Schmausepost vom 19. Juni

Schman­kerl der Woche

„Nun ist Schluss“ titelt die Lokal­zei­tung über das Ende einer Dorf­metz­ge­rei — und druckt dane­ben eine Aldi-Anzeige. Hen­drik Haase erzählt die bewe­gende Geschichte von Man­fred Jan­kau­tzki, der mit 16 Jah­ren als Flei­scher anfing und nun sei­nen Laden schließt, weil nie­mand den Betrieb über­neh­men will — nach mehr als sechs Jahr­zehn­ten. „Mit ihnen stirbt das Wis­sen, die Kul­tur und die Mensch­lich­keit. Wir essen des­halb nicht weni­ger Wurst und Fleisch. Nur bil­li­ger. Schlech­ter.„
Wurst­sack

 

Zahl der Woche

313 Kilo Lebens­mit­tel lan­den allein in Deutsch­land im Müll — pro Sekunde! Das ist das Ergeb­nis einer neuen WWF-Studie, und beson­ders bedenk­lich daran ist: Trotz jah­re­lan­ger War­nun­gen ist keine Trend­wende erkenn­bar. Größ­tes Pro­blem ist der Ver­brau­cher.
Spie­gelWWF (pdf)

(Hin­weis: Ver­gan­gene Woche war an die­ser Stelle irr­tüm­lich die Rede von „Coke Zero“. Tat­säch­lich ging es in dem zuge­hö­ri­gen FAZ-Artikel jedoch um „Coke Life“. Sorry für den Fehler!)

 

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Schmau­s­epost (Media-Daten)

 

Aus den Medien

Kuli­na­ri­sches Unbe­ha­gen: Vanessa Obe­rin schreibt bei „Das Fil­ter“ über den neuen Hype ums Essen — und die Kri­tik daran. Außer­dem geht’s um Street Food, hippe Kno­chen­brühe, Paläo-Jünger sowie Essen als Sex– und Party-Ersatz. Das Beson­dere an dem Text aber ist: Er ver­bin­det all dies so lesens­wert und klug, dass man aus dem Kopf­ni­cken nicht raus­kommt.
Das Fil­ter

Schwere Sterne: Noch nie gab’s in Deutsch­land so viele Sterne-Restaurants. Der Haken: Der Auf­wand ist immens, der Ertrag dage­gen mau. Spie­gel TV schaut unter dem Motto „Die Last der Sterne“ bei Drei-Sterne-Koch Kevin Fehling über die Schul­ter — und zeigt als Alter­na­tive das Kon­zept zweier Münch­ner Jung-Köche auf.
Spie­gel TV (Video)

Grüne Cock­tails: Green Smoot­hies sind enorm gesund, aber mit­un­ter ziem­lich fad. Die Süd­deut­sche hat nun fünf Bar­kee­per gebe­ten, die Grün­linge etwas auf­zu­pep­pen — mit Alko­hol.
Süd­deut­sche

Bier ist der neue Pro­secco, glaubt die NZZ, und stellt edle Gebräue vor, die es mit Cham­pa­gner und Co. auf­neh­men kön­nen. Dafür kos­tet ein Fläsch­chen der Gourmet-Biere auch mal 20 bis 30 Fran­ken.
NZZ

Der Liebe wegen zog es die Nie­der­län­de­rin Mar­got Janse in jun­gen Jah­ren nach Süd­afrika. Dort ent­wi­ckelte sie sich zu einer der bes­ten Köchin­nen der Welt. Der Fein­schme­cker erzählt die außer­ge­wöhn­li­che Geschichte der Che­fin des „Le Quar­tier Fran­cais“, das als bes­tes Restau­rant Afri­kas gilt.
Fein­schme­cker

Beim Vegangs­ter: Die wun­der­bare Kat­rin Bau­ern­feind besucht für ihre Sen­dung „Bau­ern­feind assis­tiert“ den Vegan-Vorturner Attila Hild­mann — und ent­wi­ckelt mit ihm Rezepte. Das ganze ist, nun ja, durch­aus amü­sant und unter­halt­sam.
ZDF (Video)

 

Aus den Blogs

Wie geschmiert: Eve­line vom Küchen­tanz bit­tet zum Ölwech­sel, „weil mir der wahl­lose Ein­satz von Oli­venöl für bei­nahe alle Gerichte völ­lig über­zo­gen erschien“. Ihre kleine Ölkunde ist nach Ver­wen­dungs­zwe­cken unter­teilt — von Ölen zum Bra­ten bis zu Ölen zum Wür­zen.
Küchen­tanz

Wie kochen die Deut­schen? Die­ser Frage spürt Peter bei „Aus mei­nem Koch­topf“ nach. Er för­dert aller­lei inter­es­sante Sta­tis­ti­ken zutage — u.a. geht’s darum, wel­che Geräte in deut­schen Küchen ste­hen, und wie viel Zeit Otto-Normal-Deutscher mit Kochen ver­bringt.
Aus mei­nem Kochtopf

Miese Masche: Das Greenpeace-Magazin per­si­fliert die umstrit­tene Wer­be­kam­pa­gne von Lidl und fragt in gefälsch­ten Anzei­gen: „Wir kaschiert man eigent­lich miese Qua­li­tät?“ Dazu gibt’s Kri­tik an der Reklame des Dis­coun­ters: „Sie atta­ckiert näm­lich nicht nur kon­kur­rie­rende Super­markt­ket­ten, son­dern auch hand­werk­lich arbei­tende Lebens­mit­tel­pro­du­zen­ten.„
Greenpeace-Magazin

Im Zeh­ner­pack: Von pur bis Püree, von Salat bis Sorbet: Christof zählt bei „Ein­fach bewusst“ zehn „ein­fa­che und köst­li­che Arten“ auf, wie man Erd­bee­ren essen kann.
Ein­fach bewusst

Früh übt sich: Viele Eltern scheu­chen das (Klein-)Kind aus der Küche, sobald es ans Kochen geht — doch warum eigent­lich? Schließ­lich haben die Klei­nen einen Hei­den­spaß beim Kochen und kön­nen durch­aus mit anpa­cken. Ber­na­dette von „Ver­kocht“ gibt dazu ein paar hilf­rei­che Regeln und Tipps an die Hand.
Ver­kocht

Aus dem Leben: Die ziem­lich groß­ar­tige Reihe „Was machen die da?“ dreht sich in der neu­es­ten Folge um den Gas­tro­nom Oli­ver Tri­fic. Er ist gelern­ter Koch, war lange Zeit Food­sty­list und hat nun mit sei­ner Frau ein Restau­rant in Ham­burg auf­ge­macht.
Was machen die da?

 

Rezepte der Woche

Spätzle-Spargel-Salat mit Schin­ken: Bevor’s vor­bei ist mit der Sai­son ser­viert Lena von Coco­nut & Vanilla noch ein Rezept für einen Spätzle-Spargel-Salat mit knusp­ri­gem Par­ma­schin­ken.
Coco­nut & Vanilla

Panierte Kohl­rabi mit Berg­käse (vege­ta­risch): Johan­nes von „Stutt­gart Coo­king“ brut­zelt Kohl­ra­bi­schei­ben in einer Panade aus Sem­mel­brö­seln und Berg­käse. Dazu gibt’s Kar­tof­fel­pü­ree und Basi­li­ku­möl — bei­des selbst­ge­macht, ver­steht sich.
Stutt­gart Cooking

 

Meist­ge­klickte Links der Vorwoche

1. Essen gucken! Food­porn auf korea­nisch (Schmeckt mir)

2. Welt-Sandwich-Infografik (Page)

3. FAQ rund ums Backen (Glücks­bä­cke­rei)

 

Nach­schlag

Von Montessori-Möhren: Spiegel-Kolumnist Jan Fleisch­hauer ist scho­ckiert, als er für einige Spi­nat­blät­ter auf dem Farmer’s Mar­ket fünf Dol­lar zahlt — „ich wollte schließ­lich Spi­nat und nicht Mari­huana kau­fen“. Doch Essen sei nun mal das neue Status-Symbol, schreibt er. „Zu wis­sen, was es mit die­sen mexi­ka­ni­schen Super­sa­men auf sich hat, die sie neu­er­dings in den Smoot­hies in New York und Mün­chen ver­ar­bei­ten, das ver­rät den wah­ren Con­nais­seur.„
Spie­gel

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2 Gedanken zu „Schmausepost vom 19. Juni

  1. Miriam

    Ich wollte nur an die­ser Stelle mal kurz DANKE sagen, dass hier (fast) jede Woche so eine tolle Auf­lis­tung zu Lesens­wer­tem rund ums Essen und Trin­ken erscheint. Das ist eine ganz wun­der­bare Wochen­end­lek­türe, die zum Nach­den­ken und Nach­ko­chen anregt. Vie­len Dank dafür und wei­ter so — ich freu mich schon auf den Frei­tag 😉
    Liebe Grüße, Miriam

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