Schmausepost vom 15. Mai

Schman­kerl der Woche

Ent­de­ckung der Lang­sam­keit: Wäh­rend sich viele Gast­stät­ten in Deutsch­land immer noch über die Größe ihres Schnit­zels iden­ti­fi­zie­ren und zugleich Packerl­soße anrüh­ren, habe sich die Gas­tro­no­mie in Ita­lien in den ver­gan­ge­nen Jahr­zehn­ten gewan­delt, schreibt Tobias Pil­ler in der FAZ. Ein Grund hier­für sei die Slow-Food-Bewegung, deren Ent­wick­lung er in sei­nem span­nen­den Text doku­men­tiert.
FAZ

 

Zahl der Woche

6 Knet­ma­schi­nen hat Back-Experte Lutz vom Plötz­blog gemein­sam mit dem Jour­na­lis­ten Joa­chim Schirr­ma­cher unter die Lupe genom­men. Ihr umfas­sen­der Test­be­richt ist in der NZZ erschie­nen und steht jetzt auch auf dem Plötz­blog.
Plötz­blog

 

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Schmau­s­epost (Media-Daten)

 

Aus den Medien

Essen im Osten: Das kuli­na­ri­sche Polen von heute ist weit mehr als Pie­rogi und Bigos. Viel­mehr erblühe die Szene seit eini­gen Jah­ren, schreibt Ursula Hein­zel­mann in der FAZ, „und besinnt sich auf seine Wur­zeln“.
FAZ

Um die Wurst: Weni­ger und dafür bes­se­res Fleisch — so lau­tet die Emp­feh­lung des neuen WWF-Einkaufsratgeber für Wurst und Fleisch. Erst­mals for­dert der Ver­band dabei, auf kon­ven­tio­nel­les Fleisch zu ver­zich­ten, was dem Bau­ern­ver­band sauer auf­stößt.
tazWWFZDF (Video)

Da braut sich was zusam­men: Die Deut­schen trin­ken immer weni­ger Bier, und die Braue­reien lei­den — mit einer Aus­nahme: Soge­nann­tes Craft Beer ist hier­zu­lande zwar immer noch eine Nische, erlebt aber einen erstaun­li­chen Auf­schwung. Die Süd­deut­sche besucht „rebel­li­sche Brau­meis­ter“ und erkun­det ihr „Geheim­nis des Hop­fens“.
Süd­deut­sche

Feuer frei: Woran erkennt man gutes Grill­fleisch? Braucht’s eine Grill­schale? Und wie war das noch mal mit Gepö­kel­tem auf dem Rost? Die Stif­tung Waren­test hat ein umfang­rei­ches FAQ mit den wich­tigs­ten Fra­gen rund ums Gril­len zusam­men­ge­stellt.
Test

Kochen ohne Worte: Der frü­here Spit­zen­koch Kurt Imfeld kann nach einem Hirn­schlag nicht mehr spre­chen. Nun ist er an den Herd zurück­ge­kehrt für eine Rezep­te­samm­lung für Men­schen, die auch von Apha­sie betrof­fen sind.
Tages­an­zei­ger

 

Aus den Blogs

Es werde Licht: Eine leicht ver­ständ­li­che Anlei­tung zum Thema Food-Fotografie für Ein­stei­ger hat Marek bei der Salat­werk­statt ver­öf­fent­licht. Dabei geht’s fernab von Spie­gel­re­flex und Sta­tiv um Bil­der mit dem Handy oder der Kom­pakt­ka­mera. Dazu gibt’s wei­ter­füh­rende Links.
Salat­werk­statt

Dop­pelt gedisst: Der Grat zwi­schen gefei­er­tem Akti­vis­ten und ner­ven­dem Moral­apos­tel ist schmal, und die Schmau­s­epost ten­diert ja bekannt­lich zu zwei­te­rem. Daher seien hier zwei lesens­werte Streit­schrif­ten erwähnt, die sich die Groß­kon­zerne Fer­rero und Hipp vor­neh­men: Bei „Mün­chen Quer­beet“ zieht Sofia über Über­ra­schungs­eier her („Pro­dukte, die die Welt nicht braucht“), und Cas­par vom „Leit­me­dium“ erzürnt ein Inter­view mit Claus Hipp, dem er „die Patho­lo­gi­sie­rung des Sel­ber­ko­chens durch unfä­hige Müt­ter“ vor­hält.
Mün­chen Quer­beet (Ü-Eier)Leit­me­dium (Claus Hipp)

Bahn zum Bier: Eigent­lich war es nur eine Frage der Zeit, ehe die bei­den Trends Craft Beer und kuli­na­ri­sche Rat­ge­ber in Ver­kehrs­net­z­op­tik zusam­men­kom­men. Nun also hat Felix von Lieb­lings­bier eine Über­sicht gebas­telt, wo’s in Ber­lin Craft Beer gibt — ange­lehnt an den U– und S-Bahn-Plan.
Lieb­lings­bier

Auf der Straße: Was Ber­lin für Deutsch­land ist Bang­kok für die Welt — näm­lich eines der Epi­zen­tren, was kuli­na­ri­sche Krea­ti­vi­tät anbe­langt. Conny von „Moment in a Jelly Jar“ star­tet nun eine Serie „Bang­kok for Foo­dies“ und beginnt mit den Food­streets der thai­län­di­schen Metro­pole.
Moment in a Jelly Jar

Essen wie die Nean­der­ta­ler - diese soge­nannte Paläo-Diät hat in den ver­gan­ge­nen Mona­ten einen beacht­li­chen Boom erlebt, nicht zuletzt in den Medien. Wobei es die Stein­zeit­er­näh­rung gar nicht gege­ben habe, bemän­gelt Felix von Urge­schmack. Viel­mehr sei die Paläo-Diät kaum mehr als eine Illu­sion und der Trend beruhe auf „haar­sträu­ben­den Irr­tü­mern“.
Urge­schmack

Saure Sache: Jörg wid­met sich bei „Utecht schreibt“ dem „häss­li­chen Ent­lein des Früh­lings­quar­tetts“, dem Rha­bar­ber. Neben Bär­lauch, Spar­gel und Erd­bee­ren mag das süß­saure Knö­te­rich­ge­wächs reich­lich unsexy daher­kom­men. Doch Rha­bar­ber punk­tet mit dem „dis­kre­ten Charme des Unter­schätz­ten“, fin­det Jörg und ser­viert ein Rezept für Rha­bar­ber­ketchup.
Utecht schreibt

 

Rezepte der Woche

Döner Kebap: Unge­fähr zwei­mal im Jahr hat Julia vom „Ger­man Abend­brot“ Heiß­hun­ger auf Döner. Und den­noch bestellt sie am Imbiss meist die vege­ta­ri­sche Vari­ante, denn: „Irgend­wie traue ich den Dreh­spie­ßen nicht.“ Nun jedoch hat sie eine haus­ge­machte Döner-Variante ent­deckt.
Ger­man Abendbrot

Rezept B (vege­ta­risch): Die Erbs­wurst gehört zu den weni­gen Mili­tär­er­fin­dun­gen, die nicht Tod und Ver­der­ben brin­gen. Allein aus die­sem Grund gehöre sie zum Welt­kul­tur­erbe erho­ben, schreibt Vin­cent Klink im Zeit-Magazin. Sein Rezept für Erb­sen­suppe kommt mit Minze daher (und mit Parma-Schinken, den Vege­ta­rier jedoch getrost weg­las­sen kön­nen).
Zeit-Magazin

 

Meist­ge­klickte Links der Vorwoche

1. Die drei schlech­tes­ten Restau­rants in Bar­ce­lona (Zeit)

2. „Wir wis­sen mehr über die Apple Watch als über Brot“ (Zeit)

3. Von der Schwie­rig­keit, legal gutes Gemüse zu fin­den (Kraut­re­por­ter)

 

Nach­schlag

Würs­tel­phi­lo­soph: Sind Fleisch­es­ser die neuen Rau­cher? Und kön­nen wir unsere Würste bald von Bäu­men pflü­cken? Axel Hacke hält für seine SZ-Kolumne vor einem Regal vol­ler vega­ner Flei­scher­satz­pro­duk­ten inne und fragt: „Quo vadis, Wurst?„
Süd­deut­sche

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