Schmausepost vom 26. Juni

Schman­kerl der Woche

Pudding-Debatte: „Die Soja­milch, die heute im Super­markt steht, ist in etwa so künst­lich wie Cola“, schreibt Köchin Sarah Wie­ner bei Enorm. Titel ihres Gast­bei­trags: „Vegan ist auch keine Lösung“. Der durch­aus lesens­werte Text löst erwar­tungs­ge­mäß eine rege Dis­kus­sion aus. Unter ande­rem kri­ti­siert Julia Akra-Laurien in ihrer Wider­rede, dass Wie­ner sämt­li­che Vega­ner zu „Pudding-Veganern“ ver­kläre.
Enorm (Wie­ner)Enorm (Akra-Laurien)

 

Zahl der Woche

20.000.000 Ein­kaufs­wa­gen rol­len durch Deutsch­land. Sie kos­ten gerade mal einen Euro — für den Kun­den. Die Super­märkte hin­ge­gen legen pro Gefährt bis zu 250 Euro auf den Tisch. Dabei gilt ähnlich wie beim Auto: je mehr Extras, desto teu­rer.
Tages­spie­gel

 

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Schmau­s­epost (Media-Daten)

 

Aus den Medien

Bulli 2.0: „Heute ist doch man­cher Food­blog wich­ti­ger als ein paar Michelin-Sterne“, fin­det Fer­ran Adrià. Der Erfin­der der Mole­ku­lar­kü­che, der 2011 sein legen­dä­res „El Bulli“ geschlos­sen hat, erzählt dem SZ-Magazin von sei­nem neuen Pro­jekt, dem El-Bulli-Lab, und sei­nem ehr­gei­zi­gen Ziel einer Bul­li­pe­dia — eine Art Wiki­pe­dia des Essens.
SZ-Magazin

Cro­nut 2.0: Man kreuze zwei beliebte Snacks, ersinne eine grif­fi­gen Namen und voilà, fer­tig ist der Food­trend. Nach die­sem Kon­zept bewer­ben zwei New Yor­ker Gas­tro­no­men den Bruf­fin — eine Mischung aus Brio­che und Muf­fin, die’s wahl­weise herz­haft oder süß gibt.
Welt

Eis­kaf­fee 2.0: Jetzt müsst’s nur noch rich­tig Som­mer wer­den — denn das Sommer-Getränk steht laut Stern und Süd­deut­scher Zei­tung schon bereit: Der „Cold Brew“ will mehr sein als kal­ter Kaf­fee. Hier wird das Boh­nen­ge­bräu näm­lich Trop­fen für Trop­fen extra­hiert — stun­den­lang.
SternSüd­deut­sche

Wider der Tonne: Ein Drit­tel aller welt­weit pro­du­zier­ten Lebens­mit­tel lan­det im Müll. Was jeder ein­zelne gegen diese Ver­schwen­dung tun kann, zeigt ein beein­dru­cken­des Multimedia-Feature von Arte unter dem Titel „Was­te­coo­king“.
Arte

Die Mischung macht’s: Was braucht die per­fekte Toma­ten­soße? Die­ser Frage gehen zwei Küchen­pro­fis in der Süd­deut­schen Zei­tung nach. Die Ant­wort ist eher unspek­ta­ku­lär: Toma­ten, Knob­lauch, Zwie­beln, Würze, Zeit und das gewisse Etwas — und den­noch ist man nach der Lek­türe schlauer als vor­her.
Süd­deut­sche

Schlicht und gut: Elf Monate Vor­bu­chungs­zeit und sehr viel Glück braucht es, um einen Tisch im „Cel­ler de Can Roca“ zu ergat­tern — Spit­zen­rei­ter bei „The World’s 50 Best Restau­rants“. Welt-Autor Clark Par­kin hat dort gespeist und sein Fazit lau­tet: „Im bes­ten Restau­rant der Welt isst man Ein­fa­ches“ — und nicht immer Foto­ge­nes.
Welt

 

Aus den Blogs

Hipster-Fauxpas: Immer mehr (möchtegern-)hippe Restau­rants set­zen allein auf Face­book und ver­zich­ten auf eine eigene Web­seite. Fizzz-Autor Alex­an­der Thü­rer hält das für zu kurz gedacht. Denn: „Das allei­nige Schau­fens­ter sollte die Social-Media-Präsenz nicht sein, zumal es nicht Ihr eige­nes Umfeld ist, in dem Sie sich dort bewe­gen.„
Fizzz

Für Nach­wuchs­bä­cker: Fünf Bücher zum Backen mit Kin­dern stellt Kath­rin bei der Glücks­bä­cke­rei vor. Dar­über hin­aus gibt es dort eine eigene Kate­go­rie mit Back­re­zep­ten für Kin­der. Wich­tig sei dabei vor allem, dass das Ergeb­nis den Kin­dern schmeckt und optisch gefällt, und dass sie bei der Zube­rei­tung mög­lichst viel selbst machen kön­nen.
Glücks­bä­cke­rei (Bücher)Glücks­bä­cke­rei (Rezepte)

Agus Her­ma­wan hat 1998 den ers­ten Michelin-Stern für ein indo­ne­si­sches Restau­rant welt­weit erhal­ten — in den Nie­der­lan­den. Inzwi­schen betreibt er in sei­ner Wahl­hei­mat drei „Blauw“-Restaurants. In zweien von ihnen hat ihn Bar­bara von „Ein Topf Hei­mat“ besucht und mit Her­ma­wan über die Beson­der­hei­ten der indo­ne­si­schen Küche geplau­dert.
Ein Topf Heimat

Knob­lauch und Zwie­bel „die heim­li­chen Hel­den der Küche“, fin­det zumin­dest ein neues Koch­buch, das sich allein die­sen bei­den Knol­len wid­met. Das Werk bie­tet aller­lei Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen und Rezepte — „von ehr­lich und sim­pel bis raf­fi­niert“, schreibt Kor­ne­lia in ihrer Rezen­sion bei Miz­zis Küchen­block.
Miz­zis Küchenblock

Kuli­na­ri­sche Reise: „Eine foto­gra­fi­sche Stu­die dar­über, warum das Essen das High­light jedes Japan-Urlaubs ist“, lie­fert Nathaly bei „Pom­mes de Gar­cons“. In ihrem „Tokyo Food Diary“ sind aller­lei Gebäck, japa­ni­sches Street Food, Dim Sum, Sushi und vie­les mehr ver­tre­ten.
Pomme de Garcons

Star­tup mit Omas: Das Münch­ner Star­tup Kuchen­tratsch lädt Senio­rin­nen zum Backen ein und ver­kauft deren Oma-Kuchen an Cafés und Cate­rer. Ihr Ziel: Alters­ar­mut sowie Alters­ein­sam­keit bekämp­fen — und oben­drein eine Firma auf­zie­hen, die schwarze Zah­len schreibt. Bet­tina von „Herr Specht“ hat die bei­den Grün­de­rin­nen besucht.
Respekt Herr Specht

 

Rezepte der Woche

Pho: Das Natio­nal­ge­richt Viet­nams ist in sei­ner Hei­mat all­ge­gen­wär­tig: Die Pho-Suppe, die Viet­na­me­sen in der Regel zum Früh­stück essen, gibt’s dort an jeder zwei­ten Stra­ßen­ecke. „Da Deifi“ stellt nun ein Pho-Rezept vor — mit Rind­fleisch und Reis­nu­deln.
Da Deifi kocht

Capo­nata (vege­ta­risch): Capo­nata ist ein süß-saures Gericht aus Sizi­lien. Dabei wer­den Auber­gi­nen, Toma­ten und wei­te­res Gemüse ange­bra­ten, ehe Zucker und Essig hin­zu­kom­men. Anne von „Wol­ken­fees Küchen­werk­statt“ lie­fert ein Rezept für Capo­nata und ser­viert es mit einer Tomaten-Ziegenkäse-Tarte.
Wol­ken­fees Küchenwerkstatt

 

Meist­ge­klickte Links der Vorwoche

1. Über das kuli­na­ri­sche Unbe­ha­gen (Das Fil­ter)

2. Ölwech­sel gefäl­lig (Küchen­tanz)

3. Was machen die da? Oli­ver Tri­fic, Gas­tro­nom (Was machen die da?)

 

Nach­schlag

Der frit­tierte Mars-Riegel fei­ert heuer 20. Geburts­tag. Genauer gesagt wurde der berüch­tigte Imbiss 1995 erst­mals im „Daily Record“ erwähnt — als „Schott­lands ver­rück­tes­ter Takeaway-Snack“. Doch wie ver­brei­tet ist der „Deep Fried Mars Bar“ wirk­lich? Mun­chies hat sich auf Spu­ren­su­che in Schott­land bege­ben.
Mun­chies

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