Schlagwort-Archiv: The Cookiez

Schmausepost vom 3. Mai

Schman­kerl der Woche

Stern­deu­ter: Bes­tes Restau­rant der Welt — mit die­sem Titel darf sich fortan das El Cel­ler de Can Roca in Girona schmü­cken. Im neuen Ran­king des „Restau­rant Maga­zine“ lösen die Spa­nier das Noma in Kopen­ha­gen ab. Auch ein deut­sches Restau­rant schafft es in die Top Ten. Kri­tik an der Aus­wahl kommt von Chris­tian Sei­ler bei „Das Maga­zin“.
World’s Best 50ZeitDas Maga­zin (Kri­tik)Das Maga­zin (Vor­schau)Guar­dian (Video)Guar­dian (Top 10 in Bil­dern)El Cel­ler de Can Roca

Zahl der Woche

1.139 Braue­reien gibt es in Deutsch­land, und sie haben ver­gan­ge­nes Jahr mehr als 5000 ver­schie­dene Biere gebraut. Im Ver­gleich zu 2008 ist die Zahl der Brau­e­r­ein gestie­gen, dabei kau­fen die Deut­schen immer weni­ger Bier: Otto-Normal-Trinker kommt aktu­ell auf 105 Liter pro Jahr; 2008 waren es noch 111 Liter.
Bio­kü­cheBMELVBio­kü­che (Regeln zur Bierauswahl)

Nach­rich­ten

Über­flie­ger: Von Asien in die Welt: Unglaub­li­che 101 Mil­li­ar­den Packun­gen Instant-Nudeln sind im ver­gan­ge­nen Jahr rund um den Glo­bus über die Laden­the­ken gegan­gen — im Schnitt sind das 16 pro Erden­bür­ger. Damit ist der schnelle Snack das belieb­teste Fer­tig­ge­richt der Welt.
Spie­gel Online

Unter­ge­mischt: Von Joghurt über Gum­mi­bär­chen bis Nudeln: In erstaun­lich vie­len Nah­rungs­mit­teln ste­cken Algen oder Bestand­teile dar­aus, mel­det die Apo­the­ken Umschau. Die Fol­gen für die Gesund­heit seien indes noch nicht hin­läng­lich erforscht.
Apo­the­ken Umschau

Über­töl­pelt: Seit 2007 haben sich etli­che große Kon­zerne ver­pflich­tet, keine Wer­bung für unaus­ge­wo­gene Pro­dukte an Kin­der zu rich­ten. Doch die­ses frei­wil­lige Abkom­men sei „reine Wer­be­sa­che“, kri­ti­siert Food­watch — und ver­weist auf die Abstim­mung zum Gol­de­nen Wind­beu­tel. Nun for­dert die Orga­ni­sa­tion neue Gesetze.
WeltFood­watch (Gol­de­ner Windbeutel)

Unter­sagt: Im Kampf gegen das Bie­nen­ster­ben scheint die EU end­lich auf­zu­wa­chen: Mehr­heit­lich haben sich die Mit­glieds­staa­ten für ein Ver­bot von umstrit­te­nen Pes­ti­zi­den aus­ge­spro­chen. Die Che­mi­ka­lien sol­len die Ner­ven­zel­len der Tiere lahm­le­gen und ihnen den Ori­en­tie­rungs­sinn rau­ben.
Süd­deut­scheDeut­sche WelleFocus

Lese­ge­schich­ten

Zah­len­spiele: In Russ­land erhält man für fünf Dol­lar zwei Big Macs — in Aus­tra­lien nur einen. Für das glei­che Geld gibt’s in Frank­reich fünf Pfund Bana­nen — und in Äthio­pien sogar 25 Pfund. Wie viel Essen man welt­weit für fünf Dol­lar bekommt — das zeigt ein Video von Buz­zfeed.
Youtube (Buz­zfeed)

Rosa Lieb­ling: Lachs ist gesund, lecker und beliebt — aber jeder Bis­sen befeu­ert die Über­fi­schung der Welt­meere und hat eine ver­hee­rende Ökobi­lanz. Oder doch nicht? Die Süd­deut­sche ver­rät, zu wel­chem Lachs man grei­fen sollte, wie man fri­schen Lachs erkennt, und was sich hin­ter Bio-Lachs ver­birgt.
Süd­deut­sche

Für die Tonne: „Iss doch mal Müll!“ — So über­schreibt das Jugend­ma­ga­zin Flu­ter einen Bei­trag über das Phä­no­men Food­sha­ring. Der 18-jährige Autor Robert hat sich dafür mit Men­schen unter­hal­ten, die Essen ver­schen­ken und geschenkt bekom­men.
Flu­ter

Grüne Alter­na­tive: „Vega­ner auf dem Mis­sio­nie­rungs­trip emp­finde ich als anstren­gend und nerv­tö­tend“, sagt Attila Hild­mann, selbst Vega­ner und einer der bekann­tes­ten deut­sche Köche für pflanz­li­che Küche In Inter­view ver­rät er zudem, was jeder Vega­ner im Küchen­schrank haben sollte.
Köl­ner Stadt-Anzeiger (Interview)

Blog­schau

Auf Rei­sen: Kirs­ten setzt auf Sugar & Spice ihr Euro­pa­koch­pro­jekt fort und wid­met sich Bosnien-Herzegowina. Die Mit­tel­meer­kü­che des Lan­des ist stark von den Nach­barn­staa­ten geprägt, wobei sie sich für einen Klas­si­ker ent­schei­det: Cevap­cici mit Djuvec-Reis und Ajvar.
Sugar & Spice (Bos­nien)Sugar & Spice (Europakochprojekt)

Beim Metz­ger: Die rich­tige Mar­mo­rie­rung, der rich­tige Cut, die rich­tige Farbe: In Teil eins der Serie „Das per­fekte Steak“ wid­met sich das soziale Essens­netz­werk Meal­stream dem Fleisch­kauf. Neben prak­ti­schen Tipps gibt es eine Über­sicht der ver­schie­de­nen Stü­cke.
Meal­stream

Im Ori­ent: Die Gewürz­mi­schung Zaa­tar ist spä­tes­tens seit den Buch­er­fol­gen des israe­li­schen Kochs Yotam Otto­lenghi auch in deut­schen Küche ange­kom­men. Clau­dia von Fool for Food mischt ihr eige­nes Zaa­tar zusam­men und backt damit Fla­den­brote, soge­nannte Mana­kish.
Fool for Food (Zaa­tar)Fool for Food (Fladenbrote)

Unter Auf­sicht: New York hat eine, Van­cou­ver hat eine und Lon­don auch: Die Rede ist von einer Ernäh­rungs­stra­te­gie. Sie gehört in den USA zu den Stan­dard­in­stru­men­ten der Kom­mu­nal­ent­wick­lung, schreibt Phil­ipp von Spei­se­räume. Zudem erklärt er, was genau sich hin­ter einer Ernäh­rungs­stra­te­gie ver­birgt.
Spei­se­räume

Buch der Woche

Coole Sache: Mit stei­gen­den Tem­pe­ra­tu­ren steigt bei den meis­ten Men­schen auch die Lust auf Eis. Dabei wird die kühle Süßig­kei­ten immer häu­fi­ger in der hei­mi­schen Küche kre­iert — erschwing­li­chen Eis­ma­schi­nen sei Dank. Katha­rina von Valen­ti­nas Koch­buch stellt drei Bücher vor, die Tipps und Rezepte für Hobby-Eismacher lie­fern.
Valen­ti­nas Kochbuch

App der Woche

Grill-Chef & Sommer-Rezepte: Pas­send zum Früh­ling haben die Apps „Sommer-Rezepte“ (iPhone, 0,89€) und „Grill-Chef“ (iPhone, 0,89€) nen­nens­werte Updates erhal­ten. Nicki von Guten APPe­tit ver­rät, was neu ist, und lobt in ihrer Rezen­sion „die tolle Aus­wahl an Grill­re­zep­ten“.
Guten APPe­tit

Blog der Woche

The Coo­kiez: 46 Jahre Lebens­er­fah­rung ste­hen hin­ter dem Food­blog „The Coo­kiez“. Das Beson­dere: Auf der Web­seite schrei­ben drei Teen­ager aus dem Vor­al­pen­land über ihre Aben­teuer in der Küche — Felix (15), Simon (15) und Céd­ric (16). Letz­te­rer for­dert im Inter­view mit der Schmau­s­epost: „Beim Essen soll­ten die Men­schen mehr auf Qua­li­tät und mehr auf den Genuss ach­ten“.
Schmau­s­epost (Por­trait & Inter­view)The Coo­kiez

Rezepte der Woche

Roast­beef Sand­wich mit Chipotle Rub: Einen US-Klassiker nimmt sich Grill-Enthusiast Alex auf Gau­men­knall vor: ein Roast­beef Sand­wich mit Chipotle Rub und Balsamico-Schalotten. Das Fleisch wird hier­bei mit einer spe­zi­el­len Würz­mi­schung ein­ge­rie­ben und danach vier bis fünf Stun­den im Smo­ker gegart.
Gau­men­knall

Baba­nen­boot vom Grill (vege­ta­risch): Einen Des­sert­tipp für die Grill­sai­son lie­fert der Food­blog „Vom Essen beses­sen“: ein gefüll­tes Bana­nen­boot mit Mar­shmal­lows, Scho­ko­lade oder Jalapeño-Chilis. Pas­send dazu gibt’s auf der Web­seite eine Video­an­lei­tung, wie man Bana­nen in Rekord­zeit schält.
Vom Essen beses­sen (Bana­nen­boot)Vom Essen beses­sen (Bana­nen schälen)

Nach­schlag

Stin­kende Stan­gen In Food­blogs und Zeit­schrif­ten tum­meln sich der­zeit mehr Spar­gel­re­zepte als Ita­lie­ner auf dem Okto­ber­fest. Doch eine Frage umschif­fen die Auto­ren stets galant: Warum riecht bei eini­gen Men­schen der Urin nach dem Spar­gel­ge­nuss so unan­ge­nehm? Die Süd­deut­sche klärt auf.
Süd­deut­sche

Blog der Woche: The Cookiez

Eines der gelungensten Foodblog-Designs weit und breit: The Cookiez.

Eines der gelun­gens­ten Foodblog-Designs weit und breit: The Cookiez.

Immer­hin: „Die Mäd­chen fin­den es cool.“ Das hat der 16-jährige Céd­ric in einem Zei­tungs­in­ter­view ver­ra­ten. Seine männ­li­chen Kum­pels hin­ge­gen seien eher „ein biss­chen skep­tisch“ gewe­sen, als sie von Céd­rics Hobby erfah­ren haben. Gemein­sam mit zwei wei­te­ren Teen­agern aus dem Vor­al­pen­land stellt er sich regel­mä­ßig zum Kochen und Backen in die elter­li­che Küche — und bloggt dar­über auf www.thecookiez.com.

Wir kochen gerne und oft und wol­len euch Küche ein wenig abseits vom Main­stream prä­sen­tie­ren, etwas aus­ge­fal­len, oft aus­län­disch und krea­tiv und trotz­dem ein­fach und vor allem lecker“, schreibt das Trio auf sei­ner Web­seite, deren schnör­kel­lo­ses Design ebenso beein­druckt wie die Fotos und Texte. Die Rezepte sind bei The Coo­kiez wahl­weise nach Gang, Schwie­rig­keit, Jah­res­zeit, Regio­nen & Län­der oder Zeit­auf­wand abruf­bar. Dazu gibt es hin und wie­der Aktio­nen wie das Sand­wich der Woche. Und natür­lich las­sen sich die Gerichte für Fleisch­fres­ser und für Pflan­zen­fres­ser fil­tern, und auch bei Twit­ter, Face­book und Pin­te­rest sind die drei Nach­wuchs­kö­che aktiv.

Wir sind keine nor­ma­len Foodblog-Autoren“, sagen Céd­ric (16), Felix (15) und Simon (15) im Inter­view mit dem Gerets­rie­der Mer­kur. „Wir suchen nach beson­de­ren Gerich­ten, die nicht gleich jeder kennt. Dann ver­bes­sern wir sie und ver­su­chen so, die klei­nen Gefah­ren beim Kochen für unsere Leser zu umschiffen.“

INTERVIEW — 5 Fra­gen an… Céd­ric von The Cookiez

1. Was ist euer per­sön­li­ches Lieb­lings­ge­richt in eurem Blog?

Céd­ric: Eigent­lich mögen wir alle Gerichte — sonst hät­ten wir sie ja nicht nach­ge­kocht. Aber beson­ders gefal­len uns die­je­ni­gen, bei denen die Foto­gra­fien gut gewor­den sind, wie zum Bei­spiel die Pof­fert­jes, das Chevremousse-Feigen-Sandwich oder die Ori­gi­nal Donuts

2. Wel­che Rolle spielt Essen in eurem Leben?

Céd­ric: Wir ernäh­ren uns drei­mal am Tag damit, also kann man schon sagen, dass es wich­tig ist.

3. Wor­auf soll­ten mehr Men­schen beim Essen achten?

Céd­ric: Vor allem auf die Qua­li­tät und auch den Genuss. Zum Bei­spiel hat man viel mehr von sei­nem Essen, wenn man es mit Liebe gekocht ist, und man weiß, dass es auch von guter Qua­li­tät ist. Gerade beim Fleisch macht das ja auch geschmack­lich etwas aus.

4. Was war die schönste Erfah­rung mit eurem Blog?

Céd­ric: Jede Art von Feed­back ist für uns schön — beson­ders, wenn es posi­tiv ist. Aber auch über ver­schie­dene Blog-Awards und einen Zei­tungs­ar­ti­kel über unsere Web­seite haben wir uns sehr gefreut.

5. Wel­che drei Web­sei­ten zum Thema Essen könnt ihr empfehlen?

Céd­ric: Die Web­seite von Food­watch infor­miert über die Schwei­ne­reien der Lebens­mit­tel­her­stel­lung. Das ist wich­tig, weil wir uns aktiv beim Ein­kau­fen und durch Aktio­nen gegen die kom­mer­zi­el­len Inter­es­sen der gro­ßen Kon­zerne durch­set­zen soll­ten, die uns mit ihrer Geld­gier scha­den. Wir lesen auch wei­tere Food­blogs, die es aber alle schon zu Popu­la­ri­tät gebracht haben: Doch die wirk­lich inter­es­san­ten Blogs sind die unbe­kann­ten Food­blogs, nach denen auch wir suchen, die wir aber im Moment nicht wirk­lich finden.

Mehr über Céd­ric, Simon, Felix und ihren Food­blog steht auf www.thecookiez.com.