Archiv für den Monat: Mai 2017

Schmausepost vom 26. Mai

Schman­kerl der Woche

Unser täg­lich Brot nimmt die ARD-Sendung „Pla­net Wis­sen“ unter die Lupe. In einer Reihe von Videos wird erklärt, wo unser Brot heut­zu­tage meist her­kommt (aus Groß­be­trie­ben, die 20.000 Rog­gen­misch­brote täg­lich fabri­zie­ren), wie’s auch anders geht, sprich von Hand (Brot­back­tipps mit dem Plötzblog-Experten Lutz), und was es mit der viel­zi­tier­ten Wei­zen­sen­si­ti­vi­tät auf sich hat.
Pla­net Wissen

 

Zahl der Woche

24 Jahre lang — von 1992 bis 2015 — ist die Cur­ry­wurst mit Pom­mes das belieb­teste Kan­ti­nen­ge­richt der Deut­schen gewe­sen — und daran hat sich auch ver­gan­ge­nes Jahr nichts geän­dert. Erst auf Rang sechs der Liste fin­det sich das erste vege­ta­ri­sche Essen. Immer­hin: Im Bereich Kita-Essen liest sich die Top Ten ungleich gesün­der.
Bild

 

Aus den Medien

Das (Kamera-) Auge isst mit: Eine Art Shazam fürs Essen hat das Bilder-Netzwerk Pin­te­rest ent­wi­ckelt. Pin­te­rest Lens erkennt nun auch Lebens­mit­tel über die Smartphone-Kamera und lie­fert dazu pas­sende Schlag­wör­ter und Rezepte.
Heise

Ein Kana­dier macht ernst: Der Hipster-Koch Dylan Watson-Brawn eröff­net bald in Ber­lin das Restau­rant „Ernst“ – mit regio­na­len Pro­duk­ten, sai­so­na­lem Gemüse und einer ori­gi­nel­len Idee. Schon jetzt soll die War­te­liste lang sein, berich­tet die FAZ, die den 23-jährigen Kana­dier, der mit 17 als ers­ter Nicht-Japaner in einem Drei-Sterne-Restaurant in Tokio anheu­erte, in einem üppi­gen Por­trät vor­stellt.
FAZ

Erfolgs­re­zept: Als Food­blog­ge­rin „Deli­ciously Ella“ ist Ella Mills berühmt gewor­den; inzwi­schen beschäf­tigt sie als Unter­neh­me­rin dut­zende Mit­ar­bei­ter. Im Inter­view bei NGIN Food erzählt sie, wie sie das geschafft hat.
NGIN Food

„Clean Eating“ heißt die neu­este Sau, die durchs kuli­na­ri­sche Dorf und die Food­blo­go­sphäre gejagt wird. Die Idee dahin­ter: keine indus­tri­ell ver­ar­bei­te­ten Lebens­mit­tel, dafür Nach­hal­tig­keit und fri­sche Küche. Das ist im Prin­zip sinn­voll, jedoch seien die Gesund­heits­ver­spre­chen eini­ger Clean-Eating-Gurus wis­sen­schaft­lich nicht halt­bar, kri­ti­siert Johanna Bayer in ihrer klu­gen Ana­lyse im Stern.
Stern

 

Aus den Blogs

Auf der Fisch­farm: Clau­dia von „Din­ner um Acht“ fährt nach Nor­we­gen und blickt dort hin­ter die Kulis­sen einer Lachs-Aquakultur. Wie alle ihre Rei­se­be­richte ist auch die­ser über die Auf­zucht und das Leben der Fische inter­es­sant, flo­ckig geschrie­ben und gewürzt mit prima Fotos.
Din­ner um Acht

Alles wird Glut: Zum Start in die Grill­sai­son feu­ern Medien und Food­blog­ger mit Do’s und Don’ts sowie Tipps und Tricks nur so um sich. Das meiste davon ist tris­ter Ein­heits­quark — nicht so die „Grill­my­then und gröbs­ten Feh­ler im Umgang mit Fleisch“, die Tho­mas bei „Bacon zum Steak“ ent­larvt. Hier geht’s sehr infor­ma­tiv um sich schlie­ßende Poren, blu­ti­ges Fleisch, löschen­des Bier und vie­les mehr.
Bacon zum Steak

Abstiegs­kampf: Es tre­ten zum Duell an, in der blauen Ecke: 1 unsicht­ba­rer Back­ofen, 15 Druck­knöpfe und 10 bis 15 Meter lau­fende Holz­ver­klei­dung (aus dem Bau­markt). Und in der roten Ecke: 2 Bröt­chen­knast­fas­sa­den mit jeweils 4 Zel­len­rei­hen, 10–12 Eisen­rütt­ler (nach Bedarf) und 1 geheim­nis­volle Zau­ber­tür. Die Rede ist vom Wett­streit zwi­schen Aldi Süd und Aldi Nord um „das fri­schere Auf­back­re­zept“ — ein Zwei­kampf, den Peer Scha­der im Super­markt­blog höchst amü­sant nach­er­zählt.
Super­markt­blog

Super ner­vig: „Irgend­wann waren sie da: Chia, Açai– und Goji-Beeren, Kakao­nibs, Wei­zen­gras, Moringa, Qui­noa, Spi­ru­lina, Chlorella und wie sie alle hei­ßen.“ So beginnt Chris­ti­nas Abrech­nung mit Super­foods, von denen sie wenig bis gar nichts hält. Warum? Dafür lie­fert sie in „Super­foods, nein danke!“ fünf Gründe.
Fei­nes Gemüse

 

Rezepte der Woche

Spa­ghetti mit Spar­gel­car­bon­ara: Keine Schmau­s­epost im Mai ohne Spar­gel­re­zept. Dies hier stammt aus dem Klei­nen Kurio­si­tä­ten­la­den und bringt grü­nen Spar­gel mit dem Pasta-Klassiker Car­bon­ara zusam­men.
Klei­ner Kuriositätenladen

Ricotta-Cannelloni mit Spi­nat und Minze (vege­ta­risch): Ohne Hack­fleisch, dafür mit der Fri­sche von Minze und Zitro­nen­abrieb kom­men diese Can­nel­loni daher, die Regina bei „Kochen aus Liebe“ mit Ricotta und Blatt­spi­nat füllt.
Kochen aus Liebe

 

Meist­ge­klickte Links der letz­ten Ausgabe

1. Frank Rosin: Test­es­sen im Restau­rant des Fern­seh­kochs (Süd­deut­sche)

2. Unter­wegs mit einem Restau­rant­tes­ter (Arthurs Toch­ter)

3. Hin­ter den Kulis­sen von KFC (Mun­chies)

 

Nach­schlag

Ei, Ei, Ei: „Wohl jede Haus­frau schlägt dann und wann ein paar Eier auf, sei es, um Spie­gel­eier oder Kuchen zu berei­ten, sei es, um Schnit­zel nach Wie­ner Art zu bra­ten. Nur einige wenige Frauen aber ver­die­nen ihr Brot dadurch, dass sie haupt­be­ruf­lich Eier auf­schla­gen.“ So beginnt eine Repor­tage aus dem Jahr 1970, den die NZZ aus ihrem Archiv gekramt hat. Es geht um pro­fes­sio­nelle Eier­auf­schlä­ge­rin­nen, die pro Stunde 360 Eier tren­nen.
NZZ

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Jeden Frei­tag­nach­mit­tag ver­sorgt Sie die Schmau­s­epost mit Nach­rich­ten rund ums Thema Essen. Den aktu­el­len und frü­here News­let­ter fin­den Sie auch auf der Web­seite Schmausepost.de. Fra­gen, Anre­gun­gen, Kri­tik und Lob rich­ten Sie bitte an info(ät)schmausepost.de.

 

Schmausepost vom 5. Mai

Schman­kerl der Woche

Blog­ger trifft Tes­ter: Arbei­ten Restau­rant­tes­ter anonym? Haben Sie ein Notiz­buch dabei? Und natür­lich: Wer zahlt die Zeche? Astrid von „Arthurs Toch­ter“ trifft den NZZ-Restauranttester Wolf­gang Fass­ben­der und löchert ihn mit Fra­gen. Teil Eins ihres Berichts ist schon mal so infor­ma­tiv wie unter­halt­sam, dass der zweite Gang hof­fent­lich als­bald ser­viert wird.
Arthurs Toch­ter kocht

 

Zahl der Woche

10 Punkte umfasst der viel debat­tierte Leitkultur-Katalog von Innen­mi­nis­ter Tho­mas de Mai­zière. Nun legt Fried­helm im Tellerrand-Blog pas­send dazu sei­nen nicht ganz ernst gemein­ten „Zehn-Punkte-Katalog zur deut­schen Ess­kul­tur“ vor – von „Schmat­zen und Schlür­fen sind ver­bo­ten“ bis „Bier wird aus­schließ­lich nach dem Rein­heits­ge­bot gebraut“.
Tellerrand-Blog

 

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Schmau­s­epost (Media-Daten)

 

Aus den Medien

1, 2 oder 3?  Wer sind die Gigan­ten im Lebens­mit­tel­markt? Das Mana­ger Maga­zin beant­wor­tet diese Frage mit einem kurz­wei­li­gen Quiz, bei dem es unter ande­rem um den größ­ten Scho­ko­la­den­her­stel­ler der Welt, den Bier-König und Num­mer Eins unter den Kaf­fee­rös­tern geht.
Mana­ger Magazin

Tel­ler statt Tonne: Radies­chen­blät­ter kom­men in den Bio­müll. Kohl­strünke eben­falls. Und natür­lich auch die Bane­nen­scha­len. Dabei las­sen sich aus all die­sen ver­meint­li­chen Abfäl­len schmack­hafte Gerichte zau­bern — heißt es zumin­dest in der FAZ. Dort stellt Monika Herbst drei Retter-Rezepte vor, unter ande­rem für Kokos-Bananenschalen-Pancakes.
FAZ

Aufs Korn genom­men: Gin ist mitt­ler­weile durch, Whis­key sowieso, und in Ber­lin ist sogar der eben noch ach so hippe Wodka schon wie­der out. Was bleibt? Korn! Rich­tig gele­sen: Der „ver­ru­fene Wei­zen­brand“ ist laut dem Zeit-Magazin nun auch end­lich cool.
Zeit-Magazin

Essen beim Auf­räu­mer: Frank Rosin ret­tet Restau­rants im Wochen­takt vor dem Unter­gang — fern­seh­ge­recht ver­packt, ver­steht sich. Doch wie isst es sich in sei­nem eige­nen Lokal? Die Süd­deut­sche hat ihre Kri­ti­ke­rin los­ge­schickt nach Dorsten-Wulfen, um eine Ant­wort zu fin­den.
Süd­deut­sche

 

Aus den Blogs

Lecker schrei­ben: Über „die Kunst, mit Wor­ten Appe­tit zu machen“, spricht Sabine bei „Schmeckt nach mehr“ mit der Auto­rin und Redak­teu­rin Simone Har­land. In dem lesens­wer­ten Inter­view geht’s um Tipps für Food-Schreiber, das ver­pönte Wört­chen „lecker“ und um Begriffe des Geschmacks.
Schmeckt nach mehr

Eimer­weise Kri­tik: In Groß­bri­tan­nien hat Ken­tu­cky Fried Chi­cken Kun­den ein­ge­la­den, einen Blick hin­ter die Kulis­sen des Fast-Food-Riesen zu wer­fen – „KFC Open Kit­chen“ heißt das dort. Es darf jedoch bezwei­felt wer­den, dass der Kon­zern allzu erfreut über den Bericht von Nell Friz­zell gewe­sen ist, der nun über­setzt beim Vice-Magazin „Mun­chies“ erschie­nen ist.
Mun­chies

Essen auf Rädern: Früh­lings­zeit ist Cam­per­zeit, doch was braucht der Koch im Wohn­mo­bil? Toni und Bene von „Because You Are Hungry“ lis­ten fein­säu­ber­lich auf, was man für die Mini-Küche braucht. Und sie ser­vie­ren Camper-gerechte Rezepte für Früh­stück, Mit­tag– und Abend­es­sen.
Because You Are Hungry

 

Rezepte der Woche

Huhn mit Bal­sa­mico, Paprika und Reis­nu­deln: „Sogar mein heik­ler Mann hat das mit Genuss geges­sen, und das heißt ja schon was!“ Sina bringt in ihrem Gericht ita­lie­ni­sche Bal­sa­mico und chi­ne­si­sche Reis­nu­deln zusam­men. Dazu kommt aller­lei Gemüse wie Bam­buss­pros­sen, Erb­sen, Karot­ten und Zuc­chini.
gif­ti­ge­b­londe

Apfel­stru­del­nu­deln: Eine süße Pasta-Variante ser­viert Elke bei „Ein­fach leicht“. Die Nudeln gibt’s hier mit Äpfeln, Rosi­nen und etwas Zucker sowie oben­drauf Man­del­split­ter.
Ein­fach Leicht

 

Meist­ge­klickte Links der Vorwoche

1. Ein Lob auf schus­se­lige Bäcker, ver­gess­li­che Kin­der und unfä­hige Lehr­linge! (Zeit)

2. Die Tief­kühl­charts der Deut­schen (FAZ)

3. Die­ser Früh­stücks­brei ist der beste (Süd­deut­sche)

 

Nach­schlag

Super-Spott: Wer flei­ßig „Super­foods“ in sich hin­ein­schau­felt, der „springt dem Tod nicht nur von der Schippe, son­dern rammt ihm oben­drein den Stiel bis zum Schau­fel­blatt in den Arsch. Das kör­per­li­che und geis­tige All­ge­mein­be­fin­den steigt ins Uner­mess­li­che. Schön­heit, Glück, Erfolg und fet­ter Ham­mer­sex run­den die­ses Para­dies auf Erden ab.“ Die taz, ein­fach herr­lich!
taz

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