Schmausepost vom 11. April

Schman­kerl der Woche

Ostern gibt’s Spar­gel: Der frühe Früh­ling hat den Spar­gel nahezu in ganz Deutsch­land sprie­ßen las­sen, wes­halb die Sai­son bereits im April gestar­tet ist. Par­al­lel dazu mäan­dern zahl­lose Rezepte, Tipps und Tricks durchs Web. Eine Auswahl:

 

Zahl der Woche

10 Pro­zent sei­nes ver­füg­ba­ren Ein­kom­mens gibt der Durch­schnitts­deut­sche für Essen und Trin­ken aus. Damit ran­giert er nur knapp vor Öster­rei­chern und Bri­ten (9,5%), aber deut­lich hin­ter Polen und Grie­chen (ca. 19%).
tt/AFP

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Spoo­na­cu­lar - die genau­este Rezept­su­che im Web: Bringt Sie die Suche nach Rezep­ten im Web oft zur Ver­zweif­lung? Weil Ihre Anfra­gen nicht rich­tig ver­stan­den wer­den? Dann pro­bie­ren Sie doch mal Spoo­na­cu­lar aus — die genau­este Rezept­su­che im Netz. Hier kön­nen Sie nach „lak­to­se­freien Brow­nies“ oder „Chili ohne Boh­nen“ suchen. Dazu gibt’s alle Nähr­wert­an­ga­ben und eine App für unter­wegs.
Spoo­na­cu­lar

Nach­rich­ten

Nach­wuchs­man­gel bei Köchen: Im Jahr 2006 began­nen in Deutsch­land fast 18.000 junge Men­schen eine Koch­lehre — 2013 waren es nur noch 9.750. Nun befürch­tet der Ver­band der Deut­schen Köche ein Restaurant-Sterben. In der Wirt­schafts­wo­che warnt Prä­si­dent Andreas Becker: „Wenn es keine Fach­kräfte gibt, wird bald über­all das Glei­che gekocht und Essen nur noch auf­ge­wärmt.„
Wirt­schafts­wo­che

Vege­ta­ri­scher Shits­torm: In der ZDF-Sendung „Vege­ta­rier gegen Fleisch­es­ser“ soll­ten Tau­send­sassa Alfons Schuh­beck und der vegane Vor­tur­ner Attila Hild­mann zum Duell antre­ten. Eigent­lich. Doch einen Tag vor der Aus­strah­lung kippte der Sen­der die Show und zeigte statt­des­sen eine Doku. Nun zieht im Web ein Shits­torm über das ZDF, und die Bild titelt: „Vege­ta­rier zer­flei­schen das ZDF.„
SternMee­diaBild

Leer­ge­fischt: Seit ver­gan­ge­ner Woche dürf­ten wir eigent­lich kei­nen Fisch mehr essen. Denn am 6. April war „Fish Depen­dance Day“ — danach ist Deutsch­land sta­tis­tisch betrach­tet voll­stän­dig auf den Import von Fisch ange­wie­sen. Das Bünd­nis Ocean2012, das den Tag ins Leben geru­fen hat, for­dert daher eine nach­hal­ti­gere Fische­rei­po­li­tik — und umwelt­be­wuss­tere Ver­brau­cher.
Tages­spie­gelMün­chen Querbeet

Die 10 Unge­bote: Medi­en­wirk­sam wie stets pran­gert Food­watch die „10 irr­sin­nigs­ten Lebens­mit­tel­ge­setze“ an. Dazu zählt die Orga­ni­sa­tion unter ande­rem, dass die Zucker-Empfehlungen der EU direkt von der Indus­trie kom­men. Oder dass Zusatz­stoffe zwar im Super­markt aus­ge­wie­sen wer­den müs­sen, nicht aber im Restau­rant.
Food­watch

 

Lese­ge­schich­ten

Madame Mett: Deutsch­land ist Wurst­land — zwi­schen Aal­rauch­mett­wurst im Nor­den und Weiß­wurst im Süden gibt es rund 1.500 Sor­ten. Inzwi­schen hat die Wurst jedoch vie­ler­orts ein alt­ba­cke­nes, unge­sun­des, ja sogar gest­ri­ges Image. Dage­gen kämpft Miriam Wag­ner, die „Thü­rin­ger Wurst­kö­ni­gin 2013/14″. Char­lotte Theile hat sie für die SZ beglei­tet und ein herr­li­ches Por­trait ver­fasst.
Süd­deut­sche

Fit­tes Fut­ter: Wel­ches ist das gesün­deste Lebens­mit­tel? Vik­to­ria Weber räumt bei Wat­son ein, dass dies eine „absurde Frage“ sei. Den­noch lie­fern zehn Exper­ten aus ver­schie­de­nen Berei­chen dar­auf inter­es­sante Ant­wor­ten. Mit dabei sind Joghurt, Lin­sen, Kar­tof­feln und Bana­nen.
Wat­son

Zu den Ster­nen: In den Anfags­ta­gen der bemann­ten Raum­fahrt war das Essen im All dröge: Die Nah­rung wurde püriert, ste­ri­li­siert und in gelee­um­hüll­ter Wür­fel­form mit­ge­nom­men, schreibt die Wirt­schafts­wo­che. Inzwi­schen jedoch haben Raum­fah­rer eine beacht­li­che Aus­wahl, bekom­men Bio-Produkte und mit­un­ter sogar ein Menü von Ster­ne­koch Harald Wohl­fahrt ser­viert.
Wirt­schafts­wo­che

Weni­ger ist mehr: Nach dem Ein­kau­fen beginnt das große Weg­wer­fen: Vier Mil­lio­nen Ton­nen Ver­pa­ckungs­müll schlep­pen die Deut­schen pro Jahr aus dem Super­markt nach Hause. Muss das sein? Nein, fin­det ein Geschäft in Wien, das so weit es geht auf Ver­pa­ckun­gen ver­zich­tet.
Zeit

 

Blog­schau

Streit um Mama: … und noch ein neues Food-Magazin: „Mutti kocht am bes­ten“ lag diese Woche erst­mals am Kiosk, und die Mei­nun­gen dar­über sind bei Food­blog­gern geteilt. Wäh­rend Ste­van von Nut­ri­cu­li­nary lobt „Kauf ich wie­der!“, fin­det Suzie Blue von „food the vibe“: „Zu chao­tisch. Zu unstim­mig. Zu wenig Con­tent.“ Und „Frau Mutti“ fragt nach der Lek­türe ihrer Namens­schwes­ter: „Warum? Für wen?„
Nut­ri­cu­li­naryfood the vibeFrau Mutti

Mensch vs. Maschine: Auf der Krea­tiv­messe SXSW stellt IBM einen Com­pu­ter vor, der Gerichte erfin­det. Er wurde mit 50.000 Rezep­ten gefüt­tert und spuckt jetzt je nach Zuta­ten so abson­der­li­che Gerichte wie den viet­na­me­si­schen Apfel-Kebab aus. Jörn Kabisch nimmt dies zum Anlass, sich in sei­ner lesens­wer­ten Kolumne Gedan­ken zu machen über die Kunst des Kochens.
Frei­tag

Roh­kost 2.0: Die „Raw Küche“ will mehr sein als nur ein neuer Name für die klas­si­sche Roh­kost­kü­che. Hier wer­den die Zuta­ten raf­fi­niert, aber ohne Hitze zube­rei­tet, sodass neue Geschmä­cker ent­ste­hen. Wie das geht, zeigt das Buch „Roh. Fisch, Fleisch, Gemüse: Der pure Genuss“, das Karin bei Coo­kio­nista vor­stellt. Sie lobt: „tolle, phan­ta­sie­volle, leckere Rezepte.„
Coo­kio­nista

Zack, die Bohne: Kaum ein Lebens­mit­tel ist öfter von For­schern unter­sucht wor­den als Kaf­fee. Mal gilt er als Gesund­brun­nen, mal als Teu­fels­zeug. Warum das so ist, erklärt Felix von Urge­schmack in sei­ner umfas­sen­den Ana­lyse. Zudem geht er auf das Thema Kaf­fee­sucht ein und zählt ver­schie­dene Kaffee-Alternativen auf.
Urge­schmack

 

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Rezepte der Woche

Spa­ghetti mit Cranberry-Bolognese: Manch­mal reicht eine Zutat, um einem bekann­ten Gericht eine völ­lig neue Note zu geben. Ein Bei­spiel dafür sind die Spa­ghetti Cranberry-Bolognese von Faba­lista — das Fruch­tige passt hier her­vor­ra­gend zu Fleisch und Toma­ten.
Faba­lista

Radieschen-Kaiserschmarrn & Radies­chen­suppe (vege­ta­risch): Früh­lings­zeit ist Radies­chen­zeit — doch bei den meis­ten lan­den die klei­nen Ret­ti­che nur auf dem Brot­zeit­tel­ler. Dass man damit viel mehr anstel­len kann, zei­gen zwei Bei­spiele: Kers­tin von „my coo­king love affair“ kocht einen herz­haf­ten Kai­ser­schmarrn mit Radies­chen und Pas­cal vom Trüf­fel­schwein ser­viert eine Radies­chen­suppe mit Meer­ret­tich.
My coo­king love affair (Kai­ser­schmarrn)Trüf­fel­schwein (Radies­chen­suppe)

 

Meist­ge­klickte Links der Vorwoche

1. Koch­kurse in Paris: Topf­schau bei Koch­pro­fis (Spie­gel)

2. Mahl­zei­ten von 80 Men­schen aus aller Welt (Huf­fing­ton Post)

3. Kara­mell — ein Muss für viele Süß­spei­sen (Genuss-Blog)

 

Nach­schlag

Im Bröt­chen­knast: Der Dis­coun­ter Penny ver­passt sei­ner Back­sta­tion ein Face­lif­ting samt neuem Namen — „Bäcker­krö­nung“. Dane­ben ver­si­chert ein Schild: „Her­ge­stellt in Deutsch­land / Bes­tes aus der Natur / Ohne Zusatz von Kon­ser­vie­rungs­stof­fen“, doch genauso gut könne man dies durch „Ess­bar, weil ohne Glas­scher­ben“ erset­zen, schreibt Peter in sei­nem bis­si­gen Arti­kel im Super­markt­blog.
Super­markt­blog

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