Schlagwort-Archiv: Danja

Schmausepost vom 24. Mai

Schman­kerl der Woche

Lese­schmaus: Im Leip­zi­ger Haus der Geschichte ist eine neue Aus­stel­lung zum Thema „Is(s) was?! — Essen und Trin­ken in Deutsch­land“ eröff­net wor­den. Dazu gibt es ein äußerst lesens­wer­tes Muse­ums­ma­ga­zin mit etli­chen Bei­trä­gen zu dem Thema. Hier eine Auswahl:

Muse­ums­ma­ga­zin (Über­sicht aller Beiträge)


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Kuli­na­ri­sche Lesung: Patrik Stäbler ist drei Monate lang per Anhal­ter durch Deutsch­land gereist und hat sich auf die Suche gemacht nach lan­des­ty­pi­schen, regio­na­len Gerich­ten. Über seine kuli­na­ri­schen und kul­tu­rel­len Erleb­nisse hat der Jour­na­list ein Buch geschrie­ben: „Spei­sende soll man nicht auf­hal­ten“. Nun lädt er am 2. Juni zur öffent­li­chen Pre­mie­ren­le­sung nach Mün­chen ein. (Dis­clai­mer: Patrik Stäbler ist Her­aus­ge­ber der Schmau­s­epost)
Spei­sende soll man nicht auf­hal­ten (Lesung)Spei­sende soll man nicht auf­hal­ten (Buch)


Zahl der Woche

300 Frei­wil­lige, 2 DJs und ein Hau­fen Gemüse — damit fing vor einem Jahr alles an, erin­nert sich Hen­drik vom Wurstsack-Blog an die erste Schnip­pel­disko in Ber­lin. Die Idee: Bei Elek­tro­mu­sik wurde aus 1,5 Ton­nen angeb­lich nicht mehr markt­fä­hi­gem Gemüse eine Suppe gekocht. Inzwi­schen fin­det die Schnip­pel­disko welt­weit Nach­ah­mer.
Wurstsack-Blog

Nach­rich­ten

Unter Druck: Kön­nen Piz­zadi­enste bald ein­pa­cken? Und in der Folge auch Super­märkte? Die US-Weltraumagentur Nasa hat bekannt­ge­ge­ben, dass sie an einem 3D-Drucker für Lebens­mit­tel forscht. Dem­nach kann ein Pro­to­typ bereits einen Keks mit Scho­ko­lade bedru­cken — der erste Schritt zum Pizza-Drucker für Zuhause?
Stan­dardBasic Thin­kingFuturezone.at (mit Video)

Über Streit­hähne: Inmit­ten des Medi­en­rum­mels rund um die Ver­lei­hung des Gol­de­nen Wind­beu­tels schießt die „Welt“ gegen die Ver­brau­cher­or­ga­ni­sa­tion Food­watch. Diese insze­niere sich als David im Kampf gegen eine mäch­tige Indus­trie — nutze dabei aber „umstrit­tene Metho­den“. Food­watch frei­lich wehrt sich gegen die Kri­tik.
WeltFood­watch (Stel­lung­nahme)Tellerrand-Blog (Kom­men­tar)

Unter Beschuss: Da mag die­ses Fracking uner­forscht sein und womög­lich die Umwelt zer­stö­ren — doch weil wir mit die­ser Methode noch mehr Erd­gas aus dem Boden bud­deln, ist uns das egal. Dachte man. Doch nun ist das Aller­hei­ligste bedroht: Braue­reien befürch­ten, dass Fracking das Rein­heits­ge­bot des Bie­res gefähr­den könnte — und die Medien schla­gen Alarm.
Spiegel-OnlineWelt

Über Erd­bee­ren: Wegen des mauen Früh­lings star­tet die Erd­beer­sai­son mit leich­ter Ver­spä­tung. Food-monitor erklärt, wie man fri­sche Erd­bee­ren erkennt und sie rich­tig lagert. Und bei Pro­planta gibt es einen inter­es­san­ten Über­blick zur Erd­beer­ernte in Deutsch­land — sowie eine Karte mit Erd­beer­fel­der zum Sel­ber­pflü­cken.
food-monitorPro­planta (Bericht)Pro­planta (Karte)

Lese­ge­schich­ten

Beweg­tes Essen: Von Okto­pus über Maden bis Fisch: Viele Tiere kom­men in ande­ren Regio­nen der Welt lebend auf den Tel­ler. Katja Heise erklärt in der „Welt“, wie das zap­pelnde und zuckende Essen schmeckt — und in wel­chen Fäl­len der Tier­schutz den Ver­zehr von leben­den Tie­ren ver­bie­tet.
Welt

Wert­vol­ler Müll: Kar­tof­fel­scha­len, Tei­gab­fälle, Press­rück­stände beim Wein: Bei der Her­stel­lung zahl­rei­cher Lebens­mit­tel fal­len große Men­gen orga­ni­scher Abfälle an. Bis­her wer­den sie für viel Geld ent­sorgt. Nun aber machen sich Wis­sen­schaft­ler daran, die­sen Müll zu nut­zen — etwa, um Lebens­mit­tel gesün­der zu machen.
Süd­deut­sche

Aus­ge­zeich­ne­ter Bäcker: Seit 1994 kürt Paris jedes Jahr den bes­ten Bäcker der Stadt. Gewin­ner in die­sem Jahr ist Ridha Khad­her, der nun den Prä­si­den­ten mit Baguettes belie­fern darf. Auto­rin Karin Fin­ken­zel­ler hat den Ausnahme-Bäcker besucht und unter ande­rem her­aus­ge­fun­den, warum der Präsidenten-Auftrag auch einen Haken hat.
Tages­spie­gel

Umstrit­te­nes Fleisch: Zwei Geschich­ten, zwei Mei­nun­gen zum Thema Fleisch: Auf der einen Seite beschwert sich Frau Fried in ihrer Cicero-Kolumne, dass sie heut­zu­tage kaum mehr die erfor­der­li­che Ver­drän­gungs­leis­tung auf­brin­gen könne, um ihr gelieb­tes Fleisch zu essen („Wäh­rend frü­her Vegetarier-Bashing Main­stream war“). Der Tages­spie­gel indes glaubt eine neue Lust auf Fleisch in der Bevöl­ke­rung zu erken­nen.
CiceroTages­spie­gel

Blog­schau

Alles Abfall: Der Film „Taste the Waste“ über die Ver­schwen­dung von Lebens­mit­teln hat vor zwei Jah­ren auf­ge­rüt­telt. Der Doku folgte ein Koch­buch, das Regis­seur Valen­tin von Thurn gemein­sam mit Gun­dula Oer­tel ver­fasst hat. Der Titel: „Rezepte und Ideen für Essens­ret­ter“. Katha­rina von Valen­ti­nas Koch­buch hat die Auto­rin inter­viewt und meh­rere Rezepte aus dem Buch nach­ge­kocht.
Valen­ti­nas Koch­buch (Inter­view), Rezepte: Apfel­t­arteSo gut wie Alba­trüf­felZer­sto­ßene Wiese

Char­man­tes China: Bohnen-Reisschleim-Suppe zum Früh­stück, Schimmel-Tofu als Mit­tags­snack und ein Peking-Enten-Bausatz abends im Restau­rant: Ulrike Pager berich­tet bei Tra­vel on Toast über ihre kuli­na­ri­schen Erleb­nisse in China. Ihr Fazit: „Bei all den Expe­ri­men­ten […] kann ich das Essen in China und vor allem das Street­food nur emp­feh­len“.
Tra­vel on Toast

Acht­bare Alter­na­ti­ven: Das gibt’s nur im Super­markt? Nein!, ruft die Web­seite Uto­pia und stellt zehn regio­nale Alter­na­ti­ven für gute Lebens­mit­tel in einer Bil­der­ga­le­rie vor — von Öko-Kiste über soli­da­ri­sche Land­wirt­schaft bis hin zum Con­tai­nern.
Uto­pia

Fri­sche Film­tipps: Der Früh­ling spielt wei­ter Win­ter — und pas­send dazu lis­tet Sarah von Vegan Gue­rilla eine Reihe von sehens­wer­ten Doku­men­ta­tio­nen auf, die sich um Ernäh­rung und Umwelt­schutz dre­hen. Die Filme sind auf Eng­lisch, teils äußerst sehens­wert und brin­gen einen durch so man­chen grau­tris­ten Möch­te­gern­früh­lings­tag.
Vegan Gue­rilla

Buch der Woche

„Das große Buch der Gewürze“: Neue Bücher über Gewürze gab es zuletzt häu­fi­ger als Trä­nen­aus­brü­che bei Germany’s Next Top­mo­del. „Und dann […] erscheint noch ein Buch dar­über“, seufzt Clau­dia von Din­ner um Acht zu Beginn ihrer Rezen­sion über Bet­tina Matt­ha­eis „Das große Buch der Gewürze“. Doch schon zwei Absätze spä­ter lobt sie das Werk in den höchs­ten Tönen — „weil es die Sinne anspricht wie kaum ein ande­res Buch. Weil es anders ist“.
Din­ner um Acht

App der Woche

Toca Kit­chen: Kin­der lie­ben kochen und backen — egal ob im Sand­kas­ten oder in der Kin­der­kü­che. Oder auf dem Bild­schirm. Das macht sich die „Toca Kit­chen“ (1,79 Euro/Universal) zu nutze: Hier kön­nen die Klei­nen mit­tels Schnei­de­brett, Topf und Pfanne Gerichte zube­rei­ten und ler­nen dabei den (digi­ta­len) Umgang mit Nah­rungs­mit­teln. Jana von Guten APPe­tit lobt die lie­be­volle Gra­fik und den Ver­zicht auf Wer­bung.
Guten APPe­tit

Blog der Woche

Fein­kost­punks: Food-Nerd — die­sen Spitz­na­men hat Danja bei ihren Freun­den, denn Essen spielt eine große Rolle im Leben der 31-Jährigen. Den­noch ist ihre Web­seite Fein­kost­punks kein gewöhn­li­cher Food­blog, son­dern rich­tet sich vor allem auch an Koch-Anfänger, wie die Köl­ne­rin im Inter­view mit der Schmau­s­epost erzählt.
Schmau­s­epost (Por­trät & Inter­view)Fein­kost­punks

Rezepte der Woche

Schwä­bi­sche Lasa­gne: Als Schmankerl-Königin ist Andrea Joas-Schwegler vom Baye­ri­schen Rund­funk aus­ge­zeich­net wor­den. Als bei ihr ein­mal Pfann­ku­chen und Hack­fleisch­soße vom letz­ten Essen übrig blie­ben, kre­ierte die Metz­ge­rin dar­aus eine Schwä­bi­sche Lasa­gne — und über­zeugte mit dem Rezept Spit­zen­koch Ste­fan Fors­ter.
BR

Rha­bar­ber satt (vege­ta­risch): Wenn das Wet­ter schon nicht mit­spielt, sollte wenigs­tens in der Küche Früh­lings­stim­mung herr­schen — mit Rha­bar­ber. Fool for Food lie­fert das Rezept für einen Streu­sel­ku­chen mit Rha­bar­ber und Mar­zi­pan. Und Wol­ken­fees Küchen­werk­statt erklärt, wie man Rha­bar­ber­si­rup, Rha­bar­be­r­eis und Rhabarber-Cupcakes macht. Außer­dem bei Chili & Scho­ko­lade: eine Rha­bar­bert­arte mit Eischnee­haube.
Fool for FoodWol­ken­fees Küchen­werk­stattChili & Schokolade

Nach­schlag

Bis(s) vor Gericht An einem Haribo-Colafläschchen hat sich ein 44-Jähriger aus Bie­le­feld zwei Zähne zer­split­tert. Der Grund: In dem Frucht­gummi befan­den sich harte Putz­par­ti­kel von einer Wand oder einer Decke. Dar­auf­hin ver­klagte der Mann Haribo und bekam nun Schmer­zens­geld und Scha­dens­er­satz zuge­spro­chen.
Spiegel-Online