Schmausepost vom 10. Januar

Schman­kerl der Woche

Das Auge isst mit: Mit Essen spielt man nicht — außer, man ver­kauft die Spie­le­rei her­nach als Kunst. Hier fünf sehens­werte Beispiele:

  • Fast Food auf­ge­räumt — Was steckt in Pizza, Nudel­box, Döner & Co. (Schwä­bi­sche Zei­tung)
  • Bier­brauen im Zeit­raf­fer — Ein Pils in 6 Tagen (Stern)
  • Was in der Welt auf den Tisch kommt — 8 Fami­lien aus 8 Län­dern (faz)
  • Das letzte Mahl — Die fina­len Essens­wün­sche von Todes­zel­len­in­sas­sen (Tages­an­zei­ger)
  • 46 Mög­lich­kei­ten, eine Fla­sche Bier zu öffnen (Arti­kel - Youtube)

 

Zahl der Woche

627.941.000 Hüh­ner wur­den 2012 in Deutsch­land geschlach­tet — das sind fast acht­mal so viele wie Ein­woh­ner. Dazu kom­men laut dem neuen Fleischat­las mehr als 58 Mil­lio­nen Schweine. Ins­ge­samt kon­su­mier­ten die Deut­schen jedoch weni­ger Fleisch als noch ein Jahr zuvor, näm­lich durch­schnitt­lich 60 Kilo. Der­weil nimmt der Fleisch­kon­sum in Asien stark zu.
Fleischat­lasSüd­deut­scheheute.de

 

Nach­rich­ten

Wer wirft was weg? Dass in den Indus­trie­staa­ten zu viele Lebens­mit­tel weg­ge­schmis­sen wer­den, ist hin­läng­lich bekannt. Nun aber haben For­scher unter­sucht, wel­chen Ein­fluss Ein­kom­men, Fami­li­en­stand und Wohn­si­tua­tion dar­auf haben, wel­che Nah­rung im Müll lan­det. Ein Ergeb­nis: Rei­che wer­fen viele Fer­tig­pro­dukte weg, Arme eher Obst und Gemüse.
scin­exx

Heiß­hun­ger auf Scho­ko­lade: Kakao­boh­nen sind auf dem Welt­markt so knapp wie seit 50 Jah­ren nicht mehr. Haupt­grund hier­für ist die gestie­gene Nach­frage in China, wo immer mehr Ein­woh­ner ihre Liebe zu dem süßen Stoff ent­de­cken. Nun rech­nen Scho­ko­la­den­händ­ler mit stei­gen­den Prei­sen.
taz

Refor­mier­ter Rat­ge­ber: Die Deut­sche Gesell­schaft für Ernäh­rung (DGE) hat ihre Emp­feh­lun­gen über­ar­bei­tet, wovon man wie viel essen sollte. Neu ist, dass nun auch die Ver­träg­lich­keit der Ernäh­rung für die Umwelt und das Klima eine Rolle spie­len. So emp­fiehlt die DGE einen Fleisch­kon­sum von 20 Kilo pro Jahr — aktu­ell isst Otto-Normal-Deutscher drei­mal so viel.
Deutsch­land­funk

Export-Weltmeister: Deutsch­land pro­du­ziert ein Fünf­tel mehr Fleisch, als hier­zu­lande ver­braucht wird. Der Über­fluss geht in den Export — und zwar nicht nur in EU-Länder, son­dern auch nach Afrika, was den dor­ti­gen Pro­du­zen­ten zu schaf­fen macht. Der Kri­ti­sche Agrar­be­richt 2014 kri­ti­siert, dass sich Deutsch­land zu einem „Export­land von Bil­lig­fleisch“ ent­wi­ckelt.
FR-Online

 

Lese­ge­schich­ten

Tra­di­tion mit Stern: Seit 401 Jah­ren ist der Huber­wirt im baye­ri­schen Pleis­kir­chen in Fami­li­en­hand. Der elfte Küchen­chef der Sippe, Alex­an­der Huber, ist der erste gelernte Koch und strich bei der Über­nahme zunächst mal Zigeu­ner­schnit­zel und Cham­pi­gnon­toast von der Karte. Inzwi­schen ist er mit einem Michelin-Stern aus­ge­zeich­net wor­den.
Süd­deut­sche

Kochen wie gedruckt: Warum Spa­ghetti kau­fen, wenn man sie auch dru­cken kann? Laut der Web­seite Geek[.]com arbei­tet der welt­größte Pas­ta­her­stel­ler Barilla seit län­ge­rem mit For­schern zusam­men an einem Pasta-Drucker für den Heim­ge­brauch. Ohne viel Auf­wand sol­len damit fri­sche Nudeln gedruckt wer­den kön­nen.
t3nSpiegel-Online

Auf Ent­de­ckungs­reise: Die afri­ka­ni­sche Küche ist in Europa weit­ge­hend unbe­kannt. Um das zu ändern, reist die Fil­me­ma­che­rin Tuleka Prah durch den Kon­ti­nent und sucht nach Gerich­ten und Geschich­ten, die sie auf ihrem Blog vor­stellt. Dazu dreht sie Kurz­filme, in denen sie eine Köchin bei der Zube­rei­tung beglei­tet und foto­gra­fiert.
fazMy Afri­can Food Map

Erst das Fres­sen, dann die Moral: Dür­fen Men­schen Tiere essen? Im Prin­zip ja, fin­det der Phi­lo­soph Bernd Lud­wig. Ent­schei­dend sei jedoch, was der Men­schen den Tie­ren vor dem Ver­zehr antue. Aus die­sem Grund sieht es Lud­wig als „mora­li­sche Pflicht des Wes­tens“ an, das Fleisch­es­sen auf­zu­ge­ben.
FAZ

 

Blog­schau

Käse­toast–Kampf­schrift: „Wäh­rend die Bedeu­tung des kuli­na­ri­schen Phä­no­mens Gril­led Cheese als köst­li­cher Snack und als höchst varia­bles Street Food von Gas­tro­no­mien ande­rer Län­der längst erkannt wurde“, schreibt Cath­rin von Ber­lin Tid­bits, „ist es hier­zu­lande schwer, einen guten Käse­toast außer­halb der eige­nen vier Wände zu bekom­men“. Des­halb for­mu­liert sie „ein drin­gen­des Plä­do­yer für die Renais­sance des Käse­toasts“.
Ber­lin Tidbits

Fleisch­freie Ver­tei­di­gung: Seit einem Jahr ver­zich­tet Juliane von Klei­ner­drei auf Fleisch — weil sie genervt war von „15-minütigen Selbst­ge­sprä­chen, –ankla­gen und –ver­tei­di­gun­gen vor der Fleisch­theke im Super­markt“. Nun zieht sie eine Zwi­schen­bi­lanz und kon­sta­tiert: „Was sich am stärks­ten ver­än­derte, war die Häu­fig­keit, in der ich über meine neue Ess­ge­wohn­heit spre­chen und bis­wei­len ver­tei­di­gen musste.„
Klei­ner­drei

Glo­ba­ler (Ein-)Topfgucker: Der Win­ter ist da — zumin­dest kalen­da­risch. Aus die­sem Grund stellt der Metro-Genussblog Ein­töpfe aus aller Welt vor — inklu­sive Rezep­ten. Nach Borschtsch folgt nun im zwei­ten Teil der Serie der indi­sche Lin­sen­ein­topf Dal.
Genuss­blog (Dal)Genuss­blog (Borschtsch)

Kohl aus Korea: Für 2014 hat sich Petra von Food­freak unter ande­rem vor­ge­nom­men, Kim­chi selbst her­zu­stel­len. Um dabei nicht alleine zu sein, ruft sie einen Kochevent ins Leben — und lie­fert zum Start des Kimchi-Projekts Infor­ma­tio­nen rund um das korea­ni­sche Natio­nal­ge­richt sowie diverse Rezep­tin­spi­ra­tio­nen.
Food­freak

So sim­pel? Eine vegane Ernäh­rung ist kom­pli­ziert. Heißt es. Doch die­sem Vor­ur­teil wider­spricht Daniel in sei­nem Gast­bei­trag auf „Ein­fach Bewusst“. Viel­mehr zählt er fünf Gründe auf, warum eine vegane Ernäh­rung nicht kom­pli­ziert ist — von sei­nen sim­plen Ernäh­rungs­re­geln bis zu sei­ner sim­plen Ethik.
Ein­fach Bewusst

 

Rezepte der Woche

Grün­kohl, Pfef­fer­bir­nen und Schwei­ne­bauch: Win­ter­zeit ist Grün­kohl­zeit — und damit ist nicht nur die klas­si­sche Vari­ante mit Pin­kel und Kar­tof­feln gemeint. Wolf­gang von kaquus Haus­manns­kost lässt sich von einem Rezept aus „Deutsch­land vege­ta­risch“ inspi­rie­ren und stellt ein Rezept für Grün­kohl mit Pfef­fer­bir­nen und Schwei­ne­bauch vor.
kaquus Haus­manns­kost

Arme-Ritter-Burger mit sal­zi­ger Kara­mellsoße (vege­ta­risch): Ent­we­der auf­wän­dige Patis­se­rie oder „Mousse au cho­co­lat fore­ver“ — vor die­ser Wahl ste­hen Hob­by­kü­che oft­mals beim Thema Des­sert, schreibt Peter von „Aus mei­nem Koch­topf“. Dass es auch anders geht, will er mit sei­ner Nach­tisch­samm­lung bewei­sen. Jüngs­ter Neu­zu­gang: das Rezept für Arme-Ritter-Burger mit sal­zi­ger Kara­mellsoße.
Aus mei­nem Kochtopf

 

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Meist­ge­klickte Links der Vorwoche

1. Die 50 belieb­tes­ten Rezepte (chefkoch.de)

2. 100 coole kuli­na­ri­sche Dinge (High Foo­da­lity)

3. Wie schmeckt vegan? — Tag 1 (ess­kul­tur)

 

Nach­schlag

Kaffee-Kampfhähne Weil ein Knei­pen­be­sit­zer in den USA sein Bier „Frap­pi­cino“ nennt, flat­tert ihm Post von den Anwäl­ten des Kaf­fee­rie­sen Star­bucks ins Haus. Auf­grund der Ver­wechs­lungs­ge­fahr zum „Frap­pu­cino“ dürfe er die­sen Namen nicht ver­wen­den, heißt es darin. In sei­nem bis­si­gen Ant­wort­schrei­ben sichert der Wirt zu, das F-Wort von der Karte zu neh­men — „ebenso wie unser Starbuck-McDonalds-Coca-Cola-Marlboro-Honey-Lager“.
Süd­deut­sche

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