Schmausepost vom 17. Januar

Schman­kerl der Woche

Radi­kale Roh­kost: Seit fünf Jah­ren ernährt sich Derek Nance nach der kar­ni­voren Ver­sion der paläo­li­thi­schen Diät. Heißt kon­kret: Der US-Amerikaner isst rohes Fleisch. Aus­schließ­lich. Hin­ter­grund war eine rät­sel­hafte Erkran­kung, die den 30-Jährigen jeg­li­che Nah­rung wie­der erbre­chen ließ — bis er rohes Fleisch pro­bierte. Dem Vice-Magazin hat Nance ein Inter­view gege­ben und sei­nen Kühl­schrank gezeigt, in dem ein Schaf­schä­del bau­melt.
Vice Maga­zin

 

Zahl der Woche

90.000 Euro erziel­ten die bei­den größ­ten Trüf­fel bei einer Auk­tion im ita­lie­ni­schen Asta del Tartufo. Eine Foto­stre­cke bei Zeit-Online zeigt den Weg des Tartufo Bianco vom Fund bis zur auf­wän­di­gen Ver­ar­bei­tung.
Zeit

 

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Drei gewinnt: Bay­ern, Thü­rin­gen, Sach­sen — in der kom­mende Woche geht Patrik Stäbler auf Drei­län­der­tour und stellt sei­nen kuli­na­ri­schen Rei­se­be­richt „Spei­sende soll man nicht auf­hal­ten“ in Nürn­berg (21.1.), Schmölln (22.1.) und Zit­tau (23.1.) vor. (Hin­weis: Patrik Stäbler ist Her­aus­ge­ber der Schmau­s­epost)
Spei­sende soll man nicht auf­hal­ten (Lesetermine)

 

Nach­rich­ten

Scho­ko­la­den­streit: Punkt­sieg für Rit­ter Sport im Gerichts­streit mit der Stif­tung Waren­test: Ab sofort dür­fen die Prü­fer nicht mehr behaup­ten, dass künst­li­che Aro­men in der Nuss­scho­ko­lade ste­cken. Der Stern erklärt, warum die Debatte so kom­pli­ziert ist, die taz blickt auf den schma­len Grat zwi­schen natür­li­chen und künst­li­chen Aro­men, und in der SZ kom­men­tiert Daniela Kuhr: „Lächer­lich? Im Gegen­teil“.
Spiegel-Online (Urteil)Stern (Hin­ter­grund)taz (Aro­men)SZ (Kom­men­tar)

Frau isst anders: Män­ner essen pro Woche rund 1,1 Kilo Fleisch und Wurst — fast dop­pelt so viel wie Frauen. Das geht aus einer Stu­die der Deut­schen Gesell­schaft für Ernäh­rung her­vor, die das geschlechts­spe­zi­fi­sche Ess­ver­hal­ten unter­sucht hat. Signi­fi­kante Unter­schiede gibt es zudem bei Geträn­ken: Män­ner trin­ken etwa dop­pelt so viel Limo­nade und sechs­mal so viel Bier wie Frauen.
DGEgastro.de

Was­ser marsch! Kos­ten­lo­ses Trink­was­ser an öffent­li­chen Plät­zen und Bahn­hö­fen: Was in der Nie­der­lande bereits Rea­li­tät ist, könnte nun auch in Deutsch­land kom­men. Laut dem Trie­ri­schen Volks­freund wol­len Poli­tik, Kom­mu­nen und Was­ser­wirt­schaft eine flä­chen­de­ckende Bereit­stel­lung von Trink­was­ser­spen­dern. Offen bleibt in dem Arti­kel, was die Mine­ral­was­ser­bran­che von die­sem Vor­stoß hält.
Trie­ri­scher Volksfreund

Neue Bio-Regeln? Einem Zei­tungs­be­richt zufolge will die EU-Kommission die Richt­li­nien für Bio­pro­dukte ver­schär­fen. Hin­ter­grund sei der Ver­trau­ens­ver­lust der Kon­su­men­ten nach den diver­sen Lebens­mit­tel­skan­da­len. Nun soll die Ökobran­che bes­ser kon­trol­liert und umwelt­freund­li­cher wer­den.
Zeittaz

 

Lese­ge­schich­ten

Backen statt Auf­ba­cken: Brot gilt als eines unse­rer ele­men­tars­ten Lebens­mit­tel. Umso mehr sind viele Men­schen ver­un­si­chert, dass aus­ge­rech­net seine Her­stel­lung bis zum Geht­nicht­mehr indus­tria­li­siert wurde. Eine Gegen­be­we­gung setzt nun auf hand­werk­li­ches Brot. Was sich dahin­ter ver­birgt? Ursula Hein­zel­mann hat für Effi­lee nach­ge­forscht.
Effi­lee

Bes­ser is(s)t mehr? Sie­ben Mahl­zei­ten am Tag — vom dop­pel­ten Früh­stück über 11-Uhr-Imbiss und Mit­tag­es­sen bis hin zu Tee-Zeit, Abend­es­sen und Nacht­mahl: So sieht der Spei­se­plan der Hob­bits in J.R.R. Tol­kiens „Herr der Ringe“ aus. Taugt die Halblinge-Diät als Vor­bild? Die­ser Frage geht die FAZ nach und lie­fert dazu drei Rezepte aus Mit­tel­erde.
faz

Wer Wirt wird… Ein paar Tische auf­stel­len, einen Koch anheu­ern und Bier aus­schen­ken — so stel­len sich viele den Weg zum eige­nen Restau­rant vor. Dass die Sache in Wahr­heit weit­aus kom­ple­xer und vor allem risi­ko­reich ist, erläu­tert Maria Ross­bauer bei Spiegel-Online. Sie erzählt den lan­gen Weg einer Münch­ner Wir­tin vom Busi­ness­plan bis zum eige­nen Wirts­haus.
Spiegel-Online

Und was ist mit Tee? Die SZ setzt ihre Ein­kaufs­rat­ge­ber­se­rie fort und wid­met sich dem belieb­ten Auf­guss­ge­tränk. Unter ande­rem geht es um die Fra­gen: Kaf­fee oder Tee — was ist gesün­der? Und: lie­ber Beu­tel oder loser Tee?
Süd­deut­sche

Kuli­na­ri­scher Kampf: Die Bewe­gung für ein ande­res Essen könnte ähnlich bri­sant wer­den wie die Anti-Atomkraft-Bewegung. Diese steile These for­mu­liert Mat­thias Gref­frath in sei­ner Ana­lyse für die taz. Als Aus­gangs­punkt wählt er die Schnippel-Disco, die zum Start der Grü­nen Woche in Ber­lin statt­fin­det.
taz

 

Blog­schau

Verpackungs-Verzicht: Die Gur­ken? In Plas­tik­fo­lie ein­ge­schweißt. Der Käse? In Frisch­hal­te­pa­pier gewi­ckelt. Die Eier? Im Kar­ton auf­ge­reiht. Von jedem Ein­kauf im Super­markt bringt der Kunde gefühlt einen hal­ben Gel­ben Sack voll Ver­pa­ckungs­müll mit nach Hause. Muss das sein? Die­ser Frage gehen vier Blog­ger von „Ich­Nehm­sOhne“ nach: Eine Woche lang wol­len sie ohne Ver­pa­ckungs­müll ein­kau­fen.
Ich­Nehm­sOhne (Blog)#Ich­Nehm­sOhne (Twitter)

Kleine Knol­len­lehre: Eva von Food Vege­ta­risch setzt ihr beliebte Serie „10 Gedan­ken zu…“ fort — und zwar mit der Kar­tof­fel. Unter ande­rem erfährt der Leser, warum er die Knol­len immer mit kal­tem Was­ser auf­set­zen sollte. Dazu gibt’s ein Rezept für Brat­kar­tof­feln.
Food Vege­ta­risch

Geburtstags-Gedanken: Anläss­lich ihres zwei­ten Blog-Geburtstags macht sich Ylva von „Der Klang von Zucker­watte“ Gedan­ken über den Genuss beim Essen — und warum viele Men­schen die­sen nicht wert­schät­zen. Dazu stellt sie eine umfang­rei­che Lese­liste mit Tex­ten zu den The­men Kochen und bewusste Ernäh­rung.
Der Klang von Zuckerwatte

Deut­sche Des­serts: Nicole stößt auf eine Liste mit Nach­ti­schen aus aller Welt — und wun­dert sich über den deut­schen Ver­tre­ter: die Schwarz­wäl­der Kirsch­torte. Dar­auf­hin fragt sie erst bei Twit­ter nach typisch deut­schen Des­serts und stellt anschlie­ßend ihr Lieb­lings­va­nil­le­pud­din­g­re­zept bei den Küchen­göt­tern vor. Bei­des sorgt für eine leb­hafte Dis­kus­sion.
Küchen­göt­ter (Pud­ding)Dis­kus­sion bei Twitter

 

Rezepte der Woche

Rin­der­car­pac­cio: 50 Klas­si­ker aus dem Buch „Wie die Helene zur Birne“ nach­ko­chen — das hat sich Paul von „Ein­fach Lecker Essen“ für die­ses Jahr vor­ge­nom­men. Den Auf­takt macht ein Rin­der­car­pac­cio, wobei Paul nicht nur ein Rezept lie­fert, son­dern auch aller­lei Wis­sens­wer­tes rund um das Gericht — etwa sei­nen Namen­sur­sprung.
Ein­fach Lecker Essen

Älpler­ma­gro­nen mit Apfel­schnit­zen (vege­ta­risch): Die Kom­bi­na­tion von Kar­tof­feln und Nudeln in einem Gericht ist sel­ten — und noch sel­te­ner gesellt sich Apfel hinzu. Genau das trifft jedoch auf Älpler­ma­gro­nen zu, für die Alice auf ihrem Food­blog ein Rezept vor­stellt. Dazu gibt’s die Ent­ste­hungs­ge­schichte die­ses Gerichts, die eng mit dem Gott­hard­tun­nel ver­knüpft ist.
Alice im kuli­na­ri­schen Wunderland

 

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Meist­ge­klickte Links der Vorwoche

1. Fast Food auf­ge­räumt: Was in Pizza, Döner und Co. drin ist (Schwä­bi­sche Zei­tung)

2. 8 Fami­lien aus 8 Län­dern: Was in der Welt auf den Tisch kommt (faz)

3. Das letzte Mahl (Tages­an­zei­ger)

 

Nach­schlag

Ret­ter oder Todes­en­gel? Ob Frank Rosin bei Kabel eins oder die Küchen­chefs bei vox: Ein gan­zes Arse­nal von TV-Köchen sucht hän­de­rin­gend nach bedroh­ten Restau­rants, um diese mit viel Trara und Klim­bim umzu­mo­deln — und zum Erfolg zu füh­ren, ver­steht sich. Doch was pas­siert, wenn Koch und Kame­ras abge­zo­gen sind? In drei Fäl­len aus dem Kreis Pin­ne­berg schlit­ter­ten die Wirte als­bald in die Pleite — trotz (oder wegen) der pro­mi­nen­ten Hilfe.
Ham­bur­ger Abendblatt

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