Schmausepost vom 29. März

Schman­kerl der Woche

Essen in Zah­len: Im Lau­fen sei­nes Lebens ver­speist jeder Deut­scher 945 Hüh­ner. Welt­weit leben etwa 1,3 Mil­li­ar­den Men­schen von der Vieh­zucht. In Rumä­nien geben die Men­schen 27 Pro­zent ihres Ein­kom­mens für Lebens­mit­tel aus, in Deutsch­land sind es nur zehn Pro­zent. All diese Zah­len — und noch viele, viele mehr — fasst der Stan­dard in einer groß­ar­ti­gen Info­gra­fik zum Thema Essen zusam­men.
Stan­dard

Zahl der Woche

190.000.000 Schoko-Osterhasen wer­den in Deutsch­land zum Oster­fest her­ge­stellt — 46 Pro­zent davon gehen ins Aus­land. Inter­es­sant: Es gibt Steh– und Sitz-Osterhasen, wobei Ste­hende stets beklei­det sind, sit­zende indes nicht. Wei­tere Zah­len und Fak­ten zu Hasen und Scho­ko­lade hat die Bild gesam­melt.
Pro­plantaBild.de (Zah­len & Fakten)

Nach­rich­ten

Weiße Weste: Ab April will die Lebens­mit­tel­firma Frosta die Her­kunft sämt­li­cher Zuta­ten ihrer Tief­kühl­ge­richte offen­le­gen — „bis zum letz­ten Pfef­fer­korn“, wie ein Vor­stands­mit­glied ankün­digt. Frosta könnte damit Vor­rei­ter in der Bran­che wer­den, und das nicht zum ers­ten Mal.
FRBer­li­ner Zei­tung (Kommentar)

Grüne Lüge: In Deutsch­land gibt es nur glück­li­che Kühe, die auf saf­ti­gen Wie­sen gra­sen. Die­ser Ein­druck ent­steht, wenn man die Ver­pa­ckun­gen von Milch, Käse und Co. betrach­tet. Mit der Rea­li­tät hat das jedoch wenig zu tun, mahnt nun Öko-Test. Viel­mehr waren 20 von 28 getes­te­ten Pro­duk­ten „wie­sen­fern“, obwohl auf der Ver­pa­ckung grüne Wiese zu sehen ist und oft sogar mit Namen wie „Wei­de­glück“ gewor­ben wurde.
Öko-Test (pdf)food-monitor

Wei­ßes Gift: Welt­weit essen die Men­schen zu viel Salz. Laut einer neuen Stu­die führt das zu mas­sen­haft Herz-Kreislauf-Erkrankungen und mehr als zwei Mil­lio­nen Toten im Jahr. Auch die Deut­schen neh­men weit mehr Spei­se­salz zu sich, als es braucht. Haupt­ver­ant­wort­lich hier­für sind jedoch nicht etwa Fer­tig­pizza oder Chips, son­dern: unser täg­lich Brot.
tazSpie­gel

Schwarze Medi­zin: Kaf­fee galt einst als unge­sunde Quasi-Droge. Doch dank meh­re­rer Stu­dien hat das Getränk, von dem der Durch­schnitts­deut­sche immer­hin 160 Liter pro Jahr trinkt, sein schlech­tes Image abge­schüt­telt. Nun zeigt eine neue Unter­su­chung, dass Kaf­fee sogar die Leber vor eini­gen Fol­gen des Alko­hol­miss­brauchs schüt­zen könnte.
Spiegel-Online

Lese­ge­schich­ten

Schum­mel im Super­markt: Gefärbte Oli­ven, gestreck­ter Kaf­fee und Apfel­rot­kohl prak­tisch ohne Äpfel: Mogel­pa­ckun­gen sind in der Lebens­mit­tel­in­dus­trie gang und gäbe. Einige krasse Ernäh­rungs­lü­gen ent­larvt nun eine NDR-Reportage; den Text dazu lie­fert die Süd­deut­sche. Und auch die Wirt­schafts­wo­che beschäf­tigt sich mit dem Thema Lebens­mit­tel­be­trug — in einer Bil­der­ga­le­rie.
NDR (Sen­dung)Süd­deut­scheWirt­schafts­wo­che (Bilder)

Brot im Meer: Für die einen ist es Abfall, für die ande­ren eine Deli­ka­tesse: See­tang spielt in der euro­päi­schen Küche bis­lang eine unter­ge­ord­nete Rolle. Dabei sind Algen äußerst nähr­stoff­reich und könn­ten ein ent­schei­den­der Fak­tor im Kampf gegen den welt­wei­ten Hun­ger sein. Effilee-Autor Stuart Freed­man hat die Küste von Wales besucht, wo See­tang schon seit Lan­gem auf den Tisch kommt — sogar beim Früh­stück.
Effi­lee

Irr­glaube im Kühl­re­gal: Lak­to­se­freie Milch­pro­dukte haben einen gigan­ti­schen Boom erlebt. Viele Ver­brau­cher mei­nen, ihrem Kör­per damit etwas Gesun­des zu tun — und die Lebens­mit­tel­bran­che nutzt die­sen Irr­glau­ben nur zu gerne aus. Dabei kann die große Mehr­heit der Deut­schen Milch­zu­cker in den übli­chen Men­gen ohne Pro­bleme ver­dauen.
Spiegel-Online (Kampf dem Milch­zu­cker)Spiegel-Online (Da steckt Lak­tose drin)

Eier im Nest: 217 Eier isst jeder Deut­sche durch­schnitt­lich im Jahr — und gerade zu Ostern steigt der Kon­sum sprung­haft an. Doch wo kom­men eigent­lich all die Eier her? Jutta Schil­cher hat sich für den BR auf Spu­ren­su­che bege­ben.
BR

Blog­schau

Küchen­kampf: Anna besucht in Köln ein Guerilla-Restaurant, also ein Lokal ohne Geneh­mi­gung, an wech­seln­den Orten. In ihrem Blog berich­tet sie, wel­che kuli­na­ri­schen Köst­lich­kei­ten dabei auf den Tisch kom­men. Außer­dem gibt’s ein Inter­view mit dem Macher des Events, dem Guerilla-Koch Mari­nos.
Anna Packt’s anKöl­ni­sche Rund­schau (über Guerilla-Restaurants)

Preis­kampf: Kauf­land betreibt in Deutsch­land rund 620 Filia­len — vor allem in Süd– und Ost­deutsch­land. Dort hat die kleine Schwes­ter von Lidl vor allem von Son­der­ab­schrei­bun­gen pro­fi­tiert, also von Steu­er­gel­dern. Warum Kauf­land ein „Groß­flä­chen­dis­coun­ter“ ist, und wie der Kon­zern die Preise drückt — das erklärt der Super­markt­blog in sei­nem lesens­wer­ten Text „Kauf­land ver­ste­hen — in nur 3 Minu­ten“.
Super­markt­blog

Fleisch­kampf: 30 Tage als Vege­ta­rier: Die­sen Selbst­ver­such unter­nimmt Schlaraffenwelt-Autor Danny Mar­ques Mar­calo — und führt par­al­lel dazu das „Tage­buch eines Fleisch-Entzugs“. Ein Aus­zug an Tag 24: „Hab‘ heute in der U-Bahn einen Vater gese­hen, der sei­nen bei­den klei­nen Kin­dern Bifi gege­ben hat. Mir wurde schlecht“.
Schla­raf­fen­welt

Rezept­kampf: We ♥ Pizza: Unter die­sem Motto bit­tet Luna’s Phi­lo­so­phy der­zeit die Food­blog­welt um ihre Lieb­lings­re­zepte. Rock the Kit­chen rät in dem Zusam­men­hang, den Piz­za­t­eig 24 Stun­den im Kühl­schrank ruhen zu las­sen — „unge­wöhn­lich, aber sehr effek­tiv“. Und Fein­schme­ckerle lie­fert dazu ihr „Alltime-Forever-Tomatensoßenrezept“.
Luna’s Phi­lo­so­phyKoch­topf (We love Pizza)Rock the Kit­chen (Piz­za­t­eig)Fein­schme­ckerle (Soße)

Buch der Woche

Süßer Lese­stoff: „Sweets — Himm­li­sche Ver­füh­run­gen für den gan­zen Tag“ heißt das neue Buch der Food­blog­ge­rin Nicole Stich (Deli­cious Days). Die Rezepte rei­chen von Früh­stück bis Bett­hup­ferl und seien ideal für alle, „die einen süßen Zahn haben und kei­nen gestei­ger­ten Wert aufs Kalo­ri­en­zäh­len legen“, fin­det Juliane von „Schö­ner Tag noch!“. Sie hat drei Gerichte aus­pro­biert, dar­un­ter ihr Favo­rit: Ziegenkäse-Parfait in Cantuccini-Brösel mit Cas­sis­früch­ten.
Schö­ner Tag noch! (Rezen­sion)Deli­cious Days

App der Woche

Foto-Kochbuch — Tapas: Hoch­auf­lö­sende Fotos — und das für jeden Arbeits­schritt: Damit glän­zen die Apps der Foto-Kochbuch-Serie, die nach „Schnell & Ein­fach“ und „Vege­ta­risch“ nun eine dritte Samm­lung vor­stellt: Tapas (€3,59, uni­ver­sal). Ins­ge­samt 60 Rezepte gibt es, und Nicki von Guten APPe­tit lobt: „Klasse Rezepte, hoch­qua­li­ta­tive Fotos und ein­fach zu fol­gende Zube­rei­tungs­hin­weise erleich­tern den Ein­stieg in die Tapas-Welt unge­mein“.
Guten APPe­tit (Rezension)

Blog der Woche

Food­freak: Ein Freak ist wört­lich über­setzt ein „Krüp­pel, Ver­rück­ter, Unnor­ma­ler“, kann aber laut Wiki­pe­dia auch einen Men­schen mei­nen, der eine Sache „über ein nor­ma­les Maß hin­aus“ betreibt. Das trifft zwei­fel­los auf Petra zu, die sich auf ihrem Blog Foodfreak.de bereits seit fast acht Jah­ren inten­siv mit dem Thema Essen beschäf­tigt. Oder wie es die Ham­bur­ge­rin im Inter­view mit der Schmau­s­epost for­mu­liert: „Wir essen um zu leben, ich lebe um zu essen“.
Schmau­s­epost (mit Inter­view)Foodfreak.de

Rezepte der Woche

Klau­sen­bur­ger Kraut: Marie von „Ech­tes Essen“ singt ein Lob­lied aufs Sau­er­kraut — „auch, wenn der Geruch heute nicht mehr so ganz in die (Designer-) Küchen zu pas­sen scheint“. In ihrem Blog lie­fert sie drei Rezepte für Klau­sen­bur­ger Kraut, ein Auf­lauf der sie­ben­bür­gi­schen Küche. Die Palette reicht von der tra­di­tio­nell def­ti­gen Vari­ante mit Hack­fleisch und Schmand bis zur vega­nen Ver­sion mit kara­mel­li­sier­ten Pekan­nüs­sen.
Ech­tes Essen

Har­ira (vege­ta­risch): Was tun, wenn’s zu Ostern immer noch bib­bernd kalt drau­ßen ist? Ein­fach eine wär­mende und sät­ti­gende Suppe kochen, emp­fiehlt Kirs­ten von „Sugar & Spice“. Sie lie­fert dazu ein Rezept für Har­ira, eine marok­ka­ni­sche Suppe mit Lin­sen, Kicher­erb­sen und aller­lei Gewür­zen.
Sugar & Spice

Nach­schlag

Etwas ein­sei­tig Pani­sche Angst vor allen Gerich­ten außer Ofen­kar­tof­feln soll die 23-jährige Bri­tin Claire Jones haben. Das mel­det das für ihre Serio­si­tät berühmte eng­li­sche Revol­ver­blatt Daily Mail. Die Folge: Jones isst aus­schließ­lich Ofen­kar­tof­feln mit Käse und Kraut­sa­lat — und hat davon 13.000 Por­tio­nen in den ver­gan­ge­nen Jah­ren ver­drückt.
Daily MailShortnews.deParadisi.de

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