Schmausepost vom 18. Oktober

Schman­kerl der Woche

Glo­ba­ler Hun­ger: Zum Welt­er­näh­rungs­tag am 16. Okto­ber gibt es etli­che erschre­ckende Zah­len — aber auch bemer­kens­werte Berichte. Eine Auswahl:

  • Nach­hal­tige Lebens­mit­tel für alle“ — über das Enga­ge­ment gegen Hun­ger (DRa­dio)
  • 100 Liter Was­ser für eine Käse­scheibe“ — Erschre­cken­des und Erstaun­li­ches zum Welt­er­näh­rungs­tag (Süd­deut­sche)
  • Oft wis­sen wir nicht, wie viel wir essen und trin­ken“ (Stutt­gar­ter Nach­rich­ten)
  • 13 Fak­ten zum Welt­er­näh­rungs­tag“ (Rhei­ni­sche Post)
  • Der Kampf gegen Hun­ger wird poli­tisch“ (Tel­ler­rand­blog)
  • Viele Fra­gen und 3 Vor­sätze zum Welt­er­näh­rungs­tag“ (Schmeckt nach mehr)

 

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Auf den Acker, Genos­sen! Gemü­se­kis­ten gibt es inzwi­schen in jeder grö­ße­ren Stadt — hin­ter dem Kar­tof­fel­kom­bi­nat in Mün­chen steckt jedoch mehr als das. Ziel der Genos­sen­schaft ist es, eine eigene Bio-Gemüsegärtnerei zu über­neh­men, um die Mit­glie­der mit regio­na­len Lebens­mit­teln zu ver­sor­gen. Anfang 2012 gegrün­det, zählt das Kar­tof­fel­kom­bi­nat bereits knapp 300 Mit­glie­der; nun kön­nen wie­der neue Genos­sen auf­ge­nom­men wer­den.
Kar­tof­fel­kom­bi­natARD-Beitrag über das KK

 

Zahl der Woche

50.000.000 männ­li­che Küken wer­den pro Jahr in Deutsch­land gebo­ren — und umge­hend ver­gast und geschred­dert, weil sie in der Mast nicht zu gebrau­chen sind. Nun regt sich Wider­stand gegen den Mas­sen­mord: Nordrhein-Westfalen hat als ers­tes Bun­des­land das Töten von Ein-Tages-Küken ver­bo­ten.
Süd­deut­sche

 

Nach­rich­ten

Komm, süßer Tod: Hans Rie­gel, der Vater der Gold­bä­ren, ist tot. Der Unter­neh­mer formte aus der väter­li­chen Bonbon-Küche den glo­ba­len Süß­wa­ren­kon­zern Haribo — und führte die­sen den­noch im Stile eines Fami­li­en­kon­zerns. So ging keine Gum­mi­k­rea­tion in Serie, die Rie­gel nicht schmeckte.
Spie­gel OnlineZeit (mit Video & Storify)

Nobody’s per­fect: Herz­för­mige Kar­tof­feln, drei­bei­nige Karot­ten, krumme Gur­ken — der­art „ver­form­tes“ Gemüse lan­det lei­der immer noch meist im Müll. Doch lang­sam scheint ein Umden­ken ein­zu­set­zen: Nach Aktio­nen in Öster­reich und der Schweiz ver­kauft nun auch die Super­markt­kette Edeka für vier Woche soge­nannte non­kon­forme Lebens­mit­tel.
taz

Neues Schwer­ge­wicht: Im Kampf gegen Fett­lei­big­keit dis­ku­tiert Mexiko eine Steuer auf Soft­drinks. In dem Land gilt Fast Food als Sta­tus­sym­bol; Obst und Gemüse hin­ge­gen wer­den kaum geges­sen. Die Folge: In Über­ge­wicht– und Diabetes-Rankings macht Mexiko inzwi­schen sogar der USA Kon­kur­renz.
der Westen/dpa (Steuer)Spie­gel Online („Donuts statt Tortillas“)

Erfolg­rei­cher Ein­heits­brei: Immer mehr tra­di­tio­nelle Restau­rants in Deutsch­land kämp­fen ums Über­le­ben — die soge­nannte Sys­tem­gas­tro­no­mie hin­ge­gen boomt. McDonald’s, Nord­see und Co. legen wei­ter kräf­tig zu und kom­men inzwi­schen auf rund 30 Pro­zent des Bran­chen­um­sat­zes.
WeltGas­tro­no­mie­guide

 

Lese­ge­schich­ten

Fleisch­be­schau: Ein hal­bes Kilo Schwei­ne­schnit­zel für 1,99 Euro — das ist in Dis­coun­tern trau­rige Rea­li­tät. Doch wer so ein­kauft, kann weder Qua­li­tät erwar­ten, noch ruhi­gen Gewis­sens essen, schreibt Berit Uhl­mann in der Süd­deut­schen. In ihrer Rat­ge­ber­se­rie gibt sie Tipps für den Ein­kauf von Schwei­ne­fleisch; außer­dem erklärt eine Bil­der­ga­le­rie die ver­schie­de­nen Fleisch­sie­gel.
Süd­deut­sche (Schwei­ne­fleisch)Süd­deut­sche (Fleischsiegel)

Ern­te­dank­fest: „Har­vest 2013″ — mit die­sem schlich­ten Titel ist eine groß­ar­tige Bil­der­se­rie in der Reihe „The Big Pic­ture“ des Bos­ton Globe über­schrie­ben. Anhand von 38 Auf­nah­men zeigt sie, wie rund um den Glo­bus die Ernte abläuft.
Bos­ton Globe

Res­te­ver­wer­tung: Pro Jahr und Bun­des­bür­ger lan­den 82 Kilo Lebens­mit­tel im Müll. Dabei kann man alt­ba­cke­nes Brot, Gemü­se­reste und Co. ohne viel Auf­wand zu köst­li­chen Gerich­ten ver­bra­ten. Wie das geht, ver­rät die Web­seite wie-einfach — inklu­sive Rezepte.
wie-einfach

Tro­cken­übung: „Dry Age“ gilt als Fer­rari unter den Fleisch­sor­ten — und als ver­gleichs­weise jun­ger Trend. Dabei sei diese Tro­cken­rei­fung im Grunde alter Käse, schreibt Hob­by­koch Peter Wag­ner. Bei Spie­gel Online erklärt er, was sich genau hin­ter „Dry Age“ ver­birgt und lie­fert ein Rezept für das „Toma­hawk Steak“.
Spie­gel Onlineaid (Dry Age)

 

Blog­schau

Zwei Kuchen, ein Name: Häpp­chen­weise Ess­kul­tur ser­viert Johan­nes Arens in sei­ner Serie „Mini­por­tion“ im Blog „Nach­schlag“. Aus­gabe 262 wid­met sich bei­spiels­weise dem Bie­nen­stich — ein Kuchen, in dem die deutsch-deutsche Grenze wei­ter­exis­tiert.
Nach­schlag (Bie­nen­stich)Nach­schlag (alle Miniportionen)

Zwei Herde, ein Pro­jekt: Zum Semes­ter­start ruft Kris­tina von „2 Herde“ eine neue Serie ins Leben: den Mensa-Dienstag. Ein­mal pro Woche pickt sie eines von drei Gerichte der vege­ta­ri­schen Mensa in Nürn­berg her­aus und kocht es nach. Dabei doku­men­tiert Kris­tina nicht nur, wie lange sie braucht, son­dern auch, wie viel das Essen kos­tet.
2 Herde

Zwei Geschich­ten, ein Buch: „Deutsch­land vege­ta­risch“ heißt das neue Werk der netz­ak­ti­ven Ste­van Paul und Katha­rina Sei­ser, das in der Food­blo­go­sphäre der­zeit so omni­prä­sent ist wie Ing­wer in Schuh­becks Rezep­ten. Eine lesens– und sehens­werte Rezen­sion lie­fert Uwe von High Foo­da­lity; zwei­fel­los am unter­halt­sams­ten sind die Nach­koch­be­richte von Autor Maxi­mi­lian Bud­den­bohm.
High Foo­da­lity (Rezen­sion)Herz­da­men­ge­schich­ten (Bud­den­bohm)Nut­ri­Cu­li­nary (Deutsch­land Vegetarisch)

Zwei Bur­ger, kein Bröt­chen: Über den Ramen-Burger, der auf gepresste Ramen-Nudeln statt Bröt­chen setzt, haben wir in der Schmau­s­epost bereits berich­tet. Nun will ein deut­scher Nudel­her­stel­ler auf den Zug des Trend-Snacks auf­sprin­gen und prä­sen­tiert den Nudelrösti-Burger — mit Bröt­chen aus Spa­ghetti.
Die Bio­kü­che (Nudelrösti-Burger)Welt (Ramen-Burger)

 

Blog der Woche

Bar­ba­ras Spiel­wiese: Auf ihrer Spiel­wiese lässt Bar­bara ihrer kuli­na­ri­schen Expe­ri­men­tier­freude freien Lauf. Inzwi­schen sind dort in sechs­ein­halb Jah­ren mehr als 700 Rezepte zusam­men­ge­kom­men. Dabei wollte Bar­bara anfangs eigent­lich nur wis­sen, „wie das mit Blogs so funk­tio­niert“, wie sie im Inter­view mit der Schmau­s­epost erzählt.
Schmau­s­epost (Por­trät & Inter­view)Bar­ba­ras Spielwiese

 

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Schmau­s­epost (Media-Daten)

 

Rezepte der Woche

Mais­hähn­chen mit 100 Knob­lauch­ze­hen: Zuge­ge­ben, es sind nicht wirk­lich 100 Knob­lauch­ze­hen, mit denen Peter von „Aus mei­nem Koch­topf“ sein Mais­hähn­chen zube­rei­tet — „75 bis 80 Zehen genü­gen durch­aus“, sagt er. Für Peter ist die­ses Hähn­chen „ein ech­tes Angeber-Rezept“ und oben­drein „schlicht und ein­fach köst­lich“.
Aus mei­nem Kochtopf

Süßer Nude­lauf­lauf (vege­ta­risch): Nude­lauf­lauf geht auch süß: Die Zeit­schrift „Schrot & Korn“ stellt ein Rezept mit Äpfeln, Man­deln und Cran­ber­rys vor — schmeckt warm und kalt.
Naturkost.de

 

Meist­ge­klickte Links der Vorwoche

1. Sauer, süß, pikant — drei Rezepte für Zwetsch­gen (NZZ)

2. Nach­rufe auf DDR-Speisen — Kost­al­gie (Tages­spie­gel)

3. Tipps für den Ein­kauf von Toma­ten (Süd­deut­sche)

 

Nach­schlag

Gel­bes Gold In den Acht­zi­ger­jah­ren war es in (fast) aller Munde — das Urin. Genauer gesagt: die Eigen­harn­the­ra­pie. Kolum­nist Jens Lub­ba­deh blickt zurück auf jenen Trend, des­sen vor­derste Ver­fech­te­rin übri­gens Car­men Tho­mas alias „Schalke 05″ war. Außer­dem geht sein unter­halt­sa­mer Text der Frage nach: Kann Urin vor dem Ver­durs­ten ret­ten?
Spie­gel Online

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