Schmausepost vom 28. März

Schman­kerl der Woche

Wende zum Guten: Einst gehörte ihm die größte Wurst­fa­brik Euro­pas, jetzt macht er in Bio-Fleisch: Karl Lud­wig Schweis­furth grün­dete vor knapp 30 Jah­ren die Herr­manns­dör­fer Land­werk­stät­ten und wurde damals belä­chelt. Heute gilt der frü­here Herta-Chef als Öko-Pionier und schreibt Bücher. Der Titel des neu­es­ten heißt „Der Metz­ger, der kein Fleisch mehr isst…“ und geht auf der Rück­seite wei­ter: „… wenn er nicht genau weiß, wo es her­kommt, und wie das Tier gelebt hat.„
Süd­deut­sche

 

Zahl der Woche

12 Armee­ra­tio­nen aus aller Welt stellt Oli­ver Baroni bei Wat­son vor. So fin­den sich in der „Not­kost“ der Schwei­zer Sol­da­ten unter ande­rem Büchsen-Chili-con-Carne, Streich­wurst und Mili­tär­schoggi, die Deut­sche Armee ser­viert aller­lei Dosen­würste und Cevap­cici, in Est­land gibt’s gefüllte Paprika und Herings­fi­lets, und die Ita­lie­ner bekom­men sogar einen Schluck Alko­hol.
Wat­son

 

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Schmau­s­epost (Media-Daten)

 

Nach­rich­ten

Bas­teln am Bio-Label: Die EU-Kommission will stren­gere Regeln für Bio-Produkte. Hin­ter­grund sind eine Reihe von Skan­da­len sowie der unge­bro­chene Boom der ökolo­gi­schen Lebens­mit­tel. Jost Mau­rin warnt im taz-Kommentar jedoch, dass der vor­ge­legte Ent­wurf sein Ziel ver­feh­len werde. Und auch Ver­brau­cher­schüt­ze­rin Jutta Jak­sche gibt sich im Bioland-Interview skep­tisch.
Süd­deut­scheTages­schau (Bio-FAQ)taz (Kom­men­tar)Bio­land (Interview)

Im Siegel-Dschungel: Ein Buch mit mehr als sie­ben Sie­geln sind für viele Ver­brau­cher die Labels, Logos und Zer­ti­fi­kate auf Lebens­mit­teln. Für Durch­blick soll eine neue App des Nabu sor­gen. Der Kunde muss ledig­lich das Label foto­gra­fie­ren, wor­auf ihm das Pro­gramm ver­rät, was wirk­lich hin­ter dem Sie­gel steckt.
Nabuheise.de

Essen wie gedruckt: Einen 3D-Food-Drucker für zu Hause plant das Star­tup „Natu­ral Machi­nes“ — und hat hierzu nun eine Crowdfunding-Kapagne ins Leben geru­fen. Der „Foo­dini“ ist kaum grö­ßer als eine Mikro­welle und wird mit lee­ren Kap­seln gelie­fert, die der Nut­zer mit fri­schen Lebens­mit­tel auf­füllt.
3druck.comTech­crunch (Englisch)

Rück­kehr zu Gen-Eiern: Laut einer Greenpeace-Umfrage garan­tie­ren Aldi, Lidl und wei­tere Super­märkte nicht län­ger, dass ihre Eier und ihr Geflü­gel­fleisch ohne Gentechnik-Futter her­ge­stellt wer­den. Hin­ter­grund ist die Kehrt­wende des Zen­tral­ver­bands der Geflü­gel­wirt­schaft, der nach 14 Jah­ren Absti­nenz wie­der gen­tech­nisch ver­än­der­tes Soja ver­füt­tern will.
Green­peacetaz

 

Lese­ge­schich­ten

Der Preis des Hähn­chens: Bei Aldi Süd gibt’s 200 Gramm Hähn­chen­brust für schlappe 1,89 Euro. Doch wie sind sol­che Preise mög­lich? Und was kos­tet ein Hähn­chen in der Her­stel­lung? Axel Han­sen hat für die Zeit nach­ge­forscht und kon­sta­tiert: „Die Her­stel­lung eines Hähn­chens ist ein Pro­zess, in dem um Hun­derts­tel Cent gerun­gen wird.„
Zeit

Das Essen des Fein­des: Ein Imbiss in Pitt­burgh wech­selt alle paar Monate nicht nur seine Spei­se­karte, son­dern auch seine Lan­des­kü­che. Doch nicht des­we­gen sorgt die „Con­flict Kit­chen“ für Schlag­zei­len. Viel­mehr ser­viert der Laden nur Gerichte aus Staa­ten, mit denen die USA über Kreuz lie­gen — etwa Syrien, Nord­ko­rea oder Iran.
Stern

Das Geheim­nis der Kar­tof­fel: Nicht weni­ger als „die leckers­ten Brat­kar­tof­feln der Welt“ ver­spricht die neu­este Epi­sode der Focus-Videoserie „Kochen für Ange­ber“. Darin erklärt David Seitz, wor­auf man bei Brat­kar­tof­feln ach­ten sollte — und wie sie nie wie­der mat­schig wer­den.
Focus (Video)

Das Tage­buch der Kuli­na­ri­ker: Was sind Food­blogs? Und wer steckt dahin­ter? N24 wid­met sich der immer grö­ßer wer­den­den Food­blo­go­sphäre und lässt dabei auch die omni­prä­sente Essens­ex­per­tin Hanni Rütz­ler zu Wort kom­men. Sie fin­det: „Blogs sind ein Sym­bol für die neue Macht des Kon­su­men­ten.„
N24

 

Blog­schau

Wider die Tra­di­tion: Käse und Rot­wein gal­ten jahr­zehn­te­lang als ähnlich unzer­trenn­bar wie Aste­rix und Obe­lix. „Warum eigent­lich?“, fragt Mario bei „Bes­ser Essen“ und ergänzt: „Wenn etwas wirk­lich gut zu Käse passt, dass ist es Weiß­wein.“ Zum Beweis gibt er vier Probier-Tipps — etwa Blau­schim­mel mit Mus­ka­tel­ler.
Bes­ser Essen

Umge­styled: Food­sty­list Tino Kal­ning hat sich unlängst mit Spiegel-Online unter­hal­ten, doch von dem Inter­view war Susan vom Augenblicke-Blog gar nicht ange­tan: „Irgend­wie wurde dort sug­ge­riert, dass Food­sty­lis­ten nur dazu da sind, Wer­bees­sen auf TK-Verpackungen hübsch aus­se­hen zu las­sen.“ Kur­zer­hand hat sie Kal­ning kon­tak­tiert und ein wei­te­res Inter­view mit ihm geführt.
Augen­bli­cke

Küchen­ge­sprä­che: Zwei lesens­werte Inter­views mit den Machern zweier lesens­wer­ter Food­blogs gibt es bei Ster­ne­ko­cher. So bemän­geln Michael & Niko­lai von Tartuf­fel, dass Essen in Deutsch­land nicht als Kul­tur­gut aner­kannt werde — im Gegen­satz zu Museen oder Thea­ter. Und Paul von „Ein­fach Lecker Essen“ wun­dert sich, warum die skan­di­na­vi­sche Küche bei uns nicht Fuß fasst.
Ster­ne­ko­cher (Tartuf­fel)Ster­ne­ko­cher (Ein­fach Lecker Essen)

Weil’s nicht wurst ist: Die Rabatt­schlacht der Dis­coun­ter beim Fleisch erzürnt auch Food­blog­ger. Metz­ger Lud­ger Freese erklärt, wie Aldi & Co. Druck aus­üben — auf Land­wirte, Schlacht­höfe und auch auf den Hand­werks­metz­ger. Und Dirk von Würtz-Wein zetert mit mehr als einer Spur Sar­kas­mus über „Wir Deut­schen“, die sich über alles auf­re­gen — nur nicht über den Wahn­sinn der Lebens­mit­tel­in­dus­trie.
Essen kom­men (L. Freese)Würtz-Wein

Wild­wuchs: Zum Start der Bär­lauch­sai­son sprie­ßen aller­orts Tipps, Tricks und Rezepte rund um den wil­den Knob­lauch. Eine Auswahl:

Fair gleich fair? Was steckt hin­ter Fair Trade? Die­ser Frage nähert sich Felix bei „Urge­schmack“. Dabei sor­tiert er zunächst die ver­schie­de­nen Bezeich­nun­gen und erklärt, warum „Fair Trade“ nicht gleich „Fair­trade“ ist. Zudem geht Felix auf Pro­bleme ein, die sei­ner Mei­nung nach bei Fair Trade exis­tie­ren: Qua­li­tät, kost­spie­lige Zer­ti­fi­zie­rung, man­gelnde Trans­pa­renz und eine zwei­fel­hafte Wirk­sam­keit.
Urge­schmack

Unnüt­zes Wis­sen: Erd­nüsse sind eigent­lich keine Nüsse, son­dern Gemüse. Und im 19. Jahr­hun­dert wurde Ketchup als Medi­zin gegen ver­schie­denste Krank­hei­ten ein­ge­setzt. Das sind zwei der 15 skur­ri­len Food-Facts, die der „Gour­met­blog­ger“ Lukas zusam­men­ge­tra­gen hat.
Gour­met­blog­ger

 

Rezepte der Woche

Geschmor­tes Lamm mit Fei­gen: Schmor­ge­richte ver­set­zen uns kuli­na­risch in einen Kuschel-Modus, fin­det Clau­dia von „Din­ner um Acht“. Zudem habe man wäh­rend des Schmo­rens Zeit, wei­tere Gänge zuzu­be­rei­ten oder sich den Gäs­ten zu wid­men. Aus einem tür­ki­schen Koch­buch zieht sie ihr Rezept für geschmor­tes Lamm mit Fei­gen und Zwie­beln.
Din­ner um Acht

Cre­mige Polenta mit Romesco-Soße und Rosen­kohl (vege­ta­risch): So schmeckt sogar Rosen­kohl: Peggy von Mul­ti­ku­li­na­ri­sches ser­viert das Win­ter­ge­müse auf cre­mi­ger Polenta und taucht es in spa­ni­sche Romesco-Soße.
Multikulinarisch.es

 

Meist­ge­klickte Links der Vorwoche

1. Food for thought (Anke Grö­ner)

2. Deut­schen wird Essen aus China unter­ge­ju­belt (Welt)

3. Mythos Fünf-Sekunden-Regel (Süd­deut­sche)

 

Nach­schlag

Mys­te­riöse Maschine: Ein Cola­au­to­mat hat es in Seat­tle zu loka­ler Berühmt­heit gebracht. Er ist immer voll, obgleich nie­mand weiß, wem er gehört und wer ihn befüllt. Das Beson­dere daran: Der Auto­mat ist nicht nur äußerst preis­wert, son­dern ver­fügt auch über eine Mistery-Taste, hin­ter der sich Getränke mit aben­teu­er­li­chen Geschmacks­rich­tun­gen ver­ste­cken.
Spie­gelFacebook-Seite des Automaten

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