Schmausepost vom 22. November

Schman­kerl der Woche

Selbst ist das Lokal: Das „Prai­rie Whale“ in Mas­sa­chu­setts ist ein beson­de­res Restau­rant: Dort bringt Besit­zer Mark Firth nur das auf den Tisch, was von sei­ner eige­nen Farm stammt — Läm­mer, Hüh­ner, Schweine, Obst und Gemüse. Sein Farm-to-table-Prinzip lockt auch Food-Journalisten wie Michael Pol­lan und Ruth Reichl an, die regel­mä­ßig im „Prai­rie Whale“ ver­keh­ren. Im Inter­view erklärt Firth, dass er Super­märkte im Grunde nur noch wegen eines Pro­dukts auf­su­che: Klo­pa­pier.
Zeit (Bil­der­ga­le­rie)Freunde von Freun­den (Inter­view in Eng­lisch)Face­book (Prai­rie Whale)

 

Zahl der Woche

5 Tricks für die Küche ver­rät Guido von „Kochen mit But­ter“ — dar­un­ter, wie man Toma­ten rich­tig schnei­det und den Saft aus einer Zitrone bekommt, ohne sie auf­zu­schnei­den. Bereits in der Vor­wo­che hat Guido fünf prak­ti­sche Küchen­tipps ser­viert.
Kochen mit But­ter (5 Tricks)Kochen mit But­ter (5 Tipps)

 

Anzeige

Lese­schmaus im Süd­wes­ten: Auf der Suche nach lan­des­ty­pi­schen, regio­na­len Gerich­ten ist Patrik Stäbler durch Deutsch­land gereist — per Anhal­ter. Über seine kuli­na­ri­schen und kul­tu­rel­len Erleb­nisse hat der Jour­na­list ein Buch geschrie­ben: „Spei­sende soll man nicht auf­hal­ten“. Nun geht Stäbler im Dezem­ber auf Lese­reise und besucht Kemp­ten, Ravens­burg, Sig­ma­rin­gen, Stutt­gart und Gar­ching. (Dis­clai­mer: Patrik Stäbler ist Her­aus­ge­ber der Schmau­s­epost)
Spei­sende soll man nicht auf­hal­ten (Lese­reise)Spei­sende soll man nicht auf­hal­ten (Buch)

 

Nach­rich­ten

Mon­tags kein Fleisch für Sol­da­ten: In Deutsch­land reicht ein Arti­kel in der BILD, um die Hys­te­rie zu ent­fa­chen (und den Grü­nen die Wahl zu ver­sauen) — in Nor­we­gen sind es aus­ge­rech­net Kon­ser­va­tive und Rechts­po­pu­lis­ten, die den Veg­gie Day ohne viel Gewese in der Armee ein­füh­ren. Ein­mal die Woche ver­zich­ten die Sol­da­ten dort künf­tig auf Fleisch — „aus Respekt für die Umwelt“.
Spiegel-Onlineheise.de

Ster­ne­re­gen auch in der Schweiz: Nach der deut­schen Aus­gabe in der Vor­wo­che folgt nun der Michelin-Guide 2014 für die Schweiz. Auch bei den Eid­ge­nos­sen hagelt es zusätz­li­che Sterne, unter ande­rem für einen neuen Zwei-Sterner in Vitz­nau. In der höchs­ten Kate­go­rie blei­ben die bei­den Drei-Sterne-Restaurants „Schau­en­stein“ und „l’Hôtel de Ville“ unter sich.
Gour­met GlobeStern­e­fres­serHig­hend FoodNZZSchmau­s­epost (Miche­lin Deutschland)

Debatte um Agrar-Zockerei: Neue Runde im Streit um Nah­rungs­mit­tel­spe­ku­la­tion: Die Ver­brau­cher­or­ga­ni­sa­tion Food­watch legt eine Stu­die vor, wonach das Zocken mit Agrar­pro­duk­ten „wahr­schein­lich“ Ein­fluss auf die Preise hat und somit den Hun­ger in der Welt ver­schärft. Genau das bestrei­ten andere renom­mierte For­scher.
Mana­ger Maga­zinFood­watchheute

War­nung vor Plas­tik­kü­gel­chen: Win­zige Plas­tik­teil­chen ver­bes­sern den Schutz von Son­nen­cremes oder die Rei­ni­gungs­kraft von Dusch­gels — doch nun schla­gen For­scher Alarm: Sie hegen den Ver­dacht, dass sich die Plas­tik­kü­gel­chen über die Umwelt in Lebens­mit­tel wie Honig oder Trink­was­ser gelan­gen.
Spiegel-OnlineNDR (Video)

 

Lese­ge­schich­ten

Gutes aus der Wabe: Honig gilt als gesunde Alter­na­tive zum Zucker, ver­gam­melt nicht und hat ein „Natur pur“-Image — einer­seits. Ande­rer­seits soll­ten Kin­der unter einem Jahr kei­nen Honig essen, und immer mehr For­scher hal­ten seine angeb­li­chen Wir­kun­gen für über­trie­ben. In ihrer Einkaufsratgeber-Serie erklärt die Süd­deut­sche, warum Honig den­noch zu emp­feh­len ist.
Süd­deut­sche

Kampf dem Küken­tod: „Brü­der, zur Sonne, zum Koch­topf“ über­schreibt die taz einen Bericht über die hun­dert­tau­send­fa­che Tötung von männ­li­chen Küken — mit Gas oder durch Schred­dern. Nun weh­ren sich einige Bio­h­öfe gegen diese Bar­ba­rei, und im Kom­men­tar gibt sich Man­fred Krie­ner zuver­sicht­lich, dass die Zei­chen auf Ver­än­de­rung ste­hen.
taz (Brü­der…)taz (Kom­men­tar)

Dickes Zusatz­ge­schäft: Zusatz­stoffe geben der Limo­nade eine leuch­tende Farbe, machen den Ham­bur­ger form­sta­bil und las­sen ein belie­bi­ges Nah­rungs­mit­tel „nach Bra­si­lien schme­cken“. Nun haben sich die Her­stel­ler auf der Leit­messe Food Ingre­dients in Frank­furt getrof­fen und über neue Trends dis­ku­tiert. Beson­ders gefragt sind dem­nach Zusatz­stoffe, die die unge­lieb­ten E-Nummern auf der Ver­pa­ckung ver­schwin­den las­sen.
faz

Alles nach (Schlacht-) Plan: 85 Pro­zent der Deut­schen essen täg­lich Fleisch; auf 39 Kilo pro Jahr bringt es Otto-Normal-Bürger allein vom Schwein. Um die­sen Hun­ger zu stil­len, und oben­drein ton­nen­weise in die ganze Welt zu expor­tie­ren, hat die Fleisch­in­dus­trie eine unglaub­li­che Effi­zi­enz ent­wi­ckelt. Der Spie­gel wirft einen Blick hin­ter den „Schlacht-Plan“ mit einem lesens­wer­ten Text (Lese­zeit ca. 10 Minute) und meh­re­ren Info­gra­fi­ken.
Spie­gel

 

Blog­schau

Unbän­di­ger Lese­hun­ger: 220 Rezen­sio­nen auf diver­sen Food­blogs — das ist die beein­dru­ckende Bilanz der zwei­ten The­men­wo­che „Jeden Tag ein Buch“. Die Palette reicht von „A Game of Thro­nes — Das offi­zi­elle Koch­buch“ bis zu Jür­gen Dol­la­ses „Geschmacks­schule“. Nun kün­digt Astrid von „Arthurs Toch­ter kocht“ an, dass die The­men­wo­che künf­tig eine eigene Platt­form bekom­men soll.
Arthurs Toch­ter kocht: Zusam­men­fas­sung 2. WocheListe aller BücherFace­book (Jeden Tag ein Buch)

Fiese Fleisch­bäll­chen: „Ist der Besuch eines Ikea-Markts nicht eine bib­li­sche Strafe dafür, dass man gesün­digt, einen Sohn gezeugt hat und die­sem heute, am Sams­tag­vor­mit­tag, ein neues Bett kau­fen muss?“ Allein die­ser Satz lohnt die Lek­türe von Chris­tian Sei­lers Bericht über seine Lei­den im Ikea-Markt — inklu­sive des obli­ga­to­ri­schen Restau­rant­be­suchs. Und ja, natür­lich geht es auch um Kött­bullar.
Das Maga­zin

(K)eine Zeit­frage: Warum nicht selbst kochen? Warum Fast Food? Warum Con­ve­ni­ence Food? Die häu­figste Ant­wort auf diese Fra­gen lau­tet: „Ich habe keine Zeit.“ Doch das sei nur eine bil­lige Aus­rede, fin­det Hen­drik Haase vom Wurst­blog, der warnt, dass das Kochen all­mäh­lich aus unse­rem All­tag ver­schwin­det. „Wir wer­den abhän­gig von denen, die für uns Kochen. Von TV-Köchen, Fast-Food-Ketten und Nah­rungs­mit­tel­kon­zer­nen“.
Wurst­sack

Kuli­na­ri­sche Pro­phe­zei­ung: Jan-Peter vom nomy­blog blickt in die Glas­ku­gel und stellt zehn Gastronomie-Trends vor, die sei­ner Mei­nung nach 2014 wichtig(er) wer­den.   Die Palette reicht dabei von der „Vega­nen Welle“ über die „Bra­zi­lu­tion“ bis bis hin zur „Pro-Bier-Bereitschaft“.
nomy­blog

 

Rezepte der Woche

Och­sen­schwanz­ra­gout 2.0: Einer der zwei Gründe, warum aus ihr keine Vege­ta­rie­rin werde, ist laut Ste­pha­nie vom „Klei­nen Kurio­si­tä­ten­la­den“ ihr Och­sen­schwanz­ra­gout mit Pasta. Nun lie­fert sie ein wei­ter­ent­wi­ckel­tes 2.0-Rezept, das unter ande­rem auf einen guten Schuss Port­wein setzt.
Klei­ner Kuriositätenladen

Birnen-Mascarpone-Gratin (vege­ta­risch): Elf Zei­len — mehr braucht Ursula von „Ein­fach Essen“ nicht für ihr Rezept für Birnen-Mascarpone-Gratin. Her­aus kommt den­noch ein optisch wie geschmack­lich her­aus­ra­gen­der Nach­tisch, und als Schman­kerl gibt’s oben­drein noch einen Infohap­pen — dies­mal über die Sor­ten­viel­falt bei Bir­nen.
Ein­fach Essen

 

Anzeige

Hier könnte Ihre Wer­bung ste­hen: Sie wol­len Ihr Pro­dukt, Ihre Web­seite, Ihr Buch oder Ihr Foo­devent in der Schmau­s­epost bewer­ben? Schrei­ben Sie uns!
Schmau­s­epost (Media-Daten)

 

Meist­ge­klickte Links der Vorwoche

1. Pfeffer-Entrecôte mit Pilz­rahm­sauce und Kar­tof­fel­we­dges (Deichrun­ners Küche)

2. Gault Mil­lau ver­spot­tet Mäl­zer und Hens­s­ler (Mee­dia)

3. Pasta mit Kürbis-Ragout (High Foo­da­lity)

 

Nach­schlag

Nicht die Bohne Über Kochen in der Geschirr­spül­ma­schine hat sogar das SZ-Magazin bereits berich­tet. Nun folgt die nächste Stufe: Kochen mit der Kaf­fee­ma­schine. Angeb­lich inspi­riert vom üblen Kan­ti­nen­es­sen der US-Soldaten in Afgha­nis­tan ver­öf­fent­licht Jody Ander­son Rezepte, die man in der Kaf­fee­ma­schine zube­rei­ten kann — etwa Lachs in Soja­soße mit Cous­cous und Gemüse.
Kraft­fut­ter­mi­sch­werkFace­book (Coo­king With Your Cof­fee Maker)SZ-Magazin (Geschirr­spül­ma­schine)

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *