Schmausepost vom 24. Juli

Liebe Lese­rin­nen, Liebe Leser,
für kuli­na­ri­schen Lese­schmaus ist’s zur­zeit eh zu heiß. Und weil das (hof­fent­lich) noch ein paar Wochen so bleibt, ver­ab­schie­det sich die Schmau­s­epost mit die­sem News­let­ter in die all­jähr­li­che Som­mer­pause. Im Sep­tem­ber gibt’s die Schmau­s­epost dann wie­der in alter Fri­sche. Bis dahin: Genießt den Sommer!

 

Schman­kerl der Woche

So isst die Welt: Dass in Ber­lin die meis­ten Cur­ry­würste ver­drückt wer­den, ist nicht wirk­lich über­ra­schend. Doch wer hätte gedacht, dass Lon­don die Burger-Metropole der Welt ist? Und New York in Sachen Bacon die Nase vorne hat? Zumin­dest, wenn es nach dem Bil­der­dienst Ins­ta­gram geht. Eine inter­ak­tive Karte zeigt nun, wo bestimmte Gerichte beson­ders oft foto­gra­fiert wer­den.
Food Capi­tals of Ins­ta­gram (Eng­lisch)Wired

 

Zahl der Woche

51 Gramm Fleisch pro Tag isst jeder Mensch durch­schnitt­lich — in Afrika. In Europa hin­ge­gen kommt Otto-Normal-Fleischesser auf 208 Gramm, und in Aus­tra­lien sind es gar 334 Gramm.
Fleisch­wirt­schaft

 

Aus den Medien

Ganz oder gar nicht: Im Kampf gegen die Filet­ge­sell­schaft kom­men Food-Hipster in der Ber­li­ner Markt­halle IX zusam­men und ver­ar­bei­ten ein Sat­tel­schwein — von der Nase bis zum Schwanz. Ihre Nose-to-tail-Bewegung wirbt dafür, aus Respekt vor dem Tier das kom­plette Schlacht­vieh zu ver­wer­ten.
Zeit-Magazin

Ver­teu­felt im Trend: Men­schen mit einer Gluten-Unverträglichkeit gal­ten lange als arme Schweine: Sie muss­ten auf einen Groß­teil aller Lebens­mit­tel ver­zich­ten, und ihre Ersatz­pro­dukte waren geschmack­los und teuer. Seit kur­zem jedoch ist ein glu­ten­freies Leben der neu­este Schrei (und ein Rie­sen­ge­schäft). Gor­dana Mijuk beleuch­tet in der NZZ, wie es dazu kom­men konnte.
NZZ

Gaga for Gag­gan: Der beste Koch Asi­ens ist ein Drum­mer als Kal­kutta. Simone Meier stellt bei Wat­son Gag­gan Anand vor, ein 37-jähriget Schü­ler von Fer­ran Adria, der mit indi­scher Küche eine beein­dru­ckende Kar­riere hin­ge­legt hat.
Wat­son

Rolle rück­wärts: In Buch­lä­den und Bahn­hofs­ki­os­ken drängt sich ein Ein­druck auf: Jeder zweite Deut­sche ist inzwi­schen Vega­ner. Bar­bara Frie­ling­haus ist den ande­ren Weg gegan­gen: Nach sie­ben Jah­ren als Vega­ne­rin isst sie jetzt wie­der Fleisch. Im Inter­view erklärt sie: „Ich wurde immer schlap­per, mut­lo­ser, zog mich zurück, war unkon­zen­triert, lust­los, reiz­bar.„
RP-Online

„Star-Snack“ heißt die neue Serie von Spiegel-Online, die Restau­rants von Pro­mis vor­stellt. In Teil eins besucht Fabi­enne Hurst das „Gefun­de­nes Fres­sen — BBQ DLX“ in Ham­burg, das Rap­per Samy Deluxe gehört.
Spie­gel

Ob Rad­ler oder Als­ter­was­ser - nicht der Name, son­dern der Geschmack ist ent­schei­dend. Die Süd­deut­sche setzt einer Som­me­lière zwölf han­dels­üb­li­che Bier-Limo-Mixe vor — vom Oet­tin­ger Rad­ler bis zum Bio-Radler — und bit­tet sie um ein Urteil.
Süd­deut­sche

 

Aus den Blogs

Wider den Wahn: „Das Kern­pro­blem einer jeden Diät, die ich jemals gemacht habe, war der Ver­zicht“, schreibt Frau Jour­nelle. In ihrer wüten­den Abrech­nung mit dem schö­nen Titel „Nimm das Weiß­brot, du Luder“ zieht sie über drei Schlag­worte her, bei denen ihr übel wird: #healthy, #clean und #fit.
Jour­nelle

Zurück in die Zukunft: Jahr­zehn­te­lang waren Omas Küchen­ge­räte ein Fall für den Wert­stoff­hof. Doch nun erle­ben die klo­bi­gen Maschi­nen ein Come­back. Warum? Das erklärt Klau­dia im Genuss-Magazin und stellt oben­drein Fleisch­wolf, Flotte Lotte und Co. vor.
Genuss-Magazin

Die Marke macht’s: Wer braucht schon eine Geschichte, wenn er ein gutes Pro­dukt hat? Getreu die­sem Leit­satz ver­schwen­den viele Star­tups im Food­be­reich kaum einen Gedan­ken über das Thema Sto­ry­tel­ling. Zu unrecht, erläu­tert Heimo Tscherne im Inter­view beim Nomy­blog. „Es gilt Emo­tio­nen zu wecken und Fans zu Bot­schaf­tern zu machen.„
Nomy­blog

Omas Bes­tes: David von „Schla­raf­fen­welt“ bestellt für 60 Euro ein kilo­schwe­res Txogitxu-Steak, das Fleisch einer fet­ten, alten „Oma­kuh“, das bei Lieb­ha­bern gerade ange­sagt ist. Vom Geschmack ist er begeis­tert: „Es ver­schob meine Fleisch-Dimensionen nach­hal­tig.„
Schla­raf­fen­welt

Brot ist nicht gleich Brot: Ob sich das Brot bei Aldi „frisch geba­cken“ nen­nen darf oder nicht, dar­über ent­schei­den gerade die Juris­ten. Aus die­sem Anlass erklärt Mar­tin bei Uto­pia, wie das Billig-Brot im Dis­coun­ter, im Back­shop und in der Tank­stelle tat­säch­lich her­ge­stellt wird. Außer­dem erklärt Annika, woran man wirk­lich gutes Brot erkennt.
Uto­pia (Billig-Brot)Uto­pia (gutes Brot erkennen)

 

Rezepte der Woche

Hühn­chen mit Apri­ko­sen und Cous­cous: Wibke von Pap­per­lahapp heizt ihren Apri­ko­sen mit Pul Biber ein, einem schar­fen, tür­ki­schen Papri­ka­ge­würz. Dazu kom­men ange­rös­tete Cas­hewkerne, Pflau­men und kara­mel­li­sierte Zwie­beln sowie eben­falls geschärf­tes Hühn­chen, Boh­nen und Cous­cous.
Paper­lahapp

Vege­ta­ri­sche Fri­ka­del­len (vege­ta­risch): Der wun­der­bare Herr Grün brut­zelt vege­ta­ri­sche Fri­ka­del­len auf Bulgur-Basis. Dazu gibt’s eine feine Kräu­ter­rahm­soße und Riga­toni.
Herr Grün kocht

 

Meist­ge­klickte Links der Vorwoche

1. 7000 Kalo­rien auf Gourmet-Niveau (Der Bund)

2. Die wich­tigs­ten Zuta­ten im Asia-Markt (Koch­zau­ber)

3. Street-Food-Festival Regens­burg (Aus­wärts Essen Regens­burg)

 

Nach­schlag

Unterwasser-Bacon: Wenn das Homer Sim­pson hören würde: Ein US-Forscher hat eine Algen­sorte gezüch­tet, die nach Speck schmeckt. Dabei wollte er ursprüng­lich nur ein Fut­ter für Mee­res­schne­cken ent­wi­ckeln.
Wired

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