Schmausepost vom 18. März

Schman­kerl der Woche

Ich esse, also bin ich: Was frü­her das Sta­tus­sym­bol Auto war, sind heute „digi­tale Tat­toos“, sagt der Psy­cho­loge Tho­mas Ell­rott, also „Selbst­bil­der, die sich digi­tal kom­mu­ni­zie­ren las­sen“. Beson­ders beliebt (weil auch leicht und bil­lig änder­bar) sei dabei das Ernäh­rungs­ver­hal­ten. Er fol­gert dar­aus: Wir essen, um uns zu defi­nie­ren, zu insze­nie­ren und zu opti­mie­ren.
Spie­gel

 

Aus den Medien

Lokale Größe: Chris­toph Rib­bat ist kein Foo­die, das sagt er selbst. Mehr als das Essen auf dem Tel­ler inter­es­sie­ren ihn die Men­schen, die es zube­rei­ten, ser­vie­ren und kon­su­mie­ren. Nun hat Rib­bat ein herr­li­ches Buch über die Kul­tur­ge­schichte des Restau­rants ver­fasst. Susanne Kip­pen­ber­ger hat ihn für den Tages­spie­gel getrof­fen — natür­lich im Restau­rant.
Tages­spie­gel, WDR (Audio)

Die Sen­dung „Alfre­dis­simo“ ent­stammt einer Zeit, in der Koch­shows so beliebt waren wie Bayern-Schals auf der Dort­mun­der Süd­tri­büne. Doch immer­hin, kon­sta­tiert Daniel Böni­ger in der Sonn­tags­zei­tung: Die Gerichte konnte man nach­ko­chen. Heute hin­ge­gen gehe es bei Koch­shows nur um Action, Action, Action — und der Hob­by­koch gucke in die Röhre.
Sonn­tags­zei­tung

Im Fokus: „Nom“ soll für Foo­dies das wer­den, was Twitch für Gamer ist: Die erste Adresse in Sachen Livestrea­ming im Netz. Hin­ter der Platt­form steckt einer der Youtube-Gründer und des­sen Idee ist simpel: Bei „Nom“ kön­nen Hob­by­kö­che ihre Küchen­aben­teuer live ins Netz über­tra­gen — egal, ob sie gerade ein Filet Wel­ling­ton zube­rei­ten oder Bier brauen.
Wired

Bon appe­tit: Fast 40 Jahre lang hat Ber­nard Vaus­sion die Prä­si­den­ten Frank­reichs und deren Gäste bekocht. Im Inter­view mit der FAZ ver­rät er, was Besu­cher am häu­figs­ten mit­ge­hen las­sen (Kaf­fee­löf­fel), was die Lieb­lings­ge­richte der Prä­si­den­ten waren, und warum er ab und an auch für einen Hund kochen musste.
FAZ

 

Aus den Blogs

Kuli­na­ri­sche Welt­reise: Geges­sen wird immer öfter am Stra­ßen­rand — und das welt­weit. Wie’s in Open-Air-Restaurants zugeht, beleuch­tet ein sehens­wer­tes 5-Minuten-Video von der Agen­tur OSK. Der Film stellt die Streetfood-Szene in Ber­lin, Peking und New York vor.
OSK

In 10.431 Zei­chen wid­met sich Food-Journalist Tobi Mül­ler dem Thema Glut­amat. Und allein die Tat­sa­che, dass ich bis zum 10.431. Zei­chen durch­ge­hal­ten habe, ver­deut­licht, dass er dies durch­aus infor­ma­tiv und unter­halt­sam macht. Unter ande­rem geht’s um den fünf­ten Geschmack umami und um den Ursprung des Glutamat-Hasses.
Tobi Mül­ler

Bringt’s bio beim Bier? Zum Geburts­tag des Baye­ri­schen Rein­heits­ge­bots fragt Bene­dikt im Bio-Blog: Wie rein sind unsere Biere wirk­lich? Außer­dem erklärt er, was hin­ter Bio-Bieren steckt — und schrei­tet zur Ver­kos­tung sel­bi­ger.
Bio-Blog

Süß und herz­haft: „Die Stra­ßen Jakar­tas sind ein ein­zi­ges gro­ßes Freiluft-Restaurant“, schwärmt Bar­bara von „Ein Topf Hei­mat“. Im fünf­ten Teil ihres lesens­wer­ten „Jakarta Food Jour­nals“ stellt sie vor, was es in der indo­ne­si­schen Haupt­stadt am Stra­ßen­rand zu essen gilt.
Ein Topf Hei­mat: Streetfood-Beitrag || Jakarta-Serie

 

Rezepte der Woche

Fen­chel­r­i­sotto mit Sal­sic­cia: Astrid alias „Arthurs Toch­ter“ ser­viert ein Rezept für Fen­chel­r­i­sotto mit Sal­sic­cia und Lakritz­pul­ver. Außer­dem ver­rät sie vier Tipps für ein per­fek­tes Risotto. Und, ach ja, man erfährt oben­drein, warum Jack Nichol­son auf einen Sil­ber­rei­her pisst.
Arthurs Toch­ter

Selbst­ge­machte Ramen (vege­ta­risch): Tüte auf, hei­ßes Was­ser drü­ber — und voilà, fer­tig ist der Asia-Chemie-Hammer namens Ramen. „Ich gehe davon aus, dass sie fast jeder zu irgend­ei­nem Zeit­punkt in sei­nem Leben mal gut fand“, schreibt Mia die Küchen­chao­tin. Sie lie­fert nun ein Rezept für selbst­ge­macht Ramen — mit Toma­ten, Spi­nat und Cham­pi­gnons.
Küchen­chao­tin

 

Meist­ge­klickte Links der Vorwoche

1. Die 10 größ­ten Küchen­my­then (Fein­schme­cker)

2. Premium-Sushi vom TV-Koch (Stern)

3. Zuneh­mende Digi­ta­li­sie­rung bei Lebens­mit­teln (Wir essen gesund)

 

Nach­schlag

Ein Mor­gen­muf­fel? Ein wack­li­ges Han­dy­vi­deo zeigt einen Mit­ar­bei­ter in einer Kellogg’s-Fabrik, der einem allzu mensch­li­chen Bedürf­nis nach­kommt, jedoch in allzu unmensch­li­cher Form — näm­lich, indem er auf die Früh­stücks­flo­cken uri­niert. Nun mag das zwar den Nähr­ge­halt sel­bi­ger erhö­hen, den­noch sieht sich die Firma zu einer Ent­schul­di­gung genö­tigt.
Spie­gel

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