­ven. Ste­van von Nut­ri­cu­li­nary war bei der Schlamm­schlacht dabei.
Nut­ri­cu­li­nary

Zehn Zwie­bel­fak­ten: Die äthe­ri­schen Öle der Zwie­bel las­sen beim Schnei­den die Trä­nen flie­ßen. Das ist einer der „10 Gedan­ken zu… Zwie­beln“, die Eva von Food Vege­ta­risch zusam­men­ge­tra­gen hat. Dazu gibt’s ein Rezept für Schalotten-Antipasti. Wie stets zwei­spra­chig, wie stets lesens­wert.
Food Vege­ta­risch

Schlamm­schlacht, die Zweite: Heike von den Koch­zei­len wagt sich in Facebook-Kochgruppen und zieht eine erschre­ckende Bilanz: „Ich hab mich nun einige Wochen in sol­chen Grup­pen getum­melt. Immer freund­lich, immer kon­struk­tiv und habe gehol­fen, wo ich konnte. Im Ergeb­nis gelte ich als Stö­ren­fried, als Que­ru­lant, als Bes­ser­wis­ser.„
Koch­zei­len

Weni­ger ist mehr: Was gehört ins Brot? Und vielm wich­ti­ger: Was nicht? Brot-Experte Lutz vom Plötz­blog macht sich Gedan­ken über Zusatz­stoffe, Back­mi­schun­gen und Ver­brau­cher­täu­schung. Ein Plä­do­yer für Zeit und Wis­sen — statt Zusatz­stof­fen.
Plötz­blog

 

Rezepte der Woche

Yam nua makua: Ein Gericht, das schnel­ler zube­rei­tet ist, „als jeder Piz­zabring­dienst knatschige, lau­warme Ekel­fla­den lie­fern kann“, stellt Julia bei „Ger­man Abend­brot“ vor — den thai­län­di­schen Rind­fleisch­sa­lat Yam nua makua. Er kommt mit Thai-Auberginen und Minze daher und wird lau­warm ser­viert.
Ger­man Abendbrot

Ofa­schlupfa (vege­ta­risch): Ein idea­les Gericht zum Ver­wer­ten alter Bröt­chen prä­sen­tiert Ulrike von „Genial lecker“: Ofa­schlupfa, eine schwä­bi­sche Vari­ante von Arme Rit­ter. Oben­drein ver­weist Ulrike auf ihre umfang­rei­che Rezept­liste mit mehr als 20 wei­te­ren tra­di­tio­nel­len schwä­bi­schen Gerich­ten.
Genial lecker

 

Meist­ge­klickte Links der Vorwoche

1. 100 gute Lebens­mit­tel (Öko-Test)

2. Fix ohne fix: Zwiebel-Sahne-Schnitzel (Fein­kost­punks)

3. Marzipan-Mohn-Mousse (Trüf­fel­schwein)

 

Nach­schlag

Nie wie­der Döner-Mund Kau­gummi, Ziga­rette, Mund­spray — gegen den Döner-Atem schien lange kein Kraut gewach­sen. Nun jedoch wol­len Bre­mer Stu­den­ten ein Getränk gegen den Kebap-Mundgeruch erfun­den haben: Papa Türk.
Spiegel-Online