Schmausepost vom 1. Juli

Schman­kerl der Woche

Food-Fotos: „Essen kann sich auf Ins­ta­gram näm­lich nur sehen las­sen, wenn es aus­sieht, als hät­ten min­des­tens drei Food­sty­lis­ten vier Stun­den bera­ten und drei Stun­den Hand anle­gen wol­len für die­ses eine Bild.“ Das schreibt Anika Meier, die im Monopol-Magazin neuen Trends bei der Essens­fo­to­gra­fie in sozia­len Medien nach­spürt — jen­seits von #foo­die und #food­porn.
Mono­pol Magazin

 

Zahl der Woche

8,47 Euro zahlt man in Lau­sanne durch­schnitt­lich für ein 0,33-Liter-Bier. Damit ran­giert die Schwei­zer Stadt im GoEuro-Bierpreisindex ganz vorne. Am bil­ligs­ten ist das Trin­ken im slo­wa­ki­schen Bra­tis­lava (€1,47).
Mana­ger Magazin

 

Aus den Medien

Rei­sen & Spei­sen: „Ein Land ver­steht man erst, wenn man seine Spe­zia­li­tä­ten pro­biert“, schreibt die Süd­deut­sche Zei­tung und lässt fünf Auto­ren von ihren denk­wür­digs­ten kuli­na­ri­schen Rei­se­er­leb­nis­sen erzäh­len. Unter ande­rem geht’s um Bur­ger in der Ark­tis, Gans in Frank­reich und „fri­sche Ziege“ in Südäthio­pien.
Süd­deut­sche

Tuben & Tüten: Die Nah­rung von Astro­nau­ten steht im Gourmet-index irgendwo zwi­schen eng­li­scher Küche und unge­nieß­bar — eigent­lich. Nun aber zeigt Chris She­pherd, dass man mit Welt­raum­nah­rung durch­aus ver­nünf­tig kochen kann. Der Ster­ne­koch kre­iert im Wired-Video ein Menü aus Astro­nau­ten­es­sen.
Wired

Heiß & fet­tig: Die Küche der US-Südstaaten, das soge­nannte Soul­food, ent­stand zu Zei­ten der Skla­ve­rei. Die Grund­idee dahin­ter lau­tet: ver­edeln, was andere weg­wer­fen. Noch heute sorgt Soul­food für Zusam­men­halt in der Gesell­schaft und trös­tet über Lebens­la­gen hin­weg, wie Jona­than Fischer in sei­nem span­nen­den Rei­se­be­richt schreibt.
Süd­deut­sche

Tricks & Kniffe: Der Über­le­bens­kampf in der Gas­tro­no­mie ist knall­hart. Des­halb ver­su­chen viele Wirte, ihren Umsatz mit einer Reihe von Tricks zu stei­gern. „20 Minu­ten“ ver­rät einige die­ser Kniffe — unter ande­rem den „Buffet-Trick“ und die Ver­lo­ckung mit „blu­mi­gen Namen“.
20 Minu­ten

 

Aus den Blogs

Lokale Größe: Zum fünf­ten Geburts­tag des Kulinarik-Blogs „Tartuf­fel“ wird des­sen Autor Niko­lai Text grund­sätz­lich und betrach­tet „einen zen­tra­len Ort unse­res Lebens“ — näm­lich das Restau­rant. Aus­gangs­punkt sei­nes lesens­wer­ten Tex­tes ist das Buch „Das Restau­rant: Eine Geschichte aus dem Bauch der Moderne“ von Chris­toph Rib­bat.
Tartuf­fel

Lokale Ret­tung: „Die Erleb­nis­re­stau­rants von heute nen­nen sich Essensretter-Lokale“, schreibt Jörn Kabisch in sei­ner Freitag-Kolumne. Gemeint sind jene Lokale, in denen nur Lebens­mit­tel ver­kocht wer­den, die andern­falls im Müll lan­den wür­den. Das Ziel sei durch­aus hehr, fin­det Kabisch, doch aus kuli­na­ri­scher Per­spek­tive hat er Vor­be­halte.
Frei­tag

Loka­ler Klas­si­ker: Chris­tian Sei­ler ver­rät in sei­ner Gastro-Kolumne die „fünf gol­de­nen Regeln für ein Wie­ner Schnit­zel“. Unter ande­rem erklärt er, warum man sich mit einer wei­ßen Hose auf das Schnit­zel set­zen sollte.
Das Maga­zin

Loka­les Wis­sen: Clau­dia von „Din­ner um Acht“ hat zwei Jahre in New York gelebt. Jetzt kehrt sie zurück in ihre alte Hei­mat­stadt und  stellt ihre „neun ganz per­sön­li­chen Food-Highlights“ vor.
Din­ner um Acht

 

Rezepte der Woche

Thymian-Hähnchen mit Honig und Knob­lauch: Zum Erklä­ren und Foto­gra­fie­ren fehlt Auré­lie von „Fran­zö­sisch kochen“ schlicht die Zeit, aber sie ver­si­chert: Die­ses Rezept ist extrem ein­fach, schmeckt aber „trop bon“, also „zu lecker“.
Fran­zö­sisch kochen

Gnoc­chi, nach Mas­si­mi­liano Ala­jmo (vege­ta­risch): Robert von „lamia­cu­cina“ dachte, er wüsste alles über Gnoc­chi — bis er in einem Video die Gnoc­chi des Mas­si­mi­liano Ala­jmo ent­deckte. Diese erin­nern eher an einen gefüll­ten Knö­del, mit Käse im Kern und einer Hülle aus Gemü­se­pü­ree.
lamia­cu­cina

 

Meist­ge­klickte Links der Vorwoche

1. Über­würz­tes Essen genieß­bar machen (Fein­schme­cker)

2. Fer­tig­pro­dukte — die Wahr­heit über Industrie-Essen (Stern)

3. Por­trät: Hol­ger Strom­berg (Welt)

 

Nach­schlag

Essen als Event: Ein­fach am Tisch sit­zen und essen — mit die­ser klas­si­schen Kom­bi­na­tion lockt man heut­zu­tage nie­man­den mehr ins Restau­rant. Viel­mehr wird wahl­weise nackt, im Dun­keln oder in fünf­zig Meter Höhe gespeist. Alex Stra­nig erklärt im Stan­dard, warum die Mahl­zeit immer häu­fi­ger zum Event wird.
Stan­dard

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