Schlagwort-Archiv: kaquu’s Hausmannskost

Schmausepost vom 19. Juli

Schman­kerl der Woche

Eis­trei­be­rei: Eine Kugel Eis für 20 Pfen­nig — das was ein­mal. Inzwi­schen kos­tet die kühle Kugel in vie­len Städ­ten ein Euro oder mehr. Bei kaum einem ande­ren Nah­rungs­mit­tel spürt der Ver­brau­cher den Preis­an­stieg so stark wie beim Spei­se­eis. Warum? Die­ser Frage geht die Deut­sche Hand­werks Zei­tung in einem lesens­wer­ten Bericht nach. Außer­dem gibt’s Zah­len, Fak­ten und eine nette Info­gra­fik zum Thema Eis.
Deut­sche Hand­werks Zeitun

Zahl der Woche

320 Zusatz­stoffe für Lebens­mit­tel sind inzwi­schen in der EU zuge­las­sen. Fast die Hälfte stu­fen Ver­brau­cher­schüt­zer als bedenk­lich ein und raten vom Ver­zehr ab. Um die Zusatz­stoffe zu umge­hen, raten sie, auf Fer­tig­pro­dukte zu ver­zich­ten oder Bio-Lebensmittel zu wäh­len.
Spie­gel

Nach­rich­ten

Unschuld ver­lo­ren: Er ist die Harm­lo­sig­keit in Beu­tel­form: Kräu­ter­tee gilt als sanft und ver­träg­lich. Doch nun warnt das Bun­des­amt für Risi­ko­be­wer­tung, dass gerade Kin­der, Schwan­gere und Stil­lende lie­ber die Fin­ger davon las­sen soll­ten. Denn bei einer Unter­su­chung von Kräu­ter­tees fan­den die For­scher uner­war­tet hohe Gehalte an Gift­stof­fen in den Pro­ben.
Süd­deut­scheSpie­gelDRa­dio Wis­sen (Audio)

Essen in Gelb: Tags­über Pakete, abends Essen: Die Deut­sche Post will ab 2015 flä­chen­de­ckend Lebens­mit­tel aus­lie­fern und damit den Online­ver­sand von Nah­rung ankur­beln. Die Kun­den kön­nen dabei zwi­schen zwei Lie­fer­zei­ten nach Fei­er­abend wäh­len; die Lie­fe­rung soll noch am Tag der Bestel­lung erfol­gen.
Süd­deut­scheWeltWAZ (Inter­view)

Gegen Gift: Im Kampf gegen das Bie­nen­ster­ben hat die EU-Kommission den Ein­satz eines wei­te­ren Pes­ti­zids ein­ge­schränkt. Ab 2014 darf Fipro­nil nicht mehr auf Mais– und Son­nen­blu­men­sa­men ein­ge­setzt wer­den. Kri­tik gibt es dafür von Chemie-Konzern BASF.
Tages­schau

Schlacht­feld ver­las­sen: Neue Wende im Fall Mons­anto: Der US-Agrarkonzern hat alle Anträge auf gen­tech­nisch ver­än­derte Pflan­zen in Europa zurück­ge­zo­gen. Ob die umstrit­tene Firma ihren Kampf damit end­gül­tig auf­gibt, ist indes unklar. Im Inter­view sagt die Geschäfts­füh­re­rin von Monsanto-Deutschland: „Wir ste­hen welt­weit voll hin­ter Gen­tech­nik“.
Süd­deut­scheFormat.at (Inter­view)

Lese­ge­schich­ten

Knappe Kost: In den Paläs­ti­nen­ser­ge­bie­ten hat selbst das Essen eine poli­ti­sche Dimen­sion. Denn was dort auf den Tisch kommt, bestim­men Israel, die UN-Hilfslieferungen — oder Schmugg­ler. Hans-Christian Röss­ler hat für die FAZ den Gaza­strei­fen besucht und berich­tet, was und wie die Ein­woh­ner dort essen.
FAZ

Fleisch-Fan: Warum wird ein jun­ger Mann heute noch Metz­ger?, fragt die taz in ihrer Sommer-Serie „Geschmacks­sa­che“. Die Ant­wort lie­fert ein Flei­scher aus Aachen, der einen Betrieb in vier­ter Gene­ra­tion führt. Ein span­nen­des Por­trät eines vom Aus­ster­ben bedroh­ten Men­schen­schlags.
taz

Legale Lügen: Die Anga­ben auf Lebens­mit­tel­ver­pa­ckun­gen sind oft so kryp­tisch wie die Bedie­nungs­an­lei­tun­gen aus Fern­ost. Ent­spre­chend miss­trauen 70 Pro­zent der Deut­schen dem Klein­ge­druck­ten. Doch vie­les, was Ver­brau­cher als Irre­füh­rung emp­fin­den, ist völ­lig legal — etwa Kalbswie­ner, die nur zu 15 Pro­zent aus Kalb­fleisch beste­hen, oder Schwarz­wäl­der Schin­ken, der nicht aus dem Schwarz­wald stammt.
Welt (legale Ver­brau­cher­täu­schung)WN/dpa (typi­sche Verklausulierungen)

Herr­li­che Hei­mat: Essen aus der Region liegt im Trend: Zwei von drei Deut­schen ach­ten einer Stu­die zufolge beim Ein­kauf auf die Her­kunft. Dabei ist das Image der regio­na­len Pro­dukte oft bes­ser als die Wirk­lich­keit — vor allen in Sachen Ökobi­lanz, schreibt Kath­rin Bur­ger in ihrer umfas­sen­den Ana­lyse. Doch für viele Ver­fech­ter gehe es ohne­hin nicht nur um die Umwelt, son­dern auch um Geschmack und Gesund­heit.
Süd­deut­sche

Blog­schau

Bücher im Netz: 139 Rezen­sio­nen von 55 Blog­gern in 7 Tagen: Das ist die beein­dru­ckende Bilanz der Aktion „Jeden Tag ein Buch“, über die die Schmau­s­epost schon ver­gan­gene Woche berich­tet hat. Initia­to­rin Astrid von „Arthurs Toch­ter Kocht“ lis­tet noch ein­mal alle Bei­träge auf und kün­digt bereits jetzt eine Neu­auf­lage an.
Arthurs Toch­ter Kocht (Zusam­men­fas­sung)Jeden Tag ein Buch bei Facebook

Bio im Netz: Gute Nach­rich­ten für Bau­ern und Bio­märkte, aber auch für Food­blog­ger: Ab sofort kann man sich für Web-Adressen mit der Endung .bio bewer­ben. Weil mit einer hohen Nach­frage gerech­net wird, soll­ten Inter­es­sen­ten als­bald ihren Wunsch­na­men vor­mer­ken las­sen.
LEAD digi­tal

Müsli-Mischerin: In den ver­gan­ge­nen zwölf Mona­ten hat Regine von Pinch of Spice immer am 15. eines Monats ein neues, haus­ge­mach­tes Müsli vor­ge­stellt. Nun gehen ihr jedoch lang­sam die Ideen aus, räumt sie offen ein. Zum Abschluss blickt sie noch ein­mal zurück — ein Müs­li­jahr in Bil­dern (mit Rezep­ten).
Pinch of Spice

Burger-Bibel: Ham­bur­ger sollte man erst wäh­rend des Bra­tens an der Ober­flä­che sal­zen — und sie am bes­ten nur ein­mal wen­den. Das sind zwei der zehn „Tipps für den Spitzen-Hamburger“, die Wolf­gang Fass­ben­der vom NZZ-Blog Nach­ge­würzt recht­zei­tig zur Grill­sai­son gibt.
Nach­ge­würzt

Buch der Woche

Pla­net Bar­be­que: Mit der Grill­ga­bel um die Erde: Das ver­spricht Ste­ven Raich­len mit sei­nem Buch „Pla­net Bar­be­cue. Meine Grill-Weltreise — Rezepte aus 50 Län­dern“. Der US-Grill-Guru stellt darin auf mehr als 500 Sei­ten vor, wie und was rund um den Glo­bus gegrillt wird. Lasse von der Män­ner­koch­runde lobt in sei­ner Rezen­sion Umfang, Infor­ma­ti­ons­fülle und Unter­hal­tungs­wert. Sein Fazit: „abso­lut emp­feh­lens­wert“.
Män­ner­koch­runde

App der Woche

GU vegan: 50 vegane Rezepte — von Kichererbsen-Curry mit Toma­ten über Pilz­sa­lat mit gerös­te­ten Bre­zeln bis zu Tofu­päck­chen im Zuc­chi­ni­man­tel — umfasst die App „Vegan Kochen — Die bes­ten Rezepte von GU“ (2,69 Euro, iPhone). Zu jedem Gericht gibt’s eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, dazu kommt eine durch­dachte Such­funk­tion, lobt Jana in ihrer Rezen­sion für Guten APPe­tit.
Guten APPe­tit

Blog der Woche

kaquu’s Haus­manns­kost: Was seine Koch­künste angeht, nennt sich Wolf­gang selbst „einen Dilet­tan­ten“ — und das, obwohl der Rechts­an­walt mit kaquu’s Haus­manns­kost einen der belieb­tes­ten und krea­tivs­ten deutsch­spra­chi­gen Food­blogs betreibt. Doch Wolf­gang meint „Dilet­tant“ in sei­nem ursprüng­li­chen Wort­sinn. Wel­cher das ist, und warum er sich nicht als typi­scher Food­blog­ger sieht — das ver­rät Wolf­gang im Inter­view mit der Schmau­s­epost.
Schmau­s­epost (Por­trät & Inter­view)kaquu’s Haus­manns­kost

Rezepte der Woche

Ori­en­ta­li­scher Lamm-Eintopf: Mit Kür­bis und Pflau­men zau­bert „Cori­an­der is the new Basil“ einen ori­en­ta­lisch gewürz­ten Lamm-Eintopf, der mit Cous­cous ser­viert wird.
Cori­an­der is the new Basil

Zucchini-Zitronen-Suppe (vege­ta­risch): Nur fünf Minu­ten bedarf die Zube­rei­tung der kal­ten Zucchini-Zitronen-Suppe, die Mel von Gour­met Gue­rilla in der Zeit­schrift Slowly Veg­gie ent­deckt hat. Gerade für heiße Som­mer­tage eine leckere Erfri­schung.
Gour­met Guerilla

Nach­schlag

Krank im Kopf Wer kennt ihn nicht, den tücki­schen Eis­ku­gel­kopf­schmerz? Vor diese Heim­su­chung warnt nun die Tech­ni­ker Kran­ken­kasse anläss­lich des bevor­ste­hen­den inter­na­tio­na­len Vanil­le­eis­ta­ges am 23. Juli. Die beson­ders für­sorg­li­che TKK ermahnt nun beson­ders Migrä­ne­pa­ti­en­ten, sich von Eis­die­len im Som­mer fern­zu­hal­ten.
Focus

Blog der Woche: kaquu’s Hausmannskost

 

Beschreibung

Essen ist Hei­mat“, zitiert Wolf­gang aus der ZEIT. „Für mich stimmt das!“

Das Wort Dilet­tant wird im heu­ti­gen Sprach­ge­brauch meist abwer­tend ver­wen­det — im Sinne von Laie oder Ama­teur; also jemand, der eine Sache unfach­män­nisch oder stüm­per­haft aus­führt. Dabei übt der Dilet­tant laut Wiki­pe­dia eigent­lich eine Sache um ihrer selbst wil­len aus — aus Inter­esse, Ver­gnü­gen oder Lei­den­schaft. Schließ­lich ent­stammt das Wort Dilet­tant dem Latei­ni­schen delec­tare, was über­setzt „sich erfreuen“ bedeutet.

Diese ety­mo­lo­gi­schen Hin­ter­gründe sind uner­läss­lich, wenn man sich mit Wolf­gang über das Thema Kochen unter­hält. Denn der Rechts­an­walt aus Duis­burg sagt im Inter­view mit der Schmau­s­epost Fol­gen­des über sei­nen Food­blog kaquu’s Haus­manns­kost.

Ich bin Dilet­tant, habe den Beruf Koch nicht gelernt und koche weil es mir Spaß macht. Ich ver­su­che das, was ich koche, schmack­haft zuzu­be­rei­ten und appe­tit­lich anzu­rich­ten. Wenn mir das gelingt, und ich es auf den Fotos rüber­brin­gen kann, habe ich alles erreicht. Ab und an bespre­che ich auch mal ein Koch­buch, das mir gefällt, viel mehr gibt es auf mei­nem Blog nicht zu finden.

Letz­te­res frei­lich ist gar­niert mit einer Prise Under­state­ment. Denn kaquu’s Haus­manns­kost gehört zu den bekann­te­ren und renom­mier­te­ren Sei­ten in der deut­schen Food­blo­go­sphäre. Dabei ist Wolf­gang, Jahr­gang 1954, eigent­lich eher ein unty­pi­scher Food­blog­ger, wie er selbst zugibt — „denn die sind ja meist weib­lich und jung, ich bin männ­lich und alt“. Den­noch ist Wolf­gang ein lei­den­schaft­li­cher Koch, eine Pas­sion, die er von sei­nem Vater geerbt hat. „Zu einem guten Essen gehört für uns, Frau K und mich, auch ein schö­nes Glas Wein“, ver­rät Wolf­gang. „Essen und Trin­ken gehö­ren zusammen.“

INTERVIEW — 5 Fra­gen an… Wolf­gang von kaquu’s Hausmannskost

1. Was ist dein  Lieb­lings­ge­richt in dei­nem Blog? 

Wolf­gang: Mein Lieb­ling­stel­ler ist gerade Spar­gel | Quel­ler | Jakobs­mu­schel. Über diese Vor­speise habe ich mir viele Gedan­ken gemacht und hatte einen bestimm­ten Geschmack und auch ein Bild von dem Gericht im Kopf, und es ist mir ganz gut gelun­gen diese Vor­stel­lun­gen zu ver­wirk­li­chen. Außer­dem hat die­ses Gericht für mich alles, was eine schöne Vor­speise haben sollte.

2. Wel­che Rolle spielt Essen in dei­nem Leben?

Wolf­gang: Essen und auch Trin­ken sind exis­ten­zi­ell und somit wich­tig, da gehe ich nicht gedan­ken­los dar­über hinweg.

3. Wor­auf soll­ten mehr Men­schen beim Essen achten?

Wolf­gang: Dass sie viel­fäl­tig essen und sich gute Zuta­ten kaufen.

4. Wel­che kuli­na­ri­sche Kom­bi­na­tion geht bei dir immer? Wel­che gar nicht?

Wolf­gang: Bei mir geht immer Pasta mit Toma­ten; was nicht geht, sind Aus­tern und Schnecken.

5. Welche drei Web­sei­ten zum Thema Essen kannst du empfehlen?

Wolf­gang: Die Ber­li­ner Spei­se­meis­terei kann ich nur emp­feh­len, Stef­fen Sin­zin­ger ist Koch und zeigt, wie es geht, für mich immer lesenswert. Dann Din­ner um Acht aus Mün­chen, sehr gute Bil­der und Rezepte, immer eine Anregung. Dazu Köst­lich und Kon­sor­ten - die Genuss­blog­über­sicht mit der Face­book­seite dazu.

Mehr über Wolf­gang und sei­nen Food­blog steht auf www.kaquushausmannskost.blogspot.de.