Schmausepost vom 13. März

Schman­kerl der Woche

Sil­vio Ber­lus­coni wirbt für Mono­ga­mie. Ach halt, wir sind ja beim Essen. Also noch mal: Lidl weiß genau, woran man gutes Brot, gutes Fleisch und gutes Obst erkennt. Behaup­tet der Billo-Discounter in sei­ner neuen Wer­be­of­fen­sive. Slow Food Deutsch­land wie­derum hält davon wenig und nimmt die „Qua­li­täts­kam­pa­gne“ aus­ein­an­der. Ein Bäcker aus Sach­sen schreibt der­weil einen vor Spott trie­fende Bewer­bung an Lidl.
Slow Food (Kri­tik)Lidl (Wer­bung)Kon­tak­ter (Bäcker-Brief)

 

Zahl der Woche

5 Geschmacks­rich­tun­gen kann der mensch­li­che Kör­per wahr­neh­men: süß, sal­zig, bit­ter, sauer und umami, was mal mit flei­schig über­setzt wird. Wobei umami nicht ande­res sei als Glut­amat, schreibt Sabine bei Food­hun­ter. Anlass ist ihr Test­be­richt zu „Taste No. 5″, einer Glutamat-Tube aus Groß­bri­tan­nien.
Food­hun­ter

 

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#Spätz­le­Pa­rade auf COOKINJeder kennt sie, (fast) jeder liebt sie: Spätzle. Damit diese Liebe nie zur Rou­tine wird, hat sich Bir­kel Rezepte über­legt, die zei­gen, dass Spätzle nicht nur zum Sonn­tags­bra­ten gut gera­ten. Wel­ches ver­rückte Gericht fällt dir zum Thema Spätzle ein? Lade deine Rezep­tidee auf www.cookin.de/spaetzle hoch und sei bei der Bir­kel #Spätz­le­Pa­rade dabei. Zu gewin­nen gibt es ein kuli­na­ri­sches Rei­se­pa­ket, hoch­wer­ti­ges Koch­ge­schirr und Spätzle-Helfer. #Spätz­le­Pa­rade auf COOKIN

 

Aus den Medien

Unser täg­lich Brot kommt größ­ten­teils nicht aus der Back­stube, son­dern vom Fließ­band: Back­shops und Dis­coun­ter legen beim Absatz zu; dafür muss jeden Tag eine Bäcke­rei in Deutsch­land dicht­ma­chen. Back­mi­schun­gen, Teig­linge und Zusatz­stoffe sind auf dem Vor­marsch, warnt Julia Rom­lew­ski in ihrem prima Bei­trag bei Bio­land.
Bio­land

Süß-saure Story: In unse­rem Essen steckt immer mehr Zucker. Aber auch im Tank (als Etha­nol), in Ziga­ret­ten und in Medi­ka­men­ten. Mari­anne Falck hat sich bei Green Wiwo auf die Spur des „süßen Gifts“ gemacht und beleuch­tet dabei auch die Sor­gen deut­scher Rüben­bauer. Dazu gibt’s kluge Info­gra­fi­ken.
Green Wiwo

Essen auf Rädern: Street Food ist aller­orts auf der Über­hol­spur — aller­dings drohe der Trend in einer Sack­gasse zu enden, „wenn die­ser Begriff wei­ter falsch inter­pre­tiert und bloß aus­ge­schlach­tet wird“, warnt Lud­wig Fien­hold im Biss-Magazin. In sei­nem lesens­wer­ten Bei­trag geht er der Frage nach, was Street Food eigent­lich ist.
Biss-Magazin

Content-Kau: Gedan­ken­los schie­ben ihn sich viele Men­schen Tag für den in den Mund. Doch was steckt eigent­lich in einem Kau­gummi? Fre­de­rik Jöt­ten klärt bei Spiegel-Online auf — auch wenn die Her­stel­ler alles andere als aus­kunfts­freu­dig sind.
Spiegel-Online

Der Schlacht­plan: Vanessa Guert­ler ist ins Ber­li­ner Umland gefah­ren, um zwei Schweine zu schlach­ten und zu zer­tei­len. „Klingt bru­tal, aber ist es das?“, fragt sie. Bei Mun­chies berich­tet die Auto­rin von ihren Erleb­nis­sen; dazu gibt’s detail­rei­che Fotos von Hen­drik Haase.
Mun­chies

Er ist gelern­ter Koch, Buch­au­tor, Food­sty­list und Blog­ger: Ste­van Paul fühlt sich auf meh­re­ren Büh­nen zu Hause. In einem sie­ben­mi­nü­tige Por­trät stellt der NDR den „kuli­na­ri­schen Tau­send­sassa“ vor.
NDR

 

Aus den Blogs

Lebt alle vegan! - scheiß­egal aus wel­chem Grund. Diese Ansicht ver­trat Lisa bis vor Kur­zem. Doch seit der Aspekt des Tier­schut­zes immer mehr in den Hin­ter­grund gerate und vegane Ernäh­rung statt­des­sen als läs­sige Lifestyle-Diät gelte, habe sich ihre Mei­nung geän­dert, schreibt sie in ihrem nach­denk­li­chen Bei­trag bei Mäd­chen­mann­schaft.
Mäd­chen­mann­schaft

Aus dem Näh­käst­chen: Im drit­ten Teil ihrer lesens­wer­ten Foodstyling-Serie wid­met sich Denise von Foodlo­vin dem Thema Arbeits­ma­te­ria­lien. Ein Groß­teil davon kommt aus dabei aus der Apo­theke: ver­schie­dene Sprit­zen, Gly­ce­rin oder Eis­spray. Dar­über hin­aus ist Denise regel­mä­ßig Gast im Bau­haus (Drähte, Nadeln, Klar­lack) und im Künst­ler­la­den (Pin­sel, Spa­tel).
Foodlo­vin (Arbeits­ma­te­ria­lien)Foodlo­vin (kom­plette Serie)

Kuli­na­ri­sche Welt­meis­ter­schaft: Wel­ches Land hat die beste Küche? Diese Frage ver­an­lasst Chris­tian Sei­ler im Maga­zin zu einer gedank­li­chen Schlem­mer­reise, ehe er sich fest­legt: Ita­lien ist’s. Die schönste Begrün­dung hier­für: Die Güte einer Volks­kü­che umge­kehrt pro­por­tio­nal zu den Her­vor­brin­gun­gen ihrer Spit­zen­kü­che.
Das Maga­zin

Nur wenige Küchen­ge­räte sind so oft im Ein­satz wie die Pfanne — und bei weni­gen gehen die Mei­nun­gen so weit aus­ein­an­der. Die Food­freaks lie­fern nun ein umfang­rei­ches Dos­sier zu dem Thema: Nicht nur wer­den ver­schie­dene Pfan­nen­ar­ten vor­ge­stellt, son­dern es gibt auch Rei­ni­gungs­tipps, Videos zur Her­stel­lung und wei­ter­füh­rende Links.
Food­freaks

Das erste Mal: Pas­cal vom Trüf­fel­schwein besucht erst­mals in sei­nem Leben ein Sterne-Restaurant. 5 Gänge, 1 Glas Cham­pa­gner und 500 Schwei­zer Fran­ken spä­ter fällt seine Bilanz eher ver­hal­ten aus: „Das hatte Stil“, schreibt er. „Nur das Essen war nicht so mein Ding.„
Trüf­fel­schwein

Wider der Lehre: Beim Thema Steak pre­di­gen die Fleisch­jün­ger land­auf, landab: erst scharf anbra­ten, danach im Ofen gar zie­hen las­sen. Ein deut­sche Ster­ne­koch bricht nun mit die­ser Regel. Er emp­fiehlt: Macht es genau anders­rum!
SZ-Blog Koch­ni­sche

 

Rezepte der Woche

Gebra­tene Nudeln mit Cho­ri­zos: Die phil­ip­pi­ni­sche Küche ist in Deutsch­land weit­ge­hend unbe­kannt. Es gibt kaum Restau­rants, und sogar bei Chef­koch fin­det die Wein­nase von „Man kann’s essen“ gerade mal 30 phil­ip­pi­ni­sche Rezepte. Dabei sei die Küche des ost­asia­ti­schen äußerst span­nend, fin­det er, und stellt zum Beweis ein Rezept für gebra­tene Nudeln mit Cho­ri­zos vor.
Man kann’s essen

Risotto mit Limet­ten und Zimt (vege­ta­risch): Limette und Zimt — geht das? Ja, fin­det Mia, die Küchen­chao­tin, „sie har­mo­nie­ren wun­der­bar“. Also zau­bert sie ein Risotto mit den bei­den unglei­chen Zuta­ten — „schön fruchtig-würzig, irgend­wie exo­tisch, aber gar nicht so abge­dreht, wie man es sich vor­stel­len würde“.
Küchen­chao­tin

 

Meist­ge­klickte Links der Vorwoche

1. In 10 Sand­wi­ches um die Welt (Stern)

2. Test: Piz­za­s­tein für den Back­ofen (Backen macht glück­lich)

3. Sel­ten­heit: Vege­ta­ri­sche Gericht auf Spei­se­kar­ten (FAZ)

 

Nach­schlag

Vom Fleisch gefal­len: Die fin­ni­sche Firma Kesko darf ihre „Fleisch­bäll­chen“ nur noch als „Bäll­chen“ ver­kau­fen. Der Grund: Zwar beste­hen sie zu 52 Pro­zent aus tie­ri­schem Gewebe, doch laut Gesetz han­delt es sich dabei um Abfall der Fleisch­pro­duk­tion. Allein warum die Süd­deut­sche diese Mel­dung unter „Lach– und Sach­ge­schich­ten“ ver­öf­fent­licht, erschließt sich ange­sichts der Bil­der von „Pink Slime“ nicht wirk­lich.
Süd­deut­sche

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