Schmausepost vom 17. Oktober

Schman­kerl der Woche

Lukul­li­sche Legen­den: Der Glücks­keks nach dem Essen gehört im China-Restaurant dazu wie der Ing­wer in Rezep­ten von Alfons Schuh­beck. In einem Land kennt jedoch kaum jemand die tra­di­tio­nel­len Plätz­chen: aus­ge­rech­net in China. Was die Legende vom chi­ne­si­schen Glücks­keks mit dem Angriff auf Pearl Har­bour zu tun hat, ver­rät Fabi­enne Hurst im Spie­gel; außer­dem ent­larvt sie wei­ter „Mampf-Mythen“ vom Crois­sant bis zum Hot­dog.
Spie­gel (Glücks­kekse)Spie­gel (Mampf-Mythen)

 

Zahl der Woche

4,64 Euro zahlt der Münch­ner durch­schnitt­lich für eine Halbe Bier — zumin­dest, wenn man dem Preis­ver­gleich­spor­tal Ear­dex Glau­ben schenkt. Das Star­tup will sich zu einem Wiki­pe­dia für Lebens­hal­tungs­kos­ten ent­wi­ckeln und die welt­wei­ten Preise für einen Liter Cola, einen Big Mäc oder eben ein Bier sam­meln.
Han­dels­blattEar­dex

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Schmau­s­epost (Media-Daten)

 

Nach­rich­ten

4,63 Kilo Fleisch wirft Otto-Normal-Deutscher pro Jahr durch­schnitt­lich in den Müll. Das geht aus dem „Fleischat­las extra“ der Böll-Stiftung her­vor, der sich um die The­men „Abfall und Ver­schwen­dung“ dreht. Die For­scher rech­nen vor, dass allein in Deutsch­land das Fleisch von 45 Mil­lio­nen Hüh­nern, vier Mil­lio­nen Schwei­nen und 200.000 Rin­dern im Müll lan­det.
WeltBöll-Stiftung

Das Bestel­len von Lebens­mit­teln im Inter­net ist immer noch ein Nischen­markt — aller voll­mun­di­ger Ankün­di­gun­gen zum Trotz. Dies zu ändern hat sich nun — wie­der mal — ein neuer Anbie­ter auf die Fah­nen geschrie­ben: Shop­wings, ein Dienst der Zalando-Macher von Rocket Inter­net. Pas­send dazu gibt der Stern eine Über­sicht der vor­han­de­nen Lie­fer­dienste.
Süd­deut­sche (Shop­wings)Stern (Ver­gleich)

Und wer zahlt’s? Im Januar waren’s Eier, im März folgte Wurst, und kürz­lich kamen But­ter und Käse dran: Aldi hat zuletzt etli­che Lebens­mit­tel­preise gesenkt — und die ande­ren Ket­ten zogen ach. Dar­auf­hin hagelte es wie­der mal Schelte für die Dis­coun­ter, allen voran von Bau­ern, die sin­kende Milch­preise bekla­gen. Doch ganz so leicht ist die Sache nicht, wie Mar­lene Weiß in ihrer klu­gen Ana­lyse beschreibt.
Süd­deut­sche

Restaurant-Trailer sind der neu­este Schrei — nicht nur, aber vor allem in der geho­be­nen Gas­tro­no­mie. Was nun jedoch das spa­ni­sche Drei-Sterne-Lokal „DiverXo“ vor­ge­stellt hat, ist eher ein cine­as­ti­scher Kurz­film denn ein schnö­der Trai­ler. Oder wie Fritz Rad­tke von „Daily Eats“ es aus­drückt: „ein zehn­mi­nü­ti­ger kulinarisch-erotischer Fie­ber­traum, der irgendwo zwi­schen ‚Alice im Wun­der­land‘ und ‚The Hos­tel‘ pen­delt.„
Daily EatsVimeo (Restaurant-Video)

 

Lese­ge­schich­ten

Ekel erwünscht: Schock­bil­der auf Ziga­ret­ten­pa­ckun­gen sol­len Rau­chern die Lust am Qual­men neh­men. Ähnli­ches könnte man auch auf Fleisch­wa­ren dru­cken, schlägt Freitag-Leser Mar­cus Voigt in sei­nem viel­be­ach­te­ten Bei­trag vor. Schließ­lich ver­gesse ein Groß­teil der Bür­ger die Bil­der von zusam­men­ge­pferch­ten Schwei­nen, wenn er im Super­markt vor der Kühl­theke stehe.
Frei­tag

Durch­blick erwünscht: „Man will sich gesund ernäh­ren, soll neben­bei den Kli­ma­wan­del auf­hal­ten, Tiere schüt­zen, die Umwelt scho­nen und die Arbeits­be­din­gun­gen in Ent­wick­lungs­län­dern ver­bes­sern.“ Die Fülle von Do’s & Don’ts, Weltret­tungs­tipps und Lebens­mit­tel­sie­geln wirkt laut For­schern eher ver­wir­rend auf den Ver­brau­cher. Sie plä­die­ren viel­mehr für einige wenige Faust­re­geln, die Max Rau­ner in der Zeit vor­stellt.
Zeit

Mit­es­ser erwünscht: Car­sha­ring gibt es schon län­ger, auch Woh­nun­gen wer­den via Airbnb im gro­ßen Stil geteilt. Nun sind als nächs­tes Küchen an der Reihe, schreibt Mar­tin Gropp in der FAZ — zumin­dest in den USA. Dort laden Hobby-Köche und Pro­fis über das Netz Unbe­kannte zu sich nach Hause zum Essen ein.
FAZ

Abhe­ben erwünscht: Die Dimen­sio­nen die­ser Küche sind gewal­tig: Acht Chef­kö­che, 500 Köche und 8500 Mit­ar­bei­ter berei­ten hier 163.000 Mahl­zei­ten zu. Pro Tag! Die Rede ist von der größ­ten Airline-Küche der Welt in Dubai. Sie belie­fert rund 125 Flug­li­nien mit Flug­zeu­ges­sen. Das Han­dels­blatt blickt hin­ter die Kulis­sen die­ser XXL-Küche.
Han­dels­blatt

 

Blog­schau

Ein­fach gut: Die ers­ten Ver­su­che mit dem eige­nen Sau­er­teig enden bei fast allen Hob­by­bä­ckern ernüch­ternd — so auch bei Chris­tina vom SZ-Blog „Koch­ni­sche“. Doch dann stieß sie auf das „No-Knead-Bread“ eines New Yor­ker Bäckers, also ein Brot, das ohne stun­den­lange Pro­ze­du­ren aus­kommt.
Koch­ni­sche

Weni­ger isst mehr: Unter die­sem Motto stellt das Netz­werk Heim­gour­met fünf Food­blog­ger vor, die sich einem bestimm­ten Schwer­punkt wid­men. Mit dabei sind unter ande­rem Rezepte für Men­schen mit Kau– und Schluck­be­schwer­den oder Rezepte für All­er­gi­ker.
Heim­gour­met

Neues Lese­fut­ter: Juliane von „Schö­ner Tag noch!“ schlen­dert über die Frank­fur­ter Buch­messe und stö­bert durch das Ange­bot der deutsch­spra­chi­gen Koch­buch­ver­lage. Ihre liebs­ten Neu­er­schei­nun­gen stellt sie in Text und Bild vor.
Schö­ner Tag noch!

Herr des Heus: Das „Noma“ unter Chef­koch René Red­zepi lan­det seit Jah­ren ganz vorne in diver­sen Restaurant-Bestenlisten. Der Foto­graf Todd Selby hat nun einen Blick hin­ter die Kulis­sen des Edel-Lokals gewor­fen. Dazu gibt’s ein hand­ge­krit­zel­tes Inter­view mit der schö­nen ers­ten Frage: „Hey René, wie macht man eigent­lich ein Heu-Parfait?“ Ant­wort: „Komi­sche Frage. Ich nehme dafür Heu.„
The Selby

Eine Prise Exo­tik: Wieso nicht mal Bären­tat­zen pro­bie­ren? Oder gegrill­ten Igel auf bos­ni­sche Art? Tobias blät­tert durch ein Koch­buch aus dem Jahr 1971, des­sen Rezepte, nun ja, eher unge­wöhn­lich daher­kom­men. Das Werk stammt aus der Feder von Wer­ner Fischer, einem Spit­zen­koch aus Ber­lin, der mit­un­ter auch mal aus­ge­diente Zoo­tiere ver­kochte.
Gruß auf der Küche

 

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Pro­bie­ren und stu­die­ren -  nach die­ser Devise stellt Jörn Gutow­ski die Pro­bier­sets von TRY FOODS zusam­men. Sie zei­gen auf, wie groß die Geschmacks­viel­falt bei Oli­ven­ölen, Scho­ko­lade oder Kaf­fee ist — und lie­fern umfas­sende Infor­ma­tio­nen zu dem jewei­li­gen Lebens­mit­tel. Die Idee zu TRY FOODS sei ihm bei der Geschenk­su­che gekom­men, ver­rät Gutow­ski im Schmausepost-Interview. Und: „Schuld war der Whisky.„
Schmau­s­epost (Inter­view)TRY FOODS

 

Rezepte der Woche

Pul­led Pork aus dem Ofen: Irene vom Widmatt-Blog packt ein Stück Schwei­nen­a­cken zusam­men mit Räu­cher­chips in den Back­ofen und war­tet. Und war­tet. Und war­tet. Knappe zehn Stun­den spä­ter wird flei­ßig gezupft und gerupft — fer­tig ist ihr Pul­led Pork, das her­nach in einen Bur­ger packt. Ihr Fazit: Pul­led Pork dau­ert eine kleine Ewig­keit, aber es lohnt sich.
Wid­matt

Gorgonzola-Polenta mit Pfif­fer­lin­gen und Bir­nen (vege­ta­risch): Clau­dia von „Fool for food“ ist ein Polenta-Fan; beson­ders die Rote Polenta hat es ihr ange­tan. Im Blog ser­viert sie nun ein Rezept für Rote Polenta mit Pfif­fer­lin­gen, Gor­gon­zola und geschmor­ten Bir­nen. Oben­drein gibt’s Tipps für Polenta-Bücher und wei­tere Polenta-Rezepte.
Fool for food

 

Meist­ge­klickte Links der Vorwoche

1. Rezept: Nur ein Apfel (lamia­cu­cina)

2. Food­facts: Du bist, was du isst! (Siamo cio che man­giamo)

3. Wie ent­steht eigent­lich ein Döner? (Tages­spie­gel)

 

Nach­schlag

Die mit der Rübe tanzt: Zwei Prot­ago­nis­ten ste­hen im Mit­tel­punkt eines nur sechs Sekun­den lange Videos, das im Inter­net der­zeit rauf– und run­ter­läuft. Einer davon ist eine Rübe, der man wahr­schein­lich nicht zu nahe tritt, wenn man den Erfolg des Film­chens eher beim zwei­ten Dar­stel­ler sucht — First Lady Michelle Obama.
Süd­deut­sche

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