Schmausepost vom 14. Februar

Schman­kerl der Woche

Ret­ter der krum­men Gurke: Zwei­mal die Woche schnallt Raphael Win­trich den Anhän­ger ans Fahr­rad, klap­pert Super­märkte ab und sam­melt Lebens­mit­tel, die sonst weg­ge­schmis­sen wür­den. Seine Beute lie­fert der Stu­dent bei sozia­len Ein­rich­tun­gen ab, jedoch geht es ihm nicht in ers­ter Linie um Not­hilfe. Viel­mehr sieht sich Win­trich als Lebens­mit­tel­ret­ter und hat mit sei­nem Kampf gegen Ver­schwen­dung schon Hun­derte ange­steckt.
Spie­gellebensmittelretten.de

 

Zahl der Woche

2720 Sei­ten umfas­sen die sie­ben Bände von „elBulli 2005–2011″ — sozu­sa­gen das Lebens­werk des Spa­ni­ers Fer­ran Adrià, Chef­koch im elBulli, das bis zu sei­ner Schlie­ßung 2011 als welt­bes­tes Restau­rant galt. Adriàs Werk­ver­zeich­nis wiegt 18 Kilo, erscheint in sei­ner eng­li­schen Ori­gi­nal­aus­gabe im März 2014 und kos­tet stolze 525 Euro.
Effi­leeAllem Anfang… (mit Video)

 

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Nach­rich­ten

Gen­mais vor Zulas­sung: Ent­ge­gen dem Wil­len der meis­ten Deut­schen hat sich die Bun­des­re­gie­rung bei der Abstim­mung über den Gen­mais 1507 ent­hal­ten. Nun wird die EU-Kommission die Sorte wohl zulas­sen — sehr zum Ärger zahl­rei­cher Ver­bände und Lob­by­is­ten. In den Medien fal­len die Kom­men­tare indes gespal­ten aus. Eine Übersicht:

  • Deutsch­land schiebt die Ver­ant­wor­tung nach Brüs­sel (Süd­deut­sche)
  • Wie gefähr­lich ist Gen­mais 1507? (heute.de)
  • Fra­gen & Ant­wor­ten zum Gen­mais (Süd­deut­sche)
  • Die Angst-Debatte (Spie­gel)
  • Ein Ja zum Gen­mais wäre gut gewe­sen (Zeit)
  • Schluss mit Gen­tech­nik wider Wil­len (Food­watch)
  • So kön­nen Sie Gen­pro­dukte beim Ein­kauf erken­nen (FAZ)
  • So viel Gen­tech­nik ist schon in unse­rem Essen (test.de)

Vega­nes Geschäft: Einst gal­ten sie als ver­schro­bene Birkenstock-Spinner, inzwi­schen sind Vega­ner in der Mitte der Gesell­schaft ange­kom­men — und in den Köp­fen der Unter­neh­mer. So ent­de­cken immer mehr Fir­men und Ein-Mann-Betriebe Vega­ner als Ziel­gruppe und ver­die­nen damit gutes Geld.
FR

Stu­die warnt vor Stu­dien: Zum Thema Ernäh­rung gibt es mehr Stu­dien als sinn­freie Dia­loge im Dschun­gel­camp. Jedoch seien die meis­ten davon mit Vor­sicht zu genie­ßen, warnt nun — Ach­tung Iro­nie! — eine neue Stu­die. Dem­nach hät­ten vor allem Beob­ach­tungs­stu­dien nur eine begrenzte Aus­sa­ge­kraft. Und Beate Schu­ma­cher fügt in der Ärzte­zei­tung hinzu: „Wollte man wirk­lich wis­sen, wel­che Ernäh­rung die Gesund­heit schützt, bräuchte es rie­sige, teure Stu­dien.„
food-monitorÄrzte­zei­tung

Wider den Rest­müll: Im Kampf gegen Lebens­mit­tel­ver­schwen­dung haben drei Stu­den­ten eine Smartphone-App pro­gram­miert, die nun aus­ge­zeich­net wor­den ist. Das Pro­gramm Food Loop ermög­licht es Super­märk­ten, Pro­dukte gezielt zu ver­kau­fen, deren Halt­bar­keits­da­tum bald abläuft. Zudem wer­den Kun­den in Echt­zeit über Rabatte infor­miert.
Köl­ner Stadt-AnzeigerWelt

 

Lese­ge­schich­ten

Koch im Kreuz­feuer: Vor sechs Jah­ren ist Ahmed Jama aus Lon­don in seine Hei­mat Soma­lia zurück­ge­kehrt. Dort betreibt er ein Restau­rant in Moga­dishu, einem der gefähr­lichs­ten Orte der Welt. Drei­mal ist das Lokal bereits von Ter­ro­ris­ten ange­grif­fen wor­den, und jedes Mal hat Jama es wie­der auf­ge­baut. Denn seine Mis­sion lau­tet: Kochen für den Frie­den.
Welt

Wei­ßes Kat­zen­gold: Ursalz, Hima­la­ya­salz, Fleur de Sel — beim Thema Salz lau­ern im Super­markt „fal­sche Erwar­tun­gen und bis­wei­len dreiste Täu­schun­gen“, warnt Berit Uhl­mann in ihrer Ein­kaufs­rat­ge­ber­se­rie. Dabei sei Salz schon lange kein wei­ßes Gold mehr und erfahre ledig­lich durch „phan­tas­ti­sche Ver­spre­chen“ eine wun­der­same Preis­ver­meh­rung.
Süd­deut­sche

Ökolo­gi­scher Irr­glaube: Bio boomt — und das längst nicht mehr nur in der Nische. Viel­mehr sei das Geschäft mit Bio-Lebensmitteln inzwi­schen ein Mil­li­ar­den­markt, schreibt die Welt und nimmt sich neun wei­tere Bio-Mythen vor. Mit dabei: „Bio ist gesün­der“ und „Anti­bio­tika sin tabu“.
Welt

Unend­li­cher Rausch: Matthew Hogg ist 20 Jahre alt und lei­det am soge­nann­ten Eigenbrauer-Syndrom. Wann immer er Koh­len­hy­drate zu sich nimmt, pro­du­ziert sein Kör­per dar­aus Alko­hol — und Matthew ist ent­we­der beschwipst oder ver­ka­tert. Das Vice-Magazin hat sich unter­hal­ten mit dem „Mann, der stän­dig betrun­ken ist“.
Vice-Magazin

 

Blog­schau

McMär­chen: Den raf­fi­nier­ten Tricks der Fast-Food-Industrie spü­ren die Blog­ger von Uto­pia in einer Bil­der­ga­le­rie nach. Unter ande­rem geht es um die Kalorien-Zwerge von Sub­way und die ver­lo­cken­den Happy Meals bei McDonald’s.
Uto­pia

Leckere Lese­liste: Lena von Coco­nut & Vanilla hat Koch­buch­ka­ta­loge gewälzt und stellt acht Werke vor, die in die­sem Jahr erschei­nen. Unter ihren Emp­feh­lun­gen fin­den sich ein Buch zum Thema Res­te­ver­wer­tung, ein Wald-und-Wiesen-Kochbuch sowie das Werk einer Food­blog­ge­rin.
Coco­nut & Vanilla

Süßes Ende: Vier Wochen ohne Zucker — die­sen Selbst­ver­such unter­nimmt Han­nah von „Pro­jekt: Gesund leben“. In ihrem Auf­takt­ar­ti­kel erläu­tert sie ihre Beweg­gründe und lie­fert Hin­ter­grund­wis­sen zum Thema; der Fol­ge­ar­ti­kel zieht nach einer Woche ein ers­tes Zwi­schen­fa­zit und gibt zehn Tipps gegen Heiß­hun­ger.
Pro­jekt: Gesund leben - Auf­takt­ar­ti­kelWoche 1 und FAQ

Topf statt Tonne: In Zei­ten der Not gehörte Res­te­ver­wer­tung in der Küche zum All­tag — das ver­ges­sen viele in Zei­ten des Über­flus­ses. Warum man sich den­noch Gedan­ken über das Thema machen sollte, erklärt Andreas von Kulinarisch38. Zudem gibt er Tipps, was man mit übri­gen Lebens­mit­teln anstel­len kann.
Kulinarisch38

Coole Tipps: Guido von „Kochen mit But­ter“ setzt seine beliebte Rat­ge­ber­se­rie fort. Das Thema dies­mal: die rich­tige Auf­be­wah­rung im Kühl­schrank. Unter ande­rem erfährt der Leser, wieso man Lebens­mit­tel nach Tem­pe­ra­turzo­nen sor­tie­ren sollte, und warum nicht alle Obst­sor­ten in den Kühl­schrank gehö­ren.
Kochen mit But­ter

Nicht die Bohne: Unsexy, alt­ein­ge­ses­sen, unmo­dern — die­sen Ruf hat das Boh­nen­kraut. Daher sei es an der Zeit, eine Lanze für das Gewürz zu bre­chen, schreibt Niko­lai bei Tartuf­fel. Schließ­lich sei Boh­nen­kraut das erste medi­ter­rane Kraut gewe­sen, das sei­nen Weg vom Mit­tel­meer nach Mit­tel­eu­ropa fand.
Tartuf­fel

 

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Inter­esse an bewuss­tem Genuss? Mit den Pro­bier­sets von TRY FOODS wer­den Sie auf geschmack­volle und zugleich infor­ma­tive Weise in die Welt guter Pro­dukte ein­ge­führt. Jedes Pro­bier­set kon­zen­triert sich auf aus­schließ­lich ein Lebens­mit­tel (Kaf­fee, Oli­venöl, Pfef­fer und Salz) und beinhal­tet neben fünf Pro­ben ein aus­führ­li­ches Book­let. Und für alle Schmau­s­epost­le­ser gibt es 10% Rabatt mit dem Code: schmausepost2014.
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Rezepte der Woche

Mut­tis Sau­er­bra­ten: Ein Rezept für Sau­er­bra­ten zu ver­öf­fent­li­chen sei hei­kel, da jeder glaube, dass das beste von der eige­nen Mut­ter stamme, schreibt Julia von Löf­fel­ge­nuss. Und ergänzt: „Doch das kann nicht sein. Denn das beste Rezept ist von mei­ner Mut­ter.“ Die­ses stellt sie nun Eins-zu-Eins im Blog vor und rät: „Von der Soße muss es so viel geben, dass man fast von einer Suppe spre­chen kann.„
Löf­fel­ge­nuss

Zuckerschoten-Quiche: Ein Jahr lang hat Juliane von „Schö­ner Tag noch!“ kein Quiche– oder Tarte-Rezept vor­ge­stellt — „doch die­ser Miss­stand wird nun beho­ben“, schreibt sie. Und zwar mit einer Zuckerschoten-Quiche mit getrock­ne­ten Toma­ten, Basi­li­kum und Minze — fast schon früh­lings­haft und pas­send zum Wochen­end­wet­ter.
Schö­ner Tag noch!

 

Meist­ge­klickte Links der Vorwoche

1. Koch­bü­cher: Home Sweet Home (FAZ)

2. Alle 3-Sterne-Restaurants in Deutsch­land 2014 (Küchen­reise)

3. Food­blogs — weg vom Pony­hof! (Küchen­tanz)

 

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Lesung mit Grü­ner Soße: Zum Abschluss sei­ner Lese­reise stellt Patrik Stäbler sein Buch „Spei­sende soll man nicht auf­hal­ten“ in Mün­chen vor. Im „Buch & Bohne“ liest er nicht nur aus dem kuli­na­ri­schen Rei­se­be­richt, son­dern ser­viert den Besu­chern auch Grüne Soße — eines der mehr als 30 lan­des­ty­pi­schen Regio­nal­ge­richte, die Stäbler auf sei­ner Deutsch­land­tour pro­biert hat. (Hin­weis: Patrik Stäbler ist Her­aus­ge­ber der Schmau­s­epost)
Buch & BohneSpei­sende soll man nicht aufhalten

 

Nach­schlag

Karpfen-Killer Von 46 Spei­se­fi­schen darf man laut dem neuen Greenpeace-Ratgeber 45 nicht beden­ken­los essen. „Und einen darf man zwar sehr wohl ohne Beden­ken essen, kann ihn aber nicht genie­ßen. Weil er nicht schmeckt. Der Karp­fen. Aus­ge­rech­net der Karp­fen“, schreibt Mar­cus Wer­ner in sei­ner unter­halt­sa­men Glosse für die Wirt­schafts­wo­che. Der Titel: „Green­peace plä­diert für mas­sen­hafte Tötung von Karp­fen.„
Wirt­schafts­wo­che

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