Schmausepost vom 29. November

(Hinweis: Am Niko­laus­tag legt die Schmau­s­epost eine Stie­fel­füll­pause und Plätz­chen­back­aus­zeit ein. Am dar­auf­fol­gen­den Frei­tag (12.12) sind wir dann wie­der in gewohn­ter Fri­sche zurück.)

Schman­kerl der Woche

Hül­len­lo­ses Geschäft: Drei Ber­li­ne­rin­nen sagen dem Ver­pa­ckungs­müll im Super­markt den Kampf an: Sie wol­len kom­men­des Jahr „Ori­gi­nal Unver­packt“ eröff­nen — einen Lebens­mit­tel­la­den, der fast kom­plett auf Ein­zel­ver­pa­ckun­gen ver­zich­tet. Kun­den sol­len dort Glä­ser, Tup­per­do­sen und Tüten selbst mit­brin­gen und so viel abfül­len, wie sie brau­chen. Jetzt und Qiez berich­ten über die Idee der drei Ber­li­ne­rin­nen; der Super­markt­blog blickt über die Lan­des­grenze, wie andern­orts Ver­pa­ckungs­müll ein­ge­spart wird.
Jetzt (Ori­gi­nal Unver­packt)Qiez (Ori­gi­nal Unver­packt)Super­markt­blog

 

Zahl der Woche

20 Pro­zent der land­wirt­schaft­li­chen Flä­che in Öster­reich wer­den zum Bio-Anbau genutzt — das ist euro­pa­weit spitze. Doch was ist diese Zahl wert, wenn das Land sogar das Poten­zial hätte, Bio-Weltmeister zu wer­den?, fragt Andreas Schind­ler in sei­nem lan­gen, lesens­wer­ten Bei­trag bei FM4.
FM4

 

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Weih­nachts­ge­schenk gefäl­lig? Ab sofort gibt es signierte Exem­plare von Patrik Stäblers kuli­na­ri­schem Rei­se­be­richt „Spei­sende soll man nicht auf­hal­ten“ — und das ver­sand­kos­ten­frei in ganz Deutsch­land. Zudem geht der Autor Anfang Dezem­ber auf Lese­reise nach Kemp­ten, Ravens­burg, Sig­ma­rin­gen und Stutt­gart. 
(Hin­weis: Patrik Stäbler ist Her­aus­ge­ber der Schmau­s­epost)

Spei­sende soll man nicht auf­hal­ten: signierte Bücher & Lese­reise

 

Nach­rich­ten

Süße Streit­hähne: Die Stif­tung Waren­test nimmt sich Nuss­scho­ko­la­den vor und bewer­tet die von Rit­ter Sport mit einem kra­chen­den „Man­gel­haft“. Das will der schwä­bi­sche Kon­zern nicht auf sich sit­zen las­sen und erwirkt vor Gericht eine einst­wei­lige Ver­fü­gung. Einen ande­ren Weg schlägt Rapun­zel ein, des­sen Scho­ko­lade im Test eben­falls schlecht weg­kommt: Der Bio-Konzern hat sich öffent­lich ent­schul­digt.
Spiegel-Online (Rit­ter Sport)FAZ (Ver­fü­gung)Die Bio­kü­che (Rapunzel)

Fette Kehrt­wende: Cho­le­ste­rin galt jahr­zehn­te­lang als Teu­fels­zeug schlecht­hin — „das Nord­ko­rea unter den kör­per­ei­ge­nen Mole­kü­len“, wie Wer­ner Bar­tens in der SZ schreibt. Doch nun emp­fiehlt eine Gruppe US-Ärzte, die Blut­fette nicht mehr so dras­tisch wie bis­her zu sen­ken.
Süd­deut­sche

Sal­zi­ges Mes­ser: Nicht nur das Essen, son­dern auch das Besteck hat einen Ein­fluss auf unser Geschmacks­emp­fin­den. Das legt zumin­dest eine Stu­die nahe, die For­scher an der Uni Oxford nun vor­ge­stellt haben. Dem­nach schme­cken Pro­dukte mit einem Tee­löf­fel süßer als mit einem Ess­löf­fel; ein Mes­ser hin­ge­gen macht sal­zig.
aid

Mäch­ti­ger Kon­zern: Gen­tech­nisch ver­än­derte Pflan­zen sind ein Knack­punkt bei den Ver­hand­lun­gen über die Frei­han­dels­zone zwi­schen der EU und den USA. Eine ent­schei­dende Rolle in Ame­rika kommt dabei Mons­anto zu, wes­halb sich die Tages­schau den Saatgut-Konzern genauer ansieht. Der­weil klagt eine Öko-Aktivistin, dass sie auf­grund ihres Enga­ge­ments gegen eine Monsanto-Anlage tät­lich ange­grif­fen wurde.
Tages­schau (Mons­anto)taz (Öko-Aktivistin)

 

Lese­ge­schich­ten

Kochen nach Bil­dern: Der Fran­zose Guil­laume Long hat ein Comic-Kochbuch geschrie­ben. Im Inter­view mit der FAZ spricht der Autor über Schweins­haxe, Bild­spra­che und die Wie­der­ent­de­ckung ver­ges­se­ner Gewürze. Dazu gibt zur Anschau­ung das Rezept „Mit vier Zeich­nun­gen zum Zuc­chi­ni­sa­lat“.
FAZ

Ver­wirr­spiel mit Zusatz­zahl: Tüte auf, ein­mal umrüh­ren, fer­tig! Zeit­spa­rende Fer­ti­ges­sen klin­gen ver­lo­ckend. Doch was steckt in den Indus­trie­pro­duk­ten? Holz­späne fürs Him­beer­a­roma, Bak­te­rien, die ursprüng­lich aus Fäka­lien stam­men, und das Blut der Schild­laus, um den Frucht­gummi rot zu fär­ben, zählt Simone Scheuf­ler auf. Im Focus gibt sie eine Über­sicht zu Farb­stof­fen, Kon­ser­vie­rungs­mit­teln und Co.
Focus

Pansch oder Punsch? Weih­nachts­zeit ist Glüh­wein­zeit — doch woran erkennt man einen guten Glüh­wein? Experte Her­bert Wit­kow­ski mahnt im Inter­view vor künst­li­chen Aro­men und ver­rät, warum aus­ge­rech­net oft Weine im Glüh­wein ste­cken, „die gerade noch so dem Lebens­mit­tel­recht ent­spre­chen“.
Life­line

Alles oder nichts: Sie dür­fen min­des­tens 190 Tage im Jahr auf die Weide, kauen Gras statt Soja und Wachs­tums­hor­mo­nen, und sie haben einen Namen — Sido oder Har­le­kin bei­spiels­weise: die Rin­der von Georg Wes­ten­rie­der, der gemein­sam mit ande­ren Land­wir­ten aus dem baye­ri­schen Ober­land die Initia­tive Bay­ernOX gegrün­det hat. Die­ses Sie­gel setzt auf hohe Fleisch­qua­li­tät; zudem muss das gesamte Rind ver­wer­tet wer­den.
NZZ

 

Blog­schau

Regio­nal oder Bio? Regio­nal ist das neue Bio. Heißt es. Nicht so für Sabine von „Schmeckt nach mehr“. Denn sie gibt zu beden­ken, dass bei­spiels­weise auch das Schnit­zel aus dem Groß­schlacht­hof in der Nähe als „regio­nal“ durch­geht. Für Sabine steht fest: „Wenn ich aber die Wahl zwi­schen Bio auf der einen und Regio­nal auf der ande­ren Seite habe, greife ich häu­fi­ger zu Bio“.
Schmeckt nach mehr

Billig-Burger im Test: Einen guten Bur­ger selbst her­zu­stel­len, ist nicht schwer. Doch geht das auch mit Zuta­ten aus dem Dis­coun­ter? Mar­tin von „Feuer, Glut und Herz­blut“ wagt den Selbst­ver­such und berei­tet bin­nen einer Stunde einen Aldi-Burger zum Preis von 0,85 Euro zu.
Feuer, Glut und Herzblut

„Ish bin ein Bear­lee­ner“: Jamie Oli­ver tourt durch Deutsch­land, um sein neues Buch zu bewer­ben. Mag­da­lena Ulrich berich­tet für Coo­kio­nista über die Prä­sen­ta­tion in Ber­lin (mit Renate Künast?!). Und Caro­line Bock ver­rät in den Gour­met­wel­ten, wel­ches deut­sche Regio­nal­ge­richt es Jamie Oli­ver beson­ders ange­tan hat.
Coo­kio­nistaGour­met­wel­ten

Auf die Plätz­chen, fer­tig, los! Mit dem Dezem­ber beginnt die Plätz­chen­sai­son, und für alle Hobby-Bäcker hat Guido von „Kochen ohne But­ter“ acht Tipps parat. Zum Bei­spiel geht es um das rich­tige Back­fett, das Vor­hei­zen des Back­ofens und die bes­ten Auf­be­wah­rungs­mög­lich­kei­ten.
Kochen mit Butter

 

Rezepte der Woche

Fasa­nen­suppe & Gän­se­keule: Allen, die sich in Gedan­ken bereits mit dem Weih­nachts­es­sen beschäf­ti­gen, lie­fern Wolf­gang von „kaquus Haus­manns­kost“ und Ulrike von „Genial Lecker“ zwei fei­er­tags­taug­li­che Rezepte: Hier eine Fasa­nen­es­senz mit (blauen) Kar­tof­fel­chips und dort die Gän­se­keule auf Oran­gen­blau­kraut.
kaquus Haus­manns­kostGenial Lecker

Toma­ti­ger Gnocchi-Kürbis-Auflauf mit Büf­fel­moz­za­rella (vege­ta­risch): „Auf jeden Fall einen rich­ti­gen Moz­za­rella aus Büf­fel­milch neh­men“, mahnt Jür­gen von „Frau Lotta“ im Rezept für sei­nen Gnocchi-Kürbis-Auflauf, „und nicht diese geschmacks­neu­tra­len Gum­miku­geln aus Kuh­milch“. Bei der Toma­ten­soße setzt er auf Basi­li­kum — und Curry.
Frau Lotta

 

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Meist­ge­klickte Links der Vorwoche

1. Fünf Tricks für die Küche (Kochen mit But­ter)

2. Kuli­na­ri­sches Schwe­den (Das Maga­zin)

3. Birnen-Mascarpone-Gratin (Ein­fach Essen)

 

Nach­schlag

Pri­ckelnde Erkennt­nis: Es ist einer der ältes­ten Par­ty­tricks: Stößt man von oben auf eine Bier­fla­sche, so schießt wenige Sekun­den spä­ter der Schaum empor. Doch warum? Das haben spa­ni­sche und fran­zö­si­sche For­scher nun unter­sucht. Ihre Erklä­rung: Durch den Stoß ent­ste­hen im Bier Druck­wel­len, wodurch sich Bla­sen bil­den, die wie­derum die Koh­len­säure nach oben mit­rei­ßen.
ORF

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