Schmausepost vom 12. Dezember

Schman­kerl der Woche

Mein Haus. Mein Auto. Mein Boot. Das waren die Neun­zi­ger. Inzwi­schen gilt: Mein Smart­phone. Meine Espres­so­ma­schine. Mein Küchen­ge­rät. Küchen­ge­rät? Ja, denn ein sol­ches elek­tri­siert Deutsch­land, wie Zacha­rias Zacha­ra­kis in der Zeit schreibt. Doch was macht den Ther­mo­mix so begehrt, dass das 1100 Euro teure Gerät inzwi­schen eine Lie­fer­zeit von vier bis sechs Wochen hat? Die (sehr lesens­werte) Ant­wort sucht der Autor bei einem Thermomix-Kochabend in Ber­lin.
Zeit

 

Zahl der Woche

25.000 ver­schie­dene Pro­dukte war­ten in man­chem Super­markt auf die Kun­den — ein Drit­tel mehr als vor 15 Jah­ren. Dabei zei­gen Stu­dien, dass diese Qual der Wahl den Men­schen tat­säch­lich quält; Psy­cho­lo­gen spre­chen von „Ent­schei­dungs­über­las­tung“. Warum den­noch mehr und mehr Pro­dukte in den Super­markt drän­gen, erläu­tert Malte Con­radi in der Süd­deut­schen.
Süd­deut­sche

 

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Aus den Medien

Rezepte des Schre­ckens: Roher Knob­lauch mit Öl und Zitrone war die Leib­speise von Mus­so­lini. Hit­ler ließ sich gerne Tau­ben mit Pis­ta­zi­en­fül­lung ser­vie­ren. Und bei Sta­lin rück­ten die Spei­sen oft in den Hin­ter­grund, weil das Essen in ein Besäuf­nis aus­ar­tete. All dies und mehr erzählt das Koch­buch „Dic­ta­tors‘ Din­ner“, das sich den liebs­ten Gerich­ten der Dik­ta­to­ren wid­met — inklu­sive Rezep­ten.
DRa­dio Wissen

Wer will’s erfin­den? „Das Pro­blem sind nicht die Kar­tof­feln, das Pro­blem ist der Mensch.“ Mit die­sem fei­nen Satz beginnt Anna Mil­ler im SZ-Magazin ihre Geschichte über den Schwei­zer Bauer Ueli Mau­rer. Er hat sich in den Kopf gesetzt, die per­fek­ten Pom­mes fri­tes zu machen — mit einem Auto­ma­ten.
SZ-Magazin

Mehl, Eier, Was­ser, Salz - mehr braucht es nicht für Spätzle. Den­noch ver­brin­gen nicht nur Schwa­ben Stun­den und Tage, um über das rich­tige Rezept und die rich­tige Zube­rei­tung zu debat­tie­ren. Die FAZ blickt nun in einem Video auf das eins­tige Arme-Leute-Essen, das heute eine der bekann­tes­ten Spe­zia­li­tä­ten Süd­deutsch­lands ist.
FAZ (Video)

Mil­li­ar­den mit Milch: Wie funk­tio­niert die deut­sche Milch­in­dus­trie? Eine Ant­wort dar­auf gibt ein klug und lie­be­voll gemach­tes Ani­ma­ti­ons­vi­deo beim Spie­gel. Statt Bau­ern­ho­f­idylle geht’s um ein Mil­li­ar­den­ge­schäft mit auf Hoch­leis­tung gezüch­te­ten Kühen.
Spie­gel (Video)

End­sta­tion Gar­kü­che: Samuel Mon­tas­sier wurde von sei­ner Frau ver­las­sen, ertränkte die Trauer im Alko­hol und flüch­tete dann nach Bang­kok. Dort ver­kauft er heute  Nudeln an einer stin­ken­den Stra­ßen­kreu­zung — und ist zufrie­den. Heike Klovert por­trä­tiert für Spiegel-Online den wohl ein­zi­gen wei­ßen Stra­ßen­koch in Bang­kok.
Spie­gel

Die Goji-Beere ist in Ame­rika ein Star, in Deutsch­land wird sie es gerade. Schließ­lich soll die Wun­der­beere den Alte­rungs­pro­zess ver­lang­sa­men, die Haut glät­ten und sonst aller­lei Krank­hei­ten bekämp­fen. Ähnlich ver­hält es sich mit ande­ren „Super­foods“ wie der Acai-Beere oder Brenn­nes­seln. Wirk­lich super sei jedoch meis­tens nur die Marketing-Strategie hin­ter den „Super­foods“, schreibt The­resa Bäu­er­lein bei den Kraut­re­por­tern.
Kraut­re­por­ter

 

Aus den Blogs

Kuli­na­ri­sche Fort­bil­dung: Die Aus­bil­dung zum Koch ist hart — aber lehr­reich. Als Laie hin­ge­gen wandle der Food­blog­ger bei The­men wie Gar­me­tho­den, oder Lebens­mit­tel­kunde „auf einem schma­len Grat gefähr­li­chen Halb­wis­sens“, schreibt Uwe von High Foo­da­lity. Er stellt drei Bücher für kuli­na­ri­sche Auto­di­dak­ten vor: „On Food and Coo­king“, „Der Junge Koch/Die Junge Köchin“ und „Aroma“.
High Foo­da­lity

Ein Hoch der Knolle: „Besing die demo­kra­ti­sche Kar­tof­fel, die das Volk nährt“, for­dert Hein­rich Heine. Genau das tut Wibke nun bei Pap­per­lahapp in ihrer unter­halt­sa­men Kartoffel-Huldigung. Der Text ist ein Bei­trag zur Kartoffel-Blogparade bei Petra (Food­freak).
Pap­per­lahapp (Kartoffel-Huldigung)Food­freak (Blogparade)

Auf­ge­hübscht: Im zwei­ten Teil ihrer Foodstyling-Serie beant­wor­tet Denise die Frage: Wie wird man Food­sty­list? Oder genauer gesagt: Sie beant­wor­tet sie nicht. Statt­des­sen stellt sie fest: „Es gibt keine Aus­bil­dung zur Food­sty­lis­tin, schon gar kein Stu­dium. Es gibt keine Stan­dards, keine Ver­bände oder Kam­mern.“ Umso inter­es­san­ter sind ihre eige­nen Erfah­run­gen, wie sie zum Food­sty­ling gekom­men ist.
Foodlo­vin (Teil 2)Foodlo­vin (Teil 1: Was ist Foodstyling)

Aus­hän­ge­schild: „Schi­cken Sie uns doch mal Ihr Media Kit.“ Diese Auf­for­de­rung sorgt zuver­läs­sig für Schweiß­per­len auf der Food­blog­ger­stirn. Abhilfe schaf­fen die anpass­ba­ren Vor­la­gen von Mel, die sie kos­ten­los bei Gour­met Gue­rilla zum Down­load anbie­tet. Mit ihnen kann jeder Blog­ger bin­nen weni­ger Minu­ten sein eige­nes Media Kit zusam­men­stel­len.
Gour­met Guerilla

Weih­nach­ten naht, die Erste: Der Geschenke-Wahnsinn biegt auf die Ziel­ge­rade. Wer jetzt noch nach Prä­sen­ten sucht, dem ist nicht mehr zu hel­fen. Oder doch? Meh­rere Food­blog­ger haben diese Woche ihre liebs­ten Koch­bü­cher des Jah­res gekürt:

  • Gewohnt lesens­wert ist die Jah­res­rück­bli­ck­emp­feh­lung in 10 Büchern von Ste­van bei Nut­ri­cu­li­nary
  • Die fünf bes­ten vega­nen Koch– und Back­bü­cher aus 2014 stellt Arne bei Vege­ta­rian Dia­ries vor
  • Bei Doro­thée von Bush­cooks Kit­chen gibt’s gleich 28 Koch­bü­cher — sor­tiert nach Themen

Weih­nach­ten naht, die Zweite. Und fast noch quä­len­der als der Geschen­ke­stress ist zumin­dest für Foo­dies die Frage: Was gibt’s an den Fei­er­ta­gen zu Essen? Hier ein acht Menüs als Inspiration:

 

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Rezepte der Woche

Gulasch mit Glüh­wein: Ursprüng­lich wollte Alice aus dem kuli­na­ri­schen Wun­der­land ja ein klas­si­sches Gulasch mit Rot­wein kochen. Doch dann stand da noch eine halbe Fla­sche vom „Hei­ßen Hirsch“ herum. Also kippte sie den Glüh­wein zum Schwei­ne­fleisch — und war vom Geschmack ziem­lich begeis­tert.
Alice im kuli­na­ri­schen Wunderland

Pastinaken-Pilz-Suppe mit Gemüse­chips (vege­ta­risch): Trotz ungu­ter Erfah­run­gen gibt Ramona von „Fräu­lein Moonstruck“ der Roten Bete noch eine Chance und ver­ar­bei­tet sie — zusam­men mit Süß­kar­tof­feln — zu Gemüse­chips. Diese wer­den dann zu einer herbst­li­chen Pastinaken-Pilzsuppe gereicht.
Fräu­lein Moonstruck kocht

 

Meist­ge­klickte Links der Vorwoche

1. 44 Spit­zen­kü­che ver­ra­ten ihre Küchen­tricks (SZ-Magazin)

2. Ein Ernäh­rungs­psy­cho­loge erklärt, warum wir man­che Lebens­mit­tel nicht mögen (SZ-Magazin)

3. FAZ-Kritiker Jür­gen Dol­lase über das neue Buch von Attila Hild­mann (FAZ)

 

Nach­schlag

I like this Wurst! Was kommt dabei raus, wenn US-Amerikaner typisch deut­sche Lebens­mit­tel das erste Mal pro­bie­ren? Die Ant­wort auf diese Frage gibt ein Buzzfeed-Video. Mit dabei ist — natür­lich — die Brat­wurst, aber auch Vit­a­malz, Quark und Haribo-Lakritze.
Buz­zfeed (Video)

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