Schmausepost vom 23. Januar

Schman­kerl der Woche

Party Pota­toe: Es gab eine Zeit, da war Essen uncool, nur was für Stu­ben­ho­cker oder Spie­ßer. Inzwi­schen aber ist unsere Nah­rung und ihre Her­stel­lung des Hips­ters liebs­tes Hobby, oft ein „lustig-hedonistisch insze­nier­tes Event“, wie Jan-Peter in sei­ner klu­gen Ana­lyse für „Das Fil­ter“ schreibt. Dem­nach sind Fast-Food-Lineups die neuen DJ-Lineups, Essen die neue Live­mu­sik, kurzum: Fut­tern das neue Fei­ern.
Das Fil­ter

 

Zahl der Woche

12 Zuta­ten ste­cken laut eige­nen Anga­ben in den Pom­mes fri­tes des Fast-Food-Riesen McDonald’s. Zu Kar­tof­feln und Frit­tieröl gesel­len sich so appe­tit­an­re­gend Dinge wie Tertiär-Butylhydrochinon oder Rind­fleisch­a­roma, berich­tet Denise Wach­ter im Stern.
Stern

 

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Schmau­s­epost (Media-Daten)

 

Aus den Medien

Aldi-Alternative: Immer mehr Deut­sche haben immer weni­ger Lust auf Lebens­mit­tel aus dem Super­markt. Sie schlie­ßend sich daher Initia­ti­ven wie dem Kar­tof­fel­kom­bi­nat (Mün­chen), Spei­se­gut (Ber­lin) oder Bunte Höfe (Ros­tock) an. Anne Waak spürt in der Welt dem Trend zum „Gemüse von nebenan“ nach.
Welt

Regio­na­les Netz­werk: Ein­kau­fen auf dem Wochen­markt, ohne auf dem Wochen­markt ein­zu­kau­fen — das ist die Masche des neu­es­ten Internet-Startups der Samwer-Brüder. Die Web­seite heißt Bona­tivo und wirbt damit, regio­nale Lebens­mit­tel vom Erzeu­ger an die Haus­tür zu lie­fern.
Green Wiwot3n

Kuli­na­ri­sche Kul­tur­un­ter­schiede: Lebens­mit­tel müs­sen gut schme­cken — auf diese Aus­sage kön­nen sich Ver­brau­cher aus Deutsch­land und den USA eini­gen. Dar­über hin­aus jedoch sind die Vor­stel­lun­gen davon, was gutes Essen aus­macht, dies­seits und jen­seits des Atlan­tiks sehr ver­schie­den, schreibt Alex­an­dra End­res mit Blick auf die TTIP-Verhandlungen.
Zeit

Big is beau­ti­ful. Not. XXL-Supermärkte auf der grü­nen Wiese sterben. Offenbar habe sich die Ein­sicht durch­ge­setzt, „dass es Schö­ne­res gibt, als sams­tags in Indus­trie­ge­bie­ten übergroße Ein­kaufs­wa­gen durch grell beleuch­tete Super­markt­hal­len zu schie­ben“, schreibt Peer Scha­der bei den Kraut­re­por­tern. Zudem besucht er einen Super­markt in Hol­land, der den Wochen­ein­kauf als Frei­zeit­spaß neu erfin­den will.
Kraut­re­por­ter

Dia­gnose leicht gemacht: Der eine ver­trägt keine Lak­tose, der nächste macht einen Bogen um Glu­ten: Nah­rungs­mit­telun­ver­träg­lich­kei­ten erle­ben einen regel­rech­ten Boom — sehr zur Freude der Her­stel­ler. Aber auch Ärzte und Heil­prak­ti­ker ver­die­nen an dem Trend: Wie schnell man eine Intoleranz-Diagnose erhält, zeigt Susanne Schä­fers Selbst­ver­such.
Spie­gel

Essen aus Plas­tik ist in japa­ni­schen Restau­rants all­ge­gen­wär­tig. Denn dort wer­den aller­orts soge­nannte Sam­puru aus­ge­stellt, also detail­ge­treue Nach­bil­dun­gen der Gerichte. Kris­tian Jen­sen blickt im Effilee-Magazin hin­ter die Geschichte des Plas­ti­kes­sens.
Effi­lee

 

Aus den Blogs

Weg vom Mas­sen­kon­sum: Auf einem Hof in Nie­der­ös­ter­reich haben Lisa und Michael 2009 ihr „Expe­ri­ment Selbst­ver­sor­gung“ gestar­tet. Der Plan: Mög­lichst sämt­li­che Bedarfs­gü­ter selbst her­stel­len. Im Inter­view bei Uto­pia ver­rät Lisa, warum sie Toma­ten im Win­ter nicht ver­misst, und was statt­des­sen auf den Tisch kommt.
Uto­pia

Die Pulled-Pork-Welle ist längst von den USA nach Deutsch­land her­über­ge­schwappt. Auch hier­zu­lande expe­ri­men­tie­ren Hob­by­kö­che und Hob­by­gril­ler eif­rig mit der Fleisch­zu­be­rei­tung, die auf nied­rige Tem­pe­ra­tu­ren bei lan­ger Gar­zeit setzt. Guido von „Kochen mit But­ter“ stellt Pul­led Pork vor und erklärt die Hin­ter­gründe.
Kochen mit Butter

Brote aus Sau­er­teig stel­len für Hob­by­bä­cker die Königs­dis­zi­plin da — nicht zuletzt, weil eine Menge Fall­stri­cke lau­ern. Eine kleine Anlei­tung, sel­bige aus­zu­tan­zen, gibt Michaela bei „Grain de Sel“. Ihren Bei­trag „Backen mit Sau­er­teig — My Way“ hat sie über­sicht­lich auf­be­rei­tet und mit einer Menge fei­ner Kniffe ver­se­hen.
Grain de Sel

Kleine Schale, große Wir­kung: Egal ob Grill­abend, Fon­du­e­s­ause oder Mit­bring­buf­fet: Dips und Soßen gehö­ren vor allem auf Par­tys und bei Ver­an­stal­tun­gen zum Essen dazu. Jan-Peter stellt im Nomy­blog die ver­schie­de­nen Vari­an­ten vor — vom Grill­dip bis zur asia­ti­sche Soße.
Nomy­blog

„Kräu­ter und Gewürze der Welt“ heißt die infor­ma­tive Serie von Kathy’s Küchen­kampf, in der sie sich dies­mal einer Pflanze wid­met, die jeder kennt, aber kaum einer in der Küche ver­wen­det: das Gän­se­blüm­chen. Genauer gesagt geht es um die Blüte, die sich her­vor­ra­gend in Sala­ten, zu Fleisch oder auf dem But­ter­brot macht.
Kathys Küchen­kampf (Gän­se­blüm­chen)KK (Über­sicht Kräu­ter & Gewürze)

Mit dem Unter­drü­cker der Pasta beschäf­tigt sich ein span­nen­der Text im Con­tem­pory Food Lab. Gemeint ist damit Benito Mus­so­lini, selbst Anti-Gourmet, der den Ita­lie­nern das Pasta-Essen abge­wöh­nen wollte. Sein Ziel: Das Land sollte seine starke Abhän­gig­keit von impor­tier­ten Wei­zen über­win­den.
Con­tem­pory Food Lab

 

Rezepte der Woche

Cajun-Grillhuhn mit Süß­kar­tof­feln: Eigent­lich wollte Jür­gen von Gold­schwarz bloß eine hei­lende Hüh­ner­suppe kochen, doch dann fiel ihm eine Gewürz­mi­schung in die Hände. Am Ende gab’s ein Cajun-Grillhuhn mit Süß­kar­tof­feln, Karot­ten und Fla­den­brot. Sein Fazit: „Es war herr­lich!„
Gold­schwarz

Spa­ghetti mit Zuc­chini und Man­del­mus (vege­ta­risch): Man­del­mus hat zuletzt einen erstaun­li­chen Boom erlebt und steht heute längst nicht mehr nur bei Vega­nern im Schrank. Karin von Coo­kio­nista stellt nun ein Rezept für Spa­ghetti mit Zuc­chini vor, deren Soße mit Man­del­mus ver­fei­nert wird.
Coo­kio­nista

 

Meist­ge­klickte Links der Vorwoche

1. 7 Tel­ler, die wie deine Kind­heit in der DDR aus­se­hen (52 Tel­ler)

2. 40 Days of Eating (Mit Ver­gnü­gen)

3. Wor­auf knipst ihr eure Food-Fotos (Fein­schme­ckerle)

 

Nach­schlag

Gebra­te­ner Igel gefäl­lig? Oder wie wär’s mit geräu­cher­tem Mur­mel­tier? Rezepte hier­für ste­hen in einem Renaissance-Kochbuch, das Sabine im Messerspitzen-Blog vor­stellt. Abge­se­hen von der­lei Kurio­si­tä­ten fin­det sie darin jedoch auch Inspi­rie­ren­des — etwa den Fakt, dass der Autor sich erst auf sechs Sei­ten Zunge, Herz und Co. des Kalbs vor­nimmt, bevor er zur Kalbs­brust schrei­tet.
Mes­ser­spit­zen

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