Schmausepost vom 16. Mai

Schman­kerl der Woche

Essen auf Rädern: 501 Tage lang sind zwei Bri­ten mit dem Rad um die Welt gefah­ren — 20.000 Kilo­me­ter durch 26 Län­der. Ihr Ziel: Die bei­den woll­ten wis­sen, wie die Welt isst, schau­ten bei Ein­hei­mi­schen in die Koch­töpfe und sam­mel­ten Rezepte. Her­aus­ge­kom­men ist das Rei­se­koch­buch „Noma­dic Kit­chen“, das mit­tels Crowd­fun­ding finan­ziert wurde und im Herbst erscheint.
Spie­gelNoma­dic Kit­chen (Web­seite)Noma­dic Kit­chen (Video)Kick­star­ter (Crowdfunding)

 

Zahl der Woche

107 gefärbte Lebens­mit­tel fin­det die Redak­tion der WDR-Sendung „Markt“ bin­nen 30 Minu­ten im Super­markt. Doch warum wer­den heut­zu­tage fast alle Pro­dukte optisch auf­ge­peppt? Die Redak­tion macht den Test und lässt Gourmet-Fans zwi­schen gefärb­ten und nicht-gefärbten Nah­rungs­mit­teln aus­wäh­len.
WDR (mit Video)

 

Anzeige

Hier könnte Ihre Wer­bung ste­hen: Sie wol­len Ihr Pro­dukt, Ihre Web­seite, Ihr Buch oder Ihr Food-Event in der Schmau­s­epost bewer­ben? Schrei­ben Sie uns!
Schmau­s­epost (Media-Daten)

 

Nach­rich­ten

Musik mit Geschmack: Jazz macht dick und Hip­hop schlank: Auf diese pla­ka­tive Schlag­zeile redu­ziert die Frank­fur­ter Rund­schau eine neue US-Studie. Dem­nach hat der Musik­stil Ein­fluss auf unser Ess­ver­hal­ten. So schmeckte Pro­ban­den ein Stück Scho­ko­lade bes­ser, wenn neben­her Jazz lief — und schlech­ter beim Hören von Hip­hop.
Frank­fur­ter Rundschau

Wein­meis­ter USA: Rück­schlag für die „Grande Nation“: Erst­mals ver­liert Frank­reich sei­nen Spit­zen­platz beim welt­wei­ten Wein­ab­satz an die USA. Dort wur­den ver­gan­ge­nes Jahr 3,9 Mil­li­ar­den Fla­schen getrun­ken — mehr als in Frank­reich (3,7 Mrd.) und Deutsch­land (2,7 Mrd.). Größ­ter Wein­pro­du­zent war Ita­lien (44,9 Mio. Hek­to­li­ter) vor Spa­nien (44,7), Frank­reich (42) und weit vor Deutsch­land (8,3).
Pro­planta

Echte Bäcke­reien gesucht: Prima Pro­jekt vom Zeit-Magazin: Die Redak­tion sucht deutsch­land­weit Bäcker, die noch wirk­lich sel­ber backen. Auf der Web­seite kön­nen Nut­zer ihre Lieblings-Bäckerei ein­tra­gen. Die Ergeb­nisse sol­len dann in einer Deutsch­land­karte ver­öf­fent­lich wer­den.
Zeit-Magazin

Wun­der­mit­tel im Wein? Ein Glas Rot­wein am Tag ist gesund und ver­län­gert das Leben — das hört man allent­hal­ben. Doch eine neue Stu­die kratzt nun an dem lieb­ge­won­ne­nen Image. Dem­nach gebe es keine Anzei­chen für eine lebens­ver­län­gernde Wir­kung des Stof­fes Res­ver­a­tol, der unter ande­rem in Rot­wein, Scho­ko­lade und Nüs­sen steckt.
Spie­gelÄrzte­zei­tung

 

Lese­ge­schich­ten

Ver­steck­ter Luxus: Der „Henry Non­sens Preis“ prä­miert Repor­ta­gen, die „weder lehr­reich noch rele­vant“ sind — aber dafür wahn­sin­nig gut. Zur Aus­wahl stand heuer unter ande­rem „Jen­seits der Sterne“ von Max Küng. Darin berich­tet der Autor über sei­nen Ver­such, in einem der legen­dä­ren Ryo­t­eis zu spei­sen — jene ebenso exklu­si­ven wie geheim­nis­vol­len Restau­rants in Japan.
Reporter-Forum (Jen­seits der Sterne)Henry Non­sens Preis

Tel­ler statt Tonne: Unför­mige Kar­tof­feln, zwei­bei­nige Karot­ten, schlappe Peter­si­lie: Der­lei Lebens­mit­tel wan­dern im Han­del wegen ihrer ästhe­ti­schen Män­gel umge­hend in den Müll. Nicht so bei der Schnip­pel­disco in Düs­sel­dorf: Dort fol­gen 400 Men­schen dem Auf­ruf der Slow-Food-Jugend und tref­fen sich zum gemein­sa­men Gemü­se­schnei­den, wäh­rend neben­her DJs für Tanz­mu­sik sor­gen.
Spie­gelDer­Wes­ten

Schnelle Mahl­zeit: Die Deut­schen lie­ben Fast Food mehr denn je. Doch damit ist nicht zwangs­läu­fig ein fet­ti­ger Bur­ger, Pom­mes fri­tes oder ein Döner gemeint. Viel­mehr geht der Trend zu schnel­len Sup­pen, Sala­ten — oder auch mal einem Wurst­brot. Die Platz­hir­sche McDonald’s und Bur­ger King tun sich damit schwer.
Süd­deut­sche

Dunkle Lei­den­schaft: Nach Mit­ter­nacht ändern viele Men­schen — oft unter Ein­fluss von Alko­hol — ihre Ess­ge­wohn­hei­ten; aus kuli­na­ri­schen Dr. Jekylls wer­den rei­hen­weise Mr. Hydes. Das Jetzt-Magazin erforscht in einem Nachtessen-ABC, was hin­ter die­sem Phä­no­men steckt — von „Aus dem Topf“ bis „Zombie-Moment“.
Jetzt

 

Blog­schau

Kochen mit links: Nach einem Unfall lernt Nick bei sei­ner Reha viele Men­schen ken­nen, die nur ein­hän­dig kochen kön­nen — und sich trotz­dem nicht von Fer­ti­g­nah­rung ernäh­ren wol­len. Da kommt ihm eine Idee: Gemein­sam mit Mar­tina Tschirner ver­fasst er „Das Ein­hän­der­koch­buch“.
Mar­tina Tschirner (Ein­hän­der­koch­buch)Face­book (Einhänderkochbuch)

Beef unter Blog­gern: Am 26. Mai star­tet die beliebte Blogger-Aktion „Jeden Tag ein Buch“ in eine neue Runde. Im Vor­feld gibt es jedoch zunächst mal hand­fes­ten Streit zwi­schen der Orga­ni­sa­to­rin Astrid Paul (Arthurs Toch­ter) und dem Blog­ger Stef­fen Sin­zin­ger. Letz­te­rer hätte sich wohl gerne an dem Pro­jekt betei­ligt, hat nun aber statt­des­sen die Koch­buch­ecke ins Leben geru­fen.
Arthurs Toch­ter Kocht (Jeden Tag ein Buch)Stef­fen Sin­zin­ger (Stel­lung­nahme)Koch­buch­ecke

Um die Wurst: Aus aktu­el­lem Anlass schwappt nach dem Euro­vi­sion Song Con­test eine Wurst­welle durchs Netz. Aus dem Land der Sie­ge­rin kom­men dabei Rezepte für Blunzn-Ravioli und eine Ofen­tor­tilla mit Man­gold und Cho­rizo sowie ein ABC rund um die Wurst.
La Capo­cuoca (Blunzn-Ravioli)Prost­mahl­zeit (Ofen­tor­tilla)Ess­kul­tur (Wurst-ABC)

Im kuli­na­ri­schen Fokus: Per­sön­lich­keit, Authen­ti­zi­tät und eine Story — diese drei Dinge machen Hei­mos Mei­nung nach einen guten Foodvlog­ger aus, also jene Videoblog­ger, die ihre Rezepte auf Youtube prä­sen­tie­ren. Auf sei­nem Blog stellt er zehn emp­feh­lens­werte Kamera­kö­che vor.
Dis­gui­se­dasfor­kan­dkni­fes

Klassik-Tipps: Wie­ner Schnit­zel kennt jeder, mag jeder — und jeder meint, die rich­tige Zube­rei­tung zu ken­nen. So auch Lukas, der bei „Gour­met­blog­ger“ das Geheim­nis des per­fek­ten Wie­ner Schnit­zel lüf­tet. Dazu gibt’s hilf­rei­che Tipps — etwa woran man erkennt, dass die Pfanne heiß genug ist.
Gour­met­blog­ger

Kuli­na­ri­sche Zwit­ter: „Hybrid Food“ hat die ver­gan­ge­nen Monate immer wie­der für Schlag­zei­len gesorgt — egal ob Cro­nut (Crois­sant & Donut), Cra­gel (Crois­sant & Bagel) oder Ramen-Burger (mit Nudel-Bun). Das Biss-Magazin geht die­sem Trend nach und stellt einen Deut­schen vor, der sol­che Zwitter-Snacks auch hier­zu­lande bekannt machen will. Pas­send dazu lie­fert Björn von „Happy Plate“ ein Rezept fürs Reu­ben­crois­sant.
Biss (Hybrid Food)Happy Plate (Reubencroissant)

McSpit­zen­brötli im Test: René Schu­del ist der Tim Mäl­zer der Schweiz. Nun hat der TV-Koch für McDonald’s einen Bur­ger kre­iert — „The Prime“, 10,90 Fran­ken das Stück. NZZ-Kritiker Wolf­gang Fass­ben­der pro­biert das „Spit­zen­brötli“ und ist zwie­ge­spal­ten, aber: „Der Schudel-Burger ist Wel­ten bes­ser als das, was Kol­lege Schuh­beck mal für den Bur­ger­bra­ter in Deutsch­land aus­ge­tüf­telt hat!„
NZZ-Nachgewürzt

 

Anzeige

Pro­bie­ren und stu­die­ren -  nach die­ser Devise stellt Jörn Gutow­ski die Pro­bier­sets von TRY FOODS zusam­men. Sie zei­gen auf, wie groß die Geschmacks­viel­falt bei Oli­ven­ölen, Scho­ko­lade oder Kaf­fee ist — und lie­fern umfas­sende Infor­ma­tio­nen zu dem jewei­li­gen Lebens­mit­tel. Die Idee zu TRY FOODS sei ihm bei der Geschenk­su­che gekom­men, ver­rät Gutow­ski im Schmausepost-Interview. Und: „Schuld war der Whisky.„
Schmau­s­epost (Inter­view)TRY FOODS

 

Rezepte der Woche

Saure Brat­kar­tof­feln mit Schwarz­wurst und Radies­chen: Sauer, def­tig, lecker — die­sem Drei­klang folgt Johan­nes‘ Rezept für saure Brat­kar­tof­feln bei Stutt­gart Coo­king. Er löscht die Kar­tof­feln mit Bal­sa­mico ab und ser­viert sie mit Schwarz­wurst und Radies­chen.
Stutt­gart Cooking

Geba­cke­ner Zie­gen­käse auf Süß­kar­tof­fel­pü­ree (vege­ta­risch): BR-Koch Ste­fan Fors­ter bedient sich für die­ses Rezept in Süd­ame­rika und Indien. Zum geba­cke­nen Zie­gen­käse gibt’s gestampfte Süß­kar­tof­feln und ein süß-saures Pflau­men­chut­ney.
BR

 

Meist­ge­klickte Links der Vorwoche

1. Zu Gast beim Fern­seh­koch. Heute: Sarah Wie­ner (NZZ)

2. Süß-scharfes Huhn (Prost­mahl­zeit)

3. Die bes­ten Food-Fotos des Jah­res (Stern)

Nach­schlag

Böser Bar­code: Auf den Bio-Säften der Öko-Firma Raben­horst fin­det sich seit eini­ger Zeit am obe­ren Rand des Bar­codes ein schwar­zer Quer­bal­ken. Er wurde auf den Wunsch zahl­rei­cher Kun­den hin­zu­ge­fügt, die sich um die Qua­li­tät des Pro­duk­tes sorg­ten. Dem­nach befürch­te­ten sie, dass die schwarz-weißen Strei­fen des Bar­codes böse Ener­gien bün­deln und die Säfte ver­schlech­tern.
Zeit

6 Gedanken zu „Schmausepost vom 16. Mai

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *