Blog der Woche: Vollwert-Blog

Vollwert-Blog

Unse­ren Blog zu star­ten, war eine unse­rer bes­ten Ent­schei­dun­gen“, sagen Mela­nie und Sönke.

Wie wert­voll ist Voll­wert? Diese Frage ist unter Ernäh­rungs­ex­per­ten umstrit­ten. Unum­strit­ten sind hin­ge­gen die erfreu­li­chen Aus­wir­kun­gen, die die Umstel­lung auf eine voll­wer­tige Ernäh­rung im Fall von Mela­nie und Sönke hatte — auch wenn ihr eine lange Lei­dens­ge­schichte vorausging.

So kämpfte Mela­nie seit ihrer Kind­heit mit Gelenk­schmer­zen; Sönke litt bereits als Baby an Neu­ro­der­mi­tis, ehe sich auch noch Heu­schnup­fen und All­er­gien dazu­ge­sell­ten. „Lange Zeit kamen wir nicht auf die Idee, unsere gesund­heit­li­chen Beschwer­den mit unse­rer Ernäh­rung in Ver­bin­dung zu brin­gen“, schrei­ben die bei­den in ihrem Vollwert-Blog. „Erst nach und nach began­nen wir zu erah­nen, wie groß der Zusam­men­hang zwi­schen weit­ver­brei­te­ten Erkran­kun­gen und gän­gi­ger Ernäh­rung tat­säch­lich ist.“

Stein des Ansto­ßes waren dabei die Über­le­gun­gen des Arz­tes Dr. Max Otto Bru­ker (1909–2001), der zahl­rei­che ernäh­rungs­be­dingte Zivi­li­sa­ti­ons­krank­hei­ten wie All­er­gien, Dia­be­tes, Herz­in­farkte und Schlag­an­fälle auf Vital­stoff­man­gel zurück­führte. Und für die­sen machte er wie­derum die heute gän­gi­gen indus­tri­ell hoch­ver­ar­bei­te­ten Nah­rungs­mit­tel verantwortlich.

In einem ers­ten Schritt hiel­ten sich Mela­nie und Sönke fortan an die vier gol­de­nen Bruker-Regeln:

  • kei­nen Fabrikzucker
  • kein Aus­zugs­mehl
  • keine raf­fi­nier­ten Fette
  • keine Säfte und gekoch­tes Obst

Statt­des­sen gibt es täglich:

  • ein Frisch­korn­ge­richt aus 3 Ess­löf­feln uner­hitz­tem Getreide
  • Frisch­kost aus rohem Gemüse und Obst
  • Voll­korn­brot und Voll­korn­pro­dukte aus frisch­ge­mah­le­nem Getreide
  • natur­be­las­sene Fette

Die Umstel­lung zeigte bei dem Ehe­paar aus Osna­brück als­bald erste Erfolge. Doch sprung­haft bes­ser wurde es erst, als sie auch noch kom­plett auf tie­ri­sches Eiweiß ver­zich­te­ten, also Fleisch, Milch­pro­dukte, Eier und Co. Danach habe Mela­nie kaum mehr Gelenk­schmer­zen gehabt. Und Sönke konnte nicht nur wie­der nach Her­zens­lust Obst essen, son­dern auch sein Heu­schnup­fen ver­schwand. „Zu unse­rem Erstau­nen gelang es uns, mit die­ser Ernäh­rung unsere gesund­heit­li­chen Pro­bleme in den Griff zu bekom­men“, sagt das Ehe­paar im Inter­view mit der Schmau­s­epost. „Das funk­tio­niert so gut, dass Sönke als Multi-Allergiker die­ses Früh­jahr zum Bei­spiel über­haupt keine Pro­bleme mit dem star­ken Pol­len­flug hatte.“

Um ande­ren Men­schen von ihren Erfah­run­gen zu berich­ten und als Moti­va­ti­ons­hilfe, damit sie die voll­wer­tige, eiweiß­lose Ernäh­rung durch­hal­ten, rie­fen die bei­den Infor­ma­ti­ker im Februar 2012 ihren Vollwert-Blog ins Leben. Darin berich­ten sie von ihren Küch­er­leb­nis­sen und ihren Erfah­run­gen aus der Roh­kost– und Voll­wert­welt. „Wir sind der Mei­nung, dass Essen schme­cken muss — auch wenn es gesund ist“, sagen Mela­nie und Sönke. „Des­halb lau­tet unser Blog­motto: Lecker Essen — gesund Leben.“

INTERVIEW — 5 Fra­gen an… Mela­nie & Sönke:

1. Was ist euer per­sön­li­ches Lieb­lings­ge­richt in eurem Blog?

Mela­nie & Sönke: Schwie­rige Frage. Eigent­lich mögen wir alle unsere Blog-Rezepte sehr gerne, denn in unse­ren Blog kom­men nur erprobte Lieb­lings­re­zepte. Mela­nie mag beson­ders unsere (roh­köst­li­chen) Brow­nies. Aus nur vier Zuta­ten sind sie eine süch­tig­ma­chende, voll­wer­tige, glu­ten­freie und vegane Nasche­rei, die sich ohne Backen zube­rei­ten lässt. Einer von Sön­kes Favo­ri­ten sind die Nudeln mit Kür­bissauce. Das Rezept ist super schnell zube­rei­tet und sehr varia­ti­ons­reich. Außer­dem ver­bin­den wir beson­dere Erin­ne­run­gen mit die­sem Gericht (mehr dazu auf unse­rem Blog).

2. Wel­che Rolle spielt Essen in eurem Leben?

Mela­nie & Sönke: Essen spielt eine sehr große Rolle in unse­rem Leben. Nach einem anstren­gen­den Arbeits­tag im Büro gibt es nichts Schö­ne­res als in der Küche zu ste­hen und neue Rezepte aus­zu­pro­bie­ren. Kochen ist für uns Ent­span­nung. Wir kochen zwar gerne selbst, fin­den es aber auch immer super span­nend, in frem­den Städ­ten nach außer­ge­wöhn­li­chen Cafés und Restau­rants Aus­schau zu hal­ten. Mitt­ler­weile ist es schon zu einer Tra­di­tion gewor­den, dass wir uns an unse­ren Geburts­ta­gen frei neh­men und auf kuli­na­ri­sche Städ­te­tour gehen.

3. Wor­auf soll­ten mehr Men­schen beim Essen achten?

Mela­nie & Sönke: Es wäre schön, wenn sich mehr Men­schen über die Her­kunft und die Pro­duk­ti­ons­um­stände ihrer Nah­rung infor­mie­ren wür­den. Denn viele große Pro­bleme die­ser Welt hän­gen mit unse­rer Ernäh­rung zusam­men. Ein biss­chen trau­rig ist es bei­spiels­weise schon, dass kon­ven­tio­nel­ler Anbau der Nor­mal­zu­stand in unse­rer heu­ti­gen Welt ist. Die gan­zen Kos­ten und Neben­wir­kun­gen, die im kon­ven­tio­nel­len Anbau ent­ste­hen, wie mas­sive Sub­ven­tio­nen, inten­si­ver Ener­gie­ein­satz (Erdöl für Maschi­nen, Spritz­mit­tel– und Dün­ger­her­stel­lung), Zer­stö­rung der Boden­frucht­bar­keit, Was­ser­ver­schwen­dung, Ver­lust der Arten­viel­falt durch Mono­kul­tu­ren, Umwelt­zer­stö­rung und gesund­heit­li­che Gefah­ren durch Pes­ti­zide, Her­bi­zide, Fun­gi­zide usw. müss­ten eigent­lich auch bedacht wer­den, wenn ökolo­gi­scher und kon­ven­tio­nel­ler Anbau mit­ein­an­der ver­gli­chen wer­den. Wir sind davon über­zeugt, dass ökolo­gi­scher Anbau dem­ge­gen­über sehr viel nach­hal­ti­ger ist.

Auch die heu­tige Mas­sen­tier­hal­tung ist ein rie­si­ger Skan­dal. Sie bedeu­tet eine unend­li­che Qual für die Tiere und erzeugt gra­vie­rende Umwelt­pro­bleme. Außer­dem ist der mas­sive Ein­satz von Anti­bio­tika und dar­aus ent­ste­hende mul­ti­re­sis­tente Keime eine Gefahr für unsere Gesund­heit. Wir ver­su­chen mög­lichst sai­so­nal und lokal ein­zu­kau­fen. Der Haupt­be­stand­teil unse­rer Ernäh­rung sind natur­be­las­sene Pflan­zen aus bio­lo­gi­schem Anbau. So tun wir nicht nur unse­rer Gesund­heit, son­dern auch der Umwelt etwas Gutes. Opti­mal ist es, zu jeder Mahl­zeit etwas Fri­sches zu essen. Bei­spiels­weise ist ein fri­scher Apfel immer gesün­der als Apfel­saft oder Apfelkompott.

4. Was war die schönste Erfah­rung mit eurem Blog?

Mela­nie & Sönke: Unse­ren Blog zu star­ten, war eine unse­rer bes­ten Ent­schei­dun­gen. Durch unse­ren Blog haben wir viele nette Men­schen ken­nen­ge­lernt. Wir freuen uns immer rie­sig über alle Kom­men­tare und E-Mails. Beson­ders süß fan­den wir den Kom­men­tar von einer Lese­rin, die berich­tete dass ihr zwölf Monate alter Sohn lie­ber unsere Voll­korn­bröt­chen müm­melt als Brei zu essen.

5) Wel­che drei Web­sei­ten zum Thema Essen könnt ihr empfehlen?

Mela­nie & Sönke:

  • Gerne stö­bern wir im Blog My New Roots von Sarah nach Rezep­tin­spi­ra­tio­nen. Von ihren humor­vol­len und infor­ma­ti­ven Tex­ten, den wun­der­schö­nen Fotos und ihren unge­wöhn­li­chen Rezep­ten sind wir immer wie­der total begeis­tert. Sarah ist unser gro­ßes Vorbild.
  • Im Blog Food Vege­ta­risch von Eva gibt es nicht nur leckere, vege­ta­ri­sche Rezepte, son­dern auch hilf­rei­che Fotografie-Tutorials und inter­es­sante Buch­vor­stel­lun­gen. Eva haben wir letz­tes Jahr bei einem Food Pho­to­gra­phy Semi­nar ken­nen­ge­lernt. Gemein­sam mit Eva haben wir schon bei uns zu Hause Indisch gekocht und foto­gra­fiert. Von ihren umwer­fen­den Bil­dern kön­nen wir noch viel lernen.
  • Sehr gut gefällt uns auch der Blog Eat Train Love von Kris­tin. Auf ihrem Blog prä­sen­tiert Kris­tin einen gelun­ge­nen Mix aus gesun­der Ernäh­rung, kör­per­li­cher Fit­ness und see­li­schem Wohl­be­fin­den. Durch ihre freund­li­che Art und ihre anste­ckende Begeis­te­rung hat sie uns dazu ani­miert mehr Sport in unser Leben zu integrieren.

 Mehr über Mela­nie & Sönke und ihren Blog steht auf der Web­seite www.vollwert-blog.de.

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