Schmausepost vom 12. Juni

Schman­kerl der Woche

Digi­tale Ess­hi­bi­tio­nis­ten: Mil­lio­nen Süd­ko­rea­ner schauen ande­ren Men­schen beim Essen zu — via Youtube. Mukbang heißt der Trend, und die Stars der Szene sind so erfolg­reich, dass sie von ihrem Vorkauer-Dasein leben kön­nen. Die meis­ten Berichte tun all dies als asia­ti­sche Spin­ne­rei ab — Sabine Schlimm hin­ge­gen macht sich ernst­hafte Gedan­ken und zieht Par­al­le­len zum hie­si­gen Foodporn-Kult.
Schmeckt nach mehr

 

Zahl der Woche

0 also „Zero“ heißt die neue Coca-Cola. Wobei die Null durch­aus irre­füh­rend ist, schließ­lich ste­cken auch in die­ser Brause stolze 34 Gramm Zucker pro Halb­li­ter (im Ver­gleich zu 54 Gramm in der nor­ma­len Coke).
Anm. Sel­ten habe ich in der Schmau­s­epost so einen Quatsch geschrie­ben. Sorry dafür — und Danke Dirk für den Hin­weis (siehe Kom­men­tare)
Die FAZ sieht in Coke Zero Life ein „Sinn­bild der fast schon ver­zwei­fel­ten Suche nach gesun­der Süße“.
FAZ

 

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Schmau­s­epost (Media-Daten)

 

Aus den Medien

Auf einen Blick: Die ganze Welt in einer ein­zi­gen Gra­fik erklä­ren: Das ist das Ziel des „Pop Chart Lab“, das sich immer wie­der auch kuli­na­ri­sche The­men vor­nimmt. Die Zeit­schrift Page stellt nun eine Reihe von Gra­fi­ken vor — dar­un­ter die Welt der Sand­wi­ches, die Welt des Kaf­fes und die Welt des Biers.
Page

Radi­kale Pre­di­ger: Die einen ver­teu­feln Wei­zen, die nächs­ten essen nur Roh­kost, und wie­der andere schwö­ren auf die Steinzeit-Diät: „Die Angst, sich unge­sund zu ernäh­ren, treibt immer mehr Men­schen in den Ernäh­rungs­ex­tre­mis­mus“, berich­tet das ARD-Magazin „W wie Wis­sen“. Dafür ver­ant­wort­lich seien nicht zuletzt selbst­er­nannte Exper­ten im Inter­net.
W wie Wis­sen (Video & Text)

Eis­zeit: Tau­sende Stu­den­ten aus aller Welt zieht es jedes Jahr ins ita­lie­ni­sche Bolo­gna. Doch sie inter­es­sie­ren sich nicht etwa für Geschichte, Phy­sik oder Jura — son­dern für Eis. Denn in Bolo­gna ist der Haupt­sitz der Gelato-University. Dort suchen die Stu­den­ten nach dem Geheim­nis von per­fek­tem Eis.
Spie­gel

Künst­ler als Küche: „Artist’s Reci­pes“ heißt ein Koch­buch der etwas ande­ren Art: Ein Bas­ler Künst­ler­duo hat mehr als 80 Künst­ler gebe­ten, ihnen ihr Lieb­lings­re­zept zu ver­ra­ten — wobei die Gestal­tung aus­ge­fal­len sein durfte. Die Tages­wo­che stellt das Buch vor und tes­tet eines der Künstler-Rezepte auf seine All­tags­taug­lich­keit.
Tages­wo­che

Her­ren­ge­deck: Im Bas­ken­land erfreuen sich Koch­clubs für Män­ner gro­ßer Beliebt­heit. Dort sind nur zwei The­men tabu: Poli­tik und Frauen. Cor­ne­lia Derichs­wei­ler berich­tet in der NZZ über die letzte Bas­tion der Männ­lich­keit.
NZZ

Schweins­köpfe im Koch­ma­ga­zin, Schlach­ten als Event und TV-Köche, die Tie­ren vor der Kamera die Haut abzie­hen: Was unter dem Deck­man­tel des „ehr­li­chen Fleisch­kon­sums“ pas­siere, sei in Wahr­heit purer Feti­schis­mus, ärgert sich Karin Jan­ker in der Süd­deut­schen. Das glei­che Thema gibt’s — ungleich unkri­ti­scher — in der Wiwo, die über die „Neue Flei­sches­lust“ berich­tet.
Süd­deut­scheWirt­schafts­wo­che

 

Aus den Blogs

That’s Reis: Guido stellt bei „Kochen mit But­ter“ ver­schie­dene Reis­sor­ten und deren Ver­wen­dung vor — von Bas­mati bis Jas­min, von Sushi-Reis bis Milch­reis und von Schwar­zem Reis bis Rotem Reis.
Kochen mit Butter

Backen macht glück­lich, ist sich Kath­rin von der Glücks­bä­cke­rei sicher — „aber manch­mal kenn es auch rat­los machen“. Um Abhilfe zu schaf­fen, hat sie ein FAQ rund ums Backen ein­ge­rich­tet. Dort wer­den u.a. Fra­gen beant­wor­tet wie: Warum geht mein Hefe­teig nicht auf? Oder: Wie friere ich Kuchen am bes­ten ein?
Glücks­bä­cke­rei

Reine Topf­sa­che: In ihrer Reihe „Die guten Dinge der Küche“ wid­met sich Franzi vom Koch­zau­ber dies­mal dem Koch­topf. „Schließ­lich gibt es kaum etwas Grund­le­gen­de­res für das Gelin­gen oder eben Miss­lin­gen einer Koch­ak­tion.“ Im Blog gibt Franzi Tipps für den Kauf eines Topfs und für des­sen Pflege.
Koch­zau­ber (Koch­topf)Koch­zau­ber (Serie)

1200 Besu­cher an zwei Tagen, Büh­nen­shows von neun Spit­zen­kö­chen aus sie­ben Län­dern: Die Gourmet-Messe Chef Alps hat sich heuer um die „Erfolgs­re­zepte der Haute Cui­sine“ gedreht. Lesens­werte Berichte zu der Ver­an­stal­tung gibt’s bei Das Filet, Anonyme Köche und Restaurant-Ranglisten.
Das FiletAnonyme KöcheRestaurant-Ranglisten

Hei­ßer Tipp: (Guss-)Eisenpfannen soll­ten vor dem Gebrauch ein­ge­brannt wer­den. Doch warum? Und wie macht man’s rich­tig? Ant­wort auf diese Fra­gen gibt Tho­mas in sei­nem infor­ma­ti­ven Bei­trag bei Omoxx.
Omoxx

Geist statt Gerät: Spit­zen­koch Aiden Byrne kri­ti­siert bei Mun­chies die Beses­sen­heit von Berufs­kol­le­gen und Hobby-Köche von immer neuen Küchen­tech­no­lo­gien. Er selbst hält all die tol­len Gerät­schaf­ten für Zeit– und Geld­ver­schwen­dung. Denn: „Sie machen dich auch nicht zu einem bes­se­ren Koch.„
Mun­chies

 

Rezepte der Woche

Guin­ness Pie: Einen „fabel­haf­ten Fleisch­ku­chen“ ser­viert Pas­cal beim Tru­ef­fel­schwein. Sei­nen Blätterteig-Pie füllt er mit Rinds­ra­gout, das zuvor in Bier der iri­schen Marke Guin­ness geschmort wird. Das ver­leihe dem Fleisch ein beson­de­res Aroma.
Tru­ef­fel­schwein

Marillen-Gnocchi mit Brö­selk­ruste (vege­ta­risch): Als „gstan­de­ner öster­rei­chi­scher Mehlspeis-Esser“ ist Susi von Prost­mahl­zeit les­bar ange­tan von einem Rezept für Marillen-Gnocchi. Bedeckt wird das ganze mit einer fei­nen Kruste aus But­ter­brö­seln, Hasel­nüs­sen und Mohn.
Prost­mahl­zeit

 

Meist­ge­klickte Links der Vorwoche

1. 6 Mine­ral­was­ser im Test (Süd­deut­sche)

2. Beef! und Vegan-Magazin — der Ver­gleich (Spie­gel)

3. Warum wir alle mehr Unkraut ess­sen soll­ten (Welt)

 

Nach­schlag

Schlank durch Scho­ko­lade: Zwei Arte-Autoren erfin­den die Schokoladen-Diät und füh­ren eine absurde beglei­tende wis­sen­schaft­li­che Stu­die durch. Die Reso­nanz dar­auf ist erstaun­lich und erschre­ckend: Zahl­rei­che Medien fal­len auf den Schoko-Schummel rein. Der­weil übt Jür­gen von Sci­ence­b­logs Kri­tik am Vor­ge­hen des Autoren-Duos.
Arte (Schoko-Diät)Sci­ence­b­logs (Kritik)

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7 Gedanken zu „Schmausepost vom 12. Juni

  1. DirkNB/Herdnerd

    Natür­lich will ich nicht nör­geln, aber, wer lesen kann, ist klar im Vor­teil. So schön das Wort­spiel mit der Null oben ist, so falsch ist es. Coke Zero gibt es schon seit Jah­ren. Im Faz-Artikel wird über die neue Coke Life berichtet …

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    1. Schmausepost

      Hi Dirk,

      das ist kein Nör­geln, son­dern ein Kor­ri­gie­ren — und zwar von einem sau­däm­li­chen Feh­ler. Denn du hast natür­lich völ­lig Recht: Da habe ich in der hän­de­rin­gen­den Suche nach einer Zahl (der Woche) offen­bar Zero, Life und Light gehö­rig durcheinandergewirbelt.

      Vie­len Dank für dei­nen Hinweis!

      Antworten
      1. DirkNB/Herdnerd

        Gut, dass nicht auch noch die cof­fe­in­freien Ver­sio­nen mit dazwi­schen gekom­men sind und es keine „Crys­tal“- oder „Maxx“-Version — wie bei der Kon­kur­renz — gibt. 😉

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        1. Schmausepost

          Gab’s nicht auch mal Cherry– und Vanilla-Coke? Doch egal, viel­leicht sollte ich künf­tig ein­fach The­men aus­spa­ren, von denen ich so wenig Ahnung habe wie von Coca-Cola. Ich bin halt ein Münch­ner Kindl und daher Spezi-süchtig…

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          1. DirkNB/Herdnerd

            Zumin­dest die Vanille-Version ist in mei­nem Kühl­schrank gele­gent­lich akten­kun­dig. Die Cherry-Version *schüt­tel* kenne ich nur vom Hören­sa­gen.
            In mei­ner Hei­mat­stadt gab es auch mal eine Braue­rei, die ein regio– und über­re­gio­nal bekann­tes und geach­te­tes Bier her­aus brachte. Bei mir hin­ter­ließ das kei­ner­lei Spu­ren, obwohl man­che es beim Anblick mei­nen könn­ten. Der ist aber Limo-gefomt.

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