Schmausepost vom 4. Juli

Liebe Lese­rin­nen, Liebe Leser, die Schmau­s­epost geht in die Som­mer­pause. Schließ­lich wird’s in den kom­men­den sechs Wochen eh zu heiß zum kuli­na­ri­schen Schmö­kern (hof­fent­lich). Am 22. August gibt es die Schmau­s­epost dann wie­der in alter Frische.

 

Schman­kerl der Woche

Kuli­na­ri­sche Outta­kes: Die Gerichte schme­cken immer for­mi­da­bel, die Hoch­glanz­fo­tos machen jedem Koch­buch Kon­kur­renz, und nie und nim­mer geht irgend­was schief — die­sen Ein­druck ver­mit­teln die meis­ten Food­blogs. Um die­sen Mythos zu begra­ben, hat sich Uwe von High Foo­da­lity durch fünf Food­blog­ger­jahre gewühlt und „ein paar beson­ders böse Exem­plare her­aus­ge­sucht, die ent­we­der auf dem Tel­ler aus­se­hen wie Hun­de­fut­ter oder tat­säch­lich auch so geschmeckt haben“. Pas­send dazu gibt’s im Küchen Atlas Blog eine Blog­pa­rade zum Thema „Küchen­miss­ge­schi­cke“.
High Foo­da­lityKüchen Atlas Blog (Küchenmissgeschicke)

 

Zahl der Woche

6.000 Ökobau­ern haben in den ver­gan­ge­nen zehn Jah­ren auf­ge­ge­ben, berich­tet die FAZ. Ent­we­der sie schlos­sen ihren Hof oder kehr­ten zur kon­ven­tio­nel­len Land­wirt­schaft zurück — und das, obwohl die Nach­frage nach Bio-Lebensmitteln wei­ter steigt.
FAZ

 

Nach­rich­ten

Wider die Ver­schwen­dung: Fast die Hälfte der Lebens­mit­tel in der Gas­tro­no­mie lan­det im Müll. Gegen diese gigan­ti­sche Ver­schwen­dung will das Umwelt­bun­des­amt laut einem taz-Bericht nun vor­ge­hen. Pas­send dazu stellt die FAZ die Initia­tive Food­sha­ring in einem Video vor.
tazFAZ

Verpackungs-Verwirrspiel: Die Anga­ben auf Lebens­mit­tel­pa­ckun­gen sind oft unver­ständ­lich bis ver­wir­rend. Dage­gen will die US-Kontrollbehörde vor­ge­hen und genauere Beschrif­tun­gen vor­schrei­ben. Die Initia­tive könnte auch in Europa eine neue Debatte um Lebens­mit­tel­kenn­zeich­nun­gen ansto­ßen.
Süd­deut­sche

Essen aus dem Dru­cker: Noch in die­sem Jahr will die Firma Natu­ral Machi­nes ihren 3D-Lebensmitteldrucker Foo­dini auf den Markt brin­gen. Das 1000 Euro teure Gerät ver­fügt über Kap­seln, die mit unter­schied­li­chen Zuta­ten befüllt wer­den. Anschlie­ßend druckt Foo­dini Schicht für Schicht fer­tige Köst­lich­kei­ten, bei­spiels­weise Tor­tel­lini, Brow­nies oder Piz­zas.
Basic Thin­kingNatu­ral Machi­nes (Eng­lisch)

Mehr Fleisch fürs Fern­se­hen: Nicht weni­ger als „eine männ­li­che Per­spek­tive auf die Welt des Essen“ will das neue TV-Format „Beef!“ auf­zei­gen, ein Able­ger der gleich­na­mi­gen Zeit­schrift. „Beef! — Das Maga­zin für Män­ner mit Geschmack“ läuft ab Mitte August bei RTL Nitro und soll Food-Reportagen erzäh­len sowie kuli­na­ri­sche Lifestyle-Themen auf­grei­fen.
DWDLkress

 

Lese­ge­schich­ten

Düs­tere Aus­sich­ten: „Viele Deut­sche kön­nen nicht mehr kochen“, bedau­ert Ernäh­rungs­ex­perte Hans Hau­ner im Spiegel-Interview. Dem­nach gehe der Trend zu „Außer-Haus-Verzehr und Convenience-Food“. Zudem glaubt Hau­ner: Viele deut­sche Ver­brau­cher sind nicht bereit, fürs Essen mehr Geld aus­zu­ge­ben.
Spie­gel

Vegane Abzo­cke­rei: 50 Euro für den fleisch­lo­sen Trut­hahn? Und das 63-Gramm-Päckchen Grünkohl-Chips für 5,49 Euro? Die Preise für vegane Fer­tig­pro­dukte sind hap­pig — und den­noch boomt der Markt. Die FAZ schreibt: „Kri­ti­ker sagen: Das kön­nen sich nur Wohl­ha­bende leis­ten. Zudem sei das Essen gar nicht so gesund.„
FAZ

Beliebte Brause: Was genau steckt in Coca-Cola? Wie viel Zucker ist wirk­lich drin? Und stimmt die Mär vom Fleisch, das sich in Cola auf­löst? EatS­mar­ter wid­met sich gemein­sam mit drei Ernäh­rungs­ex­per­tin­nen Coca-Cola und beant­wor­tet zwölf Fra­gen rund um die braune Brause.
EatS­mar­ter

Grill­muf­fel trifft Grill­bi­bel: San­dra Kegel hat noch nie gegrillt, für sie hing dort „der Schwei­ne­bauch und damit der Muff der fünf­zi­ger Jahr“. Nun aber schrei­tet die FAZ-Feuilletonredakteurin zum Selbst­ver­such und nimmt sich dafür „Weber’s Grill­bi­bel“ vor. Darin fin­det sie nicht nur eine Anlei­tung für den Ein­stieg, son­dern auch die Ant­wort auf die Frage, warum in ers­ter Linie Män­ner gril­len.
FAZ

 

Blog­schau

Essen als Iden­ti­täts­stif­ter: Man isst, was man ist. Aber kann man auch wer­den, was man isst? Anders aus­ge­drückt: „Kann ich durch die Wahl des Essens meine Iden­ti­tät ver­än­dern?“ Die­ser Frage geht Sabine bei „Schmeckt nach mehr“ nach und lie­fert erstaun­li­che Ein­bli­cke. Min­des­tens ebenso inter­es­sant sind die Kom­men­tare zum Arti­kel.
Schmeckt nach mehr (Arti­kel)Schmeckt nach mehr (Kommentare)

Essen als Schön­heits­wett­be­werb: Wer sind die bes­ten Food­blog­ger im Land? Diese Frage beant­wor­tet nicht das Spieg­lein, son­dern der AMA Food Blog Award. Er wird auch heuer wie­der ver­ge­ben, und zwar in fünf Kate­go­rien. Ab sofort kön­nen Kan­di­da­ten ein­ge­reicht wer­den, den Sie­gern winkt ein Preis­geld von je 2000 Euro.
AMA Food Blog AwardÖster­rei­chi­sche Food­blog­ger

Essen als Pop­kul­tur: Jan-Peter stellt auf dem Nomy­blog drei neue Medi­en­for­mate vor, die „Essen zum Pop machen“: Das Maga­zin Mutti, die nun auch auf Deutsch gestar­tete Web­seite Mun­chies (Vice), und das Online-Magazin Sup­per, das Essen, Kochen und Musik ver­bin­det.
Nomy­blog

Essen als Lese­schmaus: Einen Blick hin­ter die Kulis­sen der geho­be­nen Gas­tro­no­mie wirft das Buch „Eating with the Chefs“ von Per-Anders Jör­gen­sen. Stef­fen Sin­zin­ger lobt in sei­ner Rezen­sion Fotos, Design und Authen­ti­zi­tät des Wer­kes. Jedoch hätte er sich mehr Rezepte gewünscht.
steffensinzinger.de

Essen als blu­tige Ange­le­gen­heit: Von gepress­ter Ente bis zum Blut­tofu: Tobias gibt im Wurst­blog einen Über­blick, was man mit Blut alles in der Küche anstel­len kann. Für Uner­schro­ckene gibt es sogar eine Schwarz­wäl­der Blut­torte.
Wurst­blog

 

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Pro­bie­ren und stu­die­ren -  nach die­ser Devise stellt Jörn Gutow­ski die Pro­bier­sets von TRY FOODS zusam­men. Sie zei­gen auf, wie groß die Geschmacks­viel­falt bei Oli­ven­ölen, Scho­ko­lade oder Kaf­fee ist — und lie­fern umfas­sende Infor­ma­tio­nen zu dem jewei­li­gen Lebens­mit­tel. Die Idee zu TRY FOODS sei ihm bei der Geschenk­su­che gekom­men, ver­rät Gutow­ski im Schmausepost-Interview. Und: „Schuld war der Whisky.„
Schmau­s­epost (Inter­view)TRY FOODS

 

Rezepte der Woche

Cur­ry­wurst hoch drei: Janine von Ado­rable Food nimmt sich das urdeut­scheste Gericht über­haupt vor: die Cur­ry­wurst. Ent­schei­dend sei dabei die Soße, für die sie ihr Lieb­lings­re­zept ver­rät. Auch Björn von Happy Plate stellt seine Cur­ry­wurst­soße vor (mit selbst­ge­mach­tem Cur­ry­pul­ver). Und zuletzt sei noch auf das Rezept des Wat­ten­schei­der Profi-Grills ver­wie­sen, der viel­leicht bes­ten Cur­ry­wurst­bude im Land.
Ado­rable FoodHappy PlateSpei­sende soll man nicht auf­hal­ten (Profi-Grill & Rezept)

Cous­cous mit Auber­gi­nen und Senf-Datteln (vege­ta­risch): Deutsch­land muss bei der WM gegen Alge­rien ran — und das bedeu­tet für Man­fred alias Herr Grün: Cous­cous kommt auf den Tisch. Sein Rezept ser­viert die ara­bi­schen Kügel­chen mit gebra­te­nen Auber­gi­nen und Senf-Datteln.
Herr Grün

 

Meist­ge­klickte Links der Vorwoche

1. Der große Nutella-Test (FAZ)

2. Scho­ko­auf­strich oder eige­nes Nutella (Her­zens­kö­chin)

3. Rezepte für Such­ma­schi­nen opti­mie­ren (Sie­ben­ki­lo­pa­ket)

 

Nach­schlag

Dick im Geschäft: Jetzt gibt es eine wei­te­ren Grund für hem­mungs­lo­ses Schlem­men — zumin­dest aus männ­li­cher Sicht. Denn laut einer Stu­die von Bon­ner For­schern ver­die­nen dicke Män­ner mehr als ihre fit­te­ren, dün­ne­ren Kol­le­gen. Anders bei Frauen: Hier wirkt sich Über­ge­wicht nega­tiv auf das Gehalt aus.
Mee­dia

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