Schmausepost — Best of 2014

Liebe Schmausepost-Gemeinde,
ver­gan­ge­nes Jahr habe ich unge­fähr eine fan­ta­s­til­li­arde Arti­kel, Bil­der­stre­cken, Blog­bei­träge, Videos und sons­tige Geschich­ten rund ums Thema Essen ver­drückt. Ent­spre­chend groß war die Aus­wahl, doch nun ste­hen sie fest: meine per­sön­li­chen Best of 2014 (wei­tere Tipps gerne in den Kom­men­ta­ren)
.
Euch allen einen guten Rutsch, die nächste Schmau­s­epost gibt’s am Frei­tag, den 9. Januar.


Hin­ter der Rüe­b­lik­a­none: Vier Wochen lang reist Michael Fur­ger durch die Schweiz, um zu erfah­ren, wie unser Essen pro­du­ziert wird. „In die­sem Sys­tem wer­den Rüe­bli wie Arm­brust­bol­zen an Mess­ge­rä­ten vor­bei­ge­schos­sen, Eier mit Mikro­fo­nen auf Risse abge­hört und Rahm­cor­nets von einem Rönt­gen­ge­rät durch­leuch­tet.“
NZZ

 

Kuli­na­ri­scher Auf­schrei: Die Bekeh­rungs­ver­su­che von ernäh­rungs­be­wuss­ten Food­blog­gern gehen Suse der­art auf den Keks, dass sie bei hun­der­tacht­ziggrad° zum Rund­um­schlag ansetzt. Bewuss­tes Essen habe sich für viele zur Ersatz­re­li­gion ent­wi­ckelt, deren größ­ter Feh­ler es sei, „dass sie wie alle Reli­gio­nen die eigene Maxime als allei­nig rich­tige und ret­tende ansieht“.
hun­der­tacht­ziggrad

 

In Zei­ten von Auf­backsem­meln und Dis­coun­ter­brot hat das Zeit-Magazin nach guten Bäcke­reien gefragt — und die Reso­nanz war enorm. Mehr als 15.000 Leser haben sich betei­ligt, und her­aus­ge­kom­men ist eine umfas­sende Deutsch­land­karte mit emp­feh­lens­wer­ten Bäcke­reien und Tipps, was dort am bes­ten schmeckt.
Zeit-Magazin

 

Geschmack­los ist King: Hen­drik alias Wurst­sack blickt hin­ter die Kulis­sen einer Ber­li­ner Burger-King-Filiale und ist hör­bar scho­ckiert. Sei­n Bericht aus dem „Tal der kuli­na­ri­schen Wür­de­lo­sig­keit“ erzählt über „ein Stück kuli­na­ri­sche Men­schen­würde, die hier ver­letzt wird“.
Wurstsack-Blog

 

Wie ent­steht ein Koch­buch? Diese Frage hört Sabine als selbst Auto­rin und Lek­to­rin regel­mä­ßig. Eine Ant­wort gibt sie im Rah­men einer sechs­tei­li­gen Serie, in der sie die wich­tigs­ten Prot­ago­nis­ten vor­stellt, die vor dem Erschei­nen des Werks ihre Fin­ger im Spiel haben. Mit dabei sind unter ande­rem die Redak­teu­rin, der Lek­tor und das Foto­team.
Schmeckt nach mehr

 

Ohne Essen essen: Rob Rhi­ne­hart ist auch 2014 mit sei­nem Nah­rungs­er­satz­pul­ver Soy­lent durch die Medien getin­gelt wie Wolf­gang Bos­bach durch die Talk­show­land­schaft. Das mit Abstand längte und beste Stück über den Ame­ri­ka­ner und sein Traum vom essen­lo­sen Leben hat Liz­zie Wid­di­combe für den „New Yor­ker“ geschrie­ben. Im Effilee-Magazin gibt’s die deut­sche Über­set­zung.
New Yor­ker (eng­lisch)Effi­lee (deutsch)

 

Mein Haus. Mein Auto. Mein Boot. Das waren die Neun­zi­ger. Inzwi­schen gilt: Mein Smart­phone. Meine Espres­so­ma­schine. Mein Küchen­ge­rät. Küchen­ge­rät? Ja, denn ein sol­ches elek­tri­siert Deutsch­land, wie Zacha­rias Zacha­ra­kis in der Zeit schreibt. Doch was macht den Ther­mo­mix so begehrt, dass das 1100 Euro teure Gerät inzwi­schen eine Lie­fer­zeit von vier bis sechs Wochen hat?
Zeit

 

Die beste Essens-Serie stammte 2014 zwei­fels­frei von der Redak­tion der Süd­deut­schen. Sie hat sich im Rah­men ihres Pro­jekts „Die Recher­che“ dem Thema „Fres­sen und Moral“ gewid­met. Her­aus­ge­kom­men sind so viele lesens­werte Arti­kel, Bil­der­se­rien und Info­gra­fi­ken, dass jede Auf­zäh­lung unvoll­stän­dig wäre.
Süd­deut­sche — Fres­sen und Moral

 

Drama des guten Geschmacks: Paul Bocuse gilt als bekann­tes­ter Koch der Welt — und sein Restau­rant (oder ist’s eher ein Museum?) ist legen­där. NZZ-Gastrojournalist Wolf­gang Fass­ben­der hat dem Eta­blis­se­ment einen Besuch abge­stat­tet und glie­dert sei­nen Bericht in fünf Akten, „weil es so viel zu schrei­ben gibt zum berühm­tes­ten aller Köche“.
NZZ-Nachgewürzt (Über­sicht)

 

Hohe Kunst: Die Metz­ge­rei von Renato Gio­va­noli liegt auf 1800 Metern Höhe. Hier pro­du­ziert der Schwei­zer seit 65 Jah­ren Tro­cken­fleisch und Bünd­ner­fleisch, räu­chert und reift Speck — nach ural­ter Hand­werkstra­di­tion, die er vom Vater erlernt hat. Ste­van von Nut­ri­cu­li­nary hat den 80-jährigen Berg­metz­ger besucht.
Nut­ri­cu­li­nary

 

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