Schmausepost vom 3. Juli

Schman­kerl der Woche

Kuli­na­ri­scher Selbst­mord: Deutsch­land hat sich kuli­na­risch weit­ge­hend abge­schafft, sagt der Ernährungs-Ethnologe Marin Trenk, Autor des ziem­lich groß­ar­ti­ges Buchs „Döner Hawaii“. Im Biorama-Interview erklärt er, warum unser Ess­ver­hal­ten bereits vor McDonald’s und Co. drei­mal glo­ba­li­siert wurde. In Nord­deutsch­land habe man sich ins­ge­samt stär­ker von sei­ner Esstra­di­tion abge­wen­det, wäh­rend die Regio­nal­kü­chen im Süden noch ver­gleichs­weise stark seien.
Bio­rama

 

Zahl der Woche

0,55 Euro kos­tet die 0,33-Liter-Flasche Bier im Super­markt, 2,41 Euro an der Hotel­bar: Diese Preise machen das pol­ni­sche Kra­kau im Preis­ver­gleich von 75 Städ­ten zur bil­ligs­ten Stadt für Bier­trin­ker. Am teu­ers­ten ist’s in Genf (1,67€/9,62€); deut­sche Städte wie Mün­chen (0,81€/4,75€) ran­gie­ren im Mit­tel­feld.
Welt

 

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Schmau­s­epost (Media-Daten)

 

Aus den Medien

Für Bes­se­r­es­ser: „Schüt­telt die Hände derer, die euch ernäh­ren.“ Das ist einer von Ulf Schön­heims sie­ben Tipps für eine nach­hal­tige Ernäh­rung. Im Enorm-Magazin reicht er eine kleine Anlei­tung, wie man gute Lebens­mit­tel und eine enkeltaug­li­che Land­wirt­schaft unter­stüt­zen kann.
Enorm

Für Rei­bach: In Ham­burg, Frank­furt und Düs­sel­dorf betreibt Tim Mäl­zer bereits Restau­rants; jetzt soll auch noch eines in Wien fol­gen. Im Inter­view mit dem Stan­dard erklärt der 44-Jährige, wie aus dem Koch Mäl­zer der Fern­seh­star Mäl­zer wurde, und warum er sich selbst nicht als Spit­zen­koch sieht.
Stan­dard

Für Sonn­tags­gril­ler: Fleisch und Wurst aus dem Auto­ma­ten? Das klingt für man­che abschre­ckend, doch Grill­fleisch­au­to­ma­ten erfreuen sich nie dage­we­se­ner Beliebt­heit. Bei einem Metz­ger aus Mün­chen läuft das Geschäft so gut, dass er jetzt einen zwei­ten Auto­ma­ten auf­stel­len will.
Süd­deut­sche

Für Lese­ge­nuss: Seit 30 Jah­ren lei­tet das Ehe­paar Stü­cheli die Kan­tine des Schwei­zer Medi­en­un­ter­neh­mens Tame­dia. Nun machen die bei­den Schluss — und zum Abschied schreibt Con­stan­tin Seibt eine gar herr­li­che Kantinen-Reportage. Bes­ter Satz: „Der Unter­schied ­zwi­schen einem guten Koch und einem ­wirk­lich guten Koch ist nicht das Kochen. Es ist die Logis­tik.„
Tages­an­zei­ger

Für Sol­da­ten: Mit lee­rem Bauch mar­schiert sich’s schlecht. Des­halb legt man beim Mili­tär schon seit Län­ge­rem gro­ßen Wert dar­auf, dass das Essen schmeckt. Die Coop-Zeitung hat eine Kaser­nen­kü­che im Schwei­ze­ri­schen Brugg besucht, und dar­aus ein lesens­wer­tes Dos­sier gestrickt — inklu­sive Rezep­ten, Quiz und der obli­ga­to­ri­schen Not­kost.
Coop-Zeitung

Für ldea­lis­ten: Seit Jah­ren kämp­fen zwei Köl­ne­rin­nen gegen Nah­rungs­ver­schwen­dung — und zwar beim Ver­ein Food­sha­ring. nun haben die bei­den ein Star­tup gegrün­det, das vom Ver­fall bedrohte Lebens­mit­tel sam­melt und zu redu­zier­ten Prei­sen ver­kauft. An sich eine löb­li­che Idee — doch damit hat sich das Duo reich­lich Ärger mit der Foodsharing-Community ein­ge­han­delt.
taz

 

Aus den Blogs

Über Köche: „21 Dinge, die jeder Koch dich wis­sen las­sen will“, zählt der Gastro-Buzzfeed-Klon Gronda auf. Zum Bei­spiel: „Komm nicht und mach dein eige­nes Menü.“ Der Koch und Food­blog­ger Stef­fen Sin­zin­ger fin­det der­lei Regeln wenig erhei­ternd, denn sie seien „garan­tiert erfolg­rei­che Tipps, sich auch des letz­ten Gas­tes zu ent­le­di­gen“. In einem zwei­ten Bei­trag zu dem Thema unkt er: „Der Koch­be­ruf ist in der Sack­gasse.„
Gronda (21 Dinge…)Sin­zin­ger (Kri­tik)Sin­zin­ger (Sackgasse)

Die schöns­ten Cafés der Welt haben ver­schie­dene Food­blog­ger im Juni im Rah­men einer Gast­bei­trags­reihe von „Coo­king around the World“ vor­ge­stellt. Nun lis­tet Becky noch mal alle Bei­träge auf — vom Café Cen­tral in Worps­wede bis zu „The But­chers Daugh­ter“ in New York.
Coo­king around the World

Zah­len­spiele: Mehl ist nicht gleich Mehl. Was sich hin­ter der Typen­be­zeich­nung auf der Ver­pa­ckung ver­birgt (Type 405 usw.), erklärt Guido von „Kochen mit But­ter“ in sei­ner infor­ma­ti­ven Über­sicht.
Kochen mit Butter

Grauen aus der Tiefe: Andrea Die­ner spürt im FAZ-Blog „Food Affair“ der Geschichte des Schlem­mer­fi­lets Bor­de­laise nach — und bringt Erstaun­li­ches zutage. So ist der „zusam­men­ge­stü­ckelte Fisch­klotz“ tat­säch­lich von der Firma Iglu erfun­den wor­den, und zwar als eines der ers­ten Fer­tig­ge­richte über­haupt.
Food Affair

Res­ter­ampe: Ein Schwei­zer Star­tup hat vor weni­gen Tagen die Buchungs­platt­form „Kat­zen­tisch“ online gestellt. Die Idee: Täg­lich ab 17 Uhr kön­nen Rest­ti­sche in nam­haf­ten Züri­cher Restau­rants gebucht wer­den — Extras wie Cham­pa­gner, Rot­wein oder die Anfahrt inklu­sive. NZZ-Gastroexperte Wolf­gang Fass­ben­der hat mit dem Erfin­der des Kat­zen­tischs gespro­chen.
NZZ-Nachgewürzt

Alles in But­ter? Um seine Lurpak-Butter zu ver­kau­fen, ruft der däni­sche Kon­zern Arla deut­sche Food­blog­ger zu einer soge­nann­ten Blog­pa­rade auf. Das klingt zunächst mal harm­los, doch Johanna von „Quark und so“ nimmt in ihrem gut recher­chier­ten Bei­trag die Aktion aus­ein­an­der und schluss­fol­gert: „Arla hat die gro­ßen Food-Blogs schön ver­schau­kelt.„
Quark und so

 

Rezepte der Woche

Bier­huhn: Ein gan­zes Huhn, eine Hand­voll Gewürze und eine Dose Bier — mehr braucht es nicht für einen som­mer­li­chen Grill­abend. Mun­chies zeigt nun im Video, wie man das Bier­huhn rich­tig zube­rei­tet.
Mun­chies

Anda­lu­si­sche Man­del­suppe (vege­ta­risch): Ein Rezept für heiße Tage ser­viert Simone bei „Pi mal But­ter“ — und zwar Ajoblanco, eine Man­del­suppe aus Anda­lu­sien, mit gefro­re­nen Trau­ben. Neben Man­deln kom­men in die Suppe Weiß­brot, Milch, Eis­was­ser, Oli­venöl und Sher­ryes­sig.
Pi mal Butter

 

Meist­ge­klickte Links der Vorwoche

1. Vegan ist auch keine Lösung (Enorm)

2. Wie geht per­fekte Toma­ten­soße (Süd­deut­sche)

3. Inter­view mit Kuchen­tratsch (Herr Specht)

 

Nach­schlag

Grü­nes Wun­der: Eine Gua­ca­mole rüt­telt Ame­rika auf. Nach­dem die New York Times ein Rezept für grüne Gua­ca­mole mit Erb­sen vor­ge­stellt hat, läuft die Empö­rungs­ma­schine im Inter­net auf Hoch­tou­ren. Und weil Wahl­kampf ist, mischen sich sogar Barack Obama und Jeb Bush in den Guacamole-Streit ein.
Zeit

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2 Gedanken zu „Schmausepost vom 3. Juli

  1. Becky

    Vie­len Dank für die Auf­nahme in diese tolle Liste! Ich freue mich rie­sig, in der Schmau­s­epost vor­zu­kom­men und dass dir meine Gast­bei­trags­reihe so gut gefal­len hat.
    Viele Grüße, Becky

    Antworten
  2. Schmausepost

    Hi Becky,

    ich habe sehr gerne in dei­ner Lieblingcafés-Serie geschmö­kert — und mir ein paar Adres­sen für künf­tige Rei­sen vorgemerkt.

    Liebe Grüße,
    Patrik

    Antworten

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