Schmausepost vom 27. September

Schman­kerl der Woche

Kei­nes­falls kopf­los: Clau­dio vom Blog „Anonyme Köche“ schlach­tet bei einem Freund sein ers­tes Huhn. In sei­nem klu­gen und unter­halt­sa­men Bericht erzählt er, wie er sich auf die Auf­gabe vor­be­rei­tet, warum man dem Tier vor dem Zuschla­gen einen Witz erzählt, und wieso er wäh­rend des Köp­fens an die Haus­ge­burt sei­nes Soh­nes den­ken muss.
Anonyme Köche

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Auf den Acker, Genos­sen! Gemü­se­kis­ten gibt es inzwi­schen in jeder grö­ße­ren Stadt — hin­ter dem Kar­tof­fel­kom­bi­nat in Mün­chen steckt jedoch mehr als das. Ziel der Genos­sen­schaft ist es, eine eigene Bio-Gemüsegärtnerei zu über­neh­men, um die Mit­glie­der mit regio­na­len Lebens­mit­teln zu ver­sor­gen. Anfang 2012 gegrün­det, zählt das Kar­tof­fel­kom­bi­nat bereits knapp 300 Mit­glie­der; nun kön­nen wie­der neue Genos­sen auf­ge­nom­men wer­den.
Kar­tof­fel­kom­bi­natARD-Beitrag über das KK

Zahl der Woche

9,66 Euro kos­tet eine Maß Bier durch­schnitt­lich auf dem Okto­ber­fest — und den­noch strö­men die Mas­sen der­zeit auf die Wiesn. Dort gibt’s das welt­be­kannte Münch­ner Bier von Löwen­bräu, Pau­la­ner und Co. Die Süd­deut­sche stellt in ihrer Bil­der­ga­le­rie nicht nur diese XXL-Brauereien vor, son­dern auch Mini-Brauereien, die ihr Münch­ner Bier im Hin­ter­hof brauen.
Süd­deut­sche

 

Nach­rich­ten

Mett in Ger­many: Lebens­mit­tel aus Deutsch­land sind ein Export­schla­ger: Bereits jeden drit­ten Euro set­zen hei­mi­sche Erzeu­ger im Aus­land um — Ten­denz stei­gend. Am meis­ten expor­tiert wer­den Fleisch­wa­ren (20%), Milch­pro­dukte (16%) und Süß­wa­ren (13%).
Welt

China macht sich vom Acker: In China lebt ein Fünf­tel der Mensch­heit, aber das Land ver­fügt nur über neun Pro­zent des welt­wei­ten Acker­lan­des. Also sorgt der Staat vor: In einem ein­zig­ar­ti­gen Deal will China nun rie­sige Flä­chen in der Ukraine pach­ten — so groß wie ein Vier­tel des gesam­ten deut­schen Acker­lan­des.
Süd­deut­scheHan­dels­blattStan­dard

Schum­mel mit Schim­mel: Abge­pack­ter Käse im Super­markt ist oft ver­schim­melt — und das noch vor dem Min­dest­halt­bar­keits­da­tum*. Zu die­sem Schluss kommt eine Unter­su­chung der Ver­brau­cher­zen­trale Bay­ern. Beson­ders schim­mel­an­fäl­lig sei dem­nach Käse, der im Super­markt auf­ge­schnit­ten und dann in Selbst­be­die­nungs­the­ken feil­ge­bo­ten wird.
WeltHan­dels­blatt

(* in einer älte­ren Ver­sion war an die­ser Stelle von „Halt­bar­keits­da­tum“ die Rede, was fak­tisch nicht kor­rekt ist — vie­len Dank Frau Küchen­la­tein für den Hinweis)

V wie Vegan: Immer mehr Men­schen ernäh­ren sich vege­ta­risch oder vegan, aber noch gibt es keine gesetz­li­che Rege­lung für diese Begriffe. Nun hat sich der Bun­des­rat mit einer recht­li­chen Defi­ni­tion beschäf­tigt. Zur Debatte steht, ob — und wenn ja, wie — vege­ta­ri­sche und vegane Pro­dukte gekenn­zeich­net wer­den.
Deutsch­land­funkFood­watch

Wider den Wohl­stands­müll: Gigan­ti­sche Men­gen an Lebens­mit­teln wer­den Tag für Tag weg­ge­schmis­sen, obwohl sie ein­wand­frei sind. Grund hier­für ist das Min­dest­halt­bar­keits­da­tum, das seit Jah­ren in der Kri­tik steht. Ein US-Manager sagt die­ser Ver­schwen­dung nun den Kampf an: Er will Läden für abge­lau­fene Lebens­mit­tel eröff­nen.
Süd­deut­sche

Lese­ge­schich­ten

Fit ohne Tier: Vegane Ernäh­rung und Hoch­leis­tungs­sport — das passt zusam­men wie die FDP und Wahl­er­folge. Dachte man. Doch der Tri­ath­let Bren­dan Bra­zier hat Extrem­leis­tun­gen voll­bracht — nur mit Pflan­zen­kost. Wor­auf er dabei ach­ten musste, erzählt er im Inter­view mit Achim Achil­les.
Spiegel-Online

Tris­tesse ohne Fleisch: Pünkt­lich zum Welt­ve­ge­ta­rier­tag am 1. Okto­ber lässt Bet­tina Weber einen Hil­fe­schrei im Tages­an­zei­ger los. Die Auto­rin ver­zich­tet seit 25 Jah­ren auf Fisch und Fleisch und fin­det: Im Restau­rant ist der Vegi-Teller immer noch der Trost­preis. Pas­send dazu die Über­schrift: Die Spinat-Ricotta-Ravioli-Misere.
Tages­an­zei­ger

All­zweck­waffe ohne Biss: Sie peppt Huhn wie Gulasch auf, ist ein Muss zu Fisch, wärmt im Win­ter als Heiß­ge­tränk, kühlt im Som­mer als Eis, ist vol­ler Vit­amine und ver­strömt oben­drein einen betö­ren­den Duft: Die Zitrone ist ein Alles­kön­ner in der Küche. „Eigent­lich kann man mit ihr alles machen — außer rein­bei­ßen“, fin­det Susanne Kip­pen­ber­ger in ihrem Lob­lied auf das saure Wun­der.
Tages­spie­gel

Essen ohne Reue: Wor­auf sollte man beim Ein­kau­fen ach­ten? Wie erkennt man gutes Fleisch? Und warum sind viele Supermarkt-Tomaten geschmacks­frei? TV-Köchin Sarah Wie­ner gibt bei Arte 15 Tipps für eine aus­ge­wo­gene Ernäh­rung. Dabei geht es nicht nur um Gesund­heit, son­dern auch um Umwelt­schutz und Regio­na­li­tät.
Arte

Blog­schau

Im Toma­ten­land: Die nie­der­län­di­sche Gemeinde West­land ist in den ver­gan­ge­nen Jahr­zehn­ten fast kom­plett unter Glas ver­schwun­den: Hier wer­den in gigan­ti­schen Gewächs­häu­sern Toma­ten ange­baut, von denen meh­rere Mil­lio­nen jede Woche in deut­sche Super­märkte gekarrt wer­den. Hen­drik Haase alias Wurst­sack hat sich in den Gewächs­häu­sern umge­se­hen.
Wurst­sack

Wei­ßer Zank­ap­fel: Milch ist gesund, Milch ist gut für die Kno­chen — das liest man allent­hal­ben. Aber stimmt das auch? Lisa Nat­te­rer geht bei den Netz­frauen der Frage nach, was wirk­lich in der Milch steckt. Dar­über hin­aus erklärt sie den Unter­schied zwi­schen H-, ESL– und Frisch-Milch und ver­rät Alter­na­ti­ven.
Netz­frauen

Reise zu den Ster­nen: Was kommt dabei raus, wenn sich zwölf Sterne-Köche unter 30 Jah­ren Gedan­ken machen über die Gerichte von mor­gen? Bei einem Tref­fen haben die Jung-Sterne nun zwölf Gerichte vor­ge­stellt — vom Leber­wurst­brot bis zum See­sai­b­ling mit Enzi­an­schaum.
Küchen­reise

Nobody’s per­fect: Krumme Gur­ken, gespal­tene Karot­ten, ver­färb­ter Brok­koli: Das sucht man in deut­schen Super­märk­ten ver­ge­bens. Dort kom­men nur „per­fekte“ Exem­plare ins Regal; der Rest wird weg­ge­schmis­sen. Nicht so bei Coop in der Schweiz: Die Super­markt­kette ver­kauft von der Norm abwei­chen­des Gemüse unter dem Schlag­wort „Ünique“.
Super­markt­blog

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Rezepte der Woche

Birnen-Bohnen-Salat mit Speck­pfann­ku­chen: Deutsch­land is(s)t mehr als nur Wurst und Grau­brot, schreibt Sabine von „Schmeckt nach mehr“, und wid­met sich zum Beweis einem nord­deut­schen Klas­si­ker: Bir­nen, Boh­nen, Speck. Ihre Vari­ante ver­zich­tet jedoch auf den Speck — und steckt ihn statt­des­sen in einen Pfann­ku­chen, der um den Birnen-Bohnen-Salat gewi­ckelt wird.
Schmeckt nach mehr

Apfel­crum­ble (vege­ta­risch): Chris­tian Sei­ler macht sich — lesens­wert wie stets — Gedan­ken dar­über, was eine Lieb­lings­speise aus­macht. Er fin­det: Sie muss gut schme­cken, ein­fach her­zu­stel­len sein, sicher funk­tio­nie­ren, ohne beson­dere Zuta­ten aus­kom­men und bei der Zube­rei­tung einen ver­hei­ßungs­vol­len Geruch ver­strö­men. Ein sol­ches Lieb­lings­re­zept, so Sei­ler, sei für ihn Apfel­crum­ble.
Das Maga­zin

Meist­ge­klickte Links der Vorwoche

1. Geburts­tags­es­sen für Wolf­ram Sie­beck (Zeit)

2. Warum macht Orange den Ame­ri­ka­ner Angst? (Frei­tag)

3. Nie­der mit den Back­voll­zugs­an­stal­ten (Super­markt­blog)

Nach­schlag

Köst­li­che Kunst Die fran­zö­si­sche Künst­le­rin Vivi Mac zeich­net Kunst­werke auf Tel­ler, Tabletts und sons­tige Unter­la­gen. Als „Farbe“ die­nen ihr dabei BBQ-Sauce, Milch und Rum, aus denen sie leckere Por­träts von Will Smith oder Joda zau­bert.
Kochneu (mit Video)

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