Archiv für den Monat: Dezember 2016

Schmausepost vom 30. Dezember

Schman­kerl der Woche

Kost­me­tik: Sie ste­cken hin­ter jedem Bild auf Cornflakes-Packungen, hin­ter jedem Hackfleisch-Foto im Super­markt­blätt­chen und hin­ter jeder Nah­auf­nahme eines Drei-Gänge-Menüs im Hoch­glanz­ma­ga­zin. Die Rede ist von Food-Stylisten – wie Anna Walz. Sie ist seit sie­ben Jah­ren in der Bran­che, dra­piert Paprika und Co. mal mög­lichst authen­tisch (Chef­koch) und mal mög­lichst glän­zend (Wer­bung). In der FAZ ver­rät Walz einige Tricks und erklärt, wieso Food­porn nervt.
FAZ

 

Zahl der Woche

17.500 Spei­se­kar­ten der ver­gan­ge­nen 160 Jahre fin­den sich in der frei zugäng­li­chen Online-Datenbank der New York Public Library. Wer sich hier durch­klickt, der ent­deckt manch inter­es­san­tes Gericht wie Ome­lette mit Küken­le­ber oder indi­sche Suppe aus Vogel­spei­chel. Bei „Eines Tages“ gibt’s eine Bil­der­ga­le­rie mit aus­ge­wähl­ten his­to­ri­schen Spei­se­kar­ten.
Eines Tages

 

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Schmau­s­epost (Media-Daten)

 

Aus den Medien

Trend statt Tonne: Lebens­mit­tel, die der­einst ein­fach weg­ge­schmis­sen wur­den, fin­den heut­zu­tage auf vie­ler­lei Weise Ver­wen­dung — ob in spe­zi­el­len Food­trucks, Restau­rants und Super­märk­ten, bei Food­sha­ring oder ganz klas­sisch über die Tafel. Der Fein­schme­cker stellt ver­schie­dene Geschäfts­mo­delle rund ums Res­tees­sen vor.
Manager-Magazin

Wut über Wahn: Nie­mand zetert schö­ner über kuli­na­ri­schere Irr­wege als Vin­cent Klink. Im Inter­view mit der Effi­lee echauf­fiert sich der Sterne-Koch treff­lich über die neu­este Allergen-Kennzeichnungspflicht, über den gras­sie­ren­den Unver­träg­lich­keits­wahn und über takt­lose Gäste.
Effi­lee

Bir­ken­rinde statt Beluga-Kaviar: Mos­kau ist der neue Place-to-Eat für Foo­dies. Sagt zumin­dest der Welt-Ableger „Icon“. Dabei gehe es weni­ger um „Oligarchen-Tempel, in denen man zu Har­fen­klän­gen eimer­weise Beluga-Kaviar ver­speist“, son­dern eher um tra­di­tio­nelle Küche und lokale Qua­li­täts­pro­dukte, aus denen her­aus sich dar­aus eine neue rus­si­sche Ess­kul­tur ent­wi­ckelt.
Icon

Marot­ten der Mahl­zeit: Jedes Land, jeder Kul­tur­kreis und jede Fami­lie hat eigene Rituale, wenn’s ums Abend­es­sen geht. Wie diese aus­se­hen, zei­gen die Bil­der der US-Fotografin Lois Bie­le­feld, die ihre Lands­leute vor, beim und nach dem Din­ner beob­ach­tet hat – immer abends, mon­tags bis don­ners­tags.
20 Minu­ten

 

Aus den Blogs

Kuli­na­ri­sche Glas­ku­ge­leien: NZZ-Connaisseur Wolf­gang Fass­ben­der blickt auf elf gas­tro­no­mi­sche Trends, denen er 2017 eine rasante Kar­riere vor­her­sagt. Die Liste fängt an mit Kaf­fee und „süßen Bei­ga­ben“, geht wei­ter zu vega­nen Menüs und endet bei Hop­fen, Malz und Sherry.
Nach­ge­würzt (NZZ)

Julia im Wun­der­land: Julia vom „Ger­man Abend­brot“ zieht das „Gol­den Ticket“ für einen Platz im „The Fat Duck“ von Hes­ton Blu­men­thal. In ihrem lan­gen, lie­be­vol­len und lesens­wer­ten Bericht über den Lunch im Dreis­ter­ner erzählt Julia (die erst­mals in einem Restau­rant foto­gra­fiert) hör­bar begeis­tert von ihrer Reise ins kuli­na­ri­sche Wun­der­land.
Ger­man Abendbrot

Neu­jahrs­an­spra­che: Einen kri­ti­schen Denk­an­stoß zum Jah­res­aus­klang gibt’s von Eve­line im „Küchen­tanz“. Sie kon­sta­tiert ernüch­tert: „Die ökolo­gi­sche und ethi­sche Wende fin­det der­zeit defi­ni­tiv nicht statt.“ Viel­mehr sei das „ehr­li­che Enga­ge­ment der Vor­aus­den­ker“ zu einer „modi­schen Political-Correctness-Kitchen mit Hippness-Faktor“ abge­wer­tet wor­den.
Küchen­tanz

End­lose Erkennt­nisse: Eine Woche lang hat Uwe von „High Foo­da­lity“ als Prak­ti­kant hin­ter die Kulis­sen des Sterne-Restaurants „Sosein“ geblickt. Nach sie­ben Tagen, knapp 60 Sei­ten im Notiz­buch und 4000 Bil­dern blickt er zurück auf all das, was er gelernt hat – von „milch­sauer fer­men­tie­ren“ bis „Osmose für mehr Geschmack“.
High Foo­da­lity

 

Rezepte der Woche

Ashak: Die afgha­ni­sche Vari­ante der Maul­ta­sche — Spinat­ta­schen mit Hack­fleisch­soße und Joghurt — stellt Razia vor, die 2014 aus ihrem Hei­mat­land geflo­hen ist. Das Rezept stammt aus dem Koch­buch „Kleine Welt­kü­che — Koch­re­zepte von Geflüch­te­ten und Freun­den“. Die Erlöse aus dem Ver­kauf des Buchs kom­men Flücht­lings­pro­jek­ten zugute.
Spie­gel (inkl. Rezept-Video)

Karotten-Couscous mit Rosen­kohl (vege­ta­risch): BR-Köchin Diana Bur­kel lässt Cous­cous in Karot­ten­saft köcheln, ver­fei­nert ihn mit Karot­ten­ras­peln und ser­viert das ganze mit gerös­te­tem Rosen­kohl und Kräu­ter­seit­lin­gen.
BR

 

Meist­ge­klickte Links der Vorwoche

1. 21 wis­sen­schaft­li­che Life-Hacks für die Küche (Süd­deut­sche)

2. Das sind die bes­ten Food­blogs 2016 (Women’s Health)

3. 11 alberne Dinge, die Foo­dies tun (Mit Ver­gnü­gen)

 

Nach­schlag

Süße Wahr­heit: Je nach Stu­die macht sie mal dick und mal schlank, mal ver­fet­tet sie das Herz, mal beugt sie Herz­in­fark­ten vor. Die Rede ist von der Scho­ko­lade, über die es mehr Stu­dien, Mythen und Irrun­gen gibt denn über fast jedes andere Lebens­mit­tel. Pünkt­lich zum Abschied des letz­ten Scho­ko­weih­nachts­manns packt die „Zeit“ die „Wahr­heit über Scho­ko­lade“ aus.
Zeit

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Schmausepost vom 23. Dezember

Schman­kerl der Woche

Alles im Brot: Was ist gutes Brot? Diese sim­ple Frage beant­wor­tet „Das Fil­ter“ in einer wun­der­schö­nen Geschichte „über die wahre Kunst des Sau­er­teigs“. Und wer lie­ber guckt als liest, dem lege ich die 37-Grad-Doku „Mein täg­lich Brot“ ans Herz, für die die Macher die älteste Back­stube Frank­furts besucht haben.
Das Fil­ter (Sau­er­teig)ZDF (37 Grad)

 

Zahl der Woche

11 alberne Dinge, die Foo­dies tun“ heißt ein click­bai­ten­der Listi­cle bei „Mit Ver­gnü­gen“, der von Fut­ter­neid über Essen auf der Brust/auf der Haut bis hin zu Food-Witzen mit jeg­li­chem Kli­schee spielt.
Mit Ver­gnü­gen

 

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Schmau­s­epost (Media-Daten)

 

Aus den Medien

Das Gute liegt so nah: Regio­nal essen liegt im Trend, gilt als nach­hal­tig und vor­bild­lich. Doch wie schwer ist es, sich wirk­lich nur von Lebens­mit­teln aus der Umge­bung zu ernäh­ren? Die Deutsche-Welle-Reporterin Kiyo Dör­rer unter­nimmt den Selbst­ver­such und bilan­ziert nach einer Woche: „Lokal zu essen ist ein Voll­zeit­job.„
Deut­sche Welle

Der Fisch­markt in Tokio ist legen­där. Hier gibt von der bil­li­gen Flun­der bis zum zent­ner­schwe­ren Thun­fisch alles, was die Ozeane her­ge­ben; jähr­lich wer­den 750.000 Ton­nen Fisch im Wert von fünf Mil­li­ar­den Euro umge­schla­gen. Ste­phan Fins­ter­busch hat für die FAZ eine Nacht auf dem Tsu­kiji ver­bracht. Her­aus­ge­kom­men ist eine beein­dru­ckende Repor­tage mit tol­len Fotos.
FAZ

Küchen­tricks 2.0: Was hat der per­fekte Bra­ten mit Ana­nas­saft zu tun? Was bringt Hyper­de­kan­tie­ren mit dem Mixer? Und was war noch mal die Schwimm­probe für faule Eier? Die SZ stellt in einer Bil­der­ga­le­rie 21 Life-Hacks für die Küche vor.
Süd­deut­sche

Bur­ger von der Grille: Ab nächs­tem Früh­jahr tritt in der Schweiz eine neue Lebens­mit­tel­ver­ord­nung in Kraft, infolge derer der Ver­kauf von Mehl­wür­mer, Heu­schre­cken und Gril­len erlaubt wird. Der Detail­händ­ler Coop will im Geschäft mit dem Krab­belge­tier eine Füh­rungs­rolle ein­neh­men und unter ande­rem Insekten-Burger und –Hack­bäll­chen anbie­ten.
NZZ (Text)20 Minu­ten (Video-Interview)

 

Aus den Blogs

Anlauf­stel­len: Das Maga­zin „Women’s Health“ stellt „die bes­ten deut­schen Food­blogs 2016″ vor. Und so wenig ich vom Kon­zept der­lei Zeit­schrif­ten halte, so loh­nens­wert ist den­noch ein Blick auf die Aus­wahl. Mit dabei sind unter ande­rem „Bake to the Roots“ (Back­blog), „Eat This“ (veggie/vegan) und „Din­ner um Acht“ (Reise).
Women’s Health

Bil­der­wel­ten: Pin­te­rest ist zwar ein Nischen-Netzwerk, doch gerade bei Food­blog­gern beliebt. Joa­chim erklärt in sei­nem aus­führ­li­chen und fun­dier­ten Arti­kel bei „Test­schme­cker“, wel­che Vor– und Nach­teile die Platt­form hat — und wel­che Chan­cen sie Food­blog­gern bie­tet.
Test­schme­cker

Scharf­ma­cher: Eigent­lich sei sein selbst­ge­mach­tes Kim­chi ja ganz gut gewor­den, schreibt Daniel bei „Wir essen gesund“. Doch allein der Schärfe wegen „wird es eine ganze Weile brau­chen, bis die bei­den Glä­ser leer sind“. Wer sich nun selbst ans Kohl fer­men­tie­ren machen will, der fin­det in sei­nem Bei­trag eine gute Anlei­tung — inklu­sive Video.
Wir essen gesund

Lese­fut­ter: Kurz vor Weih­nach­ten stellt Ste­van tra­di­tio­nell seine Kochbuch-Lieblinge des Jah­res bei Nut­ri­cu­li­nary vor — mit viel Wis­sen und viel Liebe. Heuer sind’s zwar nur acht statt zehn, dafür seien sie alle­samt Werke, „die für mich in die­sem Jahr von beson­de­rer Rele­vanz waren, ein neues Thema auf­grif­fen, ver­tief­ten, Impulse gaben und geben.„
Nut­ri­cu­li­nary

 

Rezepte der Woche

Lauch-Quiche mit Berg­käse und Lardo: Inmit­ten all der Plätz­chen und Weih­nachts­des­sert gibt’s bei „Obers trifft Sahne“ etwas Def­ti­ges zum Abend­es­sen: eine herz­hafte Quiche mit Lauch, Berg­käse und ita­lie­ni­schem Lardo-Speck. Dazu klärt Petra über den Unter­schied zwi­schen Quiche und Tarte auf.
Obers trifft Sahne

Cre­mige Rosen­kohl­suppe (vege­ta­risch): Pas­send zu Titus Arnus Arti­kel in der Süd­deut­schen, der dort dem Rosen­kohl ein Lob­lied singt, stellt Björn bei „Happy Plate“ ein schnel­les und ein­fa­ches Rezept vor – für eine Rosen­kohl­suppe der cre­mi­gen Art.
Happy Plate (Rezept)Süd­deut­sche (Rosenkohl-Hommage)

 

Meist­ge­klickte Links der Vorwoche

1. Alle Rezepte-E-Books zum kos­ten­lo­sen Down­load (Koch­topf)

2. Kunst­werke aus Essen (FAZ)

3. Prak­ti­kant im Sosein — Der erste Tag (High Foo­da­lity)

 

Nach­schlag

Arzt und so: Vorige Woche habe ich an die­ser Stelle Wer­ner Bar­tens Pole­mik ver­linkt, der sich in der Süd­deut­schen erst über eine „Stuss mit Nuss“-Studie und danach über die Ernäh­rungs­wis­sen­schaft im All­ge­mei­nen echauf­fiert hat. In sei­ner Glosse ste­cke durch­aus mehr als ein Fun­ken Wahr­heit, schreibt Johanna in ihrer Replik bei „Quark und so“. Aller­dings habe sich der Autor den fal­schen Sün­den­bock aus­ge­sucht. Denn: „Eigentlich müsste Wer­ner Bar­tens den Ärger bei sei­nen gewis­sen­lo­sen Medi­zi­ner­kol­le­gen abla­den.„
Quark und so

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Schmausepost vom 16. Dezember

Schman­kerl der Woche

Blick in die Sterne: Uwe ist Chef­koch in sei­ner Küche, und was er dort Beein­dru­cken­des zuta­ge­kocht, prä­sen­tiert er in sei­nem Food­blog „High Foo­da­lity“. Seit Kur­zem ist Uwe jedoch Prak­ti­kant. Im „Sosein“ in Herolds­berg. Zwei Wochen lang blickt er dort hin­ter die Kulis­sen eines Sterne-Restaurants. Was er dabei erlebt, erzählt er in sei­nem Blog — lie­be­voll, unter­halt­sam, lesens­wert
High Foo­da­lity || „1. Tag im Sosein“

 

Zahl der Woche

226 Euro gibt Otto-Normal-Deutscher an Weih­nach­ten fürs Essen und Trin­ken aus. Das mag auf Anhieb über­ra­schen — schließ­lich ste­hen auf 45 Pro­zent der Tische an Hei­lig­abend Würst­chen und Kar­tof­fel­sa­lat. Noch mehr kuli­na­ri­sche Zah­len und Weih­nachts­fak­ten (mit denen man zu Tisch glän­zen kann) lie­fert eine Stu­die von Retail­me­not.
Pres­se­por­tal

 

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Ho, Ho, Ho! Lie­ber Lese­rin­nen, liebe Leser, es weih­nach­tet. Zeit für Glüh­wein. Für Plätz­chen. Für Völ­le­rei. Und für Geschenke. Die Schmau­s­epost wünscht sich dabei – ganz beschei­den – keine teu­ren Prä­sente, son­dern „nur“ ein paar neue Leser. Von daher lau­tet meine Weih­nachts­bitte: Macht’s doch ein bis­serl Wer­bung für die­sen fei­nen, klei­nen News­let­ter – bei Face­book, bei Twit­ter oder ganz klas­sisch von Mund zu Mund beim Advents­sin­gen und Plätz­chen­es­sen.
Schmau­s­epost

 

Aus den Medien

Mit Mozzarella-Augen: „Aus Äpfeln wer­den Eulen, aus Spie­ge­lei­ern Blu­men, aus Toma­ten und Lauch ein Fahr­rad, und auf fast jedem Tel­ler, der food-art-gerecht dra­piert wird, zeigt sich ein Gesicht: Wurst­schei­ben mit zwei Mozzarella-Augen und Möh­ren­nase, Toast mit Apfel­mund, Paprika mit Blaubeer-Ohren und Gurken-Brille.“ Die FAZ zeigt „neue opti­sche Reize für ein acht­gän­gi­ges Fest­menü“. Herr­lich!
FAZ

Look-not-alike: Im Wett­be­werb der Restau­rants wird neben der Küche auch das Ambi­ente immer wich­ti­ger – von renom­mier­ten Desi­gnern und Künst­lern kre­iert. Doch wel­chen Look braucht ein Lokal, um unver­wech­sel­bar und zu einer Marke zu wer­den? Die­ser Frage nähert sich Patri­cia Böhm im Fein­schme­cker.
Manager-Magazin

Radi­kal regio­nal: Könnte sich eine Mil­lio­nen­stadt wie Ham­burg nur von dem ernäh­ren, was ihr unmit­tel­ba­res Umland her­gibt? Diese Frage haben For­scher an der Hafen­City Uni­ver­sity zu beant­wor­ten ver­sucht. Die Ant­wort lau­tet ja – aller­dings nur unter einer gan­zen Reihe opti­mis­ti­scher Annah­men.
Spie­gel

Tie­risch selbst­be­wusst: „Ich finde es gut, wenn das Kli­schee des vega­nen Hip­pies ersetzt wird durch das des sty­li­schen Vega­ners, der Por­sche fährt“, sagt der streit­bare Ober­ve­ga­ner Attila Hild­mann im FAZ-Interview . Außer­dem geht’s um Hass im All­tag, Shits­torms im Netz und um Ver­mummte, die seine Ver­an­stal­tun­gen stür­men.
FAZ

 

Aus den Blogs

Stern­stun­den: Die nim­mer­sat­ten Gour­mets von „Stern­e­fres­ser“ stel­len alle 31 Küchen­chefs vor, die im jüngs­ten Guide Miche­lin erst­mals bes­ternt wur­den. Sehr unter­halt­sam sind dabei die Ant­wor­ten auf die Frage „Wie haben Sie vom Stern erfah­ren?“. Und: „Was gab’s danach zum Trin­ken?„
Stern­e­fres­ser

Kräu­ter­fee: „Ich habe schon etli­che Stun­den mit einer Tasse Tee und dem Buch in der Hand ver­bracht, dabei seuf­zend raus­ge­schaut auf mein ein­ge­win­ter­tes Bal­ko­nien“, schreibt Susi von „Prost­mahl­zeit“ über ihre neu­este Ent­de­ckung: das Buch „Kräu­ter für den Gour­met­gärt­ner“ von Caro­line Hol­mes. Im Blog gibt’s eine aus­führ­li­che Rezen­sion.
Prost­mahl­zeit

Lese­fut­ter: Schon 2005 – vor elf Jah­ren! – hat zorra vom „Koch­topf“ ein ers­tes pdf-Kochbuch mit ihren Rezep­ten ver­öf­fent­licht. Seit­dem sind einige wei­tere hin­zu­ge­kom­men, unter ande­rem zu ihren Brotback-Projekten. Nun hat zorra all ihre E-Books ein­mal auf­ge­lis­tet, und das Beste daran ist: Der Down­load ist kos­ten­los.
Koch­topf

 

Rezepte der Woche

Per­fekte Rin­der­rou­la­den: Das Wört­chen „per­fekt“ sei womög­lich etwas voll­mun­dig, räumt Peter von „Aus mei­nem Koch­topf“ ein – wobei sich dies in ers­ter Linie auf die Zube­rei­tung (und nicht den Inhalt) der Rou­la­den beziehe. Bei ihm kom­men ins senf­be­pin­selte Rind vier Dinge: Scha­lot­ten, Speck, Toast­brot und Peter­si­lie. Und zu den Rou­la­den gibt’s Cham­pi­gnons und Sellerie-Kartoffel-Püree.
Aus mei­nem Kochtopf

Rotkraut-Knödel mit Pilz-Geschnetzeltem (vege­ta­risch): „Wie hübsch, wie fest­lich läßt sich vege­ta­risch kochen. Hach, herr­lich!“, schreibt das Salz­korn bei „grein de sel“ über ihre Lafer’schen Rot­kraut­knö­del. Die sind in einer fei­nen Knus­per­ku­gel ver­packt und wer­den mit Pilz-Geschnetzeltem ser­viert.
grain de sel

 

Meist­ge­klickte Links der Vorwoche

1. Das Rezept (SZ-Magazin)

2. Was macht ein gutes Gericht aus? (Enorm-Magazin)

3. Julien Wal­ter über den Sterne-Mythos (Spie­gel)

 

Nach­schlag

Dumme Nuss: Nüsse sind das neue Super­food. Ach was, ein Super­du­per­su­per­food sogar. Schließ­lich könn­ten sie Mil­lio­nen Todes­fälle ver­hin­dern — so legt es zumin­dest eine neue Stu­die nahe. Alles Quatsch, ärgert sich Wer­ner Bar­tens, Medizin-Guru der SZ, in sei­ner Kolumne. Er kri­ti­siert der­lei „Pseudo-Forschung“ mit den Wor­ten: „Ähnlich wie auf den Lauf­ste­gen in Paris oder Mai­land ist mal das eine, dann das andere in Mode.„
Süd­deut­sche

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Schmausepost vom 9. Dezember

Schman­kerl der Woche

Geschmack­sa­che: Hier gibt’s immer mehr TV-Kochshows, Food­porn und Koch­bü­cher, dort ist das kuli­na­ri­sche Bil­dungs­ni­veau gerade jun­ger Men­schen so nied­rig wie nie. Die­ses Para­do­xon greift Jür­gen Dol­lase in einem klu­gen Inter­view auf, in dem er sich gewohnt poin­tiert auch zu sei­nen Mensa-Tests („nicht trost­los, eher banal“) und zur Über­me­dia­li­sie­rung des Kochens („ein Hau­fen von unzu­sam­men­hän­gen­dem Unsinn“) äußert.
Enorm-Magazin

 

Zahl der Woche

5 bemer­kens­werte Details zum kas­sen­lo­sen Super­markt Ama­zon Go“, zählt Peer Scha­der im Super­markt­blog auf. Der Kon­zern hat diese Woche für Schlag­zei­len gesorgt, mit der Ankün­di­gung, nächs­tes Jahr Super­märkte ohne Kas­sen eröff­nen zu wol­len.
Super­markt­blogSpie­gel (Hintergrund)

 

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Ho, Ho, Ho! Lie­ber Lese­rin­nen, liebe Leser, es weih­nach­tet. Zeit für Glüh­wein. Für Plätz­chen. Für Völ­le­rei. Und für Geschenke. Die Schmau­s­epost wünscht sich dabei – ganz beschei­den – keine teu­ren Prä­sente, son­dern „nur“ ein paar neue Leser. Von daher lau­tet meine Weih­nachts­bitte: Macht’s doch ein bis­serl Wer­bung für die­sen fei­nen, klei­nen News­let­ter – bei Face­book, bei Twit­ter oder ganz klas­sisch von Mund zu Mund beim Advents­sin­gen und Plätz­chen­es­sen.
Schmau­s­epost

 

Aus den Medien

Blick in die Sterne: Spiegel-Online trifft Food­blog­ger Julien Walt­her von „Trois Etoi­les“ im „Madame X“ in Ham­burg, um mit ihm über den Guide Miche­lin und des­sen Ster­nen­se­gen zu spre­chen. Auch der dor­tige Koch Tho­mas Imbusch kommt zu Wort und erklärt, was eine Bes­ter­nung für ein Lokal und des­sen Koch bedeu­tet.
Spie­gel

Blick in die Zukunft? „Ich besitze kei­nen Star-Trek-Replikator, der mir ein Mit­tag­es­sen nach Wahl auf­baut, und auch kei­nen Black & Decker-Food-Hydrator, der aus einer gefrier­ge­trock­ne­ten, geschrumpf­ten Pizza eine volu­mi­nöse zau­bert, wie das schon 1989 im Film «Zurück in die Zukunft II» zu sehen war.“ Also baut sich Wis­sen­schafts­jour­na­list Jakob Vicari sei­nen eige­nen Koch­ro­bo­ter. Genauer gesagt: Er ver­sucht es — und berich­tet davon höchst unter­halt­sam in der NZZ.
NZZ

Blick ins Rezept­buch: Die Süd­deut­sche Zei­tung macht auf New York Times und in Rezep­ten. Auf einer neuen, hübsch und hand­lich gestal­te­ten Seite sam­melt das Blatt all die Rezepte aus SZ und SZ-Magazin; außer­dem gibt’s einen News­let­ter und einen Whatsapp-Kanal.
Süd­deut­sche – Hin­ter­grund || „Das Rezept“

Blick in die Region: Regio­nale Lebens­mit­tel sind mäch­tig ange­sagt, 76 Pro­zent alles Bun­des­bür­ger kau­fen sie am liebs­ten. Doch zum einen reicht das Ange­bot nicht, um die große Nach­frage zu decken, gibt Jörn Kabisch in der taz zu beden­ken. Zum ande­ren seien die Vor­stel­lun­gen von „regio­nal“ so unter­schied­lich wie die Men­schen – und oft­mals reich­lich irrig.
taz

 

Aus den Blogs

Geschmacks­mo­den: Der Teilchen-Blog der Zeit hat eine herr­li­che Seite auf­ge­tan, die zeigt, wie sich unser Geschmack im Laufe der Jahre wan­delt. „Rhythm of Food“ stellt anhand von Gra­fi­ken die Such­t­rends nach Lebens­mit­teln seit 2004 dar. Qui­noa etwa erlebte erst in jün­ge­rer Zeit einen rasan­ten Auf­schwung; beim Cosmo­po­li­tan dage­gen ist es anders­rum — was nicht zuletzt an einer TV-Serie lag.
Teilchen-Blog

Geschmacks­reise, die Erste: Einen kuli­na­ri­schen Rei­se­be­richt der Extra­klasse lie­fert Clau­dia bei „Din­ner um Acht“ ab. Sie berich­tet aus der süd­ko­rea­ni­schen Haupt­stadt Seoul, wo sie ein­ge­taucht ist in Kim­chi, Hot­pots, Bibim­bap und die bes­ten Food­märkte der Stadt.
Din­ner um Acht

Geschmacks­reise, die Zweite: Noch mal Reise, noch mal Asien. Bar­bara von „Ein Topf Hei­mat“ nimmt uns mit nach Kam­bo­dscha. Auch hier gibt’s tolle Fotos; dazu kommt reich­lich Wis­sens­wer­tes über Ein­flüsse, Zuta­ten und Aro­men der kam­bo­dscha­ni­schen Küche.
Ein Topf Heimat

Geschmacks­wel­ten: Egal ob Vega­ner, Stein­zeit­diät­ler oder Sonst­was­ler: Viele von ihnen sind der Über­zeu­gung, dass sie (und nur sie) sich nach­hal­tig ernäh­ren. Dem wider­spricht Felix bei „Urge­schmack“ in sei­ner Ana­lyse zu der Frage: Was ist nach­hal­tige Ernäh­rung?
Urge­schmack

 

Rezepte der Woche

Hüh­ner­suppe mit Zitrone und Spi­nat: „Das beste Mit­tel zum gesund wer­den, gesund blei­ben und end­lich kom­plett auf­tauen und warm wer­den“ ser­viert Juliane bei „Schö­ner Tag noch!“: Ihre Hüh­ner­suppe ver­fei­nert sie mit Baby­spi­nat, Lauch, Chili und ordent­lich Zitro­nen­scha­len­abrieb.
Schö­ner Tag noch!

Süßkartoffel-Strudel (vege­ta­risch): Nadine von „Eat this“ macht sich bereits Gedan­ken über ihr (vega­nes) Weih­nachts­menü. Zum Haupt­gang gibt’s anders als in den Vor­jah­ren nichts „Bra­te­n­ähn­li­ches“, son­dern einen Süßkartoffel-Strudel, der mit Cham­pi­gnons, Spi­nat und Pini­en­ker­nen daher­kommt.
Eat this

 

Meist­ge­klickte Links der Vorwoche

1. Res­te­ver­wer­tung Eigelb & Eiweiß (Back­schwes­tern)

2. Spiegel-Online über Bes­se­r­es­ser: Bil­li­ger geht’s nicht (Quark und so)

3. Kochbuch-Empfehlungen zu Weih­nach­ten (Bushcook’s Kit­chen)

 

Nach­schlag

Sau­ko­misch? Food-Scout Richard Kägi inter­viewt in sei­ner NZZ-Kolumne ein Woll­schwein, „des­sen Bauch er an sei­nem Geburts­tags­es­sen zube­rei­ten wird“. Am Ende (kurz bevor er das Rezept ver­rät) lässt Kägi die Sau gar Brecht zitie­ren: „Die Sau ist erst wirk­lich tot, wenn nie­mand mehr an sie denkt. Und ich weiss, mei­nen Bauch wirst du nie ver­ges­sen.„
NZZ

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Schmausepost vom 2. Dezember

Schman­kerl der Woche

Päpst­li­cher Rück­blick: Der Dezem­ber kann einem leid tun. Kaum ist er am Start, pras­seln die Jah­res­rück­bli­cke danie­der — wobei der zwölfte Monat zwangs­weise außen vor bleibt. Dies gesagt, lege ich euch die kuli­na­ri­sche Rück­schau der FAZ ans Herz. Wein-Papst Stuart Pigott und Alles-außer-Wein-Papst Jür­gen Dol­lase küren ihre Lieb­linge 2016 – Köche, Win­zer, Weine.
FAZ

 

Zahl der Woche

20 Tipps zur Res­te­ver­wer­tung beim Plätz­chen­ba­cken lis­tet Andrea bei den „Back­schwes­tern“ auf. Sie hat je zehn Vor­schläge, was man mit übri­gem Eigelb und Eiweiß anstel­len kann.
Back­schwes­tern

 

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Schmau­s­epost (Media-Daten)

 

Aus den Medien

Fut­ter von Welt: Es gibt Fein­schme­cker, die sich durch sämt­li­che Sterne-Restaurants einer Stadt oder eines Lan­des fut­tern. Und es gibt den „Kiwi Dude“. Die­ser Neu­see­län­der pro­biert Woche für Woche eine neue Not­fall­ra­tion für Sol­da­ten eines bestimm­ten Lan­des — und berich­tet dar­über bei Youtube.
Stern

Fut­ter vom Hof: „Ich schaue den Men­schen, die meine Lebens­mit­tel pro­du­zie­ren, gerne in die Augen. Darin kann ich lesen, ob es jemand ernst meint mit der Qua­li­tät.“ Phil­ipp Mauß­hardt hat im Enorm-Magazin eine Lie­bes­er­klä­rung an Direkt­ver­mark­ter geschrie­ben. Der Titel: „Ich will Seele esse.„
Enorm

Fut­ter vom Autor: Der wun­der­bare Tomi Unge­rer gibt der FAZ ein wun­der­ba­res Inter­view, das sich wun­der­ba­rer­weise nicht ums Schrei­ben son­dern ums Essen dreht. Unter ande­rem geht’s um lang­wei­lige Haute Cui­sine, Kno­chen­mark zum Löf­feln und das Schlach­ten eines Schweins.
FAZ

Fut­ter vom Acker: Das zum Essen gereichte Brot wird in immer mehr Restau­rants nicht mehr nur als Soßen­auf­tun­ker gese­hen, son­dern als Luxus­pro­dukt, schreibt Gastro-Experte Wolf­gang Fass­ben­der in der NZZ. Er berich­tet von einem Lokal, das dem Back­werk gar einen eige­nen Gang ein­räumt.
NZZ

 

Aus den Blogs

Ange­mahnt: Jörg von „Utecht schreibt“ macht sich Gedan­ken über die Inkon­se­quenz beim Thema Essen, auch von selbst­er­klär­ten „Foo­dies“. Er fragt: „Warum kau­fen wir sams­tags auf dem Wochen­markt bio-regional und essen dann aus­wärts doch den gan­zen Mist, der in der deut­schen Gas­tro­no­mie zu 98 % ver­ar­bei­tet wird?„
Utecht schreibt

Ange­knab­bert Deutsch­land ist Lebkuchen-Land; erst kürz­lich hat eine Umfrage gezeigt, dass sie an der Spitze des Weihnachtsgebäcks-Rankings ste­hen. Kath­rin von „Backen macht glück­lich“ schrei­tet nun mit eini­gen Freun­den zur Ver­kos­tung und ver­gleicht unter ande­rem Dis­coun­ter– und Marken-Lebkuchen.
Backen macht glücklich

Ange­se­hen: Wel­che Koch­bü­cher kann man ruhi­gen Gewis­sens ver­schen­ken? Die­ser Frage haben wir uns schon in der ver­gan­ge­nen Schmau­s­epost gewid­met, und nun geht’s wei­ter – mit Bushcook’s Kit­chen. Dort sind die Emp­feh­lun­gen unter­teilt in Spit­zen­kü­che, All­tags­kü­che, kuli­na­ri­sches Schö­kern und kuli­na­ri­sche Rei­se­füh­rer.
Bushcook’s Kit­chen

Abge­watscht: Gewohnt bis­sig nimmt sich Johanna von „Quark und so“ einen Text bei „Spie­gel Online“ vor, in dem es um die „Bes­se­r­es­ser“ geht. Zitat: „Die­ser Bei­trag ist so grot­ten­schlecht, dass man glau­ben könnte, ein SEO-Praktikant habe den Text zusam­men­ge­schus­tert, wäh­rend die Redak­teure vor dem Spiegel-Hochhaus gegen Etat­kür­zun­gen pro­tes­tier­ten.„
Quark und so

 

Rezepte der Woche

Rou-Zao (tai­wa­ne­si­schen Ragout): Die­ses Schweinebauch-Rezept aus Fern­ost kommt mit reich­lich gebra­te­nen Zwie­bel­rin­gen daher, die man in Tai­wan auf jedem Markt kau­fen kann. Hier­zu­lande nicht, wes­halb reich­lich Arbeit auf den Koch war­tet. Doch das lohnt sich, ist „Die Küchen­schabe“ über­zeugt. Denn: „Auf jeden Fall schmeckt es herr­lich, sozu­sa­gen Umami pur.„
Die Kpchen­schabe

Powidl­tatsch­kerl (vege­ta­risch): Susi von „Prost­mahl­zeit“ ser­viert ein Rezept für Powidl­tatsch­kerl „aus der schee­nen Tsche­cho­slo­wa­kai“, wie sie Her­mann Leo­poldi im Jahr 1937 besun­gen hat. Dazu gibt’s einige nach­denk­li­che Polit­ge­dan­ken und ein paar grund­sätz­li­che Tei­g­re­geln.
Prost­mahl­zeit

 

Meist­ge­klickte Links der Vorwoche

1. Meine zehn Koch­bü­cher (Das Maga­zin)

2. 10 Geschenke-Tipps (nicht nur) zu Weih­nach­ten. Heute: Bücher (Arthurs Toch­ter kocht)

3. Da haben wir den Salat! (Enorm-Magazin)

 

Nach­schlag

Uner­wünschte Mit­es­ser: Sel­ten hat ein Auf­kle­ber für so viel Wir­bel gesorgt wie beim Ber­li­ner Ster­ne­re­stau­rant „Nobel­hart & Schmut­zig“. Dort hängt ein Schild am Ein­gang, das AfD-Sympathisanten den Zutritt ver­bie­tet. Im Inter­view mit der taz erzählt Eigen­tü­mer Billy Wag­ner von den Hin­ter­grün­den – und von den Reak­tio­nen.
taz

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